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Görlitz

Die östlichste Stadt Deutschlands liegt in Sachsen an der Grenze zu Polen und hat natürlich seinen Besuchern so einiges zu bieten.

Sehenswürdigkeiten in Görlitz

Der Schönhof ist einer der schönsten Renaissancebauten nördlich der Alpen und wurde ab 1526 unter Einbeziehung des bei dem großen Stadtbrand 1525 zerstörten Vorgängerbaus von Wendel Roskopf wieder errichtet. In dem Gebäude haben zahlreiche Landesherren übernachtet und seit 2006 beherbergt es das Schlesische Museum.

Görlitz © flickr/silvmedia.de

Die Altstadtbrücke in Görlitz wurde erstmals 1298 erwähnt. Die damalige Holzbrücke musste nach Zerstörungen durch Belastung, Feuer und Hochwasser immer wieder erneuert werden und erst 1906/07 entstand dort eine Steinbrücke mit Stahlbögen. 1945 wurde die Brücke von der Wehrmacht gesprengt und erst spät wieder aufgebaut. Seit 2004 verbindet sie wieder die Zwillingsstädte Görlitz und Zgozelec.

Als Görlitz 1847 an das sächsische und preußische Eisenbahnnetz angeschlossen wurde und das 475 Meter lange Neißeviadukt errichtet wurde, entstand in Görlitz zunächst ein kleiner Bahnhof, Zu Beginn des 20. Jahrhunderts machte die Lage von Görlitz als Verkehrsknotenpunkt allerdings einen Neubau notwendig. Die Empfangshalle mit ihren Deckenausmalungen wurde 1917 fertig gestellt.

Das 1570 für den aus Weimar stammenden Waidhändler Hans Heinze umgebaute Biblische Haus wurde von dem Bildhauer Hans Kramer mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament verziert.

Das Finstertor ist das einzige noch erhaltene Stadttor der Nikolaivorstadt. In dem Fachwerkhaus direkt daneben wohnte der Scharfrichter, der wegen seines unehrenhaften Berufs außerhalb der Stadt angesiedelt war.

Für Besucher von Görlitz auch interessant ist der Flüsterbogen des Hauses Untermarkt 22. Dieser ist wegen seiner akustischen Eigenschaften etwas Besonderes. Flüstert man hier auf der einen Seite etwas hinein, kann man es auf der anderen Seite gut verstehen.

Leider zurzeit nur eingeschränkt besichtigt werden kann das Jugendstilkaufhaus aus dem Jahre 1912/13. Die nach Plänen des Potsdamer Architekten Carl Schmanns errichtete Skelettkonstruktion wurde nach Vorbild des Berliner Kaufhauses Wertheim gebaut. Das Gebäude mit dem imposanten Lichthof ist eines der wenigen Warenhäuser dieser Art, die den Krieg überstanden.

Das Rathaus wurde 1369 erstmals erwähnt und verdankt seine heutige Gestalt zahlreichen Umbauarbeiten unter anderem durch Wedel Roskopf d. Ä. oder Jürgen Kröger. Endgültig fertiggestellt wurde es 1903.

Die Frauenkirche von Görlitz ist eine Besonderheit, da sie als einzige über keine eigene Pfarrgemeinde hatte und durch Spenden unterhalten wurde.

Rathaus Görlitz © flickr/ohaoha

Hoch über der Neiße thront die Paulskirche, hervorgegangen aus der frühen Burgkirche des 11. Jahrhunderts. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul ist das Wahrzeichen der Stadt und von Osten kommend fällt sofort der mächtige Ostchor mit dem Kupferdach ins Auge. Zwischen 1423 und 1497 wurde sie zur fünfschiffigen Hallenkirche umgebaut.

Bis 1372 war die Nikolaikirche, als älteste Görlitzer Kirchengründung, die Hauptkirche der Stadt. Der in spätgotischem Stil errichtete Neubau wurde 1452 begonnen, verzögerte sich aber wegen der Arbeiten an der Peterskirche und wurde erst 1515 fortgesetzt. Die Kirche wurde mehrfach durch Brände beschädigt und war jahrhundertelang Begräbniskirche.

