Artikel getaggt mit Brandenburg

Cottbus

Cottbus, gelegen an der Spree, ist nach der Landeshauptstadt Potsdam die zweitgrößte Stadt in Brandenburg und gilt als das politische und kulturelle Zentrum der Sorben in der Niederlausitz.


Sehenswürdigkeiten in Cottbus

Die evangelische Oberkirche St. Nikolai ist ein spätgotischer Backsteinbau aus dem 15. Jahrhundert und die größte Kirche der Niederlausitz. Im Inneren sind besonders Sterngewölbe und Kanzel sowie der Hochaltar aus dem Jahr 1664 mit der prachtvollen Alabasterschnitzerei sehenswert. Es befinden sich auch bedeutsame Grabdenkmäler aus dem 16. und 17. Jahrhundert in der Kirche.

Cottbus © Derbeth/flickr.com

Die in Cottbus seit 1701 siedelnden französischen Hugenotten erhielten 1705 die Erlaubnis die Schlosskirche auf dem Grundstück der baufälligen Katharinenkirche zu errichten. Der einschiffige Putzbau mit Walmdach wurde Anfang 1714 eingeweiht und erhielt 1870 einen neogotischen Turm. Heute wird die Kirche von der Cottbuser Stadtmission als Begegnungsstätte genutzt.

Das älteste Cottbuser Gotteshaus ist die Klosterkirche, die auch Wendische Kirche genannt wird. Der zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert errichtete gotische Backsteinbau legt nicht nur Zeugnis vom Wirken der Franziskanermönche in Cottbus ab, sondern in ihr befindet sich auch die Grabplatte des Stadtgründers mit Krebs. Der Krebs ist noch heute das Wappentier von Cottbus.

Das neue Rathaus wurde zwischen 1934 und 1936 erbaut und zeigt an der Fassade Symbole alter Cottbuser Handwerkskunst. An das Geburtshaus de Malers Carl Blechen erinnert eine Tafel. Die in den Weg vor dem Rathaus eingelassenen Medaillen legen Zeugnis ab von über 100 Jahren olympischer Geschichte der Neuzeit und ehren so die Sportler, die sie errungen.

Die Lindenpforte ist ein Stadttor aus dem Jahre 1879, das entstand als man den alten Mauerturm durchbrach, um schneller von der Altstadt auf den Markt in der Neustadt zu kommen.

Der Spremberger Turm mit einer Höhe von 31 Metern stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde 1823 vom preußischen Oberbaudirektor Karl Friedrich Schinkel restauriert. Vom Turm hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt und die Umgebung.

Der Altmarkt war einst ein wichtiger Handelsplatz und man kann dort Bürgerhäuser im sächsischen Barock  und klassizistische Traufenhäuser aus dem 18./19. Jahrhundert sehen. Der 1991 errichtete Brunnen ist eine Anlehnung an historische Brunnen in Achteckform mit Mittelsäule. Die Brunnenfigur und Sandsteinreliefs stellen altes Cottbuser Handwerk dar. Auf dem Altmarkt befinden sich auch zahlreiche Geschäfte, Cafés und Bars.

Der Münzturm, in dem wahrscheinlich schon 1483 der Cottbuser Heller mit dem Krebs geprägt wurde, ist der älteste Turm der Stadt.

E-Werk © Weltsport/flickr.com

Sehenswert ist auch das zwischen 1901 und 1903 im Stil neugotischer Industriearchitektur errichtete Elektrizitätswerk. 2 Wasserturbinen, Dampfmaschinen und Kesselanlagen versorgten die Straßenbahn mit Strom.

Der Branitzer Park ist eines der zwei Lebenswerke des Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Er begann 1846 damit den Park anzulegen, der als Höhepunkt deutscher Gartenbaukunst gilt. Einblicke in sein Leben bekommen Besucher in den historischen Räumen in Schloss und Marstall.

Die Lohn- und Weißgerberhäuser am Mühlengraben sind die ältesten Gebäude in Cottbus. Sie entstanden 1727, um 1760 und um 1860 und spiegeln die Entwicklungsphasen des Gerberhandwerks wider.

