Sehenswürdigkeiten in Braunschweig

Braunschweig, nach Hannover die zweitgrößte Stadt in Niedersachsen, hat natürlich auch so einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Burgplatz © flickr/m.prinke

Ein zentraler Punkt in Braunschweig ist der Burgplatz mit dem Löwen. Seit dem 9. Jahrhundert war hier der Fürstensitz der Brunonen. Heinrich der Löwe hat ihn im 12. Jahrhundert  zum Zentrum welfischer Macht ausgebaut, mit dem Löwen in der Mitte. Errichtet wurde der Löwe, der ursprünglich sogar vergoldet war,  von Heinrich dem Löwen als Wahrzeichen seiner Macht und seiner Gerichtsbarkeit. Das Original des 1166 wahrscheinlich in Braunschweig gegossenen Löwes kann man in der Burg Dankwarderode sehen. Auf dem Burgplatz steht eine naturgetreue Nachbildung.

Die Burg Dankwarderode war einst die Residenz Heinrichs des Löwen und wurde 1175 gebaut. 1887 ließ der Stadtbaurat Ludwig Winter sie originalgetreu rekonstruieren. Heute befindet sich in der Burg die mittelalterliche Abteilung des Herzog Anton Ulrich- Museums, Teile des Welfenschatzes und im Obergeschoss der prächtige Rittersaal. Von der Burg gibt es auch einen Zugang zum Dom, der allerdings nur zu besonderen Anlässen genutzt wird.

Der Dom St. Blasii war ehemals eine Stiftskirche, und wurde von Heinrich dem Löwen nach seiner Rückkehr aus Palästina von 1173 bis 1195 als dreischiffige Gewölbebasilika am Standort einer älteren Kirche erbaut. 1195 wurde Heinrich der Löwe hier auch bestattet neben seiner Gemahlin Mathilde. Bis heute wurde die Kirche mehrfach umgebaut, vergrößert und rekonstruiert. Sehenswerte Kunstwerke sind der Marienaltar von 1188, der siebenarmige Leuchter von 1170/80, ein aus Holz geschnitztes Kruzifix des Meisters Imervard (Immervardkreuz) aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts und natürlich das Grabmal Heinrichs des Löwen und seiner englischen Gemahlin Mathilde im Mittelschiff. Auch einen Besuch wert ist die Krypta des Doms. www.BraunschweigerDom.de

Das an der nördlichen Seite des Burgplatzes gelegene Huneborstelsche Haus ist eines der zahlreichen Fachwerkhäuser, die es noch in Braunschweig gibt. Es wurde 1901 unter Verwendung von Originalteilen eines anderen Hauses aus dem Jahre 1530 errichtet. Heute ist es Gildehaus und Sitz der Handwerkskammer.
Auch das Veltheimische Haus ist ein Fachwerkhaus und Sitz der Handwerkskammer es liegt genau neben dem Huneborstelschen Haus und wurde 1573 erbaut.

Eine weitere Sehenswürdigkeit am Burgplatz ist das Viewegsche Verlagshaus. Es wurde Anfang des 19. Jahrhunderts nach Plänen des „ersten Berlinischen Architekten“ erbaut. Heute befindet sich das Braunschweigische Landesmuseum in dem Gebäude.

Das Braunschweiger Rathaus liegt in unmittelbarer Nähe des Burgplatzes und ist seit jeher das Zeichen städtischer Selbstverwaltung. Urkundlich ist es so schon vor 1153 belegt. Stadtbaurat Ludwig Winter errichtete den neugotischen Bau zwischen 1894 und 1900. Der Turm nach flandrischem Vorbild hat eine Höhe von 61 Metern. 161 Stufen führen hinauf. Im Eingangsbereich befinden sich Maßwerkfenster. Vier Figuren die die Fenster umrahmen stellen die Bereiche Wissenschaft, Kunst, Handwerk und Handel dar. Turmbesteigungen (unentgeltlich) montags bis freitags von 9:00 bis 15:00 Uhr. Bitte beim Pförtner melden.

Einer der wenigen erhaltenen Straßenzüge Braunschweigs, mit einem alten Bestand an Fachwerkhäusern, ist die Kleine Burg.