Der Nikolaifriedhof in Görlitz ist der älteste der Stadt und seine mehr als 600 zumeist barocken Grabmale, die Grufthäuser und der Pestfriedhof sind durchaus sehenswert.

Die ehemalige Synagoge von Görlitz wurde während des Brandanschlags im November 1938 zwar nur mäßig zerstört, verfiel aber bis 1990 und erst seit 1991 werden Bestandsicherungs- und Sanierungsarbeiten vorgenommen.

In Görlitz gibt es zahlreiche historische Brunnen und moderne Wasserspiele, was für eine angenehme Atmosphäre besonders während der Sommermonate sorgt.

Geschichte von Görlitz

  • 1071 erstmalige Erwähnung von Görlitz durch Heinrich IV.
  • um 1220 entwickelt sich Görlitz zur Stadt und bekommt 1303 das Stadtrecht und 1329 Gerichtsbarkeit, Münzrecht und Salzstapel
  • 1346 wird der Sechsstädtebund zwischen Bautzen, Görlitz, Lauban (Luban), Löbau, Kamenz und Zittau gegründet
  • 1815 Görlitz wird preußisch
  • 1830 Christoph Lüders eröffnet die Wagenbauanstalt, die noch heute der größte Industriebetrieb in Görlitz ist
  • 1847 Anschluss an das sächsische und preußische Eisenbahnnetz
  • 1945 Görlitz wird geteilt in einen polnischen (Zgorzelec) und einen deutschen Teil, als die Lausitzer Neiße die Grenze zwischen Polen und Deutschland wird
  • 1998 die Europastadt Görlitz/Zgorzelec wird proklamiert

Veranstaltungen und Kultur in Görlitz

Veranstaltungen

  • 27.-29. August 2010 – Altstadtfest Görlitz und Jakuby Fest Zgorzelec
  • 10.-12. September 2010 – Patrimonium Gorlicense und Tag des offenen Denkmals
  • 11. September 2010 – Lange Nacht der Museen
  • 3.-12. Dezember 2010 Christkindelmarkt Görlitz

Museen

Im Schlesischen Museum zu Görlitz können die Besucher im wunderschönen Schönhof  900 Jahre schlesische Geschichte erleben.

Das Kulturhistorische Museum von Görlitz ist auf drei unter Denkmalschutz stehende Gebäude, Dien Kaisertrutz, den Reichenbacher Turm und das Barockhaus Neißestraße 30 aufgeteilt. Die ersten beiden sind miteinander verbunden und man erfährt hier alles über die Geschichte der Stadt. Im Barockhaus Neißestraße 30 sind wissenschaftsgeschichtliche Sammlungen zu sehen.

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz informiert seine Besucher über die natürliche Vielfalt und Schönheit der Landschaft und den Artenreichtum der Gegend. In weiteren Ausstellungen kann man auch etwas über Geologie und die Tiere in Regenwäldern und Savannen lernen.

Das Spielzeugmuseum Görlitz präsentiert mehr als 4000 Spielzeuge aus  dem Erzgebirge und entführt Besucher in vergangene Zeiten. Sehenswert ist besonders eine vier Quadratmeter große Miniaturlandschaft unter Glas.

Bäder und Zoo in Görlitz

Das Neiße-Bad in Görlitz kann aufwarten mit Wellness- und Sportbecken, Whirlpool und Eltern-Kind Bereich. Mehr finden Sie unter www.neisse-bad-goerlitz.de

Der Naturschutz-Tierpark Görlitz bietet großen und kleinen Besuchern gepflegte Parkanlagen, Streichelgehege und Abenteuerbrücke und ist einer der schönsten Tierparks Mitteldeutschlands mit rund 500 Tieren.

Gastronomie in Görlitz

Görlitz kann sowohl mit regionalen Spezialitäten als auch mit internationaler Küche aufwarten.

Öffentliche Verkehrsmittel in Görlitz

Für Besucher der Stadt Görlitz empfiehlt sich ein eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel.

