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Bamberg

Die oberfränkische Stadt Bamberg in Bayern ist die Stadt mit dem größten unversehrt erhaltenen historischen Stadtkern in Deutschland und steht seit 1993 auf der Weltkulturerbeliste.


Sehenswürdigkeiten in Bamberg

Eines der Herzstücke Bambergs ist der viertürmige Kaiserdom St. Peter und Georg, gelegen auf einem der sieben Hügel der Stadt.

Bamberger Reiter © candyschwartz/flickr.com

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Domes sind das Papstgrab von Clemens II. und der Bamberger Reiter. Besonders der Bamberger Reiter gibt viel Raum für Spekulationen, da weder seine noch die Identität des Künstlers, der ihn geschaffen hat, geklärt ist.  Es wird aber angenommen, dass es sich um eine Statue des ungarischen Kaisers Stephan I. aus dem 11. Jahrhundert handelt. Den Grundstein für den Bau des Domes legte Kaiser Heinrich II. im  Jahre 1004. Das wunderschöne marmorne Grabmal Heinrichs und seiner Frau Kunigunde ist ein Meisterwerk Tilman Riemenschneiders aus den Jahren 1499 bis 1513. Schön sind auch der durch die „Schöne Pforte“ erreichbare romantische Innenhof und der Rosengarten.

Der Domberg mit der Babenburg war wohl die Keimzelle der mittelalterlichen Siedlung und ging, nach seiner ersten Nennung im Jahr 902, bald in königlichen und später kaiserlichen Besitz über. Kaiser Heinrich II. wählte sie als Standort für das Bistum, das er 1007 stiftete.

Die Neue Residenz gegenüber der alten Hofhaltung gelegen, war bis zur Aufhebung des Hochstifts im Jahre 1802 die Residenz der Fürstbischöfe. Sie verfügt über 40 Prunkräume.

Das Alte Rathaus von Bamberg steht auf einer Insel mitten in der Regnitz und bildet die Grenze zwischen  der bürgerlichen Inselstadt und den geistlichen Zentren auf den Höhen. Erreichbar ist das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert über zwei Brücken. Sehenswert sind der Ratssaal im Obergeschoss mit einer Stuckdecke aus dem Jahr 1745 und die größte Fayencen- und Porzellansammlung Deutschlands, die das Rathaus seit 1995 beherbergt.

Die Inselstadt bildete das bürgerliche Zentrum Bambergs und noch heute befindet sich hier das Geschäftszentrum.

Den Namen „Klein Venedig“ haben die alten Fischerhäuser an der Regnitz bekommen. Viele von ihnen haben Balkone an denen früher die Netze und Fischereigeräte zum Trocknen aufgehängt wurden. Natürlich haben die Häuser auch alle einen Boosanleger.

Das wohl berühmteste Bürgerhaus Bambergs ist das von Johann Ignaz Tobias Böttinger zwischen 1707 und 1713 in Auftrag gegebene Böttingerhaus. Der Baumeister des Hauses, das zahlreiche Baumängel aufwies ist nicht bekannt.

Auf dem Studentenplatz befindet sich die Botero Skulptur „Liegende Frau mit Frucht“.

Am größten Platz Bambergs, dem Maximiliansplatz, steht das zwischen 1732 und 1737 von Balthasar Neumann errichtete heutige Rathaus mit seiner barocken Front. Hier wird unter der Woche auch der Obst- und Gemüsemarkt abgehalten.

 

Altes Rathaus © Qole Pejorian/flickr.com

Geschichte Bambergs

  • 902 erstmalige Erwähnung des Castrum Babenberch
  • 1007 Gründung des Bistums durch Kaiser Heinrich II.
  • 1524/25 Bauernkrieg
  • Bamberg litt im Dreißigjährigen Krieg unter den schwedischen Truppen
  • Kulturelle Blüte unter den Fürstbischöfen Lother Franz (1693-1729) und Friedrich Carl von Schönborn (1729-1745)
  • 25./26. Mai 1854 Bamberger Konferenz
  • 1933 wurde die Macht in Bamberg an die Nationalsozialisten übergeben
  • Nach Ende des Krieges gehörte Bamberg zur Amerikanischen Besatzungszone

 

Museen in Bamberg

Interessante Museen in Bamberg sind das Historische Museum Bamberg in der Alten Hofhaltung am Dom, das die Kultur und Geschichte der Stadt dokumentiert, und die Sammlung Ludwig in Bamberg mit Straßburger Fayencen und Meißener Porzellan. Die Stadtgalerie Bamberg  – Villa Dessauer ist heute die Galerie für moderne Kunst.

Besonders für Bierliebhaber ist das Fränkische Brauereimuseum ein wahres Highlight und wirklich einen Besuch wert. Es befindet sich in den Räumen der ehemaligen Brauerei Michaelsberg und besteht seit 1979.

 

Veranstaltungen in Bamberg

Neben zahlreichen Veranstaltungen während des ganzen Jahres ist vor allem auch die jedes Jahr in der letzten Augustwoche stattfindende Sandkerwa erwähnenswert.

 

Bäder in Bamberg

Neben dem Hallenbad gibt es auch Freibäder am Stadion, im Stadtteil Gaustadt und das Hainbad am linken Regnitzarm.

 

Gastronomie in Bamberg

Klein Venedig © Karamellzucker/lickr.com

Mit fränkischen Spezialitäten wie dem Bamberger Hörnla oder je nach Saison Spargel, Karpfen oder Forelle können sich Besucher Bambergs verwöhnen lassen. Aber Bamberg ist mit tausendjähriger Braukultur vor allem auch eine Bierstadt. Die neun Brauereien der Stadt produzieren über 50 verschiedene Biere wie zum Beispiel das Bamberger Rauchbier, die in den Biergärten und Bierkellern der Stadt und auf der Bamberger Sandkerwa probiert werden können.

 

Öffentliche Verkehrsmittel in Bamberg

Besuchern Bambergs kann man die BAMBERGcard empfehlen. Die Card berechtigt zur Teilnahme an einer 2-stündigen Stadführung, Benutzung der Stadtbusse und Eintritt in zahlreiche Museen und Samlungen.

 

Ausflugsziele in der Nähe von Bamberg

Von Bamberg aus kommt man leicht nach Bayreuth, Kulmbach oder Hof. Auch in die Fränkische Schweiz, den Frankenwald und das Fichtelgebirge ist es nicht weit.

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200 Jahre Münchner Oktoberfest

In diesem Jahr feiert das Münchner Oktoberfest vom 18. September bis 4. Oktober 2010 seinen 200. Geburtstag.