 

Geschichte von Cottbus

  • Im Gebiet der heutigen Altstadt siedelten schon vor fast 2000 Jahren Menschen
  • 3. und 4. Jahrhundert Ansiedlung germanischer Siedler
  • Seit dem 6. Jahrhundert Einwanderung slawischer Stämme
  • 1216 und 1225 erhielt Cottbus wahrscheinlich die Stadtrechte
  • 1199 bis 1445 Cottbus unter der Herrschaft der „Herren von Cottbus“, danach mit Unterbrechungen unter brandenburgischer Herrschaft
  • 1468 und 1479 zerstören Brände die Stadt
  • 18. Jahrhundert Ansiedlung der Hugenotten
  • 19. Jahrhundert ein bedeutender Aufschwung durch die Industrialisierung
  • 15. Februar 1945 große Teile der Stadt wurden bei einem US-Bombenangriff zerstört

 

Veranstaltungen und Kultur in Cottbus

Museen

In der Baumkuchen-Manufaktur in der Altstadt wird seit 1819 der traditionelle Baumkuchen gebacken. Natürlich gibt es für Besucher auch Baumkuchen zu kosten.

Das Flugplatzmuseum dokumentiert die über 90-jährige Geschichte des Cottbuser Flugplatzes mit über 20 Luftfahrzeugen auf der Freifläche.

Besucher, die sich für pharmaziehistorisches aus dem 19. und 20. Jahrhundert interessieren, sollten das Brandenburgische Apothekenmuseum besuchen.

Über die Geschichte der Wenden informiert das Wendische Museum. Bis 1945 waren die Sorben in Cottbus noch Bevölkerungsmehrheit.

1801 wurde die Spreewehrmühle als Pfahlbaumühle errichtet und arbeitete als Gräupchen-, Hirse- und Getreidemühle. Sie gilt als einzige erhaltene Wassermühle mit unterschlächtig angetriebenem Wasserrad im Osten Deutschlands.

Arbeiten vom Dresdener Expressionismus bis zur Gegenwart können Besucher im Kunstmuseum Dieselkraftwerk sehen. Die Sammlung aus Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Plakatkunst ist die wichtigste jüngerer und zeitgenössischer Kunst in Brandenburg.

 

Veranstaltungen

Einige der Veranstaltungen die in diesem Jahr in Cottbus stattfinden:

  • 06.03.2011 – Karnevalsumzug „Zug der fröhlichen Leute“ in der Innenstadt
  • 17.-19.06.2011 – 20. Cottbuser Stadtfest
  • 10./11.09.2011 – Cottbuser Töpferfest
  • 25.09.-03-10.2011 – Lausitzer Bauernmarkt

Zoo und Bäder in Cottbus

Gerberhäuser © Weltsport/flickr.com

Der Tierpark Cottbus wurde 1954 eröffnet und ist mit fast 1100 Tieren aus 170 Arten der größte Zoo Brandenburgs.  Ein Schwerpunkt des Zoos liegt auf der Haltung und Zucht von Vögeln.

In der Spreewaldtherme in der Nähe von Cottbus können Besucher sich in der mit 24 Prozent reichlich mineralisierten 31 Grad warmen Therme entspannen. Weitere Highlights sind der SaunaGarten, die WellnessGalerie, das FitnessPanorama und das ThermenRestaurant. Mehr dazu finden Sie hier.

 

Gastronomie in Cottbus

Cottbus hat von uriger Kneipe bis zur Szenebar alles zu bieten. Natürlich auch regionale und internationale Küche. Viele Gaststätten befinden sich direkt im Stadtzentrum wie zum Beispiel am Altmarkt.

 

Öffentliche Verkehrsmittel in Cottbus

Für Besucher der Stadt Cottbus kann man die CottbusCard empfehlen, die an zwei aufeinanderfolgenden Tagen für öffentliche Verkehrsmittel, einen geführten Altstadtrundgang und freien bzw. ermäßigten Eintritt in einigen Museen und Sehenswürdigkeiten gilt.

 

Messetermine in Cottbus

Hier finden Sie Informationen zu den Messen in Cottbus.

 

Ausflugsziele in der Nähe von Cottbus

Besuchern der Stadt, die gerne radeln kann man die Fernradwanderwege Spree-Radfernweg, Oder-Neiße-Radweg, Niederlausitzer Bergbautour, Fürst-Pückler-Weg oder den Gurkenradweg empfehlen.

