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JW – Berlin – Gastronomie Tipp für Genussmenschen

Berlin ist immer eine Reise wert. So steht es jedenfalls in vielen Reiseführern und sonstigen Stadtplänen ausführlich beschrieben. Aber natürlich auch für diejenigen, die bei aller Kultur auch etwas für Ihren hungrigen Magen tun wollen und dies nicht an der nächsten Currybude, die sind zum in vielen Genusstempeln von Berlin herzlich willkommen. In vielen Reise Blogs findet man immer nur die bekannten Tipps, doch hier sind zwei Geheimtipps, die noch nicht jeder entdeckt hat.

Einmal sollte man das Café und Restaurantschiff Spreeblick besuchen und die dort gebotenen Speisen und Getränke probieren. Rechts und links hängen wunderschöne Weiden ganz weit im Wasser und manchmal schwimmt auch eine kleine Entenfamilie am Schiff vorbei, Idylle pur würde der Großstädter sagen. Man bekommt hier klassische deutsche Küche serviert für einen annehmbaren Preis der bei 2 Euro beginnt und bei 16.30 Euro endet. Alles ist sehr kinderfreundlich gestaltet und man hat auch immer die Möglichkeit, für eine eventuelle Feierlichkeit Räume zu mieten. Geraucht werden darf in diesem Restaurant nur auf der Terrasse und auf dem Sonnendeck.

Adresse:
Hansabrücke
10557 Berlin

Öffnungszeiten:
Mo-So 9 – 22 Uhr
Mittagszeiten: ab mittags, keine festen Zeiten

Wenn man auf die Homepage des zweiten Restaurantvorschlages geht – stimmt schon der Spruch auf das ein, was den Gast dort erwartet. Dieser lautet: »Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen. Schauen Sie dochmal beim Weltrestaurant Markthalle vorbei. Wo Sie es finden? Natürlich in Kreuzberg 36. Sowohl das Ambiente aus uralten Holzpaneelen, sowie eine Bedienung, die niemals ihr Lächeln verliert und der Duft des frischzubereitenden Kaffees lassen die Gedanken baumeln und vom Stress des Alltags abschalten. Ein Geheimtip in Berlin. Denn seit der Jahrhundertwende wird hier Deftiges gegessen. Wer echtes Berlinerisches Flair erleben will, sollte sich in jedem Falle hier einen Besuch vormerken. Serviert wird hier überwiegend deutsche Küche.

Adresse:
Pücklerstrasse 34
10997 Berlin- Kreuzberg

Öffnungszeiten:
10 Uhr bis spät

Für den der wirklich nur die Currywurst auf der Hand sucht, findet in und um Berlin von den sogenannten Currybuden mehr als genug. Und schließlich ist ja die Currywurst ein Berliner Markenzeichen genauwie der Berliner Bär.

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Bruce Nauman Ausstellung in Berlin

Noch bis zum 10. Oktober 2010 ist in der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof in Berlin die Ausstellung „Dream Passage“ mit Werken des amerikanischen Künstlers Bruce Nauman zu sehen.

Bruce Nauman © flickr/aprilskiver

Anlass für die Ausstellung war die vor kurzem erfolgte Schenkung der Skulptur „Room With My Soul Left Out, Room That Does Not Care“ an die Nationalgalerie von dem Sammler Friedrich Christian Flick. Die Skulptur ist ein Werk Naumans aus dem Jahre 1984. Schon seit 2005 ist auf dem Gelände des Hamburger Bahnhofs die Außenskulptur „Double Cage Piece“ aus dem Jahre 1974 zu sehen. Auch sie war eine Schenkung des Sammlers.

Die im Museum gezeigte Kunst sind Beispiele der sogenannten „Erfahrungsarchitektur“ des Künstlers. Nauman hat Räume und Korridore entworfen, die von den Besuchern betreten werden können. Diese Räume rufen schnell klaustrophobische Gefühle  oder Verunsicherung hervor.  In dem Werk „Corridor Installation (Nick Wilder Installation)“ werden Besucher zum Beispiel von einer Videokamera erfasst und kann seinem eigenen Bild gegenübertreten.