Alles fing an im Jahre 1810, als Kronprinz Ludwig, der spätere König Ludwig I., Therese von Sachsen-Hilburghausen heiratete und für die Münchner Bürger auf der nach der Prinzessin benannten Theresienwiese eine großes Fest stattfand, dessen Abschluss ein Pferderennen bildete.

Oktoberfest München © flickr-digital cat 

Im darauffolgenden Jahr wurde das Pferderennen wiederholt und so die Tradition des Oktoberfestes begründet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Oktoberfest dann in den September vorverlegt.
In seiner 200-jährigen Geschichte fiel das Oktoberfest 24 Mal wegen Epidemien oder Kriegen aus, so dass in diesem Jahr das 177. Oktoberfest stattfindet.

Jedes Jahr beginnt das Oktoberfest am ersten Tag mit dem festlichen Einzug der Wiesenwirte. Sehenswert sind vor allem die festlich geschmückten und von Pferden gezogenen Brauereiwagen.

Anlässlich des Jubiläums gibt es in diesem Jahr schon am 17. September einen historischen Festzug, der an die Hochzeit von 1810 erinnern soll. Dieser Zug wiederholt sich bis zum 4. Oktober zweimal täglich um 11 Uhr und um 16 Uhr. Außerdem finden auf dem großen Ring, der Pferderennbahn des historischen Oktoberfestes täglich Galopprennen, Tierschauen und historische Geräteausstallungen der Landwirtschaft statt. In einem Museumszelt können die Besucher neben einem Wohnwagen aus dem Jahr 1905 auch noch viele andere interessante Ausstellungsstücke anschauen. Historische Fahrgeschäfte, die erst ab 1850 das Oktoberfest bereicherten gibt es in diesem Jahr auf der historischen Wiesn.

Und auch das Bier wird in diesem Jahr etwas besonderes sein. Die Braumeister der Münchner Brauereien, die normalerweise jedes Jahr ihr jeweils eigenes Bier brauen, brauen in diesem Jahr gemeinsam ein spezielles historisches Wiesenbier, das sich an dem Rezept aus dem frühen 19. Jahrhundert orientiert. Farbe und Alkoholgehalt stimmen so ziemlich mit dem damaligen Bier überein, allerdings wurde der Geschmack der heutigen Zeit angepasst.

Wie jedes Jahr werden wohl auch in diesem Jahr wieder rund 6 Millionen Besucher auf dem größten Volksfest der Welt fast 7 Hektoliter Bier trinken und Hendl, Haxn, Wüstl, Brezen und mehr verspeisen und sich auf den zahlreichen Fahrgeschäften vergnügen.

Seien Sie doch in München dabei, wenn es wieder heißt: O’zapft is‘!

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Nürnberg

Nürnberg, die Stadt in Mittelfranken, ist die zweitgrößte Stadt in Bayern und hat mehr als 500.000 Einwohner.


Sehenswürdigkeiten in Nürnberg

Das Wahrzeichen der Stadt Nürnberg ist die Burg. Die Nürnberger Burg besteht aus der Kaiserburg und der Burggrafenburg und wurde unter Konrad III. und Friedrich Barbarossa gebaut. Sie liegt auf einem Sandsteinrücken oberhalb der Altstadt und man hat von oben einen herrlichen Blick auf die Altstadt und das Handwerkervierte. Für den Fall einer Belagerung wurde die Wasserversorgung durch zwei Brunnen gesichert. Einer der ältesten noch erhaltenen Teile der Burg ist die Kaiserkapelle. Die Doppelkapelle wurde im romanischen Baustil um 1200 errichtet.

Nürnberg © flickr/rs-foto

Der reiche Bürger Konrad Groß stiftete das Heilig-Geist-Spital das zwischen 1332 und 1339 zum Teil über der Pegnitz erbaut wurde. In der Zeit Nürnbergs als Reichsstadt war es die größte städtische Einrichtung zur Versorgung Kranker und Alter. Zwischen 1424 und 1796 wurden hier auch die Reichsleinodien aufbewahrt. Die Allerheiligenkapelle wurde im Jahr 1420 angebaut.

Die Frauenkirche wurde nach den Judenprogromen ab 1349 an Stelle der früheren Synagoge errichtet. Sie ist heute eine der bedeutendsten Kirchen Nürnbergs und steht an der Ostseite des Hauptmarktes. Im Inneren der Frauenkirche sind noch zahlreiche Kunstwerke aus dem Mittelalter zu sehen, darunter auch der Tucheraltar, der um 1440/1450 entstand. Am Westgiebel ist das sogenannte Männleinlaufen zu sehen, das 1356 von Kaiser Karl zur Erinnerung an die Goldene Bulle gestiftet wurde. Die Kurfürsten und Kaiser sollten über dem Hauptportal in einem kunstvollen Uhrwerk dargestellt werden. Die Uhr dazu wurde von 1506-1509 angefertigt. Der Schlossermeister Jörg Heuss fertigte das Uhrwerk und  Sebastian Lindenast der Ältere die kupfergetriebenen Figuren.
Mittags um 12 Uhr ist das Männleinlaufen zu sehen, heutzutage allerdings mit hölzernen Ersatzfiguren.

Zwischen 1389 und 1396 wurde der Schöne Brunnen in Nürnberg errichtet, der anhand von 40 Personenskulpturen die Institutionen der damaligen Zeit hierarchisch darstellt. Der Brunnen am Rande des Hauptmarktes hat die Form einer gotischen Kirchturmspitze und ist 19 Meter hoch. An zwei der acht Gitter sind drehbare Ringe angebracht, von denen der aus Messing, wenn man ihn dreht, Glück bringen soll.

Mit dem Bau der St. Lorenz Kirche wurde um 1250 begonnen, der spätgotische Hallenchor 1477 vollendet. Sie ist seit der Reformation neben der Sebalduskirche eine der beiden großen evangelischen Stadtkirchen in Nürnberg. Mit 16 läutbaren Glocken ist das Geläut der Lorenzkirche das zweitumfangreichste einer evangelischen Kirche in Deutschland.

Die Kirche St. Sebald liegt auf dem Weg zur Burg etwas oberhalb des Hauptmarktes. Sie ist die ältere der beiden großen Stadtpfarrkirchen Nürnbergs und  wurde zwischen 1225/30 und 1273 als doppelchörige Pfeilerbasilika errichtet. Das Inventar aus vorreformatorischer Zeit ist äußerst wertvoll. Es handelt sich hierbei zumeist um Stiftungen Nürnberger Ratsfamilien, da sich die Sebalduskirche seit dem 14. Jahrhundert als Ratskirche etabliert hatte. Und auch die Außenfassade mit ihren bemerkenswerten Steinfiguren kann sich sehen lassen.