St. Peter und Paul © flickr/mueritz

Ausflugsziele in der Nähe von Görlitz

Eisenbahnfreunde kommen in der Region ganz sicher auf ihre Kosten. Es gibt die SOEG Schmalspurbahn im Zittauer Gebirge mit Dampfloks und Fahrten während des ganzen Jahres. www.seog-zittau.de

Die Waldeisenbahn Muskau ist die größte Museumseisenbahn ihrer Art in Deutschland und besteht seit 1895. Die Fahrzeuge der 600 Millimeter Schmalspur laden zu vielen Fahrten zwischen März und Oktober ein. Sonderfahrten mit Dampf oder Diesellokomotiven sind ganzjährig möglich. Mehr Informationen finden Sie hier.

Der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und sicherlich auch einen Besuch wert.

Auch die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde e.V. führen zahlreiche Sonderfahrten und Veranstaltungen mit ihren historischen Fahrzeugen durch. www.osef.de

Ein schönes Ausflugsziel für die ganze Familie sind auch Kleinwelka mit dem Saurierpark, dem Miniaturenpark und dem Irrgarten, die Rodelbahn Oberoderwitz, die Kulturinsel Einsiedel, die Freizeit-Oase Olbersdorfer See und das Technische Baudenkmal Bagger 1452.

Wander- und Badespaß kann man an den Lausitzer Seen haben. Nach dem Ende der Badesaison ist das Abfischen der Karpfenteiche ein besonderer Höhepunkt.

Von Görlitz aus kann man auch wunderbar Ausflüge nach Polen oder Tschechien in die malerische Bergwelt des Iser-und Riesengebirges unternehmen und auch nach Prag oder Wroclaw (Breslau).

Und auch in die sächsischen Städte Radebeul, Meißen, Freiberg, Kamenz, Zittau und Bautzen ist es nicht weit.

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Leipzig

Leipzig liegt im Nordwesten des Freistaates Sachsen und ist die bevölkerungsreichste Stadt der neuen Bundesländer. Zusammen mit Halle (Saale) bildet Leipzig einen Ballungsraum.

Sehenswürdigkeiten in Leipzig

Sicherlich eines der schönsten Renaissancebauwerke Deutschlands ist das Alte Rathaus in Leipzig. Heute ist in ihm das Stadtgeschichtliche Museum untergebracht. Gebaut wurde es 15556/57 von Hieronymus Lotter. Beachtenswert ist die Tatsache, dass die Front nach dem Prinzip des Goldenen Schnitts aufgebaut ist.

Alte Börse © flickr/Nigel's Europe

Ebenfalls ein Werk Lotters sind die Alte Waage am Marktplatz, die Moritzbastei sowie Teile der Stadtbefestigung. Die Moritzbastei errichtet zwischen 1551 und 1554 galt lange als uneinnehmbar, wurde aber im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden überrannt.

Durch die lange Tradition Leipzigs als Messestadt sind in der Innenstadt noch prachtvolle Kaufmannshäuser mit ihren charakteristischen Passagen erhalten. Der älteste dieser Handelshöfe ist Barthels Hof. Hauptsächlich der Ausrichtung von Handelsmessen dienten Specks Hof und Stenzlers Hof, die beide restauriert sind. Die nach mailändischem Vorbild zwischen 1912 und 1914 entstandene Mädlerpassage ist wohl die schönste Passage Leipzigs und befindet sich auf dem ehemaligen Gelände von Auerbachs Hof, einem weiteren der damaligen Handelshäuser.

Die Alte Börse in Leipzig ist ein Gebäude im Barockstil und diente in seinen Anfängen der Kaufmannschaft der Stadt als Versammlungsort. Weitere sehenswerte Barockgebäude sind das Fregehaus, das Romanushaus, das Königshaus und das am Stadtrand gelegene Gohliser Schlösschen.

Auch gibt es in Leipzig Gebäude, die an berühmte Personen erinnern und deren Aufenthalts- oder Wirkungsstätten waren. Östlich der Innenstadt gelegen ist das Mendelssohnhaus, in dem Felix Mendelssohn Bartholdy bis zu seinem Tod lebte, und in Gohlis gelegen das Schillerhaus, in dem Friedrich Schiller an der „Ode an die Freude“ gearbeitet haben soll.

Ein bekanntes Wahrzeichen Leipzigs ist das Völkerschlachtdenkmal, das ab 1898 errichtet wurde und an die Völkerschlacht von 1813 erinnert.