Ein weiteres Altstadtviertel mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern ist das Magniviertel um die wiederaufgebaute Magnikirche. Am Rande des historischen Viertels liegt auch das von dem New Yorker Künstler James Rizzi gestaltete Happy RIZZI House. Es wird als Bürogebäude genutzt und ist leider nicht öffentlich zugänglich. Die reizvollen kleinen Gassen machen das Bummeln im Magniviertel zum Genuss. Hier finden Besucher auch zahlreiche Kneipen und Restaurants.

Auch sehenswert ist der Altstadtmarkt mit dem Gewandhaus, das 1303 erstmals erwähnt wurde. Am schönsten ist die Schaufassade am Ostgiebel. Das Gewandhaus ist eines der bedeutendsten Werke der Renaissancebaukunst in Braunschweig. Das im gotischen Stil erbaute Altstadtrathaus besteht aus zwei rechtwinklig zusammenstoßenden Flügeln. Hier befindet sich auch an einer der Säulen des Laubenganges die Braunschweiger Elle, die vor allem Tuchhändlern als Maß diente. Sie hat eine Länge von 57,07 Zentimetern. Heute dient es vorwiegend Repräsentativen Zwecken.

Das Alte Zoll- und Landwehrhaus ist das letzte reich gestaltete Gebäude mit Braunschweiger Fachwerk mittelalterlicher Prägung. Es stand ursprünglich in Rüningen und wurde zwischen 1948 und 1950 an das Gewandhaus umgesetzt.

Das ehemalige Residenzschloss der Welfen wurde anhand alter Pläne und Fotos in seiner ursprünglichen Größe am Schlossplatz wiedererrichtet. Auf dem Schloss befindet sich die größte Quadriga Europas mit der Stadtgöttin Brunonia als Wagenlenkerin. In den Schloss-Arkaden dem benachbarten Einkaufszentrum befinden sich rund 150 Geschäfte und Gaststätten.

Geschichte Braunschweigs

Die Ursprünge Braunschweigs gehen bis ins 9. Jahrhundert zurück. Zu einer mächtigen Handelsmetropole entwickelte sich die Stadt besonders durch Heinrich den Löwen.

Schloss © flickr/Big2k

In der Umgebung Braunschweigs wurden Funde aus der Jungsteinzeit, der Bronze- und Eisenzeit gemacht. In germanischer Zeit war das Gebiet wahrscheinlich von den Cheruskern und Angrivariern besiedelt.
Ab etwa 500 n. Chr. waren die Sachsen dominierende Mach in der Region. Es ist allerdings nicht klar ob es bereits damals eine Siedlung an der Stelle des heutigen Braunschweigs bestand.

Auf beiden Seiten der Oker entstanden dann wahrscheinlich schon im 9. Jahrhundert die Siedlungen Brunswik und Dankwarderode. Der Braunschweiger Reimchronik zufolge im Jahre 861.

1142 ging Braunschweig an Heinrich den Löwen, den Herzog von Sachsen und Bayern. Er ließ Braunschweig als seine Residenz ausbauen und die Stadt wurde mächtig. Seit der Zeit ist der Löwe auch das Wappentier der Stadt.

1432 bekam Braunschweig die städtische Unabhängigkeit.

Auch wirtschaftlich entwickelte sich Braunschweig gut, da es günstig an der Oker gelegen war. Der Fluß war ab Braunschweig schiffbar. Braunschweig wurde so zu einer wichtigen Handelsstadt und ab der Mitte des 13. Jahrhunderts auch Mitglied der Hanse. 1669 war Braunschweig sogar eine der letzten neun Städte, die noch in der Hanse waren.

Zwischen 1807 und 1813 war Braunschweig von den Franzosen besetzt.

Die Innenstadt Braunschweigs wurde während des Zweiten Weltkrieges zu 90 Prozent zerstört und gehörte zu einer der am schwersten zerstörten Städte Deutschlands.

Und auch während des Wiederaufbaus nach dem Krieg wurde noch viel der über Jahrhunderte gewachsenen Stadtlandschaft zerstört um zum Beispiel neue Straßen zu bauen.

Veranstaltungen und Kultur in Braunschweig

Veranstaltungen

Die elfte Ausgabe des Festivals Theaterformen 2010 findet  vom 2. bis 12. Juni an verschiedenen Veranstaltungsorten statt. Zeitgenössische Inszenierungen aus Schauspiel, Performance und Kinder- und Jugendtheater werden zu sehen sein.