Eine weitere Touristenattraktion ist das Nürnberger Rathaus. Von Westen her ist noch immer der imposante Renaissancebau des Architekten Jakob Wolff des Jüngeren zu erkennen. Das Rathaus wurde zu großen Teilen nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Der an der Südseite integrierte Saalbau wurde von Albrecht Dürer erneuert. Besonders interessant für Touristen sind die Lochgefängnisse im Kellergeschoss. Errichtet wurde das Rathaus zwischen 1616 und 1622.

Die größte barocke Brunnenanlage nördlich der Alpen ist der von 1660 bis 1668 gebaute Neptunbrunnen. Das Original steht im Schloss Peterhof in Russland und der Zweitguss befindet sich heute im Stadtpark.

Der Gänsemännchenbrunnen gegenüber dem Rathaus zeigt eine volkstümliche Bronzefigur des Gänsemännchens und wurde wahrscheinlich um 1550 im städtischen Auftrag geschaffen. Entworfen wurde er wahrscheinlich vom Bildschnitzer Hans Peisser, gegossen von Pankraz Labenwolf.

Das Ehekarussell vor dem Weißen Turm in Nürnberg stammt aus dem Jahr 1984 und wurde von Jürgen Weber gestaltet. Bezug für die Darstellung der Brunnenfiguren war das Gedicht „Das bittersüße eheliche Leben“ von Hans Sachs. Wegen der drastischen Darstellungen und der hohen Kosten löste seine Aufstellung allgemein heftige Kontroversen aus.

Eine Sehenswürdigkeit mit besonderem Flair ist der Nürnberger Handwerkerhof gegenüber dem Hauptbahnhof. Hier können Besucher traditionelle Handwerkskunst und fränkische Gastlichkeit vor historischer Kulisse erleben. In den kleinen Gässchen gibt es Werkstätten und Läden in denen die Handwerker ihr Können zeigen. Neben Nürnberger Bratwürsten und anderen Spezialitäten gibt es auch frisches Nürnberger Bier oder Frankenwein.

 

Geschichte Nürnbergs

  • Es ist nicht sicher, wann Nürnberg gegründet wurde, es könnte zwischen 1000 und 1040 gewesen sein.
  • 1219 wurde Nürnberg mit dem Großen Freiheitsbrief Kaiser Friedrichs II. zur Freien Reichsstadt
  • 1356 erließ Karl IV. die Goldene Bulle
  • 1423 Übergabe der Reichskleinodien an die Stadt durch Kaiser Sigismund
  • Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Nürnberg durch anhaltende Stellungskriege dauerhaft wirtschaftlich geschwächt.
  • 1806 übernahm das Königreich Bayern die hohen Schulden Nürnbergs und die bisher in der Stadt nur geduldeten Katholiken wurden den Protestanten gleichgestellt.
  • 1835 fuhr die erste Eisenbahn Deutschlands von Nürnberg nach Fürth
  • Zwar fand bereits in den 1920er Jahren der erste Reichsparteitag der Nationalsozialisten in Nürnberg statt, die Partei selber konnte aber bei Wahlen in der Stadt nie gewinnen. Allerdings war Nürnberg während der Zeit des Nationalsozialismus die „Stadt der Reichsparteitage“ und somit wichtiger Ort nationalsozialistischer Propaganda.
  • 1945 Nürnberger Prozesse im Justizpalast
  • 1950 erste Nürnberger Spielwarenmesse
  • 1967 Baubeginn der U-Bahn

 

Dürer Haus © flickr/rs-foto

Veranstaltungen und Kultur in Nürnberg

Museen

Das Albrecht-Dürer-Haus ist die Wohn- und Arbeitsstätte des Künstlers Albrecht Dürer (1471-1528). In der Maler- und Druckwerkstatt aus der Dürer-Zeit werden den Besuchern künstlerische Techniken vorgeführt.

1899 wurde das königlich-bayerische Eisenbahnmuseum eröffnet und heute ist das DB Museum das älteste Eisenbahnmuseum Deutschlands. Es bildet heute, zusammen mit dem Museum für Kommunikation, als Firmenmuseum der Deutschen Bahn AG das Verkehrsmuseum Nürnberg mit etwa 40 historischen Schienenfahrzeugen  und Sonderveranstaltungen.

Das 2001 eröffnete Dokumentationszentrum auf dem Reichsparteitagsgelände befindet sich im Nordflügel der nicht fertig gestellten Kongresshalle. Die Dauerausstellung „Faszination und Gewalt“ befasst sich auf 1.300 Quadratmetern mit den Zusammenhängen und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Die Felsenkelleranlage der historischen Felsengänge unter der Burg diente schon seit 1380 zur Herstellung und Lagerung von Bier. Die Gänge dagegen der Gewinnung  und Weiterleitung von Wasser.

Seit 1852 besteht das Germanische Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg. Freiherr von und zu Aufseß wollte damals Zeugnisse deutscher Kultur und Geschichte sammeln und ausstellen.  Heute umfasst der Bestand des Museums mehr als 1,2 Millionen Objekte.

In jeder Stadt stand der Henker am Rande der Gesellschaft. Bis 1806 wohnten die Nürnberger Henker fast 400 Jahre lang in einem umgebauten Wehrgang direkt über der Pegnitz. In diesen historischen Räumen können Besucher nun in einer Ausstellung viel über das Amt des Henkers lernen.

Im Kunstbunker wurden schon kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges die wertvollsten beweglichen Kunstschätze Nürnbergs versteckt. 24 Meter Fels schützten die Kunstwerke vor Bomben. Die Originalbauten können heute besichtigt werden.

Im Spielzeugmuseum der Stadt Nürnberg können Besucher auf vier Stockwerken historisches Spielzeug von der Antike bis zur Gegenwart bestaunen. Ein Highlight für die ganze Familie.

 

Veranstaltungen

Im September findet jedes Jahr das Altstadtfest in Nürnberg statt. 800 Akteure bieten in rund 60 Veranstaltungen Unterhaltung. Es gibt Folklore, die Hans-Sachs-Spiele, das Fischerstechen und Jazz-Konzerte.
Gleichzeitig mit dem Altstadtfest beginnt auch der Herbstmarkt auf dem Hauptmarkt. Hier gibt es neben Haushaltswaren auch kulinarische Spezialitäten.

