Sehenswürdigkeiten in Magdeburg

Die drei populärsten Sehenswürdigkeiten Magdeburgs sind wohl der Dom, das Hundertwasserhaus und das Kloster Unser Lieben Frauen.

Der Magdeburger Dom „St. Mauritius und St. Katharina” ist eine der größten Kirchen Deutschlands und seine Ursprünge gehen zurück in das Jahr 937. Otto I. gründete damals ein Kloster zu Ehren des Heiligen Mauritius. 955 wurde der Bau erweitert und 968 zur Kathedrale erhoben. Ausgestattet ist der Dom mit mit Säulen aus Marmor, Granit und Kaiserporphyr aus Italien, die Otto nach Magdeburg schaffen ließ.

Dom©flickr/simplyalex

1207 wurde der Dom durch ein Feuer stark beschädigt und da der Kirchengemeinde nun das Gotteshaus fehlte, ließ Erzbischof Albrecht II. zwei Jahre später einen Neubau errichten. Allerdings konnte die gotische Kathedrale erst 1362 geweiht werden. Im Jahr 1520 wurden dann auch die 101 Meter hohen Türme vollendet.

Im Inneren ist der Dom überraschend hell und bar jeder Farbigkeit. Einige originale Ausstattungsstücke und auch die Grablege Kaiser Ottos I.  und seiner Gemahlin sind noch erhalten.

Noch bis kurz vor seinem Tod arbeitete Friedensreich Hundertwasser (1928-2000) an den Plänen für die GRÜNE ZITADELLE VON MAGDEBURG. Zumindest lautet so der offizielle Name, den Hundertwasser dem Gebäude gab, das 2005 eingeweiht wurde. Schon während der Planungsphase polariserte der Bau die Meinung der Menschen und dies ist wohl auch bis heute so geblieben. Viele Besucher empfinden das Gebäude als ein Traumhaus in dem sie selber gerne wohnen würden, andere können mit der Kunst Hundertwassers nicht viel anfangen. Am besten macht sich jeder selbst ein Bild von diesem sicherlich ungewöhnlichen und sehr farbenfrohen Haus.

Das Kloster Unser Lieben Frauen, das seit 1974 ein Kunstmuseum beherbergt, liegt and der Straße der Romantik im Zentrum Magdeburgs am Ufer der Elbe. Fast 1000 Jahre ist das romanische Bauwerk alt. Auf den ersten Blick fällt dem Besucher die Turmgruppe mit dem anschließenden Kirchenbau auf. Der Kreuzgang hat ein spitzkegliges Dach und im Nordflügel faszinieren den Besucher die Tonnengewölbe. Sie werden für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

Mit dem Bau des Klosters wurde zur Zeit der Romanik um 1063/64 begonnen. Ab 1129 erfolgte die Fertigstellung dieses Nachfolgebaus des 1017/18 von Erzbischof Gero gegründeten Stifts. Erzbischof Norbert hat das Kloster dann dem Orden der Prämonstratenser übertragen. Ein frühgotisches Gewölbe, das 1220 in der Kirche ergänzt wurde zerstörte nicht die charakteristischen Merkmale der Romanik.

In den 1960er Jahren wurde der während des Zweiten Weltkrieges zerstörte Westflügel neu erbaut und Gebäude im Umfeld wurden beseitigt. Seit 2006 können Besucher auf einem Rundweg um das Kloster gehen. Auch eine Bibliothek mit den Altbeständen des Klosters, die bis ins frühe 17. Jahrhundert zurückreichen ist dort untergebracht.

Das Alte Rathaus aus dem 12./13. Jahrhunder wurde nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg im Stil der italienisch-niederländischen Renaissance als Sandsteinbau wieder aufgebaut. Die Entwürfe stammten von dem Ingenieurhauptmann Heinrich Schmutze. Im 19. Jahrhundert fanden zahlreiche Aus- und Umbauarbeiten statt. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Rathaus ab 1965 originalgetreu wieder aufgebaut. Eine besondere Attraktion ist das Glockenspiel, das an den Markttagen und zu Konzerten zu hören ist.

Der auf der innerstädtischen Elbinsel gelegene Stadtpark Rotehorn ist das grüne Herz Magdeburgs und einer der am schönsten gelegenen englischen Landschaftsparks in Deutschland. Schon im frühen 19. Jahrhundert wurde die Ostseite der Insel als Badestrand genutzt und ab 1871 begann die gärtnerische Ausgestaltung des Südbereichs. Erheblich vergrößert wurde der Park dann 1898. Zu dieser Zeit entstanden auch der Tempel auf der Marieninsel und der Adolf-Mittag-See.

Die im Bauhausstil entworfene Stadthalle wurde 1927 in nur viereinhalb Monaten fertiggestellt und ergänzt durch einen 60 Meter hohen Aussichtsturm und das Pferdetor.