Und natürlich ist auch ein Ausflug in den Spreewald ein absolutes Muss für jeden Besucher von Cottbus.

Tags: ,

Frankfurt an der Oder

Die Geburtsstadt Heinrich von Kleists, Frankfurt an der Oder liegt im östlichen Brandenburg nahe der polnischen Grenze.

Sehenswürdigkeiten in Frankfurt (Oder)

Mit dem Bau der ehemaligen Hauptpfarrkirche St. Marien wurde 1253 im Stil der norddeutschen Backsteingotik begonnen. Die im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Kirche wird seit 1979 rekonstruiert und nachdem aus Beständen russischer Beutekunst auch 111 mittelalterliche Bleiglasfenster zurückgegeben wurden, werden auch diese wieder eingebaut. Genutzt wird die Kirche heute für Veranstaltungen.

Marienkirche © flickr/Charlie Dave

Erst 1432 von den Hussiten und dann 1631 von den Schweden zerstört wurde die St. Gertraud Kirche, die bereits 1368, als Kapelle der Gewandschneider außerhalb der Stadtmauern gelegen, erbaut.

Ehemals ein dreischiffiger Backsteinbau wurde die Kirche ab 1874 in neogotischer Form wieder aufgebaut.
Ende des 13. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Franziskaner Klosterkirche begonnen. Im Laufe der Zeit wurde sie erst zur Garnisonskirche und später zur Konzerthalle „Carl Philipp Emanuel Bach“.

Der in seinem Ursprung älteste Steinbau der Stadt, die Friedenskirche St. Nikolai, existierte bereits zur Stadtgründung im Jahre 1253. Nachdem die Marienkirche die Hauptkirche der Stadt geworden war und die Gottesdienste in die Franziskaner Klosterkirche verlegt worden waren, wurde die Nikolaikirche in ihrer Geschichte als Kornhaus, Heuschuppen, Pulvermagazin, als Krankenhaus und Gefängnis genutzt. Heute ist sie das „Ökumenische Europa-Zentrum“.

Sehenswert in Frankfurt an der Oder ist auch die Reliefwand „Geschichte der Alten Universität“ am Rande des Linnéparks. Die rund 10 Meter lange Sandsteinwand wurde von Walter Kreisel geschaffen. Neben dem nachempfundenen Portal der Universität zeigt die Mauer die Porträts alter Professoren der Universität.

Ebenfalls sehenswert sind die 1975 eingebauten Bronzetore, die die Eingangstüren zur Konzerthalle bilden. Von Axel Schulz gestaltet, ist das eine ein heiteres, das andere der 2,90 Meter hohen Tore ein ernstes Tor.

Eine nach 1253 erbaute ehemalige Kaufhalle mit Ratsstube und Gerichtslaube ist das heutige Rathaus Frankfurts. Zwischen 1607 und 1609 wurde es im Stil der Renaissance umgebaut und von 1911 bis 1913 nach Plänen von Fritz Beyer erweitert. Das im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Gebäude wurde ab 1950 mit den Einnahmen aus einer Lotterie wieder aufgebaut.

Die ältesten Bürgerhäuser Frankfurts an der Oder befinden sich an der Ecke Oderstraße und Forststraße. Ehemals als mittelalterliche Massivbauten entstanden und mehrfach umgebaut, sind sie heute vorwiegend klassizistisch gestaltet.

Rund 100 Jahre lang wurde der 1855 errichtete Gasometer der Stadt. Heute wird das unter Denkmalschutz stehende Gebäude nicht mehr genutzt und 2005 wurde auch der Teleskopgasbehälter entfernt.

Die Friedensglocke aus dem Jahre 1953 wurde von der damaligen CDU der DDR zur Erinnerung andie Unterzeichnung des Oder-Neiße-Friedensvertrages gestiftet und wird jedes Jahr am 1. September, dem Weltfriedenstag, geläutet.