Am 10. Und 11. September 2010 findet rund um den Hauptmarkt der „Trempelmarkt“, Deutschlands größter Flohmarkt, statt.

Das Internationale Radrennen „Rund um die Altstadt“ findet am 12. September 2010 statt.

Absolutes Highlight und auf der ganzen Welt bekannt ist der Christkindlesmarkt in Nürnberg. Er wird jedes Jahr am Freitag vor dem ersten Advent feierlich eröffnet.

 

Zoo und Bäder

Spätestens durch die Handaufzucht von Eisbärin Flocke ist der Nürnberger Tiergarten bekannt geworden. Er ist Teil des ehemaligen Reichswalds in dessen Zentrum sich Nürnberg entwickelte. Die Felslandschaft ehemaliger Steinbrüche und der Mischwaldbestand des alten Waldes prägen den Tiergarten in dem viele Tiere vor dieser beeindruckenden Kulisse zu sehen sind. Auch ein Delphinarium gibt es im Nürnberger Tiergarten.

In Nürnberg gibt es einige Hallen- und Freibäder. Mehr dazu auf www.nuernbergbad.de.

 

Gänsemännchenbrunnen © Julia Höfer-von Seelen

Gastronomie in Nürnberg

Um zwei Dinge kommt man in Nürnberg nicht herum, die Bratwürste und die Lebkuchen. Beide sind nicht nur lecker sondern auch auf der ganzen Welt bekannt. Zum beliebten Fastfood bei Touristen zählen „Drei im Weggla“ (drei der fingergroßen Bratwürste im Brötchen). Beliebt sind auch die Bratwurstküchen in denen die original Nürnberger auf dem Holzkohlegrill zubereitet werden. Aber natürlich gibt es auch Sterneküche und internationale Speisen in der Stadt.

 

Öffentliche Verkehrsmittel in Nürnberg

Zu empfehlen für Besucher der Stadt Nürnberg ist die Nürnberg Card. Mit ihr hat man nicht nur freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch freien Eintritt in zahlreichen Museen und Vergünstigungen bei Stadtführungen.

 

Messetermine in Nürnberg

Bekannt ist die Spielwarenmesse in Nürnberg, die jedes Jahr Anfang Februar in Nürnberg stattfindet.
Mehr Informationen zu weiteren Messen finden Sie hier.

 

Ausflugsziele in der Nähe von Nürnberg

Von Nürnberg aus kann man so einiges unternehmen, man kann zum Surfen ins Fränkische Seenland oder zum Klettern, Kanu-und Kajakfahren  und Fliegenfischen in die Fränkische Schweiz, der Gegend mit der höchsten Dichte an privaten Brauereien. Wer in der Stadt bleiben möchte, den locken Parks und Grünanlagen zum entspannen. Oder wie wäre es mit einem Besuch im Hochseilgarten, dem Pfütze Garten?

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Augsburg

Sehenswürdigkeiten Augsburgs

Imposant ist natürlich der Augsburger Dom; eigentlich die Hohe Domkirche Unserer Lieben Frau zu Augsburg. 823 ist die Domgeschichte bereits urkundlich erwähnt worden. Der Dom ist 113 Meter lang, 40 Meter breit und seine Türme stolze 62 Meter hoch. Im Inneren sind vor allem die romanischen und gotischen Fresken sehenswert; auch die Gewölbemalereien sind prächtig. Die ältesten  Glasmalereien Deutschlands (ca. Mitte 12. Jhd.) sind als Prophetenfenster etwas ganz besonderes. Auch die massive Bronzetüre (ca. 14.Jhd.) mit den 35 Relieftafeln mit Szenen aus dem Alten Testament ist beeindruckend.

Augsburger Dom © flickr/albany_tim

Der Perlachturm erfreut sich großer Beliebtheit bei Alt und Jung: “kleine”  Augsburger fiebern immer dem 29. September entgegen. Da findet das Turmmichelfest statt. Zu jeder vollen Stunde kommt aus dem Türchen des Perlachturmes die mechanische bewegte Figur des Hl. Michaels hervor und besiegt mit dem Speer den Teufel.
Der Turm ist zu besteigen.

Besucht haben muss man unbedingt die Fuggerei. Die älteste Sozialsiedung der Welt. Jakob Fugger der Reiche gründete dieses Projekt mit seinen Brüdern im Jahre 1521 für schuldlos in Not geratene katholische Bürger Augsburgs. 67 Häuser mit 140 Wohnungen, einer Kirche und einem Brunnen bilden die Fuggerei.
Auch heute noch ist die Miete symbolisch; der rheinische Gulden wurde umgerechtet auf 0,88€ Jahresmiete. Es besteht allerdings die Verpflichtung für ein tägliches Gebet zugunsten der Stifter.
Gegen geringes Entgelt ist die Fuggerei zu besichtigen; dies schließt auch eine Musterwohnung und ein kleineres Museum mit ein.

Der Augustusbrunnen, der Merkurbrunnen und der Herkulesbrunnen sind die bekanntesten von Augsburg und sehr geschichtsträchtig. Z. B. der Augustusbrunnen; dieser wurde 1594 errichtet. Es werden die vier Flüsse der Stadt dargestellt: Lech, Wertach, Singold und der Brunnenbach.

Augsburgs Glaspalast ist ein fünfstöckiges Spinnereihochhaus. 1910 als Baumwollspinnerei und Weberei errichtet, ist es nach der Stilllegung 1988 ein Industriedenkmal und schön renoviert worden. Heute ist ein Zentrum für Gegenwartskunst dort untergebracht (Teilausstellung der städtischen Kunstsammlung) sowie das private Museum mit Galerie des Augsburgers Ignaz Walter. Er ist Bauunternehmer und Kunstsammler.

1898 wurde “Auf dem Rain 10″  Bertolt Brecht geboren. 1990 wurde das Geburtshaus als Gedenkstätte neu gestalten. Dort wird das Leben und Schaffen von Brecht eindrucksvoll vermittelt.

1719 wurde Leopold Mozart, der Vater von Wolfgang Amadeus Mozart,  in der Frauentorstraße in Augsburg geboren. Bereits seit 1635 war das Haus in Besitz der Familie Mozart. Nach Wien und Salzburg war dies eine wichtige Station im Leben von W.A. Mozart. Als einzige deutsche Mozartstadt wird ihm natürlich gedacht, z. B. mit dem jährlich stattfindenden Mozartfest.