Das Reichsgerichtsgebäude (1888-1895) in Leipzig orientiert sich an der italienischen Renaissance und ähnelt so dem Reichstagsgebäude in Berlin.

Bekannt vor allem durch den berühmten Thomanerchor ist die Thomaskirche. In dem gotischen Bau aus dem 15. Jahrhundert wirkte auch Johann Sebastian Bach. Der Thomanerchor ist hier regelmäßig zu hören. Außerhalb der Ferienzeiten und Gastspielreisen am Freitagabend und Samstagnachmittag.

Die Nikolaikirche war Ausgangspunkt für die Montagsdemonstrationen in Leipzig, die unter anderem die Wende in der DDR einleiteten. Errichtet im romanischen Stil ab 1165 wurde sie im Spätmittelalter zur gotischen Hallenkirche umgebaut.

Die Russische Gedächtniskirche im Nowgoroder Stil wurde 1913 zur Erinnerung an die in der Völkerschlacht 1813 gefallenen Russen erbaut.

Geschichte Leipzigs

  • Ab dem 7. Jahrhundert gab es slawische Siedlungen
  • 1015 erstmals als „urbs Libzi“ in der Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg erwähnt
  • 1165 Verleihung der Stadtrechte durch Markgraf Otto dem Reichen
  • 1212 das Augustiner-Chorherrenstift St. Thomas wird gegründet
  • 1409 Gründung der Universität
  • 1497 Leipzig bekommt von Kaiser Maximilian I. das kaiserliche Messeprivileg und ab 1507 auch das Stapelrecht
  • 1539 Einführung der Reformation
  • 1632 König Gustav II. Adolf fällt in der Schlacht bei Lützen
  • 1813 Völkerschlacht bei Leipzig und Richard Wagner wird in der Stadt geboren
  • 1839 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Leipzig-Dresden
  • 1989 Friedensgebete in der Nikolaikirche und Montagsdemonstrationen

Thomaskirche © flickr/vxla

Veranstaltungen und Kultur in Leipzig

Museen

Das Museum der bildenden Kunst in Leipzig zeigt knapp 60.000 Exponate aus der Zeit vom Mittelalter bis zur Moderne.

In der Galerie für Zeitgenössische Kunst sind Werke moderner und zeitgenössischer Kunst zu sehen.

Das Stadtgeschichtliche Museum im Alten Rathaus hat Nebenstellen im ältesten Kaffeehaus Deutschlands Zum Arabischen Coffe Baum, im Schillerhaus, im Sportmuseum Leipzig und im Völkerschlachtdenkmal.

Im Zeitgeschichtlichen Forum können Besucher sich über die Geschichte Deutschlands vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart informieren. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Geschichte der DDR.

Veranstaltungen

  • 01. Juli – 31. August 2010: Kultur unter freiem Himmel – Open Air-Veranstaltungen auf den Sommerbühnen Leipzigs
  • 07. – 17. Juli 2010: Bach-Wettbewerb
  • 12. Juli – 28. August 2010: Sommerkabarett
  • 06. – 15. August 2010: CLASSIC OPEN 2010 – Musik von Händel bis Jackson in der Innenstadt
  • 09. – 19. September 2010: Schumann-Festwoche  zum 200. Geburtstag von Robert Schumann
  • 16. – 22. September 2010: 10. Jugendfilmfestival LEoliese
  • 20. September – 03. Oktober 2010: Interkulturelle Wochen
  • 16. Oktober 2010: Leipziger Opernball

Zoo in Leipzig

Der Zoo Leipzig ist nicht nur einer der ältesten der Welt, sondern auch einer der artenreichsten. Neben der weltgrößten Menschenaffenanlage gibt es eine Löwensavanne, eine Lippenbärenschlucht, eine Tiger-Taiga, eine Afrika-Savanne und vieles mehr zu sehen. www.zoo-leipzig.de

Gastronomie in Leipzig

Am bekanntesten, vor allem auch durch Goethes Faust, ist Auerbachs Keller. Das historische Restaurant gibt es seit 1525. Hier gibt es neben bodenständiger sächsischer Küche historische Weinstuben und auch feine Küche für gehobene Ansprüche. www.auerbachs-keller-leipzig.de

Völkerschlachtdenkmal © flickr/Mishkabear

Öffentliche Verkehrsmittel in Leipzig

Für Touristen zu empfehlen ist die Leipzig Card, denn mit ihr hat man nicht nur freie Fahrt bei den öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch Ermäßigungen bei Stadtrundfahrten, in Museen und vielem mehr.