Die Exerzierhalle in der Logenstraße wurde zwischen 1879 und 1882 errichtet und war Teil des Kasernenkomplexes des Frankfurter Leibgrenadierregiments König Friedrich Wilhelm III. Ab 1940 war darin eine öffentliche Küche mit Speisesaal für 1.200 Personen eingerichtet und nach 1945 wurde das Gebäude um rund ein Drittel gekürzt. Leider wurde es so häufig verputzt und überstrichen, dass die historische Fassade nicht mehr zu sehen ist.

Zwischen 1739 und 1742 als Pfarrhaus nach Plänen des Baudirektors Hedemann im Stil des Spätbarocks erbaut beherbergt das Doppelpfarrhaus heute das Stadtarchiv.

Geschichte Frankfurts (Oder)

  • Um 1226 Gründung der Stadt von fränkischen Kaufleuten, Markt- und Niederlagsrecht
  • 1253 mit eigenen Schiffen befahren Kaufleute aus Frankfurt die Ostsee
  • 1341/1350 Widerstand gegen Bischof von Lebus, der über die wohlhabende Stadt herrschen möchte
  • 1348 Frankfurt öffnet Markgraf Ludwig die von Kaiser Karl IV. belagerte Stadt und sicher ihm die Mark
  • 1502 erster Buchdruck
  • 1430 bis circa 1500 Mitglied der Hanse
  • 1506 Eröffnung der ersten brandenburgischen Landesuniversität
  • 1631 Frankfurt wird von den Schweden eingenommen
  • 1662 Frankfurt an der Oder wird als „Haupt- und Handelsstadt“ erwähnt
  • 1685 Ansiedlung von Hugenotten mit neuen Gewerbezweigen nach dem „Edikt von Potsdam“
  • 1697 bis 1699 der komplette babylonische Talmud wird in der Stadt zum ersten Mal in Deutschland gedruckt
  • 1777 Heinrich von Kleist wird in Frankfurt an der Oder geboren
  • 1811 Schließung und Verlegung der Universität nach Breslau
  • 1815 Sitz der Regierung des Regierungsbezirks Frankfurt und des Oberlandesgerichts
  • 1842 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Berlin-Frankfurt
  • 1855 das Gaswerk nimmt seinen Betrieb auf
  • 1874 das Wasserwerk wird eröffnet
  • 1898 Inbetriebnahme von Elektrizitätswerk und elektrischer Straßenbahn
  • 1945 die Innenstadt wird fast vollständig zerstört, nach dem Potsdamer Abkommen wird Frankfurt zur Grenzstadt und die ehemalige Dammvorstadt zur polnischen Nachbarstadt Słubice
  • 1951 der Wiederaufbau beginnt in der Bahnhofstraße
  • 1991 Gründung der „Europa-Universität Viandrina Frankfurt (Oder)“

Veranstaltungen und Kultur in Frankfurt  (Oder)

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Seit 2001 Oderturmlauf
  • Seit 1966 Frankfurter Festtage der Musik
  • Jährlich Ende Mai/ Anfang Juni Theaterfestival der Europauniversität Viandrina
  • Seit 1992 Kleist-Festtage im Oktober
  • Seit 2003 Europäisches Festival für Lied-Weltmusik „transVOCALE“ in Frankfurt (Oder) und Słubice
  • Jedes Jahr am zweiten Wochenende im Juli Hansestadtfest „Bunter Hering“

Museen

Rathaus © flickr/Charlie Dave

In der ehemaligen Garnisonsschule wurde 1969 das Kleist-Museum eingerichtet. Rund 250 Dokumente geben Auskunft über Leben und Werk Kleists. Außerdem beherbergt das Museum die umfangreichste Kleist-Sammlung.

Kunst aus dem Osten Deutschlands wird in über 11.000 Werken im Museum Junge Kunst ausgestellt. Sowohl im Rathaus als auch im PackHof des Museums in der C.-Ph.-E.-Bach-Straße.

Das kulturhistorische Museum Frankfurts ist das Museum Viadrina im Junkerhaus, das als eines der wenigen Gebäude der Innenstadt im Zweiten Weltkrieg verschont blieb. Es ist heute ein wertvolles barockes Baudenkmal.

Wildpark und ein Winterquartier für  Fledermäuse in Frankfurt (Oder)

Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Wildpark im Stadtwald. Auf rund 16 Hektar Fläche können Besucher verschiedene Tiere naturnah erleben. Neben einer Teichlandschaft gibt es auch ein Streichelgehege und eine kleine Imkerei.

