Köln

Sehenswürdigkeiten in Köln

2000 Jahre reichen die Spuren Kölns, der Stadt in Nordrhein-Westfalen,  zurück; sie zeigen sich auch heute noch in imposanten Bauwerken und Überresten.

Kölner Dom © flickr/smowblog

Am bekanntesten ist wohl der Kölner Dom. Seine 157 Meter hohen Türme sind das Wahrzeichen der Stadt. Sage und schreibe 632 Jahre dauerte es, bis dieser Bau fertiggestellt war.
Bereits im 4. Jhd. stand an dieser Stelle ein christlicher Sakralbau. 870 stand dort ein karolingischer Dom. Anbauten vergrößerten diesen Kirchenbau. 1164 zogen die Reliquien der Heiligen Drei Könige ein, gebracht aus Mailand vom Erzbischof Rainald von Dassel.
Damit wurde er auch zur Wallfahrtskirche europaweit.
1248 wurde der Grundstein für den heutigen Dom gelegt. Angeregt von Erzbischof Konrad von Hochstaden und entworfen von Meister Gerhard. Die Kathedrale weist Ähnlichkeiten auf mit der Pariser und Straßburger Kathedrale.
1322 folgte die Choreinweihung. 1560 wurden die Bauarbeiten eingestellt aufgrund der Finanzen. Mit 56 Metern stand der Südturm nun einfach da nach 90 Jahren Bauzeit. Das sollte noch lange so bleiben.
1880, nicht mal 40 Jahre nach Gründung des Vereins “Zentraler Dombau Verein” wurde das Bauwerk vollendet.
1943 wurde der Dom von britischen Bomben schwer getroffen, aber hielt stand.

Das Kölner Rathaus wurde im Zweiten Weltkrieg auch schwer beschädigt. Die ausgebrannte Ruine des Rathausturmes wurde zum Zeichen des Wiederaufbauwillens der Kölner.
1135 bis 1152 wurde das Rathaus erstmals urkundlich erwähnt. Erst mit der Ernennung zur freien Reichsstadt durfte ein Rathausturm gebaut werden.
130 Steinstatuen zieren den spätgotischen Turm mit seinen zwei acheckigen Obergeschossen und drei vierkantigen Untergeschossen.
Der Holzgeschnitzte “Platz-Jabbeck” reißt bei jedem Stundenschlag sein Maul auf und streckt die Zunge raus.

Drei von 12 Stadttoren sind noch erhalten: das Severinstor, das Eigelsteintor und das Hahnentor (erbaut von 1180 – 1220).
Einstmals war die mittelalterliche Stadtmauer die größte im Römischen Reich Deutscher Nation. Die Anlage mit Wall, Graben und Mauer brachte es auf stolze 7,5 km.
12 Torburgen, 52 Wachtürme und nochmal 12 Tore zum Flussufer gab es!

4711, vier Ziffern, die man kennt. Die Geschichte des Duftwasser oft nicht; hier die Kurzfassung: Zum Hochzeitstag von Wilhlem Mühlens und seiner Braut bekamen sie vom Karthäusermönche eine Rezeptur geschenkt.
Mit der französischen Besatzung wurde das “aqua mirabilis” zum “Eau de Cologne”. So nannten die französischen Soldaten das Mitbringsel in die Heimat. Auch das 4711 ist den Franzosen zu verdanken.
Es wird erzählt, dass der französische Stadtkommandant vom Dom ausgehend alle Häuser nummeriert haben wollte. Das Haus in der Glockengasse war die 4711. Damals war das Wasser noch ein medizinisches Heilmittel. Aber mit einer Verordnung der Besatzungsregierung, alle medizinischen Rezepturen rauszugeben, deklarierte der findige Geschäftsmann das Produkt um in ein Duftwasser.
Im 19. Jhd. begann der Siegeszug um die Welt und noch heute wird es in über 50 Länder geliefert.
Das Gebäude in der Glockengasse ist zu besichtigen!

Die Hohenzollernbrücke bietet nicht nur einen tollen Blick auf den Dom bei Tag und Nacht, sondern ist selbst ein Schmuckstück. 1907 bis 1911 erbaut und anfangs nur bestehend aus zwei Eisenbahn- und einer Straßenbrücke zur Rheinüberquerung. 1945 wurde noch eine Dritte Eisenbahnbrücke angefügt. Anstatt der Straßenbrücke wurden Geh-und Radwege außen angebaut.
Die Bogenbrücke ist über 400 Meter lang und knapp 30 Meter breit.
Seit dem Sommer 2008 werden immer wieder von Frischverliebten als Symbol der ewigen Liebe gravierte Vorhängeschlösser angebracht. Wie es ausschaut, werden diese nun doch nicht entfernt.

Gleich nach der Brücke liegt der Hauptbahnhof, der mit den Kölner Domplatz einfach gut zusammenpasst. Dort tummelt sich das pralle Leben und Cafés und andere Einrichtungen laden zum Verweilen ein.

