Sehenswürdigkeiten in Dresden

In der Altstadt:

Die Frauenkirche ist sicherlich das bekannteste Symbol Dresdens schlechthin. Der barocke Kuppelbau ist prachtvoll und sehr prägend für die Stadtsilhouette. 1726 – 1743 errichtet von George Bähr. Zwei Jahrzehnte stand die “steinerne Glocke” der Kuppel für das Stadtbild, bis es im Februar 1945 zerstört wurde. Bis 1994 stand diese Ruine als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. Erst nach der Wiedervereinigung wurde wiederaufgebaut ebenso wie die umliegenden Straßenzüge.

Im Historischen und Neuen Grünen Gewölbe ist eine der Schatzkammern Europas zu sehen mit sensationellen Stücken der Kunstwerke aus Gold, Silber, Edelsteinen, Bernstein, Elfenbein und Email. Im Historischen Grünen Gewölbe sind Meisterwerke der Juwelier-und Goldschmiedekunst zu sehen und im Neuen Grünen Gewölbe Meisterwerke der Schatzkunst wie goldenes Kaffeezeug, Straußeneier, Perlmutter u.a. der Hofjuweliere. Ausgestellt sind diese Stücke einzeln in Vitrinen, sodass diese Prachtstücke von allen Seiten betrachtet werden können.

Der Zwinger von Dresden ist eines der bedeutenden Bauten des europäischen Spätbarocks. Seine Bezeichnung erhielt er wegen seiner Lage zwischen der äußeren und inneren Festungsmauer. Heute ist diese Anlage eine harmonische Einheit mit Innenhof, Pavillons, Bogengalerie. Beeindruckende Wasserspiele und eine tolle Kulisse laden ein zum Schlendern.

Semperoper©flickr/az1172

Die weltberühmte Semperoper, die nach ihrem Architekten benannt ist, wurde 1838 errichtet und bereits 1869 ein Opfer der Flammen. Sempers Sohn baute die neue Version im Stil der italienischen Renaissance in den 70ern des 19. Jahrhunderts.
Eine weitere Zerstörung folgte im Zweiten Weltkrieg und die Oper wurde zwischen 1977 und 1985 in originalgetreuer Form wiederaufgebaut. Die besondere Akustik ist sehr geschätzt.

Die Festung Dresden wartet auf mit Überresten mittelalterlicher Wehranlagen, einer alten Stadtbrücke, kleinen Bastionen und Kasematten. Einst umgeben von einem breiten Wassergraben und mit Mauerring umgeben, gibt es noch das 400 Jahre alte Ziegeltor. Seit 2004 ist es auch UNESCO-Welterbe.

In der Neustadt am rechten Elbufer:

die ersten und schönsten Eindrücke der Neustadt lassen sich am besten bei einem Spaziergang entlang des Flussufers machen. Die Elbpromenaden führen von der Marienbrücke flussaufwärts.
Aber auch die Fahrt auf dem historischen Raddampfer, der das obere Elbtal durchquert, darf nicht fehlen. Schnaufende Dampfmaschinen und das Wasserrauschen der Schaufelräder versetzten einen in eine andere Zeit. Dazu mehr unter den Hinweisen für “Ausflugsziele in der Nähe”

“Der Goldene Reiter” an der Augustusbrücke ist das Standbild vom berühmten Kurfürsten Sachsens. Dort ist auch die beliebte Einkaufsstraße Dresdens.

Die Neustädter Markthallen sind die schönsten Deutschlands mit den Gewölben, schmiedeeisernen Elementen; lichtdurchflutet laden sie ein zu Obst, Gemüse, Backwaren und vielem mehr zu verweilen. Der Käsekeller ist auch sehr interessant. Täglich geöffnet.

Was den Münchenern ihr Dallmayr ist, ist den Dresdnern Pfunds Molkerei. Das 1880 gegründete Geschäft wurde bereits 1910 zum schönsten Milchlanden der Welt gekürt. Die Prachtvolle wie fantasievolle Gestaltung des Landens ist überwältigend. Mosaikfliesen, deren Motive von der Milchwirtschaft bis zu Falbelwesen und floralen Elementen reichen, sind so interessant, dass sich ständig neues entdecken lässt. Auch die Handmalereien an Wänden, Fußboden und den Verkaufstischen sind genial. Sie sind eine Leistung der Steingutfabrik Villeroy & Boch.

Auch das Regierungsviertel mit seinen zwei monumentalen Bauten ist bedeutend. Das Finanzministerium ist von 1890/96 und das damalige Gesamtministerium von 1900/04 ist heute Staatskanzlei.

Die “Äußere Neustadt” ist ein Stadtviertel fast durchgehend geprägt von der Architektur der eng bebauten Straßenzüge. Eine historische Gegend, die heute viel Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten u.v.m. bietet.

Geschichte Dresdens

Dresden ist die Hauptstadt  von Sachsen, schon  in der Jungsteinzeit gab es hier die ersten Besiedelungen. Im 5. Jahrhundert gab es bereits die ersten größeren Bebauungen, davon zeugt die Kreisgrabenanlage in Dresden-Nickern. Wegen der starken Bewaldung blieb die Besiedlung trotz lukrativer Lage (Fluss) und fruchtbarer Böden dünn.