Geschichte Magdeburgs

Magdeburg ist die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt und früheste Faustkeilfunde aus der Gegend stammen aus der Saaleeiszeit von vor circa 150.000 Jahren. Aus der Weichsel-Eiszeit etwa 15.000 v. Chr. stammen Funde, die auf sesshafte Siedler hinweisen.

805 wurde Magdeburg das erst Mal als Magadoburg urkundlich erwähnt. Unter Otto I. war es Kaiserpfalz, und unter Heinrich I. dem Vogler wurde es gegen Angriffe der Magyaren und Slawen befestigt. Die Elbfurt wurde aber gleichzeitig auch genutzt um mit den Slawen Handel zu treiben.

Rathaus©flickr/Matthew Black

946 starb Königin Editha, die Frau Otto I. die Magdeburg anlässlich ihrer Hochzeit als Morgengabe erhalten hatte. Ottos zweite Frau Adelheid von Italien beeinflusste stark die Architektur der Stadt.
968 wurde Magdeburg zum Erzbistum erhoben.

1035 wurde Magdeburg zur Messestadt erklärt und die Stadt hatte das Recht Handelsausstellungen und Konventionen abzuhalten. Dies hatte zur Folge, dass Besucher aus vielen Ländern kamen, um Handel zu treiben.
Seit 1295 war Magdeburg nachweislich Mitglied der Hanse und neben Braunschweig zum Vorort des Sächsischen Städtebundes.

Ab 1430 kam es wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen Stadt und Erzbischof und durch die Reformation wurden die Gegensätze noch vertieft.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Magdeburg vom Feldherrn Tilly erobert und ging in Flammen auf. Unter dem Begriff Magdeburgisieren wurde dieser Vorgang berühmt. Die Bevölkerung wurde durch die Eroberung und den Brand stark dezimiert und nur wenige tausend Menschen blieben am Leben. Die Zahl der Toten liegt je nach Quelle bei 20-30.000.

1646 bis 1681 war der Physiker Otto von Guericke Bürgermeister und führte seine Versuche mit den Magdeburger Halbkugeln aus.

1824 wurde die Magdeburger Börse gegründet.

Seit 1866 war das Hauptquartier des IV. Armeekorps des norddeutschen Bundes und ab 1971 des Deutschen Kaiserreiches in Magdeburg. Während des Ersten Weltkrieges war die Stadt de VI. Armee-Inspektion unterstellt. Einer der Generale war Paul von Hindenburg, der spätere Reichspräsident.

Um die Industriebetriebe, die der Rüstungsproduktion dienten, zu zerstören, wurde Magdeburg ab 1943 intensiv durch alliierte Bomberverbände angegriffen. Am 16. Januar 1945 wurde die Altstadt zu 90 Prozent zerstört. Am 19. April durchbrachen die Amerikaner die starke deutsche Abwehr und besetzten den westlichen Teil der Stadt. Am 5. Mai 1945 nahm die Sowjetarmee den ostelbischen Teil ein.

Während der DDR-Zeit wurden acht beschädigte Kirchen gesprengt oder abgerissen, obwohl sie als wiederaufbaufähig galten. Dies sollte den Widerstand der Bevölkerung gegen das Regime brechen.

2005 wurde in Magdeburg das 1200-jährige Stadtjubiläum gefeiert.

Veranstaltungen und Kultur in Magdeburg

Veranstaltungen

Jeden Tag können Sie von 11.00 bis 13.00 Uhr an einer Stadtführung teilnehmen und zu Fuß durch die Geschichte der Stadt reisen. Treffpunkt ist die Tourist-Information Magdeburg, Ernst-Reuter-Allee 12, 39104 Magdeburg.

Nicht nur für Gruppen, sondern auch für Einzelpersonen gibt es Führungen in der MDCC-Arena, bei denen Sie die Spielerkabinen, den Innenraum und den Business- und  Logenbereich kennenlernen und den 1. FC Magdeburg hautnah erleben können. Die Besichtigungen finden nach Anmeldung statt: Telefon: 0391 990290 E-Mail: info@fc-magdeburg.de Kennwort Stadionführung

Besucher die mehr über die Jugend in der DDR erfahren möchten, sollten sich die Ausstellung „Zwischen Aufbegehren und Anpassen – Jugend in der DDR“ nicht entgehen lassen. Sie findet noch bis zum 30.06.2010 Mo-Fr von 8.00-18.00 Uhr statt. Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU), Außenstelle Magdeburg, Georg-Kaiser-Straße 4, 39116 Magdeburg

Wer mehr über das Leben und Werk Friedensreich Hundertwassers erfahren möchte, sollte sich die Kombination aus Stadtrundfahrt im Doppeldecker-Bus und geführtem Rundgang in der GRÜNEN ZITADELLE® nicht entgehen lassen. Eine Voranmeldung ist erforderlich. Telefon 0391 8380403

  • 29. Mai-5. Juni 2010 Magdeburger Orgelfesttage
  • 21.-25. Mai 2010 Spectaculum Magdeburgense – Reise ins Mittelalter, Festung Mark
  • 13.-14. August 2010 Ballon Magie Tage mit Früh- und Abendstarts von Heißluftballonen im Elbauenpark Magdeburg
  • 24. Oktober 2010 7. Magdeburger Marathon
  • 23. November-30. Dezember Magdeburger Weihnachtsmarkt auf dem Alten Markt. 24.u.25.12. geschlossen.