Bei den Werken der Ausstellung handelt es sich vorwiegend um Leihgaben der Friedrich Christian Flick Collection, ergänzt durch Leihgaben aus dem Art Institute of Chicago, dem Guggenheim Museum in New York, dem Philadelphia Art Museum und der Tate Modern in London.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise:

Öffnungszeiten

  • Di-Fr 10.00-18.00Uhr
  • Sa 11.00-20.00 Uhr
  • So 11.00-18.00 Uhr
  • Mo geschlossen

Eintrittspreise

  • Sammlungspräsentation + Sonderausstellung: 12,00 Euro
  • Ermäßigt: 6,00 Euro
  • Sonderausstellung: 8,00 Euro
  • Ermäßigt: 4,00 Euro
  • Do 14-18 Uhr: freier Eintritt (Sammlungspräsentation)

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Berlin

Sehenswürdigkeiten Berlins

Das Brandenburger Tor ist wohl das Symbol schlechthin für jeden Besucher. Ein Monument für Frieden und Sieg, das Symbol für Wiedervereinigung und das Wahrzeichen der Stadt Berlin.
1788 – 91 von Carl Gotthard Langhans aus Sandstein gebaut, zeigt es griechischen und römischen Einfluss im Baustil. Einst diente das Brandenburger Tor als Stadttor und war auch der prachtvolle Abschluss des Boulevards Unter den Linden.

Brandenburger Tor©flickr/marfis75

Die 5 m hohe Quadriga mit der Siegesgöttin Viktoria solle wie in der klassischen Vorlage nackt den Streitwagen lenkend aufgestellt werden. Zahlreiche Proteste verhinderten dies, denn was sollte ein Reisender zu Berlin denken, wenn er so gegrüßt werden würde?

Auch Napoleon durchquerte das Tor und ließ lt. Siegerrecht die Quadriga zerlegen und abtransportieren nach Paris. 1884 erfolgte die Rückkehr nach Berlin (Befreiungskrieg). Die Quadriga wurde im Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass man sie rekonstruieren musste. Zu DDR-Zeiten mussten der preußische Adler und das Eiserne Kreuz dem Stab mit Eichenlaubkranz in der Hand weichen. Heute zieren der Adler und das Kreuz wieder die Quadriga.

Das Holocaust-Mahnmal ist vor allem in der Dämmerung und bei Dunkelheit wirklich beeindruckend; die düstere Atmosphäre kommt dann besonders zur Geltung und es ist auch nicht sehr überlaufen. Am 10. Mai 2005 eröffnet, vieldiskutiert und dann endlich eingeweiht. Die Entwürfe stammen von amerikanischen Architekten Peter Eisenmann. Das Labyrinth aus 2711 grauen Betonstelen unterschiedlicher Höhe (20 cm bis 4,70m) wurde so aufgestellt, das es wie eine gigantische Wellenbewegung wirkt. Dieses Mahnmal gedenkt der 6 Millionen Juden, die Opfer des Holocaust wurden.

Ein Besuch im Reichstag gehört einfach dazu. Das Schlange stehen ist hart an manchen Tagen, lohnt sich aber auf jeden Fall. Nach gründlichem Sicherheitscheck ist man dann endlich oben: die verglaste, begehbare Kuppel kann man zeitlich unbegrenzt nutzen, um Berlin von oben auf sich wirken zu lassen. Die Verhüllungsaktion von Christo und Jeanne-Claude im Sommer 1995 war wohl das Spektakulärste.

Ein weiterer toller Aussichtspunkt ist der Balkon der Siegessäule. Das Symbol der preußischen Siege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich. Die “Gold-Else”, wie sie von den Berlinern liebevoll genannt wird, steht im Zentrum des Platzes Großer Stern. Der Aufstieg mit 285 Stufen muss man allerdings selbst machen, kein Lift.

Unter den Linden ist sicherlich der bedeutendste Boulevard Berlins. Einst Reitweg und heute Standort zahlreicher teurer und prestigeträchtiger Firmen, Hotels etc.

Der Gendarmenmarkt ist sehr reizvoll mit seinen französischem und deutschem Dom und dem Schauspielhaus. 48 000qm groß wird er auch für open-air Programme genutzt.