Ein Winterquartier für etwa 2.000 Fledermäuse befindet sich im Zentrum der Stadt in einer 1950 stillgelegten Brauerei. Unter den mehr als 30 Arten ist hier auch das Große Mausohr zu finden. Aber auch seltene Tiere wie die Teichfledermaus oder die Große und Kleine Bartfledermaus überwintern hier.

Gastronomie in Frankfurt (Oder)

Hier finden Sie Informationen zur Gastronomie in Frankfurt und Słubice.

Öffentliche Verkehrsmittel in Frankfurt (Oder)

Natürlich gibt es in Frankfurt auch Tagestickets für den öffentlichen Nahverkehr. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Messetermine in Frankfurt (Oder)

  • 08.-10. Oktober 2010 – JOB&KARRIERE, 2. Fachmesse für Beruf und Qualifizierung
  • 08.-10. Oktober 2010 – ODERLAND, 21. Frankfurter Herbstmesse
  • 19.-21. November 2010 – aktiv+gesund, 6. Messe für Fitness, Wellness & Gesundheit
  • 19.-21. November 2010 – Weihnachten, 6. Deutsch-Polnische Weihnachtsmesse
  • 19.-21. November 2010 – Food&Taste, 5. Internationale Lebensmittelmesse

Mehr Informationen zu den Messen und Veranstaltungen unter www.muv-ffo.de.

Frankfurt (Oder) © flickr/Charlie Dave

Ausflugsziele in der Nähe von Frankfurt (Oder)

Natürlich ist die Partnerstadt Słubice auf der anderen Seite der Oder einen Besuch wert.
Weitere Ausflugsziele sind der Oderbruch, die Seelower Höhen, das Fort Gorgast, Falkenhagen und Neuhardenberg im Norden. Im Süden Müllrose, Eisenhüttenstadt, das Zisterzienserkloster Neuzelle oder Beeskow. Im Westen Fürstenwalde, Bad Saarow am Scharmützelsee , Wendisch Rietz am Scharmützelsee und Storkow.  Im Osten Polen mit dem Zisterzienserkloster Paradyż, Burg Meseritz (Międzyrzecz), die Johanniterburg in Sonnenburg (Słonsk), Łagow, der Ostwall und das Jäger- und Anglerparadies Kreis Krosno (Crossen).

Tags: , ,

Potsdam

Sehenswürdigkeiten in Potsdam

Zu den 1990 zum UNESCO-Welterbe ernannten Sehenswürdigkeiten gehören die Parkanlagen Sanssouci, Neuer Garten, Babelsberg, Glienicke und die Pfaueninsel mit ihren Schlössern sowie seit 1992 Schloss und Park Sacrow mit der Heilandskirche. 1999 wurde das Welterbe noch einmal um 14 Bereiche erweitert. Potsdam ist die Stadt der Schlösser und Gärten.

Holländisches Viertel©flickr/ChicagoGeek

Aber auch Sehenswürdigkeiten wie das Holländische Viertel, das aus 4 Karrees mit etwa 150 Backsteinhäusern entsteht. Erbaut wurde das Viertel zwischen 1734 und 1742 für holländische Handwerker, die von Friedrich Wilhelm I. ins Land geholt worden waren.  Heute befinden sich Läden, Cafés und Restaurants in dem Viertel.

Das Weberviertel im heutigen Babelsberg ist die Erinnerung an die Weberkolonie Nowawes, die zu Zeiten Friedrichs II. um 1750 entstand. Die Friedrichskirche auf dem Weberplatz wurde vom Erbauer des Holländischen Viertels Jan Boumann 1752/1753 gebaut. Zur Erinnerung an die böhmische Tradition des Viertels finden im Juni ein böhmisches Weberfest und am 1. Advent ein böhmischer Weihnachtsmarkt statt.