Messetermine in Leipzig

Mehr als 800 Jahre Messe in Leipzig, am bekanntesten ist sicherlich die Leipziger Buchmesse im Frühjahr. Mehr Informationen zu Messen in Leipzig gibt es hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Leipzig

Im Leipziger Land kann man an acht Seen einer künftig über 70 Quadratkilometer großen Seenlandschaft schon jetzt Sport und Erholung erleben.
In Wäldern, Seen und Parks in der Region kann man wandern, radeln und reiten und Schlösser, Burgen, Herrenhäuser und Kirchen laden zur Besichtigung ein.
Im Oktober finden regelmäßig die Feiern zur Erinnerung an die Völkerschlacht statt.

Einen Ausflug wert sind auch die Dübener Heide, die Dahlener Heide, das Wurzener Land, die Muldenlandschaft bei Grimma, das Tal der Burgen oder das Saaletal.

Interessante Städte in der Nähe sind die Lutherstadt Wittenberg, Meißen, Dresden, Weimar und Erfurt.
Mehr dazu finden Sie hier.

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Dresden

Sehenswürdigkeiten in Dresden

In der Altstadt:

Die Frauenkirche ist sicherlich das bekannteste Symbol Dresdens schlechthin. Der barocke Kuppelbau ist prachtvoll und sehr prägend für die Stadtsilhouette. 1726 – 1743 errichtet von George Bähr. Zwei Jahrzehnte stand die “steinerne Glocke” der Kuppel für das Stadtbild, bis es im Februar 1945 zerstört wurde. Bis 1994 stand diese Ruine als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. Erst nach der Wiedervereinigung wurde wiederaufgebaut ebenso wie die umliegenden Straßenzüge.

Im Historischen und Neuen Grünen Gewölbe ist eine der Schatzkammern Europas zu sehen mit sensationellen Stücken der Kunstwerke aus Gold, Silber, Edelsteinen, Bernstein, Elfenbein und Email. Im Historischen Grünen Gewölbe sind Meisterwerke der Juwelier-und Goldschmiedekunst zu sehen und im Neuen Grünen Gewölbe Meisterwerke der Schatzkunst wie goldenes Kaffeezeug, Straußeneier, Perlmutter u.a. der Hofjuweliere. Ausgestellt sind diese Stücke einzeln in Vitrinen, sodass diese Prachtstücke von allen Seiten betrachtet werden können.

Der Zwinger von Dresden ist eines der bedeutenden Bauten des europäischen Spätbarocks. Seine Bezeichnung erhielt er wegen seiner Lage zwischen der äußeren und inneren Festungsmauer. Heute ist diese Anlage eine harmonische Einheit mit Innenhof, Pavillons, Bogengalerie. Beeindruckende Wasserspiele und eine tolle Kulisse laden ein zum Schlendern.

Semperoper©flickr/az1172

Die weltberühmte Semperoper, die nach ihrem Architekten benannt ist, wurde 1838 errichtet und bereits 1869 ein Opfer der Flammen. Sempers Sohn baute die neue Version im Stil der italienischen Renaissance in den 70ern des 19. Jahrhunderts.
Eine weitere Zerstörung folgte im Zweiten Weltkrieg und die Oper wurde zwischen 1977 und 1985 in originalgetreuer Form wiederaufgebaut. Die besondere Akustik ist sehr geschätzt.

Die Festung Dresden wartet auf mit Überresten mittelalterlicher Wehranlagen, einer alten Stadtbrücke, kleinen Bastionen und Kasematten. Einst umgeben von einem breiten Wassergraben und mit Mauerring umgeben, gibt es noch das 400 Jahre alte Ziegeltor. Seit 2004 ist es auch UNESCO-Welterbe.