Prachtvoll von innen und außen ist die Neue Synagoge. Gebaut im orientalischen Stil; die 50 m hohe Mittelkuppel erstrahlt in Gold und auch die Seitentürme unterstreichen den maurischen Stil. Von April bis September geöffnet, geschlossen an jüdischen Feiertagen.

Der Alexander Platz ist ein Anziehungspunkt für alle, aber man sollte sich von den professionellen Bettlern und auch Obdachlosen nicht vertreiben lassen. Das Schlange stehen für den Besuch des Fernsehturmes lohnt sich auf jeden Fall und auch die Weltzeituhr will gesehen werden.
Der Fernsehturm ist mit 368 m das höchste Gebäude Berlins und der drittgrößte Europas. 1969 eröffnet. Die verglaste Kugel, in der die Aussichtsplattform verborgen ist, hat einen Durchmesser von 32 m.,

Der Potsdamer Platz ist nicht nur voll von Sehenswürdigkeiten, sondern auch eine tolle Einkaufsoase. Es wird geschmückt von der DaimlerChrysler-City, dem Sony-Center und dem Beisheim-Center. Auch haben Top-Hotelketten dort hochhinaus gebaut.

Die East Side Gallery ist ein 1,3 km langes Überbleibsel der Berliner Mauer; inzwischen künstlerisch aufgearbeitet. Das am meisten fotografierte Motiv ist wohl der Bruderkuss von Honecker und Breschnew.

Checkpoint Charlie ist eine Erinnerung an den Kalten Krieg. In den Straßen drumherum sind eingelassenen Bodenmarkierungen gesetzt worden, um den Mauerverlauf zu verdeutlichen. Schnurgerade auch durch Gebäude. Das dortige Mauermuseum ist sicherlich einen Besuch wert.

Ganz toll lässt es sich auf dem Kurfürstendamm spazieren, einkehren und einkaufen. Natürlich sticht die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche besonders hervor. Auch als Ruine (am Totensonntag 1943 von den Bomben der Alliierten zerstört) ist dies ein imposantes Gebäude, das die Geschichte in dieser modernen, lebhaften Straße wach hält.

Wem es am Alexanderturm zu voll ist, kann auch auf den “Langen Lulatsch” ausweichen. Der Funkturm am östlichen Rand des Messegeländes bietet ebenfalls eine tolle Aussicht über Berlin.

Das Olympiastadion ist ein beeindruckender Bau aus dem Jahre 1936. In Rekordzeit gebaut: 2 Jahre! Seit den 60er Jahren wird dieses geschichtsbelastete Stadion wieder regelmäßig benutzt.

Geschichte Berlins

8000 v.Chr. gab es die erste Besiedlung in der Altsteinzeit
700 v.Chr. erste frühgermanische Besiedlung
6./7. Jhd. westslawische Stämme siedeln hier

1134 – 70 Albrecht der Bär, erster Markgraf von Brandenburg
1197 erste urkundliche Erwähnung von Spandau
1237 erstmals werden Cölln und Wedding erwähnt, kurz darauf Schöneberg

1244 erstmals wird Berlin als Stadt genannt

1338 werden die Berliner Bären erstmals als Signet für eine Ratsurkunde verwendet

1369 Berlin erhält das Münzrecht

1539 die Reformation setzt sich durch
1576 – 1611 Pestjahre mit vielen Toten

1618 – 1648 Dreißigjähriger Krieg, die Vororte Berlins brennen ab
1640 – 1688 Unter der Regierung von Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm wird die Grundlage für den Aufstieg von Brandenburg-Preußen gelegt.

1647 1000 Linden und 1000 Nussbäume werde auf einer Allee vom Tiergarten zum Berliner Schloss gepflanzt; später als Unter den Linden bekannt.

1688 Kurfürst Friedrich III. krönt sich selbst 1701 zum König von Preußen und ist fortan Friedrich I. Die Friedrichstadt wird angelegt.