Die russische Kolonie Alexandrowka entstand 1826/27 auf Wunsch Friedrich Wilhelm III. zum Gedenken an den russischen Zar Alexander I.. Vorbild war das von Alexander I. 1815 angelegte Kunstdorf Glasowo im Park von Pawlowsk. Auch diese Kolonie gehört seit 1999 zum Welterbe. Im ehemaligen Aufseherhaus ist heute eine russische Teestube zu finden und im Haus nebenan können sich Besucher im Museum über die geschichtlichen Hintergründe der Kolonie informieren.

Ein besonderes Highlight für Filmfans ist natürlich der Filmpark Babelsberg. Hier können Besucher sehen wie Filme gemacht werden und mit welchen Tricks gearbeitet wird. Auch das original „GZSZ“ Außenset kann während einer Führung besichtigt werden. Vielleicht dreht ja dann Ihr Lieblingsstar auch gerade.

Auch eine SEGWAY-Sightseeing-Tour in Potsdam ist möglich. www.segwaypoint-potsdam.de

Geschichte Potsdams

Potsdam grenzt unmittelbar an Berlin und ist die Hauptstadt und einwohnerreichste Stadt Brandenburgs. Die Kulturlandschaften  der Schloss- und Parkanlagen der ehemaligen preußischen Residenzstadt wurden 1990 von der UNESCO in die Liste des Weltkultur und Naturerbes der Menschheit aufgenommen. Potsdam befindet sich in einer Wald- und Seenlandschaft am Mittellauf der Havel. Zahlreiche Moränenhügel prägen das Bild der eiszeitlichen Landschaft.

Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt zu einer Stätte der Wissenschaft und heute sind rund 15 Prozent der Einwohner Studenten.
Aber auch das UFA-Filmstudio Babelsberg war hier ansässig.

Es ist anzunehmen, dass die Gegend seit der Bronzezeit besiedelt wurde. An der Einmündung der Nuthe errichtete im 7. Jahrhundert der slawische Stamm der Heveller eine Burganlage. Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde der Ort aber erst 993 in einer Schenkungsurkunde des Kaisers des Römischen Reiches Otto III. an das Stift Quedlinburg. Der Ort hatte damals den Namen Poztupimi. Bedeutend für die Region war immer der Übergang über die Havel.
Nachdem Albrecht der Bär 1157 die Stadt erobert und die Mark Brandenburg gegründet hatte, wurde am Havelübergang eine steinerne Turmburg erbaut. 1317 wurden Burg und Stadt urkundlich als Postamp erwähnt und die Stadt erhielt 1345 das Stadtrecht. Von 1416 bis zum Ende der Monarchie zum Ende des ersten Weltkrieges war Potsdam im Besitz der Hohenzollern. Verwüstet wurde die Stadt zwischenzeitlich durch den Dreißigjährigen Krieg und zwei Großbrände.

Kurfürst Friedrich Wilhelm baute die Stadt zu einer zweiten Residenz neben Berlin aus, indem er das Stadtschloss ausbaute und die Umgebung verschönerte. So führte ab 1660 zu einem Aufschwung für Potsdam.
Dank des Toleranzediktes von Potsdam aus dem Jahre 1685 war es möglich, dass sich Hugenotten aus Frankreich und andere Immigranten in dem Landstrich ansiedelten und für einen weiteren, vor allem wissenschaftlichen,  Aufschwung sorgten.

Unter dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. wurde die Stadt eine Garnisonsstadt, was den Bau neuer Wohnquartiere notwendig machte. Von ihm wurden auch die Garnisonskirche, St. Nikolaikirche und die Heilig-Geist-Kirche gebaut. Es gab sogar ein Militärwaisenhaus für Kinder von Militärangehörigen.

Sanssouci©flickr/Wolfgang Staudt

Entscheidend geprägt wurde Potsdam durch Friedrich II. den Großen, der es zur Residenzstadt machte. Er ließ viele Umbauten an Gebäuden und Plätzen vornehmen und die Bürgerhäuser bekamen Barockfassaden. Ab 1745 entstand das Schloss Sanssouci als Sommerresidenz und später folgte das Neue Palais. Das Stadtschloss im Zentrum der Stadt wurde zur Winterresidenz.