Geschichte Augsburgs

  • um 15 v. Chr. errichten Drusus und Tiberius ein römisches Militärlager
  • 1156 Augsburger Stadtrecht
  • 1316 Reichsfreiheit für Augsburg
  • 1368 Zunftrevolution in Augsburg
  • 1521 Stiftung der Fuggerei
  • 1530 Augsburger Bekenntnis “Confessio Augustana”
  • 1555 Augsburger Religionsfrieden
  • 1632 Eroberung Augsburgs durch König Gustav Adolf von Schweden
  • 1650 erstmaliges stattfinden des Augsburger Friedensfestes
  • 1770 die erste Kattunmanufaktur wird von J.H. Schüle errichtet
  • um 1816 Augsburger Börse
  • 1840 erste Zugverbindung zwischen Augsburg und München
  • 1929 die Freilichtbühne am Roten Tor wird errichtet
  • 1970 Gründung der Universität Augsburg
  • 1985 2000 Jahr Feier
  • 1998 die US-Garnison zieht ab
  • 2006 250. Geburtstag von W.A. Mozart wird groß gefeiert

Augsburg Perlachturm© flickr/Alaskan Dude

Zoo, Thermen und Co in Augsburg

Der Augsburger Zoo ist klein, aber fein. Rund 2000 Arten von Kolibri bis Elefant werden artgerecht gehalten. Streichelzoo, die Mini-Dampfbahn und sogar Elefantenreiten wird geboten. Die Robbenfütterungen sind sehr beliebt. Auch gibt es Nachtführungen.

Der Botanische Garten ist für Groß und Klein gleichermaßen geeignet. Die Attraktionen schlechthin sind natürlich der Japanische Garten, der Apothekergarten sowie der Rosengarten. Auch exotische Pflanzen gibt es in großer Auswahl. Locker dazwischen verteilt sind die Spielwiese, ein Kinderspielplatz und ein Biergarten.

Ganz toll ist auch der Augsburger Stadtwald; dort kann man nicht nur viel über den Wald lernen, sondern es gibt dort auch noch den Märchenpfad. Im Waldpavillon kann gegen Voranmeldung Führungen und Seminare zu den verschiedensten Themen für Jung und Alt gebucht werden. Z.B. Fledermäuse im Stadtwald, Besuch bei den Siebenbrunner Bibern, Vogelnistkastenbau…

Es gibt mehrere Frei- und Hallenbäder in Augsburg. Näheres unter www.augsburg.de

Gastronomie

Verhungern muss keiner in Augsburg. Überall gibt es Brauhäuser mit bayrischer Küche, auch viele italienische Lokale. Indisch und asiatisch wird man oft finden; beliebt ist der Mexicaner Joe Pena’s.
Einheimisch genießen kann man am besten mit Spätzlen in allen Varianten. Pur als Kasspatz’n oder auch mit Pilzsoße oder auch gleich als Spinatspätzle. Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt diese Delikatesse zu verfeinern und aufzupeppen.

Öffentlicher Nahverkehr in Augsburg

Der öffentliche Nahverkehr beinhaltet nicht nur das Übliche, sondern auch Nachtbusse und Sammeltaxen, auch für die naheliegenden Orte wie Inningen und Göggingen. Es gibt natürlich auch Tageskarten und Kinder fahren umsonst bis zum vollendeten 6. Lebensjahr in Begleitung eines Erwachsenen.
Park und Ride Stellplätze runden das Angebot der Stadtwerke Augsburg ab.

Museum

Im Maximiliansmuseum gibt es viele Exponate zur Augsburger Geschichte zu sehen. Untergebracht in zwei großbürgerlichen Häusern des 15. und 16.Jhd. werden Skulpturen, Objekte und Zeugnisse der Stadt Augsburg gezeigt. Auch das Augsburger Gold- und Silberschmiedegewerbe wird in einer großen Sammlung gezeigt.

Fuggerei © flickr/Allie_Caulfield

Die ehemalige Dominikanerkirche der Klosters St. Magdalena beherbergt jetzt das Römische Museum. Denkmäler und  Fundstücke von vorgeschichtlicher bis mittelalterlicher Epoche gibt es zu bestaunen. Auch die christlichen Aspekte kommen nicht zu kurz.

Sehr lebendig und interessant ist das Schwäbische Handwerkermuseum. Im Brunnenmeisterhaus werden 40 Handwerksberufe und deren Entwicklung gezeigt; auch die Wirkung auf Augsburgs Wohlstand wird erklärt.

Die Synagoge und das Jüdische Museum sollte man auf jeden Fall besuchen. Sehr informativ ist die Führung durch die Synagoge und man muss keine Scheu haben, Fragen zu stellen. Auch das Museum ist lehrreich. 1913 wurden die Architekten Lömpel und Landauer beauftragt für die stark gewachsene jüdische Gemeinde Augsburgs eine Synagoge zu errichten. 1917 wurde diese im Jugendstil eingeweiht. In der Reichsprogromnacht wurde die Synagoge schwer beschädigt. Lange wurde restauriert und 1985 wurde sie wieder eingeweiht. Zeitgleich wurde auch das Jüdische Museum eröffnet.

Messe und Veranstaltungen

Beliebt ist der Augsburger Stadtmarkt. Nähere Infos hier.
Das Volksfest Plärrer und die Dult finden zweimal im Jahr statt.

Auch der Christkindlmarkt ist sehr beliebt, da seine Lage auf einem Platz im historischen Stadtkern recht romantisch ist.

  • seit dem 21.05.10 bis 10.10.10:
  • Bayerische Landesausstellung “Künstlerisch auf Welsch und Deutsch”/Kunstaustausch zwischen Bayern und Italien im 15. und 16. Jhd.
  • ab 13.06.10 Reptilienbörse – Schwabenbörse Augsburg
  • ab 19.06.10 Rohvolution 2010; eine Messe für Rohkost
  • ab 08.09.10 Americana, die Messe für Reitsport und Westernkultur.

Ausflugsziele in der Nähe von Augsburg

Nach München ist es nicht weit und auch zum Ammersee und Starnberger See nicht.

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München

Sehenswürdigkeiten Münchens

Es gibt viel zu sehen in München, deshalb kann das hier nur eine kleine Auswahl sein.

Als Aussichtspunkt von großer Höhe kann man den Alten Peter, die Frauenkirche und den Olympiaturm nennen.