In der Neustadt am rechten Elbufer:

die ersten und schönsten Eindrücke der Neustadt lassen sich am besten bei einem Spaziergang entlang des Flussufers machen. Die Elbpromenaden führen von der Marienbrücke flussaufwärts.
Aber auch die Fahrt auf dem historischen Raddampfer, der das obere Elbtal durchquert, darf nicht fehlen. Schnaufende Dampfmaschinen und das Wasserrauschen der Schaufelräder versetzten einen in eine andere Zeit. Dazu mehr unter den Hinweisen für “Ausflugsziele in der Nähe”

“Der Goldene Reiter” an der Augustusbrücke ist das Standbild vom berühmten Kurfürsten Sachsens. Dort ist auch die beliebte Einkaufsstraße Dresdens.

Die Neustädter Markthallen sind die schönsten Deutschlands mit den Gewölben, schmiedeeisernen Elementen; lichtdurchflutet laden sie ein zu Obst, Gemüse, Backwaren und vielem mehr zu verweilen. Der Käsekeller ist auch sehr interessant. Täglich geöffnet.

Was den Münchenern ihr Dallmayr ist, ist den Dresdnern Pfunds Molkerei. Das 1880 gegründete Geschäft wurde bereits 1910 zum schönsten Milchlanden der Welt gekürt. Die Prachtvolle wie fantasievolle Gestaltung des Landens ist überwältigend. Mosaikfliesen, deren Motive von der Milchwirtschaft bis zu Falbelwesen und floralen Elementen reichen, sind so interessant, dass sich ständig neues entdecken lässt. Auch die Handmalereien an Wänden, Fußboden und den Verkaufstischen sind genial. Sie sind eine Leistung der Steingutfabrik Villeroy & Boch.

Auch das Regierungsviertel mit seinen zwei monumentalen Bauten ist bedeutend. Das Finanzministerium ist von 1890/96 und das damalige Gesamtministerium von 1900/04 ist heute Staatskanzlei.

Die “Äußere Neustadt” ist ein Stadtviertel fast durchgehend geprägt von der Architektur der eng bebauten Straßenzüge. Eine historische Gegend, die heute viel Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten u.v.m. bietet.

Geschichte Dresdens

Dresden ist die Hauptstadt  von Sachsen, schon  in der Jungsteinzeit gab es hier die ersten Besiedelungen. Im 5. Jahrhundert gab es bereits die ersten größeren Bebauungen, davon zeugt die Kreisgrabenanlage in Dresden-Nickern. Wegen der starken Bewaldung blieb die Besiedlung trotz lukrativer Lage (Fluss) und fruchtbarer Böden dünn.

1206 wurde Dresden in einer sogar noch erhaltenen Urkunde erstmals genannt: Acta sund hec Dresdende. 1350 wird das Stadtrecht verliehen für das Gebiet der heutigen Innerer Neustadt. Erst im 16. Jahrhundert wird der rechts- und linkselbische Teil der Stadt ein Ganzes unter Kurfürst Moritz.

Der Dreißigjährige Krieg hat Dresden nichts angetan, aber Pest und Hunger sowie die allgemeine wirtschaftliche schlechte Lage verzögerten die Entwicklung von Dresden.
1685 brannte das Altendresden vollständig ab. Erst über mehrere Jahrzehnte wurde es wieder aufgebaut und 1732 als Neue königliche Stadt gefeiert.
1745 wurde die Dresden durch die Preußen erobert im österreichischen Erbfolgekrieg. 1756 folgte wieder eine Einnahme durch die Preußen während des siebenjährigen Krieges.

1785 schrieb Friedrich Schiller die Ode an die Freunde, dessen Lyrik zur Vorlage für die Hymne der Europäischen Union wurde, für die Tafel der Freimaurerloge in Dresden.

Auch der Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 erfasste Dresden. Die Stadt wurde von französischen Truppen besetzt und geschützt. 1849 wurde der sächsische König Friedrich August II. gezwungen, die Stadt zu verlassen. Mithilfe der preußischen Unterstützer konnte er wieder zurück. Das restliche 19. Jahrhundert verlief friedlich für Dresden und wurde Hauptstadt eines der stärksten Königreiche im Deutschen Reich. Vom Ersten Weltkrieg gingen keine Schäden aus gegen Dresden.