1717 Einführung der allgemeinen Schulpflicht

1740 – 1786 ist  Berlin das Zentrum der Aufklärung. Es ist die Boomzeit für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur
1756 – 1763 siebenjähriger Krieg; österreichische und russische Truppen besetzten Berlin

um 1800 ist Berlin nach London und Paris die drittgrößte Stadt Europas

1806 – 1808 besetzten Napoleons Truppen Berlin
1813 Befreiungskrieg

1838/39 Eisenbahnstrecke Berlin – Potsdam wird eröffnet
1879 wird von Werner von Siemens die erste elektrische Eisenbahn der Welt vorgestellt
1881 erster Telefonbetrieb mit 45 Teilnehmern; auch die erster elektrische Straßenbahn der Welt fährt in Berlin

1894 wird der Reichstag eingeweiht

1900 Berlin zählt 1,9 Millionen Einwohner
1902 die ersten Hoch- und Untergrundbahnen fahren in Berlin

1914 – 1918 erster Weltkrieg

1918 Kaiser Wilhelm II. dankt ab
1919 Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, den beiden bedeutenden Führungsfiguren der Kommunistischen Partei.
1924 erste Funkausstellung
1929 die Weltwirtschaftskrise trifft Berlin: 600 000 Arbeitslose

1936 XI. Olympischen Sommerspiele in Berlin
1938 Reichskristallnacht: Zerstörung der Berliner Synagoge

Gedächtniskirche©flickr/powerfocusfotografie

1939 Beginn des Zweiten Weltkrieges
1940 Erste Luftangriffe auf Berlin
1941 erste Massendeportationen von Juden aus Berlin
1943 Ausruf des “totalen Krieges”, schwere Luftangriffe, missglücktes Attentat auf Hitler

1945 Selbstmord Hitlers, Einmarsch der Roten Armee, Kapitulationsunterzeichnung, die Stadt wird in vier Sektoren unterteilt
1946 Erlass der vorläufigen Verfassung von Groß-Berlin durch die Alliierten
1948 Währungsreform in den drei Westsektoren, Beginn der sowjetischen Blockade und Beginn der Luftbrücke der Alliierten

1951 Eröffnung der ersten internationalen Filmfestspiele “Berlinale”
1953 Volksaufstand in Ost-Berlin und der DDR

1957 Willy Brandt wird Bürgermeister von West-Berlin

1961 Beginn des Mauerbaues
1963 Besuch John F. Kennedys in Berlin
1967/68 Studentenunruhen

1971 Viermächte Abkommen wird unterzeichnet, das Berlin mit Status quo anerkennt

1987 750-Jahr Feier Berlins
1989 Krenz löst Honecker als Staats- und Parteichef ab, Rücktritt der DDR-Regierung, Maueröffnung
1990 Auflösung der DDR, Beitritt zur BRD, Berlin wird Hauptstadt
1994 Abzug der alliierten Streitkräfte aus Berlin

Öffentlicher Verkehr in Berlin

S- und U-Bahnen, Straßenbahn und Busse decken Berlin gut ab. Es gibt Tageskarten mit und ohne Umland, 7-Tageskarten, Kleingruppenkarten und ganz interessant sind die CityTourCards. Diese gibt es für 48 und 72 Stunden und berechtigen auch zu reduzierten Eintrittspreisen bei touristischen Einrichtungen.
Auch gibt es mehrere Fahrradverleihstationen.

Zoo, Baden und Seen

Berlin bietet gleich zwei Tiergärten. Einmal den Zoologischen Garten, der einen gleich am Eingang der Budapester Straße mit prächtigem Tor und steinernen Elefanten begrüßt. Gegründet 1844 und einer der Mitbegründer war Alexander von Humboldt. Grundstock der Tiersammlung war ein Geschenk von Friedrich Wilhelm IV. Ganz tragisch war das Jahr 1943 für die Bewohner des Tierparks. Innerhalb von Minuten starben fast 10 000 Tiere während eines Angriffs; nur 91 überlebten.
Das Vogelhaus im Zoologischen Garten ist das größte der Welt: 3300 qm. Auch das Aquarium des Zoos ist sehr beeindruckend.