1806 kam Napoleon Bonaparte nach Potsdam und nach Ende der Besatzungszeit wurde die Stadt von Friedrich Wilhelm III. zur Verwaltungsstadt umgewandelt.
1838 ging die erste Eisenbahnstrecke Preußens in Betrieb, sie führte von Potsdam nach Berlin. Während der Märzrevolution im Jahre 1848 übersiedelte Friedrich Wilhelm IV. von Berlin in das ruhigere Potsdam .
1911 erhielt Potsdam nicht nur den Luftschiffhafen an der Pirschheide, sondern es wurden auch das Babelsberger Filmstudiogegründet.

Zu Beginn des Nationalsozialismus reichten sich Adolf Hitler und Paul von Hindenburg am Tag von Potsdam am 21. März 1933 symbolisch die Hand um das Bündnis der neuen und alten Ordnung zu bekräftigen. In den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges wurde das Stadtzentrum Potsdams am 14. April 1945 noch stark beschädigt. Sowohl das Stadtschloss als auch die Garnisonskirche wurden ein Raub der Flammen.

Mit dem Mauerbau während der DDR-Zeit verlor Potsdam den direkten Anschluss zu West-Berlin. Die Glienicker Brücke war ein Austauschpunkt für Spione aus Ost und West.

1990 wurde Potsdam nach der Wiedervereinigung die Hauptstadt des Landes Brandenburg und weitere Teile der Kulturlandschaft Potsdams wurden zum UNESCO-Welterbe ernannt. 1993 wurde offiziell das eintausend jährige Bestehen der Stadt gefeiert.

Veranstaltungen und Kultur in Potsdam

Veranstaltungen

März/April: Theater Mogul präsentiert in der fabrik Potsdam „FLHIP FLHOP“

Museen

Potsdam-Museum – Kunst und Kultur der Stadt, wechselnde Ausstellungen, Benkertstraße 3, 14467 Potsdam

Naturkundemuseum Potsdam – Tier- und Pflanzenwelt Brandenburgs, Breite Straße 13, 14467 Potsdam

  • Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte – Dauerausstellung „Land und Leute – Geschichten aus Brandenburg-Preußen“ und wechselnde Ausstellungen, www.hbpg.de
  • Filmmuseum Potsdam – das älteste Filmmuseum Deutschlands mit der Dauerausstellung “Babelsberg – Gesichter einer Filmstadt“, www.filmmuseum-potsdam.de
  • Museum Alexandrowka – Geschichte der Siedlung, www.alexandrowka.de
  • Jan Bouman Haus – holländische Geschichte in Potsdam, www.jan-bouman-haus.de
  • S-Bahn Museum – Geschichte der Berliner S-Bahn, www.s-bahn-museum.de
  • Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam – ehemaliges Untersuchungsgefängnis der sowjetischen Spionageabwehr, www.gedenkstaette-leistikowstrasse.de

Potsdam©flickr/Ivo Schwalbe

Gastronomie in Potsdam

In Potsdam gibt es zahlreiche Restaurants, Cafés, Kneipen, Bars und Ausflugslokale. Das Siegel „Potsdamer Gastlichkeit“ ist hierbei eine Empfehlung für gute Qualität.

Öffentliche Verkehrsmittel in Potsdam

Eine Übersicht über spezielle Touristenangebote in den öffentlichen Verkehrsmitteln finden Sie hier: www.bvg.de/index.php/de/3786/name/Tarifuebersicht.html

Messetermine in Potsdam

Informationen zu den verschiedenen Messeterminen in Potsdam finden Sie hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Potsdam

Natürlich ist Berlin ein leicht erreichbares Ausflugsziel und nur den Gang über die Glienicker Brücke entfernt, aber Brandenburg hat noch mehr zu bieten. Brandenburg eignet sich gut für Ausflüge mit dem Fahrrad oder zu Pferde. Auch ist eine Fahrt mit einem Spreewaldkahn immer ein Erlebnis, bei dem man Reiher und Biber beobachten kann. Im Sommer kann man in einem von über 3.000 Seen baden.

Um die Kulturlandschaft Potsdam vom Wasser aus zu erkunden, sollten Sie Ausflugsfahrten auf der Havel und den zahlreichen Seen unternehmen. Auch bieten die Seen rund um Potsdam ideale Möglichkeiten für Wassersport.

Tags: , , ,

Copyright © 2010– 2011 Städte Info Deutschland All rights reserved