Der Alte Peter ist gleich am berühmten Viktualienmarkt zu finden. Es handelt sich auch um die älteste Pfarrkirche Münchens. Und 306 steile Stufen bringen einen zu einem Balkon, der rund um den Turm führt. Oft kann man bis in die Alpen blicken; bei Föhn sind die Alpen zum Greifen nah.

München©flickr/sanfamedia.com

Auch die Frauenkirche ist ein beliebter Aufstiegspunkt. Die 99 Meter hohen Zwiebeltürme sind das Wahrzeichen Münchens und von fast allen Einfallsstraßen nach München zu sehen. Bereits 1468 gebaut, strahlt sie immer noch eine unverrückbare Schönheit aus. Die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden in mehreren Bauabschnitten wieder wettgemacht. Es ist nur der Südturm zu besteigen und zwar von 1.April bis 31.Oktober, von Mo-Sa.
Bekannt ist auch der sagenumwobene Teufelsritt im Innenraum unter dem Chor.

Der Olympiaturm erfreut sich seit Jahrzehnten an Besucherströmen. Schon die Aufzugfahrt ist ein Erlebnis mit sage und schreibe sieben Metern pro Sekunde. Die Aussichtsplattformen (einmal hinter Glas, etwas höher eine offene) befinden sich auf 190 Meter; der Olympiaturm selbst ist 291,28 Meter hoch. Der Turm ist von Mo – So geöffnet.
Sehenswert ist auch das Rockmuseum auf etwa 200 m. Viele Sammlerstücke aus der Welt des Pop und Rock sind zu sehen.

Der Anziehungspunkt Marienplatz mit dem Neuen und Alten Rathaus ist auch für Münchener ein toller Platz zum Tummeln. Eigens aufgestellte Stühle lassen den Platz auch ohne Café oder Restaurantbesuch genießen.
Täglich um 11h und 12h sowie von März bis Oktober um 17.00 Uhr  kann man das weltberühmte zweistöckige Glockenspiel des Neuen Rathauses erleben.

Im Alten Rathaus ist ein tolles Spielzeugmuseum untergebracht. Von Teddy zu Puppen, von Zinn bis Holz. Alles was die kleinen Herzen über Jahrzehnte begehrte, findet sich anschaulich in Vitrinen auf verschiedenen Stockwerken im Turm des Alten Rathauses.

Der heutige Marienplatz war in den ersten Jahrhunderten nach der Gründung Münchens 1158 ein Marktplatz. Heute zeugt nur noch der Fischbrunnen davon. 1638 wurde die Mariensäule errichtet. Als Dank für die Schonung der Stadt während des Dreißigjährigen Krieges. Sie ist auch der Referenzpunkt der Landesvermessung des topologischen Mittelpunktes Bayern.
Der Prachtbau der katholischen Hof-und Stiftskirche St. Kajetan (1688 im Rokokostil von Enrico Zuccali erbaut) am Odeonsplatz ist im Volksmund als Theatinerkirche bekannt. Sie ist gleich neben der geschichtsträchtigen Feldherrnhalle zu finden, deren steinerne Löwen ein echter Hingucker und begehrtes Fotomotiv sind.

Das Nationaltheater am Max-Joseph-Platz ist das Zuhause von der Bayerischen Staatsoper und dem Bayerischen Nationalballett. Ein imposantes Gebäude nicht nur von außen. Wer auch das Innere kennenlernen will, kann sein Glück an der Abendkasse versuchen.

Am Karlsplatz / Stachus kann man wundervoll an den Fontänen auf Steinen sitzen und bei guten Wetter schon fast mediterran entspannen, bevor man durch das Karlstor schreitet und die Neuhauser und Kaufinger Straße begeht. Dort finden sich unzählige Geschäfte wie auch andere Sehenswürdigkeiten wie die St. Michaelkirche, die Ludwigskriche, das Jagd- und Fischereimuseum und denkmalgeschützte Häuser mit vielfältigen Fassaden.

Die Sendliger Straße, die vom Sendlinger Tor zum Marienplatz führt, ist eine weitere Einkaufsstraße, in der man aber unbedingt einen Abstecher in die Asamkirche machen sollte. Es ist wirklich ein einzigartiges Meisterwerk barocker Kunst. Der üppige Innenraum ist wirklich ein Erlebnis für die Sinne. Von 1733 – 1746 von den Gebrüdern Asam errichtet und als Asamkirche ein Begriff, so heißt sie doch eigentlich St. Johann Nepomuk.

Auch wenn es viele Doppeldeckerbusfahrten gibt in München gibt wie auch in anderen Städten, um die Sehenswürdigkeiten zu genießen, sollte man in München doch die Gelegenheit wahrnehmen, um diese Tour mit der “Tram” Straßenbahn zu machen. Auch sind Radtouren im Angebot.
Näheres dazu bei Spurwechsel 089 692 46 99

Die Allianzarena, die Bavaria Filmstadt und natürlich auch Schloss Nymphenburg laden ein, jeweils einen ganzen Tag zu verweilen.

Die Allianzarena ist das Zuhause vom FC Bayern und dem TSV 1860 München. Die ersten Spiele fanden 2005 statt, für die WM 2006 war die Arena Gastgeber für das Halbfinale Frankreich-Portugal.
Führungen finden täglich an spielfreien Tagen statt.

Die Bavaria Filmstadt ist ein Familienausflug. Originaldrehorte von “Marienhof”, “Sturm der Liebe” wie auch New Yorker Häuserzeilen sind hier zu finden. Auch das 4-D Kino hat’s in sich mit beweglichen Stühlen und Windböen. Immer noch beliebt ist Furchur, der Drache aus “Die unendliche Geschichte”.

Schloss Nymphenburg bietet allerlei. 1664 erbaut von Kurfürst Ferdinand Maria zum Dank an seine Frau für die Geburt des Thronfolgers Max Emanuel. Das Schloss selbst, den Marstallmuseum, Kutschenausstellung, die Porzellanmanufaktur und natürlich der weitläufige Park mit Kanal sind nur ein Teil der Sehenswürdigkeiten auf dem Gelände.
Die Badenburg ist sehr sehenswert. Ist sie doch das erste beheizbare Hallenbad. Das große Becken ist mit holländischen Fliesen ausgelegt. Nymphen und Najaden zieren die Decken.

Geschichte Münchens

1158 wird die Stadt erstmals genannt. 100 Jahre später wird aus dem Markt die Residenz von erst zwei, dann vier Teilherzogtümern.
1468 Bau der Frauenkirche.
1506 wird München die Hauptstadt des Herzogtums Bayern.
1558 wird die heutige Bayerische Staatsbibliothek/Ludwigsstraße als Hofbibliothek gegründet.

