Sehenswürdigkeiten Mainz
Über tausend Jahre prägt der Dom St. Martin das Stadtbild von Mainz. Imposant und nicht zu vergessen. Die Schriftstellerin Anna Seghers schrieb folgendes: ” Dieser Dom über der Rheinebene wäre mir in all seiner Macht und Größe im Gedächtnis geblieben, wenn ich ihn auch nie wieder gesehen hätte.”
975 wurde der Grundstein gelegt vom Erzbischof und Erzkanzler des Deutschen Reiches, ganz nach dem Vorbild des St. Peter in Rom.
Sieben Krönungen fanden im Mainzer Dom statt.
Eine Feuersbrunst 1009 zerstörte das Prachtwerk und erst um 1036 konnte der Dom wieder genutzt werden.
Da es sehr viel im Dom zu sehen gibt, empfiehlt sich eine Führung, die im Rathaus zu buchen ist. 7 Tage die Woche werden tägl. mehrmals Messen gehalten.
Ein weiteres imposantes Bauwerk ist die Christuskirche. 80 Meter ragt die Kuppel der Christuskirche über die Kirchtürme der anderen Kirchen hinaus. 1830 zählte diese evangelische Gemeinde knapp 1200 Mitglieder. 100 Jahre später war fast ein Drittel der Bevölkerung Mainz evangelisch.
Ende des 19.Jhd. wurde die Christuskirche ein weiterer Mittelpunkt, indem sie im Zentrum der neu angelegten Kaiserstraße wurde.
Die Öffnungszeiten der Christuskirche sind nicht regelmäßig. Gottesdienste finden Sonntags statt.
Erwähnenswert ist die St. Stephans Kirche auf dem Stephansberg. Die blau leuchtenden Glasfenster sind von niemand geringerem als Marc Chagall entworfen. 98 jährig kurz vor seinem Tode, vollendete der Ehrenbürger Chagall sein Werk.
Die Karmeliterkirche ist als einzige noch aus dem mittelalterlichen Bettelorden erhalten. Seit Mitte der 60er Jahre des letzten Jhd. leben auch wieder Mönche im angebauten Kloster.
Das Kircheninnere ist im Originalzustand bis auf die Deckenmalereien; diese sind Kopien.
Die Sehenswürdigkeiten von Mainz lassen sich am besten mit einem Altstadt-Bummel erleben. Schon die Namen der verwinkelten Gassen sind lustig: Nasengässchen, Heringsbrunnengasse oder Leichhof. Es herrscht fast rund um die Uhr Betrieb. Tagsüber in all den Lädchen und Cafés. Abends sind die urigen Weinstüberl voll. Auch die Kneipen sind nicht nur wegen ihres Namens einen Besuch wert: Klingelbeutel oder Beichtstuhl.
Die Augustinerstraße bietet imposante Fassaden.
Am Kirschgarten sind die wunderschönen Fachwerkhäuser zu sehen und der Marienbrunnen macht ihn wohl zum tollsten Platz der Stadt Mainz. Kirschbäume gibt es keine an diesem Platz, nur ein Kirschbaumstumpf erinnert an den Namensgeber.
Geschichte Mainz
Bereits um 38 v. Chr. erreichten die Römer Mainz und ab ca. 13 v. Chr. wurde das Doppellegionslager auf dem Kästrich errichtet.
345 n. Chr. zog das Christentum in Mainz ein.
Knapp 50 Jahre später wurde Mainz fränkisch. Seit 745 ist Mainz ein Bistum/Erzbistum.
1002 wird Heinrich II im Dom gekrönt.
1184 wird ein noch ein prächtiges Fest gefeiert: das Reichsfest des Kaisers Barbarossa.
Vom 13. – 15. Jhd. ist Mainz freie Stadt.
Um 1440 wurde eine wichtige und zukunftsträchtige Erfindung gemacht: Johannes Gutenberg erfindet den Buchdruck mit beweglichen Lettern und eine Dekade später wird die Gutenberg-Bibel in Mainz gedruckt.
1477 ist das Gründungsjahr der Mainzer Universität
1792/93 wird die Mainzer Republik gegründet, gehört aber schon 1798 zu Frankreich und das bis 1814.
1826 wird der moderne Fremdenverkehr in Mainz ins Leben gerufen: die Dampfschifffahrtsgesellschaft für den Mittelrhein wird gegründet.
1837/38 wird die Fastnacht organisiert.
1853 wird Mainz an das Eisenbahnnetz angeschlossen.
1945 wird Mainz zu 80 % zerstört. Der Zweite Weltkrieg hinterließ drastische Spuren in der Stadt.
1950 wird Mainz zur Hauptstadt von Rheinland-Pfalz
1962 bezieht das Zweite Deutsche Fernsehen Mainz und gründet einen eigenen Stadtteil: Mainz-Lerchenberg.
1981 wurden elf Römerschiffe gefunden der spätantiken Mainzer Rheinflotte.