Der Tierpark Friedrichsfelde ist das Gegenstück zum Westberliner Zoologischen Garten. Friedrichsfelde ist 1955 gegründet worden und seine 160 ha macht ihn zu einer der größten Landschaftstiergärten Europas. Auf 23 km Wegstrecke kann man an 9800 Tieren (1072 Arten) vorbeikommen. Es gibt hier sibirische Tiger, Panther und andere Großkatzen, auch afrikanische und asiatische Elefanten sowie Nashörner und Seekühe.

Jedes Stadtviertel hat mindestens ein Hallen- und Freibad, dazu gibt es noch etliche Strandbäder wie z.B. das Strandbad Wannsee oder  Müggelsee. Das älteste Hallenbade ist das Stadtbad Charlottenburg. Die Thermen am Europa-Center sind riesig.

Gastronomie in Berlin

Berühmt ist die Berliner Currywurst nicht ohne Grund, also sollte man sie auf jeden Fall einmal genießen. Für Süße ist die Berliner Grütze mit Vanillesoße ein Klassiker. Bier wird hier nicht nur pur getrunken, sondern auch als Berliner Weiße mit Waldmeisterschuss oder Himbeerschuss.
Essensgelegenheiten gibt es in Hülle und Füller, national wie auch international. Sogar ökologisches wird angeboten wie z.B. im yellow sunshine. In der Galerie Lafayette kann man im Untergeschoss auch gut essen; das fällt definitiv in die gehobene “Kaufhausküche”.

Museen in Berlin

Die Museumsinsel ist zwar noch nicht vollständig bestückt, aber heute schon eine Meisterleistung und kann sich dann locker mit der Eremitage oder dem Louvre messen. Seit 1999 ist es auch UNESCO-Welterbe. Die Museumsinsel beherbergt das Alte Museum, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das Pergamonmuseum und das Bodemuseum.

Reichstag©flickr/jorbasa

Im Alten Museum wir die Antikensammlung gezeigt; Vasen, Schmuck und Skulpturen.

Im Neuen Museum gibt es seit 2009 ägyptische Kunst zu sehen. Die Büste der Königin Nofretete ist sicherlich das bekannteste Stück.

Die Alte Nationalgalerie musste während des Zweiten Weltkrieges herbe Verluste hinnehmen, denn nicht nur durch Kriegszerstörungen ging vieles verloren, auch wurden viele Exponate als “Entartete Kunst” gebrandmarkt. Heute sind vor allem die Romantiker zu sehen wie von Caspar David Friedrich oder Adolph von Menzel. Auch Meister wie Delacroix oder Courbet sind ausgestellt. Impressionisten wie Manet, Monet und Cezanne sind auch zu bewundern.
Das Pergamonmuseum zeigt türkische Ausgrabungsstücke; auch das römische Markttor von Milet (165 v.Ch.). Fassadenteile des Wüstenschlosses von Mschatta sind u.a. im Museumsteil für islamische Kunst zu sehen.
Das Bodemuseum beherbergt ein Münzenkabinett, Skulpturensammlungen mit Werken vom Mittelalter bis 18. Jhd. Auch byzantinische Kunst ist hier beheimatet.

Das Märkische Museum ist für alle, die Berlin wirklich verstehe wollen, geradezu perfekt; zeigt es doch in einer umfassenden Sammlung die Geschichte Berlins von ihren Anfängen bis heute. Schon von außen betrachtet ist der Backsteinbau in Gotik und Renaissance gehalten, ein Hingucker. Nahezu jedes Thema (z.B. Stadtentwicklung, Handwerk, Industrialisierung, Wissenschaft und Aufklärung) wird hier abgehandelt, natürlich aus sehr viel über die Teilung und Wiedervereinigung der Stadt.

Der Museumskomplex Dahlem besteht aus vier Museen und ist eine der bedeutendsten und reichsten völkerkundlichen Sammlungen Europas.

Das Ethnologische Museum entstand bereits 1873, aber seine Ursprünge liegen bereits im 17.Jhd. Eine halbe Millionen Ethnographica, zahlreiche musikethnologische Tonaufnahmen und 140 000 Fotodokumentationen sowie über 1000 völkerkundliche Filme sind dort zu sehen. Das Museum ist in die Abteilungen Afrika, Amerika, Islamischer Orient, Ost- und Nordasien, Süd- und Südostasien, Australien und Südsee untergliedert.