Stachus©Julia Höfer-von Seelen

1601 werden die Kapuziner nach München berufen. Es folgt eine Welle der Klostergründungen, die bis 1754 anhält.
1618 – 1648 schmerzhafte Einschnitte für die Entwicklung der Stadt München während des Dreißigjährigen Krieges.
1638 Während des Krieges wird auf Wunsch von Kurfürst Maximilian die Mariensäule errichtet und löst damit ein Gelübde von 1632 ein. Seine beiden Hauptstädte München und Landshut wurden vor Ruin und Zerstörung geschont. Zu Füßen der Statue werden die vier Plagen gezeigt: Hunger (Drache), Krieg (Löwe), Pest (Basilisk) und Ketzerei (Schlange)
1664 Baubeginn von Schloss Nymphenburg

1702 Erstmalige Berichte über den sog. Schäfflertanz, der immer noch alle sieben Jahre während der Faschingszeit aufgeführt wird.
1705 Bauernaufstände gegen die Österreicher; blutige Schlacht an den Weihnachtsfeiertagen (sog. Sendlinger Mordweihnacht)
1742 -  1744 Besetzung Münchens durch die Österreicher
1753 Gründung der Nymphenburger Porzellanmanufaktur
1789 Anlage des Englischen Garten wird begonnen

1806 ist München königliche Haupt- und Residenzstadt von Bayern, das die Größe des heutigen Gebietes ist.
1810 Hochzeit des Kronprinzen Ludwig mit Therese, später als jährliche Wiederholung als Oktoberfest heute weltberühmt.
1817 Konkordat von Bayern mit dem Heiligen Stuhl in Rom, dass der seit 1803 leere Bischofssitz von Freising nach München verlegt wird und das Bistum zum Erzbistum aufsteigt. Und somit wurde die Münchener Frauenkirche zur erzbischöflichen Kathedrale/Dom.

1818 Bayern ist Königreich und erhält die erste konstitutionelle Verfassung. Zeitgleich erscheint ein Edikt über das Staatsbürgerrecht (aktiv bis 1871) und über die Freiheit von Presse und dem Buchhandel.
1827 wird der Grundstein für die erste evangelische Kirche Münchens gelegt: Matthäuskirche/Sonnenstraße; heute am Sendlinger Tor Platz der Nachfolger.
1839 München hat die Bahn. Erste Strecken gehen nach Augsburg und Lochhausen.
1850 Enthüllung der Bavaria.
1854 wird München Messestadt.

1860 Der TSV 1860 München wurde gegründet.
1882 erste Stromübertragung der Welt!! Von Miesbach nach München durch Oskar von Miller.

1899 die weltweit ersten Führerscheine werden nach einer amtlichen Prüfung ausgegeben, auch gibt es die Ausgabe der ersten Zulassungsnummern der Welt.

1900 wurde der FC Bayern-München gegründet.
1906 Gründung des Deutschen Museums
1911 Eröffnung des Tierparks Hellabrunn
1918 Sturz der Monarchie durch Kurt Eisner; Bayern wird Republik, dann Freistaat Bayern genannt.

1919 bis 1945  die wenig ruhmreiche Geschichte des Zweiten Weltkrieges findet aktiv in München statt.
NSDAP-Gründung, Massenversammlungen unter A. Hitler, antisemitische Gruppierungen entstehen, der Marsch zur Feldherrenhalle, Progromnacht mit Verwüstungen. Ab 1940 erste Luftangriffe auf München (insg. 73)
1941 erste Deportationen von Juden.
1942/43 Flugblatt-Aktionen der Studenten und Dozenten der Ludwig-Maximilians-Uni, bekannt als Weiße Rose gegen den Nationalsozialismus. Nur ein paar Tage nach ihrer Verhaftung werden Hans uns Sophie Scholl, Christoph Probst, Willi Graf, Alexander Schmorell und Prof. Huber zum Tode verurteilt und hingerichtet.
1945 Einmarsch der Amerikaner.
1947 Wiedereröffnung der Synagoge an der Reichenbachstraße

1957 München knackt die 1 Millionen Einwohnerzahl.

1972 Die Einkaufsstraße Neuhauser- und Kaufingerstaße wird eröffnet. Die ersten U- und S-Bahnen fahren und die Olympischen Sommerspiele finden statt. Freud und Leid liegen ganz nah beisammen: Ein Attentat nimmt elf israelischen Sportlern das Leben und ein deutscher Polizist stirbt im Dienst. Der Schusswechsel tötet auch fünf Palästinenser.
Der jetzige König Carl Gustav von Schweden lernt seine Sylvia kennen, die heute beliebte Königin Sylvia von Schweden.
1974 das nächste große Sportereignis: Eröffnungsspiel und Finale der Fußballweltmeisterschaft.

1980  ein Bombenanschlag auf das Oktoberfest kostet 13 Menschen das Leben, 218 werden verletzt.

1992 erfolgreicher Umzug des Flughafen von Riem nach Erding.
1996 das erster Bürgerbegehren wird ein Volltreffer: drei Tunnels sollen gebaut werden und 10 bis 14 Jahre später zeigt sich der Erfolg.
1998 Eröffnung der Messe Riem auf dem alten Flughafengelände

2004 wieder ein Bürgerbegehren mit Folgen: keine Hochhäuser für München, die höher als 99 Meter sind.
2005 Eröffnung der Allianz Arena
2006 Das Eröffnungsspiel der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft findet in der Allianz Arena statt.
Papst Benedikt XVI kommt nach München.
2008 Das Aus für den Transrapid ist da.

Zoo, Therme und Bäder

Der Tierpark Hellabrunn ist wunderbar an den Isarauen gelegen. 1911 als erster Geo-Zoo gegründet, entwickelt er sich beständig weiter. Viele Tierarten lassen sich ohne Gitter und Zaun bestaunen.
Führungen werden angeboten, feste Fütterungszeiten bei vielen Tieren und auch ein Rendezvous mit der Lieblingstier ist möglich. Näheres dazu auf der Homepage des Tierparks Hellabrunn.
Im Moment ist Jamuna Toni das Lieblingskind des Tierparkes. Das kleine Elefantchen wurde kurz vor Weihnachten 2009 geboren. Auch sonst gibt es allerlei Nachwuchs.

Der Wildpark Poing bei München (S-Bahn) ist ein weitläufiger Wildpark mit Bären!
Viele freilaufende Tiere machen den Wildpark zum Erlebnis. Auch eine kleine Eseltruppe ist da. Die Flug- und Greifvogelshow ist toll. Es gibt auch einen tollen, großen Spielplatz und ein Picknickareal.

