Cottbus, gelegen an der Spree, ist nach der Landeshauptstadt Potsdam die zweitgrößte Stadt in Brandenburg und gilt als das politische und kulturelle Zentrum der Sorben in der Niederlausitz.
Sehenswürdigkeiten in Cottbus
Die evangelische Oberkirche St. Nikolai ist ein spätgotischer Backsteinbau aus dem 15. Jahrhundert und die größte Kirche der Niederlausitz. Im Inneren sind besonders Sterngewölbe und Kanzel sowie der Hochaltar aus dem Jahr 1664 mit der prachtvollen Alabasterschnitzerei sehenswert. Es befinden sich auch bedeutsame Grabdenkmäler aus dem 16. und 17. Jahrhundert in der Kirche.
Die in Cottbus seit 1701 siedelnden französischen Hugenotten erhielten 1705 die Erlaubnis die Schlosskirche auf dem Grundstück der baufälligen Katharinenkirche zu errichten. Der einschiffige Putzbau mit Walmdach wurde Anfang 1714 eingeweiht und erhielt 1870 einen neogotischen Turm. Heute wird die Kirche von der Cottbuser Stadtmission als Begegnungsstätte genutzt.
Das älteste Cottbuser Gotteshaus ist die Klosterkirche, die auch Wendische Kirche genannt wird. Der zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert errichtete gotische Backsteinbau legt nicht nur Zeugnis vom Wirken der Franziskanermönche in Cottbus ab, sondern in ihr befindet sich auch die Grabplatte des Stadtgründers mit Krebs. Der Krebs ist noch heute das Wappentier von Cottbus.
Das neue Rathaus wurde zwischen 1934 und 1936 erbaut und zeigt an der Fassade Symbole alter Cottbuser Handwerkskunst. An das Geburtshaus de Malers Carl Blechen erinnert eine Tafel. Die in den Weg vor dem Rathaus eingelassenen Medaillen legen Zeugnis ab von über 100 Jahren olympischer Geschichte der Neuzeit und ehren so die Sportler, die sie errungen.
Die Lindenpforte ist ein Stadttor aus dem Jahre 1879, das entstand als man den alten Mauerturm durchbrach, um schneller von der Altstadt auf den Markt in der Neustadt zu kommen.
Der Spremberger Turm mit einer Höhe von 31 Metern stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde 1823 vom preußischen Oberbaudirektor Karl Friedrich Schinkel restauriert. Vom Turm hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt und die Umgebung.
Der Altmarkt war einst ein wichtiger Handelsplatz und man kann dort Bürgerhäuser im sächsischen Barock und klassizistische Traufenhäuser aus dem 18./19. Jahrhundert sehen. Der 1991 errichtete Brunnen ist eine Anlehnung an historische Brunnen in Achteckform mit Mittelsäule. Die Brunnenfigur und Sandsteinreliefs stellen altes Cottbuser Handwerk dar. Auf dem Altmarkt befinden sich auch zahlreiche Geschäfte, Cafés und Bars.
Der Münzturm, in dem wahrscheinlich schon 1483 der Cottbuser Heller mit dem Krebs geprägt wurde, ist der älteste Turm der Stadt.
Sehenswert ist auch das zwischen 1901 und 1903 im Stil neugotischer Industriearchitektur errichtete Elektrizitätswerk. 2 Wasserturbinen, Dampfmaschinen und Kesselanlagen versorgten die Straßenbahn mit Strom.
Der Branitzer Park ist eines der zwei Lebenswerke des Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Er begann 1846 damit den Park anzulegen, der als Höhepunkt deutscher Gartenbaukunst gilt. Einblicke in sein Leben bekommen Besucher in den historischen Räumen in Schloss und Marstall.
Die Lohn- und Weißgerberhäuser am Mühlengraben sind die ältesten Gebäude in Cottbus. Sie entstanden 1727, um 1760 und um 1860 und spiegeln die Entwicklungsphasen des Gerberhandwerks wider.