Gesehen haben sollte man auch das Rheinenergie-Stadion, das früher den Namen Mügersdorfer Stadion trug.
Es ist nicht nur Heimat des 1. FC Kölns, sondern auch Musikarena, die schon von den Rolling Stones, Robbie Williams, AC/DC oder Grönemeyer beehrt wurde.

Eine weitere Attraktion in Köln ist sicherlich die Kölner Seilbahn über den Rhein. Die Aussicht von dort oben ist grandios und an den vier Samstagen im August 2010 gibt es sogar Nachtfahrten. Besonderes Highlight sind die drei von Wolfgang Niedecken gestalteten Gondeln. Sie sind wahre Kunstwerke. Vom 20. März bis 7. November fährt die Seilbahn täglich zwischen 10 und 18 Uhr.

Geschichte Kölns

  • um 50 n. Chr. zur Stadt erhoben; von der Gattin Claudius, die am Rhein geboren wurde.
  • um 80 n. Chr. schon besaß Köln das längste Aquädukt mit der Eifelwasserleitung
  • 455 eroberten die Franken Köln; die bis dahin römische Stadt wurde Teil des selbständigen fränkischen Teilkönigreiches.
  • Zur Merowingerzeit war Köln Residenzstadt.
  • ab dem 10. Jhd. sorgten viele Stiftsgründungen für den romanischen Kirchenbau, somit kam zur politischen Bedeutung Kölns noch die geistliche Bedeutung.
  • Deren Höhepunkt war 1164 die Überführung der Gebeine der Heiligen Drei Könige aus Mailand nach Köln.
  • 1180 bis 1225 wurde die mächtige Stadtmauer mit 12 Toren, 52 Mauertürmen, 16 Pforten gebaut. Damit übertraf sie die von Paris. Köln war im Hochmittelalter die größte Stadt Deutschlands.
  • Den Dreißigjährigen Krieg überstand Köln unbeschadet; die Stadt kaufte sich sozusagen frei durch Geldzahlungen and die heranziehenden Truppen. Auch verdiente sich Köln eine goldene Nase mit der Produktion von Waffen und dem Handel.
  • 1794 endete die Zeit der freien Reichsstadt Köln. Der Versuch neutral zu bleiben scheiterte mit dem Einmarsch der Franzosen am 6.10.1794.
  • 1815, nach den Befreiungskriegen wurden die Stadt Köln und das Rheinland laut Wiener Kongress Teil des Königreiches Preußen.
  • 1880 wurde der Kölner Dom fertiggestellt auf Drängen des Königs von Preußen.
  • 1917 wurde Konrad Adenauer erstmals Oberbürgermeister Kölns. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 musste er Köln verlassen. In seine Regierungszeit fällt die Ansiedlung der Ford-Werke.
  • Köln litt sehr unter dem Zweiten Weltkrieg. Viele Zerstörungen veränderten das Stadtbild erheblich.
  • 1962 besuchte Charles de Gaulle Köln
  • 1963 besuchte John F. Kennedy  Köln
  • 1968 wurde eine Teilstrecke der neuen U-Bahn freigegeben.
  • 1977 wurde im Deutschen Herbst der Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer von der RAF entführt.
  • 1980 wurde der Fernmeldeturm “Colonius” fertig.
  • 1980 und 1987 kam Papst Johannes Paul II. in die Stadt.

Köln © flickr/eifelyeti110

Museen in Köln

Das Römisch-Germanische Museum ist wohl am bekanntesten. Es zeigt besondere Werke wie z. B. das römische Mosaik mit Szenen des Dionysos um 220/230 n. Chr. und der rekonstruierte Grabbau des Legionärs Poblicius (40 n. Chr.).
Viele archäologische Funde der Stadt Köln sind in Ausstellungen zu finden. Die weltgrößte Sammlung römischer Glaskunst sowie Schmuck aus dem frühen Mittelalter sind auch dort beherbergt.

Das Schokoladenmuseum zeigt die 3000 jährige Geschichte rund um das Süße. Vom Kakaoanbau bis zur Schokotafel wird alles gezeigt. Von den Ursprüngen in Amerika bis zum Industrieprodukt werden alle Aspekte der Schokolade gezeigt.

Nachdenklicher geht es im NS-Dokumentationszentrum zu. 1988 von der Stadt Köln ins Leben gerufen, ist es heute eine bundesweit anerkannte Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus. Auch ist dieses Zentrum eine Bildungsstätte und Lernort.
Untergebracht im EL-DE-Haus, das von 1935 bis 1945 Zentrale der Geheimen Staatspolizei war, und einem Hausgefängnis im Keller. Im Zellentrakt ist eine Gedenkstätte eingerichtet. Dort kann man erahnen, welche Angst und welcher Schrecken dort geherrscht haben müssen.
Eine Dauerausstellung ist auf zwei Etagen untergebracht. Wechselnde Sonderausstellungen gibt es auch.
Führungen werden altersgerecht angeboten!