Museen

Das Kulturhistorische Museum vermittelt Einblicke in die Geschichte der Stadt und der Region. Otto-von-Guericke-Straße 68-73, 39104 Magdeburg, www.khm-magdeburg.de

Das Kunstmuseum im Kloster Unser Lieben Frauen ist Ausstellungsort für Skulptur und zeitgenössische Kunst in Sachsen Anhalt. Regierungstraße 4-6, 39104 Magdeburg, www.kunstmuseum-magdeburg.de

Das Museum für Naturkunde hat seine Ursprünge in dem 1869 gegründeten Naturwissenschaftlichen Verein zu Magdeburg. Hier können Sie viel lernen über Gebiete der Geologie, Mineralogie, Paläotologie, Botanik und Zoologie. Otto-von-Guericke-Straße 68-73, 39104 Magdeburg

Otto-von-Guericke-Museum in der Lukasklause. Lukasklause, Schleinufer 1, 39104 Magdeburg, www.uni-magdeburg.de/org/ovgg

Im Technikmuseum, das 1995 eröffnet wurde, werden in einer ständigen Ausstellung Antriebs- und Werkmaschinen und Objekte aus den Bereichen Drucktechnik, Schließtechnik, Verkehr und anderem gezeigt. Technikmuseum, Dodendorfer Straße 65, 39112 Magdeburg

Hundertwasserhaus©flickr/tm-md

Zoo Magdeburg

Der Magdeburger Zoo liegt im Vogelgesang-Park. Auf einer Fläche von 12 Hektar sind 637 Tiere von 157 Arten zu sehen. Neben Sibirischen Tigern und Schneeleoparden sind Elefanten, Giraffen, Löwen, Affen, Antilopen, Papageien und Spitzmaulnashörner zu erleben. www.zoo-magdeburg.de/templates/main/home.asp

Gastronomie in Magdeburg

In Magdeburg gibt es zahlreiche erstklassige Restaurants, Bars und Cafés. Sowohl regionale als auch internationale Küche ist im Angebot. www.magdeburg-tourist.de/Tourismus_Freizeit/Tourist_Information/Gastronomie/

Öffentliche Verkehrsmittel in Magdeburg

In Magdeburg gibt es die Tourist Card, mit der man in allen Bussen und Bahnen der Stadt freie Fahrt hat. Außerdem gibt es kostenfreie Leistungen wie die geführte Stadtrundfahrt, eine Domführung oder einer Führung durch die GRÜNE ZITADELLE VON MAGDEBURG und viele Ermäßigungen für Freizeit-und Kultureinrichtungen. www.magdeburg-tourist.de/index.phtml?sNavID=698.39&mNavID=37.9&La=1

Messetermine in Magdeburg

Informationen zu Messeterminen in Magdeburg gibt es hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Magdeburg

Lohnend ist auf alle Fälle eine Fahrt zum Wasserstraßenkreuz Magdeburg. Hier erwarten die Besucher die Sparschleuse Rothensee, die längste Kanalbrücke Europas über die Elbe mit einer Länge von 918 Metern und die Doppelsparschleuse Hohenwarthe. Dieses gigantische Verkehrsprojekt liegt in einer herrlichen Landschaft. Seit dem 10. Oktober 2003 ist das Wasserstraßenkreuz für den Schiffsverkehr freigegeben.

In Magdeburg-Randau ist seit 2001 ein steinzeitliches Museumsdorf entstanden. Hier finden die Besucher prähistorische Bauten, Spielstätten und auch ein Sanitärgebäude. Die Anlage liegt am Elberadweg und ist von Mai bis Oktober von 9.00-16.00 Uhr (am Wochenende von 10.00-17-00 Uhr) geöffnet.

Auch Halle an der Saale ist ein schönes Ausflugsziel. In der grünen Stadt am Fluss gibt es viel zu entdecken. Zum Beispiel den Roten Turm, die Rolandstatue oder die spätgotische Marktkirche.

Auch der Harz mit seinen Wäldern und Seen und dem Brocken, dem höchsten Berg im Norden, ist von Magdeburg aus in einer knappen Stunde zu erreichen. Halberstadt das Tor zum Harz ist schon aus der Ferne anhand der Kirchen zu sehen.

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