Das erst 1963 gegründete Museum für Indische Kunst ist das jüngste, aber die Sammlungen mit Schwerpunkt Indien, Indonesien und Zentralasien kann sich sehen lassen. 15 000 höchst seltene Kunstwerke sind zu bestaunen; die Sammlung war einmal viel bedeutender, aber ein großer Teil wurde von den Sowjets abtransportiert.

Das Museum für Ostasiatische Kunst wurde 1907 gegründet. Zahlreiche Exponate sind nun in der Eremitage in St. Petersburg zu sehen, denn diese wurden 1945 in die UdSSR gebracht. Doch noch immer gibt es sehr exquisite Stücke aus China, Japan und Korea. Diese Sammlung umfasst den Zeitraum Jungsteinzeit bis zur Gegenwart.

Das Museum für Europäische Kulturen ist auf den Arzt und Anthropologen Rudolf Virchow zurückzuführen. 1889 im Palais Creutz eröffnet, bekam die damalige Sammlung großen Zuwachs durch Stücke, die während der Weltausstellung 1893 in Chicago zusammengetragen wurden. Während der Kriegsjahre des Zweiten Weltkrieges gingen knapp 80% der Exponate verloren. Gezeigt wird heute die europäische Alltagskultur des 18.-21. Jhd. Schmuck, Votivbilder, Textilien, Haushaltsgegenstände, Keramiken und Spielzeug sind nur ein Teil dieser Ausstellung.

Im Brücke-Museum sind expressionistische Meisterwerke zu sehen.

Das Museumsdorf Düppel ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Es ist die Rekonstruktion einer mittelalterlichen Siedlung am Rande der Großstadt. Gegelgen am ursprünglichen Ausgrabungsort gibt es auch verschiedene Veranstaltungen zu bäuerlichen und historischen Themen. Vorführungen wie Schmieden, Töpfern und Brotbacken runden das Programm ab.

Die Topographie des Terrors ist eine Ausstellung, die man als Berlin-Besucher unbedingt erfahren haben sollte. Diese Dokumentation der Schreckensherrschaft der Nazis ist eindrucksvoll geschildert. Auf einer Freifläche zwischen Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße und Wilhelmstraße gelegen.
Natürlich sollte man auch am Checkpoint Charlie das Mauer-Museum besuchen. Infos aller Art vermitteln eindrucksvoll das geteilte Leben Berlins.

Messe Berlin

Informationen zu Messeterminen in Berlin finden Sie hier.

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Potsdam

Sehenswürdigkeiten in Potsdam

Zu den 1990 zum UNESCO-Welterbe ernannten Sehenswürdigkeiten gehören die Parkanlagen Sanssouci, Neuer Garten, Babelsberg, Glienicke und die Pfaueninsel mit ihren Schlössern sowie seit 1992 Schloss und Park Sacrow mit der Heilandskirche. 1999 wurde das Welterbe noch einmal um 14 Bereiche erweitert. Potsdam ist die Stadt der Schlösser und Gärten.

Holländisches Viertel©flickr/ChicagoGeek

Aber auch Sehenswürdigkeiten wie das Holländische Viertel, das aus 4 Karrees mit etwa 150 Backsteinhäusern entsteht. Erbaut wurde das Viertel zwischen 1734 und 1742 für holländische Handwerker, die von Friedrich Wilhelm I. ins Land geholt worden waren.  Heute befinden sich Läden, Cafés und Restaurants in dem Viertel.

Das Weberviertel im heutigen Babelsberg ist die Erinnerung an die Weberkolonie Nowawes, die zu Zeiten Friedrichs II. um 1750 entstand. Die Friedrichskirche auf dem Weberplatz wurde vom Erbauer des Holländischen Viertels Jan Boumann 1752/1753 gebaut. Zur Erinnerung an die böhmische Tradition des Viertels finden im Juni ein böhmisches Weberfest und am 1. Advent ein böhmischer Weihnachtsmarkt statt.