Die Therme Erding ist ein Wasserparadies für Jung und Alt. Bereits viermal in Folge bekam die Therme das Prädikat, das spektakulärste Erlebnisbad Europas zu sein. Es werden das GALAXY(Rutschenparadies) geboten, Thermen-Paradiese, die Vital-Oase, Saunen aller Art und gute SPA’s.
Nähere Infos unter www.therme-erding.de zu Zeiten, Preise und Extras.

Die Stadtwerke Münchens unterhalten eine Vielzahl von verschiedenen Badeeinrichtungen wie Freibäder, Hallenbäder, Erlebnisbäder und sogar ein Naturbad gibt es in der Stadt. Infos unter swm.de/mbaeder
Besonders erwähnenswert ist das Müllersche Volksbad. Dort wird gebadet wie in alten Zeiten. Das Äußere wie Innere ist im Jugendstil erhalten geblieben.

Gastronomie in München

Vielfalt ist das erste, was auffällt. Kaum ein Land, das kulinarisch nicht vertreten ist.

Das Hofbräuhaus steht natürlich an erster Stelle. Ein Erlebnis der besonderen Art. Vor allem am Vormittag kann man tatsächlich noch auf Einheimische und Stammgäste treffen. Ganz nah am Marienplatz/Tal gelegen findet man es am Platzl. Das Essen ist gut!

Die vielen Biergärten und Bräuhäuser in der ganzen Stadt laden ebenso ein, regional zu genießen. Diese Lokalitäten sind auch in den Stadtvierteln zu finden. Bekannt sind das Paulaner Brauhaus, Augustiner, das Weisse Bräuhaus u.u.u. Ein ganz toller Biergarten ist der am Chinesischen Turm im Englischen Garten. Auch die berühmte WaWi (Waldwirtschaft) am Isar Hochufer, zu erreichen über Solln oder die Großhesselohebrücke ist toll. Ein Biergarten mit Livemusik aus Jazz und Dixie Auftritten. Die Auszognen sind ein besonderer Leckerbissen. Damit sind natürlich nicht Nackerte gemeint, sondern ein Schmalzgebäck ;-)

Marienplatz©Julia Höfer-von Seelen

Öffentliche Verkehrsmittel in München

Für Besucher Münchens gibt es die City Tour Card. Neben der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel gibt es mit ihr auch Ermäßigungen auf viele Eintrittspreise.

Museen in München

…ebenso zahlreich wie die Sehenswürdigkeiten, deshalb auch hier nur ein Umriss.

Das Deutsche Museum steht natürlich an erster Stelle. Zu Recht weltberühmt und Pflichtprogramm eigentlich. Denn es ist nicht nur ein Museum zu anschauen, sondern auch vieles ist zum Anfassen und ausprobieren oder wird vorgeführt. Ein nie langweiliges Programm für Groß & Klein, Alt & Jung.
Die unglaubliche Fülle an Informationen bitte unter www.deutsches-museum.de anklicken.

Das BMW Museum der  BMW-Welt ist ein faszinierende Reise durch die Automobilgeschichte. Ganz modern aufgebaut auf 5000 Qm werden 26 Themen des Automobils ausgestellt. In der “Schüssel”, wie der Rundbau auch genannt wird, werden die zeitlichen Sonderausstellungen gezeigt.

Für Kunstliebhaber gibt es die Neue und Alte Pinakothek.
In der Neuen gibt es die Meister des 18. bis 20. Jhd.; in der Alten Rubens, Tizian und Kunst vom Mittelalter bis Rokoko.
Die Pinakothek der Moderne zeigt Sammlungen aus Kunst, Design, Grafik und Architektur.

Krippensammlungen gibt es im Bayerischen Nationalmuseum zu sehen.
“Wolpertinger”, Jagdwaffen und präparierte Wildtiere sind im Jagd- und Fischereimuseum zu bestaunen.
Marionetten aus aller Welt und ein hölzernes Münchenmodell gibt’s im Stadtmuseum.

Kultur und Veranstaltungen In München

Wie immer im Sommer das Highlight: Klassik am Odeonsplatz. 2010 ist auch ein Jubiläumsjahr für das Klassik Open-Air.

Es besucht wieder der Cirque du Soleil München; bis 2. Mai 2010 / auch der Circus Krone wartet mit neuem Programm auf.

Es gibt verschiedene Comedybühnen in München wie die Münchener Lach- und Schießgesellschaft, das Lustspielhaus, Drehleier und den Schlachthof.

Ein fester Bestandteil ist inzwischen auch das Tollwood. Im Sommer auf dem Olympiaparkgelände, im Winter auf der Theresienwiese.

Es finden auch Konzerte von vielen nationalen und internationalen Stars statt. Tickets gibt es an div. Verkaufsstellen in der Stadt (z.B. Marienplatz Untergeschoss)

Messe München

  • 22.-25.07.10 Int. Bike-Messe
  • 25.-26.07.10 Abend-,Braut- und Cocktailmode
  • 18.-19.09.10 Oldtimertage Fürstenfeld
  • 22.-24.10.10 Babywelt
  • Ende Oktober eat’n style (Kochen und Kosten in der Olympiahalle)
  • Ende Oktober: 47. Mineralientage
  • 24.-28.11.10 Heim+Handwerk

Mehr Informationen zu Messeterminen in München finden Sie hier.

Ausflüge in die Umgebung von München

Flugwerft Schleißheim bietet alles was fliegt, auch Eigenbaue aus dem Keller von Privatleuten sind zu bestaunen. Doppeldecker, MiG, Raumschiff, Hubschrauber…

Schloss Neuschwanstein bei Füssen, das Schloss Herrenchiemsee und natürlich Schloss Linderhof sind nicht nur für König Ludwig II-Fans besonders sehenswert.

St. Bartholomä am Königssee ist ein weiterer Klassiker, ebenso wie die Wieskirche (UNESCO-Welterbe) und natürlich Kloster Andechs am Ammersee.

Auch der Starnberger See bietet viel. Schiffsfahrten sind dort sehr lohnenswert, alleine schon wegen der Bergkulisse. Das Museum Buchenheim ist auch per Schiff erreichbar.

Auch die Zugspitze ist als Tagesausflug mit Bus & Bahn machbar.

Als Familienausflug bietet sich das Salzbergwerk an. Für Kleinere Menschen ist der Märchenwald in Wolfratshausen sicher das Beste.

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