Geschichte von Cottbus
- Im Gebiet der heutigen Altstadt siedelten schon vor fast 2000 Jahren Menschen
- 3. und 4. Jahrhundert Ansiedlung germanischer Siedler
- Seit dem 6. Jahrhundert Einwanderung slawischer Stämme
- 1216 und 1225 erhielt Cottbus wahrscheinlich die Stadtrechte
- 1199 bis 1445 Cottbus unter der Herrschaft der „Herren von Cottbus“, danach mit Unterbrechungen unter brandenburgischer Herrschaft
- 1468 und 1479 zerstören Brände die Stadt
- 18. Jahrhundert Ansiedlung der Hugenotten
- 19. Jahrhundert ein bedeutender Aufschwung durch die Industrialisierung
- 15. Februar 1945 große Teile der Stadt wurden bei einem US-Bombenangriff zerstört
Veranstaltungen und Kultur in Cottbus
Museen
In der Baumkuchen-Manufaktur in der Altstadt wird seit 1819 der traditionelle Baumkuchen gebacken. Natürlich gibt es für Besucher auch Baumkuchen zu kosten.
Das Flugplatzmuseum dokumentiert die über 90-jährige Geschichte des Cottbuser Flugplatzes mit über 20 Luftfahrzeugen auf der Freifläche.
Besucher, die sich für pharmaziehistorisches aus dem 19. und 20. Jahrhundert interessieren, sollten das Brandenburgische Apothekenmuseum besuchen.
Über die Geschichte der Wenden informiert das Wendische Museum. Bis 1945 waren die Sorben in Cottbus noch Bevölkerungsmehrheit.
1801 wurde die Spreewehrmühle als Pfahlbaumühle errichtet und arbeitete als Gräupchen-, Hirse- und Getreidemühle. Sie gilt als einzige erhaltene Wassermühle mit unterschlächtig angetriebenem Wasserrad im Osten Deutschlands.
Arbeiten vom Dresdener Expressionismus bis zur Gegenwart können Besucher im Kunstmuseum Dieselkraftwerk sehen. Die Sammlung aus Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Plakatkunst ist die wichtigste jüngerer und zeitgenössischer Kunst in Brandenburg.
Veranstaltungen
Einige der Veranstaltungen die in diesem Jahr in Cottbus stattfinden:
- 06.03.2011 – Karnevalsumzug „Zug der fröhlichen Leute“ in der Innenstadt
- 17.-19.06.2011 – 20. Cottbuser Stadtfest
- 10./11.09.2011 – Cottbuser Töpferfest
- 25.09.-03-10.2011 – Lausitzer Bauernmarkt
Zoo und Bäder in Cottbus
Der Tierpark Cottbus wurde 1954 eröffnet und ist mit fast 1100 Tieren aus 170 Arten der größte Zoo Brandenburgs. Ein Schwerpunkt des Zoos liegt auf der Haltung und Zucht von Vögeln.
In der Spreewaldtherme in der Nähe von Cottbus können Besucher sich in der mit 24 Prozent reichlich mineralisierten 31 Grad warmen Therme entspannen. Weitere Highlights sind der SaunaGarten, die WellnessGalerie, das FitnessPanorama und das ThermenRestaurant. Mehr dazu finden Sie hier.
Gastronomie in Cottbus
Cottbus hat von uriger Kneipe bis zur Szenebar alles zu bieten. Natürlich auch regionale und internationale Küche. Viele Gaststätten befinden sich direkt im Stadtzentrum wie zum Beispiel am Altmarkt.
Öffentliche Verkehrsmittel in Cottbus
Für Besucher der Stadt Cottbus kann man die CottbusCard empfehlen, die an zwei aufeinanderfolgenden Tagen für öffentliche Verkehrsmittel, einen geführten Altstadtrundgang und freien bzw. ermäßigten Eintritt in einigen Museen und Sehenswürdigkeiten gilt.
Messetermine in Cottbus
Hier finden Sie Informationen zu den Messen in Cottbus.
Ausflugsziele in der Nähe von Cottbus
Besuchern der Stadt, die gerne radeln kann man die Fernradwanderwege Spree-Radfernweg, Oder-Neiße-Radweg, Niederlausitzer Bergbautour, Fürst-Pückler-Weg oder den Gurkenradweg empfehlen.
Und natürlich ist auch ein Ausflug in den Spreewald ein absolutes Muss für jeden Besucher von Cottbus.