Die russische Kolonie Alexandrowka entstand 1826/27 auf Wunsch Friedrich Wilhelm III. zum Gedenken an den russischen Zar Alexander I.. Vorbild war das von Alexander I. 1815 angelegte Kunstdorf Glasowo im Park von Pawlowsk. Auch diese Kolonie gehört seit 1999 zum Welterbe. Im ehemaligen Aufseherhaus ist heute eine russische Teestube zu finden und im Haus nebenan können sich Besucher im Museum über die geschichtlichen Hintergründe der Kolonie informieren.

Ein besonderes Highlight für Filmfans ist natürlich der Filmpark Babelsberg. Hier können Besucher sehen wie Filme gemacht werden und mit welchen Tricks gearbeitet wird. Auch das original „GZSZ“ Außenset kann während einer Führung besichtigt werden. Vielleicht dreht ja dann Ihr Lieblingsstar auch gerade.

Auch eine SEGWAY-Sightseeing-Tour in Potsdam ist möglich. www.segwaypoint-potsdam.de

Geschichte Potsdams

Potsdam grenzt unmittelbar an Berlin und ist die Hauptstadt und einwohnerreichste Stadt Brandenburgs. Die Kulturlandschaften  der Schloss- und Parkanlagen der ehemaligen preußischen Residenzstadt wurden 1990 von der UNESCO in die Liste des Weltkultur und Naturerbes der Menschheit aufgenommen. Potsdam befindet sich in einer Wald- und Seenlandschaft am Mittellauf der Havel. Zahlreiche Moränenhügel prägen das Bild der eiszeitlichen Landschaft.

Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt zu einer Stätte der Wissenschaft und heute sind rund 15 Prozent der Einwohner Studenten.
Aber auch das UFA-Filmstudio Babelsberg war hier ansässig.

Es ist anzunehmen, dass die Gegend seit der Bronzezeit besiedelt wurde. An der Einmündung der Nuthe errichtete im 7. Jahrhundert der slawische Stamm der Heveller eine Burganlage. Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde der Ort aber erst 993 in einer Schenkungsurkunde des Kaisers des Römischen Reiches Otto III. an das Stift Quedlinburg. Der Ort hatte damals den Namen Poztupimi. Bedeutend für die Region war immer der Übergang über die Havel.
Nachdem Albrecht der Bär 1157 die Stadt erobert und die Mark Brandenburg gegründet hatte, wurde am Havelübergang eine steinerne Turmburg erbaut. 1317 wurden Burg und Stadt urkundlich als Postamp erwähnt und die Stadt erhielt 1345 das Stadtrecht. Von 1416 bis zum Ende der Monarchie zum Ende des ersten Weltkrieges war Potsdam im Besitz der Hohenzollern. Verwüstet wurde die Stadt zwischenzeitlich durch den Dreißigjährigen Krieg und zwei Großbrände.

Kurfürst Friedrich Wilhelm baute die Stadt zu einer zweiten Residenz neben Berlin aus, indem er das Stadtschloss ausbaute und die Umgebung verschönerte. So führte ab 1660 zu einem Aufschwung für Potsdam.
Dank des Toleranzediktes von Potsdam aus dem Jahre 1685 war es möglich, dass sich Hugenotten aus Frankreich und andere Immigranten in dem Landstrich ansiedelten und für einen weiteren, vor allem wissenschaftlichen,  Aufschwung sorgten.

Unter dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. wurde die Stadt eine Garnisonsstadt, was den Bau neuer Wohnquartiere notwendig machte. Von ihm wurden auch die Garnisonskirche, St. Nikolaikirche und die Heilig-Geist-Kirche gebaut. Es gab sogar ein Militärwaisenhaus für Kinder von Militärangehörigen.

Sanssouci©flickr/Wolfgang Staudt

Entscheidend geprägt wurde Potsdam durch Friedrich II. den Großen, der es zur Residenzstadt machte. Er ließ viele Umbauten an Gebäuden und Plätzen vornehmen und die Bürgerhäuser bekamen Barockfassaden. Ab 1745 entstand das Schloss Sanssouci als Sommerresidenz und später folgte das Neue Palais. Das Stadtschloss im Zentrum der Stadt wurde zur Winterresidenz.