1206 wurde Dresden in einer sogar noch erhaltenen Urkunde erstmals genannt: Acta sund hec Dresdende. 1350 wird das Stadtrecht verliehen für das Gebiet der heutigen Innerer Neustadt. Erst im 16. Jahrhundert wird der rechts- und linkselbische Teil der Stadt ein Ganzes unter Kurfürst Moritz.

Der Dreißigjährige Krieg hat Dresden nichts angetan, aber Pest und Hunger sowie die allgemeine wirtschaftliche schlechte Lage verzögerten die Entwicklung von Dresden.
1685 brannte das Altendresden vollständig ab. Erst über mehrere Jahrzehnte wurde es wieder aufgebaut und 1732 als Neue königliche Stadt gefeiert.
1745 wurde die Dresden durch die Preußen erobert im österreichischen Erbfolgekrieg. 1756 folgte wieder eine Einnahme durch die Preußen während des siebenjährigen Krieges.

1785 schrieb Friedrich Schiller die Ode an die Freunde, dessen Lyrik zur Vorlage für die Hymne der Europäischen Union wurde, für die Tafel der Freimaurerloge in Dresden.

Auch der Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 erfasste Dresden. Die Stadt wurde von französischen Truppen besetzt und geschützt. 1849 wurde der sächsische König Friedrich August II. gezwungen, die Stadt zu verlassen. Mithilfe der preußischen Unterstützer konnte er wieder zurück. Das restliche 19. Jahrhundert verlief friedlich für Dresden und wurde Hauptstadt eines der stärksten Königreiche im Deutschen Reich. Vom Ersten Weltkrieg gingen keine Schäden aus gegen Dresden.

Weitere wichtige Daten für Dresden sind natürlich der 10. Mai 1933: die Bücherverbrennung; von 1939 bis 1945 sind die Lager in Ausschwitz und Flossenbrüg zu erwähnen, in denen die KZ-Häftlinge für die Rüstungsindustrie arbeiten mussten. 1944/45 wurden die Luftangriffe auf den Großraum Dresden geflogen und schwer beschädigt. Die Zahl der Opfer ist nicht genau ermittelt. Am 8. Mai 1945 wurde Dresden von der sowjetischen Armee besetzt.

Dresdens Entwicklung während der DDR-Zeit: viele Zerstörungen wurden lediglich aufgeräumt wie z.B. die Überreste der Sophienkirche, weniges wieder aufgebaut. Die einst belebte Prager Straße wurde erst Anfang der 60er Jahre des letzten Jhd. wieder aufgebaut, allerdings im Stile des Sozialismus. Die wirtschaftlich nicht gutgestellte Lage der DDR ließ einen raschen Aufbau nicht zu. Die von der Sowjetunion gestohlenen Kunstschätze wurden Ende der 50er Jahre zurückgegeben, sodass die Staatlichen Kunstsammlungen wieder einen Besuch wert waren.

Im Oktober 1989 zogen über 20.000 Menschen durch Dresden um für Reise- und Meinungsfreiheit zu demonstrieren. Bereits zwischen den 30.September und 5.Oktober fuhren Sonderzüge mit Flüchtlingen über Dresden und Plauen nach Deutschland. Großdemonstrationen am Dresdener Hauptbahnhof endeten in gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Staatssicherheit und Bürgern.

Dresden©flickr/Hardo

Die politische Wende 1989 führte zur deutschen Wiedervereinigung 1990 und Dresden wurde zur Hauptstadt der neu errichteten Freistaates Sachsen.

2002 gab es eine Jahrhundertflut, die das Hochwasser von 1845 in den Schatten stellte.

2005 wurde der Wiederaufbau der Frauenkirche gefeiert mit der Weihe zur Kirche.

2006 gab es das 800-jährige Bestehen Dresdens.

2009 besuchte erstmals ein Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika die Stadt. Barack Obama erfreute sich größter Beliebtheit und hatte ein Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel im Residenzschloss. Auch besichtigte er die Frauenkirche.

Veranstaltungen und Kultur in Dresden

Veranstaltungen

  • Pyro Games, das Feuerwerksfestival im Oktober 2010
  • Dresden-marathon im Oktober 2010
  • TonLagen, ein Festival der zeitgenössischen Musik vom 01.-17.10.2010
  • Für die Jungen und Junggebliebenen das Unity.Dresden.Night am 07.11.2010
  • Diverse Adventsmärkte wie der mittelalterliche Markt im Stallhof, dem Striezelmarkt – ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands im Altmarkt sowie die weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche sind nur einige Highlights im Dezember.
  • Der krönende Abschluss ist sicherlich “Silvester findet in Dresden Stadt!” Ein rauschendes Fest auf dem Schlossplatz und Theaterplatz. http://veranstaltungen.meinestadt.de/dresden

Museen

Die Gemäldegalerien der Alten Meister und die Galerie Neue Meister, das Leonhardi-Museum mit zeitgenössischer Kunst aus Sachsen, die Grafikwerkstatt Dresden sowie das Militärmuseum sind nur eine kleine Auflistung der kulturellen Möglichkeiten in Dresden.
Die Interessengemeinschaft Historischer Fernmeldetechnik lässt die Herzen auch höher schlagen, denn die Palette der Technik reicht von Nebenstellentelefonanlagen über Funk- und Fernschreiber zu Demonstrationsmodellen. Viel Interessantes gibt es auch über die Pflege und Instandsetzung.
Auch das Deutsche Hygiene Museum ist was Besonderes mit vielen öffentlichen Veranstaltungen.