Weitere wichtige Daten für Dresden sind natürlich der 10. Mai 1933: die Bücherverbrennung; von 1939 bis 1945 sind die Lager in Ausschwitz und Flossenbrüg zu erwähnen, in denen die KZ-Häftlinge für die Rüstungsindustrie arbeiten mussten. 1944/45 wurden die Luftangriffe auf den Großraum Dresden geflogen und schwer beschädigt. Die Zahl der Opfer ist nicht genau ermittelt. Am 8. Mai 1945 wurde Dresden von der sowjetischen Armee besetzt.

Dresdens Entwicklung während der DDR-Zeit: viele Zerstörungen wurden lediglich aufgeräumt wie z.B. die Überreste der Sophienkirche, weniges wieder aufgebaut. Die einst belebte Prager Straße wurde erst Anfang der 60er Jahre des letzten Jhd. wieder aufgebaut, allerdings im Stile des Sozialismus. Die wirtschaftlich nicht gutgestellte Lage der DDR ließ einen raschen Aufbau nicht zu. Die von der Sowjetunion gestohlenen Kunstschätze wurden Ende der 50er Jahre zurückgegeben, sodass die Staatlichen Kunstsammlungen wieder einen Besuch wert waren.

Im Oktober 1989 zogen über 20.000 Menschen durch Dresden um für Reise- und Meinungsfreiheit zu demonstrieren. Bereits zwischen den 30.September und 5.Oktober fuhren Sonderzüge mit Flüchtlingen über Dresden und Plauen nach Deutschland. Großdemonstrationen am Dresdener Hauptbahnhof endeten in gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Staatssicherheit und Bürgern.

Dresden©flickr/Hardo

Die politische Wende 1989 führte zur deutschen Wiedervereinigung 1990 und Dresden wurde zur Hauptstadt der neu errichteten Freistaates Sachsen.

2002 gab es eine Jahrhundertflut, die das Hochwasser von 1845 in den Schatten stellte.

2005 wurde der Wiederaufbau der Frauenkirche gefeiert mit der Weihe zur Kirche.

2006 gab es das 800-jährige Bestehen Dresdens.

2009 besuchte erstmals ein Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika die Stadt. Barack Obama erfreute sich größter Beliebtheit und hatte ein Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel im Residenzschloss. Auch besichtigte er die Frauenkirche.

Veranstaltungen und Kultur in Dresden

Veranstaltungen

  • Pyro Games, das Feuerwerksfestival im Oktober 2010
  • Dresden-marathon im Oktober 2010
  • TonLagen, ein Festival der zeitgenössischen Musik vom 01.-17.10.2010
  • Für die Jungen und Junggebliebenen das Unity.Dresden.Night am 07.11.2010
  • Diverse Adventsmärkte wie der mittelalterliche Markt im Stallhof, dem Striezelmarkt – ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands im Altmarkt sowie die weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche sind nur einige Highlights im Dezember.
  • Der krönende Abschluss ist sicherlich “Silvester findet in Dresden Stadt!” Ein rauschendes Fest auf dem Schlossplatz und Theaterplatz. http://veranstaltungen.meinestadt.de/dresden

Museen

Die Gemäldegalerien der Alten Meister und die Galerie Neue Meister, das Leonhardi-Museum mit zeitgenössischer Kunst aus Sachsen, die Grafikwerkstatt Dresden sowie das Militärmuseum sind nur eine kleine Auflistung der kulturellen Möglichkeiten in Dresden.
Die Interessengemeinschaft Historischer Fernmeldetechnik lässt die Herzen auch höher schlagen, denn die Palette der Technik reicht von Nebenstellentelefonanlagen über Funk- und Fernschreiber zu Demonstrationsmodellen. Viel Interessantes gibt es auch über die Pflege und Instandsetzung.
Auch das Deutsche Hygiene Museum ist was Besonderes mit vielen öffentlichen Veranstaltungen.