1806 kam Napoleon Bonaparte nach Potsdam und nach Ende der Besatzungszeit wurde die Stadt von Friedrich Wilhelm III. zur Verwaltungsstadt umgewandelt.
1838 ging die erste Eisenbahnstrecke Preußens in Betrieb, sie führte von Potsdam nach Berlin. Während der Märzrevolution im Jahre 1848 übersiedelte Friedrich Wilhelm IV. von Berlin in das ruhigere Potsdam .
1911 erhielt Potsdam nicht nur den Luftschiffhafen an der Pirschheide, sondern es wurden auch das Babelsberger Filmstudiogegründet.

Zu Beginn des Nationalsozialismus reichten sich Adolf Hitler und Paul von Hindenburg am Tag von Potsdam am 21. März 1933 symbolisch die Hand um das Bündnis der neuen und alten Ordnung zu bekräftigen. In den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges wurde das Stadtzentrum Potsdams am 14. April 1945 noch stark beschädigt. Sowohl das Stadtschloss als auch die Garnisonskirche wurden ein Raub der Flammen.

Mit dem Mauerbau während der DDR-Zeit verlor Potsdam den direkten Anschluss zu West-Berlin. Die Glienicker Brücke war ein Austauschpunkt für Spione aus Ost und West.

1990 wurde Potsdam nach der Wiedervereinigung die Hauptstadt des Landes Brandenburg und weitere Teile der Kulturlandschaft Potsdams wurden zum UNESCO-Welterbe ernannt. 1993 wurde offiziell das eintausend jährige Bestehen der Stadt gefeiert.

Veranstaltungen und Kultur in Potsdam

Veranstaltungen

März/April: Theater Mogul präsentiert in der fabrik Potsdam „FLHIP FLHOP“

Museen

Potsdam-Museum – Kunst und Kultur der Stadt, wechselnde Ausstellungen, Benkertstraße 3, 14467 Potsdam

Naturkundemuseum Potsdam – Tier- und Pflanzenwelt Brandenburgs, Breite Straße 13, 14467 Potsdam

  • Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte – Dauerausstellung „Land und Leute – Geschichten aus Brandenburg-Preußen“ und wechselnde Ausstellungen, www.hbpg.de
  • Filmmuseum Potsdam – das älteste Filmmuseum Deutschlands mit der Dauerausstellung “Babelsberg – Gesichter einer Filmstadt“, www.filmmuseum-potsdam.de
  • Museum Alexandrowka – Geschichte der Siedlung, www.alexandrowka.de
  • Jan Bouman Haus – holländische Geschichte in Potsdam, www.jan-bouman-haus.de
  • S-Bahn Museum – Geschichte der Berliner S-Bahn, www.s-bahn-museum.de
  • Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam – ehemaliges Untersuchungsgefängnis der sowjetischen Spionageabwehr, www.gedenkstaette-leistikowstrasse.de

Potsdam©flickr/Ivo Schwalbe

Gastronomie in Potsdam

In Potsdam gibt es zahlreiche Restaurants, Cafés, Kneipen, Bars und Ausflugslokale. Das Siegel „Potsdamer Gastlichkeit“ ist hierbei eine Empfehlung für gute Qualität.

Öffentliche Verkehrsmittel in Potsdam

Eine Übersicht über spezielle Touristenangebote in den öffentlichen Verkehrsmitteln finden Sie hier: www.bvg.de/index.php/de/3786/name/Tarifuebersicht.html

Messetermine in Potsdam

Informationen zu den verschiedenen Messeterminen in Potsdam finden Sie hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Potsdam

Natürlich ist Berlin ein leicht erreichbares Ausflugsziel und nur den Gang über die Glienicker Brücke entfernt, aber Brandenburg hat noch mehr zu bieten. Brandenburg eignet sich gut für Ausflüge mit dem Fahrrad oder zu Pferde. Auch ist eine Fahrt mit einem Spreewaldkahn immer ein Erlebnis, bei dem man Reiher und Biber beobachten kann. Im Sommer kann man in einem von über 3.000 Seen baden.

Um die Kulturlandschaft Potsdam vom Wasser aus zu erkunden, sollten Sie Ausflugsfahrten auf der Havel und den zahlreichen Seen unternehmen. Auch bieten die Seen rund um Potsdam ideale Möglichkeiten für Wassersport.

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