Am 17. und 18. Juli finden in Braunschweig im Stadion an der Hamburger Straße die Deutschen Leichtathletik Meisterschaften statt. Die nationalen Titelkämpfe sind die letzte Möglichkeit, sich für die EM  in Barcelona. Karten gibt es in der Touristinfo. Ticket-Service Tel: (0531) 4702040

Auf dem Burgplatz wird vom 14. bis 30. August die romantische Oper „Der Freischütz“ aufgeführt.  Karten gibt es im Vorverkauf bei der Touristinfo direkt am Burgplatz. Ticket-Service Tel: (0531) 4702040

Am 28. August 2010 begeht die Stadt Braunschweig die 9. Braunschweiger Kulturnacht. Sie findet alle zwei Jahre statt. Kulturschaffende aus der Region feiern zusammen mit der Bevölkerung ein großes Fest. So vielfältig wie die Künstler sind auch die Veranstaltungsorte. Mehr dazu unter http://www2.braunschweig.de/kulturnacht/

Museen

Das Herzog Anton Ulrich-Museum im Magniviertel, natürlich nach dem gleichnamigen Herzog (1633-1714) benannt, ist das älteste öffentlich zugängliche Museum Deutschlands. Es ist eines der großen Kunstmuseen in Europa. Es sind unter anderem Werke von Rembrandt, Rubens, van Dyck, Vermeer van Delft, Cranach, Holbein und Elsheimer zu sehen. Von Bedeutung ist auch das Kupferstich Kabinett mit mehr als 100.000 Druckgrafiken und mehr als 10.000 Zeichnungen.

Im Städtischen Museum, dass 1861 nach dem Vorbild des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg gegründet wurde, kann man nicht nur alles wissenswerte über die Stadt Braunschweig lernen, es gibt auch Kunstsammlungen und Spezialsammlungen.

Eine Dauerausstellung im Braunschweigischen Landesmuseum informiert über die Geschichte der Region von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart.

Das Museum für Photographie zeigt internationale zeitgenössische Fotografie.

Bäder in Braunschweig

In Braunschweig gibt es  drei Freibäder und sechs Hallenbäder. Mehr dazu unter www.stadtbad-bs.de

Gastronomie in Braunschweig

Gewandhaus © flickr/hmboo

Besondere Spezialitäten in Braunschweig sind  im Frühjahr Braunschweiger Spargel, Braunkohl im Winter und das ganze Jahr über Mettwurst und Gerichte, die mit der traditionellen Braunschweiger „Mumme“ zubereitet sind.
Neben traditionellen Gasthäusern gibt es auch gemütliche Cafés, urige Kneipen, Bars und natürlich auch internationale Restaurants. All das lässt sich am besten bei einem Stadtbummel finden.

Öffentliche Verkehrsmittel in Braunschweig

In Braunschweig gibt es auch Tageskarten für die öffentlichen Verkehrsmittel, die man auch online bestellen kann. Mehr Informationen gibt es hier.

Messetermine in Braunschweig

  • 15.09.2010 – 16.09.2010 VOCATIUM Region Braunschweig, Fachmesse für Ausbildung+Studium
  • 07.10.2010 – 09.10.2010 Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V., Informationsveranstaltung für Betroffene und ihre Angehörigen
  • 24.10.2010 – 24.10.2010 Terra-Nord Braunschweig, Die Reptilienbörse in Braunschweig
  • 16.11.2010 – 17.11.2010 bonding Firmenkontaktmesse Braunschweig, Messe von Studenten für Studenten
  • 27.11.2010 – 28.11.2010 Feiern & Heiraten, Niedersachsens größte Hochzeitsmesse

Ausflugsziele in der Nähe von Braunschweig

Ganz oben auf dem Programm sollte ein Ausflug nach Riddagshausen stehen. Hier finden Besucher Ruhe und Erholung in  kleinen Straßen mit Fachwerkhäusern auf Spazierwegen rund um die Klosterteiche im Naturschutzgebiet und in der Klosterkirche mit dem umgebenden Klostergarten.

In der ehemaligen Welfenresidenz Wolfenbüttel steht das zweitgrößte Schloss Niedersachsens und in der weltberühmten Herzog August Bibliothek das Evangeliar Heinrichs des Löwen. Mehr als 600 Fachwerkhäuser prägen das Bild der Altstadt.

Die UNESCO-Weltkulturerbekirche St. Michaelis in Hildesheim wird in diesem Jahr 1.000 Jahre alt.

Ebenfalls nicht weit von Braunschweig entfernt sind der Harz und die Lüneburger Heide. Auch Celle und Gifhorn sind sehenswert.

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