Das Erich-Kästner-Museum ist ein geeignetes Museum für die ganze Familie. www.museen-dresden.de/

Zoo, Bäder/Thermen in Dresden

Der Zoo direkt im Zentrum Dresdens gelegen nahe des Zwingers und der Semperoper. 1861 als vierter Zoo Deutschlands gegründet, waren die Leidenschaft des Dresdner Zoos schon immer die Affen. Seit 1873 gibt es dort Orang-Utans, die schon 1927 weltweite Beachtung fanden. Die natürliche Aufzucht der Orang-Utans wurde ausführlich dokumentiert.
Das 1999 eingeweihte Afrikahaus ist was ganz Besonderes. Es gibt Elefanten und anderen afrikanischen Tieren ein gemeinsames Leben. Auch sind die schön-hässlichen Nacktmulle zu bewundern.
Berühmt ist der Zoo natürlich auch wegen der Fernsehpräsenz als “Dresdner Schnauzen”.

Das Elbamare ist ein Erlebnisbad der Extraklasse mit Saunalandschaften, Sportbecken (28°) und Erlebnisbecken (30°) mit Strömung, Wasserkanone und Außenbecken. Eine 80 Meter lange Rutsche ist für Klein und Groß da. Behindertengerecht gebaut.

Gastronomie in Dresden

Dresdens Küche ist geprägt von deftiger Kost. Das Radeberger Bier ist allgegenwärtig und schmeckt entlang der vielen Biergärten am Elbufer am besten. Auch die benachbarte böhmische Küche ist oft zu finden.

Was Einzigartiges ist natürlich das Restaurant unter der riesigen bunten Glaskuppel mit Rundumblick. Es ist untergebracht in der Yenidze. Orientalische Küche ist vorherrschend, aber auch sächsische Spezialitäten sind erhältlich, ebenso wie internationale Küche.

Auch auf dem Theaterkahn lässt es sich gut munden.

Historisch genießen kann man im Sophienkeller.

Öffentliche Verkehrsmittel in Dresden

In Dresden beschränkt sich nicht nur auf Bus, Straßenbahn und S-Bahn. Auch die Bergbahn ist ein wichtiges Verkehrsmittel der Stadt. Sie überwindet die fast 100 Meter der Stadtviertel Loschwitz und Weißer Hirsch in 5 Minuten. Auch die Elbfähren sind Zeitsparer von einem Elbufer zum anderen. Auch für PKW-Nutzung möglich.

Messetermine in Dresden

  • Dresdner Heimtier Messe im September 2010
  • Internationale Mineralien- und Fossilienbörse auch im September 2010
  • room+style im November 2010
  • Fachmesse für Bestattungsbedarf im Mai 2010

Weitere Informationen zu Messeterminen finden Sie hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Dresden

Die zwei schönsten Möglichkeiten, die Umgebung Dresdens kennenzulernen, sind vom Wasser und der Schiene aus.

Die Elbschifffahrt bietet tolle Strecken.
Von Decin in Böhmen bis Seußlitz bei Meißen. Innerhalb einiger Stunden wechselt die Landschaft von wildromantischem bis italienisch angehauchtem Hügelland.
Auch die Fahrt nach Pillnitz ist was spezielles, bietet sie doch Jazz- und Dixieland-Fahrten am Abend und Sommernachtsfahrten mit Tanz und Buffet.
Die Fahrten im Winter sind auch ihr Geld wert. Die einzigartige Elblandschaft mit Raureif oder sogar eingeschneit ist ein AugenschmAugenschmaus, den man auch gesehen haben muss.

Recht nahe an Dresden sind vier Schmalspurbahnstrecken zum Erkunden von Dresdens Umgebung geeignet.
Über 110 Jahre alt ist die Kirnitzschtalbahn. Sie verkehrt zwischen Bad Schandau und dem Lichtenhainer Wasserfall im Naturpark Sächsische Schweiz.
Auch die seit 1884 bestehende Traditionsbahn von Radebeul nach Radeberg ist toll. 16 km durch schmale Windungen des Lößnitzgrundes sind eine Zeitreise, die man in detailgetreu restaurierten Wagons unternimmt.
Die Weißeritztalbahn ist die Dienstälteste Deutschlands. 26 km seit 1883 von Freital nach Kipsdorf.
Die Dresdner Parkeisenbahn ist nur im Großen Garten im Stadtzentrum Dresdens unterwegs. 1950 zum Internationalen Kindertag eröffnet hat sie ihre eigene besondere Bedeutung.

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