Das Erich-Kästner-Museum ist ein geeignetes Museum für die ganze Familie. www.museen-dresden.de/

Zoo, Bäder/Thermen in Dresden

Der Zoo direkt im Zentrum Dresdens gelegen nahe des Zwingers und der Semperoper. 1861 als vierter Zoo Deutschlands gegründet, waren die Leidenschaft des Dresdner Zoos schon immer die Affen. Seit 1873 gibt es dort Orang-Utans, die schon 1927 weltweite Beachtung fanden. Die natürliche Aufzucht der Orang-Utans wurde ausführlich dokumentiert.
Das 1999 eingeweihte Afrikahaus ist was ganz Besonderes. Es gibt Elefanten und anderen afrikanischen Tieren ein gemeinsames Leben. Auch sind die schön-hässlichen Nacktmulle zu bewundern.
Berühmt ist der Zoo natürlich auch wegen der Fernsehpräsenz als “Dresdner Schnauzen”.

Das Elbamare ist ein Erlebnisbad der Extraklasse mit Saunalandschaften, Sportbecken (28°) und Erlebnisbecken (30°) mit Strömung, Wasserkanone und Außenbecken. Eine 80 Meter lange Rutsche ist für Klein und Groß da. Behindertengerecht gebaut.

Gastronomie in Dresden

Dresdens Küche ist geprägt von deftiger Kost. Das Radeberger Bier ist allgegenwärtig und schmeckt entlang der vielen Biergärten am Elbufer am besten. Auch die benachbarte böhmische Küche ist oft zu finden.

Was Einzigartiges ist natürlich das Restaurant unter der riesigen bunten Glaskuppel mit Rundumblick. Es ist untergebracht in der Yenidze. Orientalische Küche ist vorherrschend, aber auch sächsische Spezialitäten sind erhältlich, ebenso wie internationale Küche.

Auch auf dem Theaterkahn lässt es sich gut munden.

Historisch genießen kann man im Sophienkeller.

Öffentliche Verkehrsmittel in Dresden

In Dresden beschränkt sich nicht nur auf Bus, Straßenbahn und S-Bahn. Auch die Bergbahn ist ein wichtiges Verkehrsmittel der Stadt. Sie überwindet die fast 100 Meter der Stadtviertel Loschwitz und Weißer Hirsch in 5 Minuten. Auch die Elbfähren sind Zeitsparer von einem Elbufer zum anderen. Auch für PKW-Nutzung möglich.

Messetermine in Dresden

  • Dresdner Heimtier Messe im September 2010
  • Internationale Mineralien- und Fossilienbörse auch im September 2010
  • room+style im November 2010
  • Fachmesse für Bestattungsbedarf im Mai 2010

Weitere Informationen zu Messeterminen finden Sie hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Dresden

Die zwei schönsten Möglichkeiten, die Umgebung Dresdens kennenzulernen, sind vom Wasser und der Schiene aus.

Die Elbschifffahrt bietet tolle Strecken.
Von Decin in Böhmen bis Seußlitz bei Meißen. Innerhalb einiger Stunden wechselt die Landschaft von wildromantischem bis italienisch angehauchtem Hügelland.
Auch die Fahrt nach Pillnitz ist was spezielles, bietet sie doch Jazz- und Dixieland-Fahrten am Abend und Sommernachtsfahrten mit Tanz und Buffet.
Die Fahrten im Winter sind auch ihr Geld wert. Die einzigartige Elblandschaft mit Raureif oder sogar eingeschneit ist ein AugenschmAugenschmaus, den man auch gesehen haben muss.

Recht nahe an Dresden sind vier Schmalspurbahnstrecken zum Erkunden von Dresdens Umgebung geeignet.
Über 110 Jahre alt ist die Kirnitzschtalbahn. Sie verkehrt zwischen Bad Schandau und dem Lichtenhainer Wasserfall im Naturpark Sächsische Schweiz.
Auch die seit 1884 bestehende Traditionsbahn von Radebeul nach Radeberg ist toll. 16 km durch schmale Windungen des Lößnitzgrundes sind eine Zeitreise, die man in detailgetreu restaurierten Wagons unternimmt.
Die Weißeritztalbahn ist die Dienstälteste Deutschlands. 26 km seit 1883 von Freital nach Kipsdorf.
Die Dresdner Parkeisenbahn ist nur im Großen Garten im Stadtzentrum Dresdens unterwegs. 1950 zum Internationalen Kindertag eröffnet hat sie ihre eigene besondere Bedeutung.

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