Messe und Veranstaltungen in Mainz
- April: Pilgus, die Fachmesse für Pilger- und Glaubensreisen, Openair Messe zum Thema Heiraten und die Mainzer Weinbörse
- Mai: salesServices für Vertrieb & Marketing
- November: Jobmesse Mainz als Firmenkontaktmesse und die horizon Mainz als Messe für Studium und Abiturientenausbildung
- Dezember: Anti-Aging und Ästhetische Medizin bietet die ECAAAM Mainz
- April: Geschichte der farbigen GIs in Germany
- ab jetzt bis Juni: Maler in der Druckwerkstatt
Weitere Informationen zu Messeterminen finden Sie hier.
Museen in Mainz
das weltweit bekannte Gutenberg-Museum ist ein Spezialmuseum für Schrift und Druckkunst. 1900 gegründet anlässlich des 500. Geburtstags von Johannes Gutenberg. Untergebracht im alten Haus zum Römischen Kaiser, dahinter verbirgt sich dann der Neubau.
Um den Mainzer Fastnachtrubel zu verstehen, hilft bestimmt ein Besuch im Mainzer Fastnachtmuseum. Allerlei Begriffe wie “Haubensitzung” werden erklärt. Auch der Komponist von “Humba, Humba, Tätärä” wird verraten. Orden, Narrenkappen und andere Bekleidung und Zierde werden gezeigt. Mehr als 160 Jahre dieser Geschichte werden gezeigt.
Das Römisch-Germanische Zentralmuseum und das Museum für antike Schifffahrt sind fast Pflichtprogramm. Im erstgenannten sind Funde des Südtiroler Gletschermannes konserviert, im Nordwestflügel wird eine breite Palette interessanter Funde von der Steinzeit bis zum Mittelalter gezeigt. Das “maritime” Museum hat gleich fünf originale Schiffswracks aus der Spätantike zu zeigen.
Museumsgeschichte in öffentlich zugänglicher Form sind die Jupitersäule, die Römersteine, das Römertor und die Weihealtäre.
Die Jupitersäule befindet sich als Kopie vor dem Landtag an der Großen Bleiche. Mehr als neuen Meter misst dieses Bauwerk und noch heute sind Worte wie “Nero” und “pro salute” zu lesen. Über 2000 Teile zählte die zerbrochene Säule als man sie 1905 bei Bauarbeiten fand.
Die Römersteine sind Überbleibsel der Pfeiler eines Aquädukts, zu finden an der Unteren Zahlbacher Straße. Diese Aquädukt war eine Superlative was die Entfernung zur Quelle und der Höhenunterschiede anbelangt.
Das Römertor erreicht man am einfachsten über die Kupferberggasse ab Schillerplatz zur Emmerich-Josef-Straße. Erst 1985 entdeckt, stammt es aus dem 4. Jhd. Die eingefahrenen Fahrspuren gehörten zur Via praetoria.
Die Weihaltäre sind am überdachten Durchgang am Ballplatz zu sehen. Die von persischen Lichtgott inspirierten Altäre wurden von Soldtaten im 2. Jhd. mitgebracht.
Mainzer Wildpark
Der in den 50er Jahren gegründete Wildpark war nur ein zu hause für Hirsch und Wildschwein. Erst in den 70er Jahren kamen verschiedene Tier dazu wie Fasane, Hühner und Tauben, danach kleiner Raubtiere wie etwa Wildkatzen und Waschbären. Inzwischen fühlen sich auch Hängebauchschweine, Mufflons und Kaninchen wohl. Auch das Meerschweinchengehege ist ein Hingucker. Die Volgelauffangstation für verletzte Wildvögel ist ein wichtiger Teil des Wildparkes.
Das Programm runden ein Walderlebnispfad mit Baumtelefon, Tierspurpfaden u.ä. ab.
Nasse Erholung kann man im Taubertsbergbad Mainz genießen; geeignet für Groß & Klein.
Gastronomie in Mainz
- Hauptsächlich flüssig, denn die unzähligen Weinstuben haben eine sehr lange Tradition wie z.B. das Wilhelmi seit 1894.
- In der Weinstube Templer gibt es zudem französische Delikatessen.
- Das Buchholz serviert nur Speisen aus der Region.
- Das Eisgrub-Bräu ist die erste Mainzer Gasthausbrauerei. Das naturtrübe Bier ist schon ein Grund zum Besuch. Auch Gorbatschow und Genscher ließen es sich gut schmecken.
Öffentlicher Verkehr in Mainz
Alles über den Verkehrsverbund der Stadt und der Region unter www.mvg-mainz.de oder direkt am Bahnhofsplatz 6 A
Ziele in der Umgebung von Mainz
Radtouren entlang des Flusses Selz. Oder auch Rhein-Wein-Radtouren von Mainz nach Nackenheim, Oppenheim und Nierstein bieten sich an.
Ein Barfußpfad lockt in Bad Sobernheim. Dort gibt es auch ein Freilichtmuseum.
Eine Draisinenfahrt durch das Glantal ist auch ein toller Spaß für die ganze Familie. Und Dienstags gibt es familienfreundliche Preise.
Fest ins Programm gehört natürlich eine Schifffahrt. Fünf Reedereien bieten Fahrten nach Rüdesheim, Köln oder auch nach Frankfurt und zum Altrhein.