1888 wurde bereits das Museum für angewandte Kunst gegründet. Es beherbergt eine riesige Sammlung angewandter Kunst vom Mittelalter bis heute. Auch eine Sammlung von Design (ab 1900) ist zu sehen. Rundgänge durch Räume unterschiedlicher Epochen, die mit diversen Exponaten gefüllt sind wie Möbel, Teppiche, Tisch- und Tafelkultur. Kleinplastiken, Luxusartikel und Gerätschaften runden die Geschichte der Lebensräume ab.

Öffentliche Verkehrsmittel in Köln

Viel U-Bahnnetz, auch oberirdisch als Straßenbahn, ein vielseitiges Busnetz und Nachtbuslinien lassen einen Köln bequem und  flexibel erobern.

Neben klassischen Einzeltickets gibt es auch 4er Tickets, die von mehreren Personen genutzt werden können sowie Wochentickets. Tagestickets gibt es für Singles und bis zu 5 Personen.

Gastronomie in Köln

Deftig und bodenständig mit Kölsch, Fritten rut-wieß, Halve Hahn, Flönz oder Hämchen.
Übersetztung: Bier, Pommes rot-weiß, Roggenbrötchen mit Käse, Blutwurst mit Zwiebeln und Haxe vom Schwein.

Kulinarisch ist natürlich auch international alles zu finden. Cafés und Brauhäuser vor allem in der Innenstadt in großer Auswahl.

Zoo, Therme & Baden

Das Thermalbad Claudius im Kölner Rheinpark ist eines der schönsten in Europa. Tolle Architektur in Anlehnung an die Badetradition der Römer liegt es im traumhaft schönen Park am Rhein eingebettet.

Für Junge, die viel Spaß haben wollen ist das Aqualand genau richtig. Kinderprogramme gibt es viele, auch Schönheitspflege wird angeboten.

Der Kölner Zoo bietet wirklich viel. Thementage und Themenabende gibt es: z. B. Nachtexpedition für Kinder, Zoo am Abend mit “Regenwald”.
Es gibt einen Elefantenpark, ein Regenwaldhaus, ein Urwaldhaus, Pavianfelsen und das Hippodrom. Diese afrikanische Flusslandschaft ist unglaublich: vom  Flusspferd bis zum Nilkrokodil alles da.

Messe Köln

August 2010

  • gamescorn

September 2010

  • Gartenmesse “spoga+gafa”
  • intern. Fachmesse für Pferdesport “spoga horse”
  • Kind + Jugend
  • photokina

Oktober 2010

  • Intermot
  • Globe Welt – outdoor/travellfestival cologne

November 2010

  • TrauDich, die Hochzeitsmesse
  • Haus & Wohnen
  • Cologne fine arts & anitques
  • mein Steckenpferd, die Messe rund ums Hobby
  • Modellbahn und Kölner Echtdampftreffen

Köln © flickr/colr.com

Ausflüge in die Umgebung

Freilichtmuseen in Kommern, Lindlar und ein archäologischer Park in Xanten bieten sich an.

Rheinschifffahrten als klassischer Ausflug mit vielen Angeboten innerhalb Kölns oder auch bis Düsseldorf.

Entweder zu Fuß oder mit der Drachenfelsbahn auf den gleichnamigen Berg. Ein Abstecher ist auch noch möglich zur Nibelungenhalle.

Auch der Flughafen Köln/Bonn ist einen Ausflug wert.

Erlebnisse auf dem Bauernhof gibt es in Neus-Selikum und auf dem Krewelshof in Lohmar.

Auch kann man von Köln aus Moseltrips buchen; bereits als Wochenendausflug.

Flandern liegt auch nahe, warum also nicht mal unsere Nachbarn in Belgien besuchen?
Auch zur Nordseeküste in den Niederlanden ist es nicht weit.

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Weimar

Die kreisfreie Stadt Weimar in Thüringen ist vor allem für ihr kulturelles Erbe bekannt.

Sehenswürdigkeiten in Weimar

Eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Weimars ist sicherlich das Wohnhaus Goethes, in dem er fast 50 Jahre lang gewohnt hat. Das im Stil des Barock erbaute Haus wurde nach Wünschen Johann Wolfgangs von Goethe umgebaut. Heute ist es zu besichtigen und weitgehend in dem Zustand belassen, in dem es sich in Goethes letzten Lebensjahren befand.

Goethe und Schiller © flickr/az1172

Und auch Schiller verbrachte seine letzten drei Lebensjahre in Weimar. Das Bürgerhaus in dem er lebte und in dem Dramen wie Messina oder Wilhelm Tell entstanden ist heute mit dem noch teilweise originalen Inventar zu sehen.

Nachdem das Rathaus Weimars im Laufe seiner Geschichte zweimal abgebrannt ist, ist heute der neugotische Bau aus dem Jahre 1841 zu sehen. Neben den Amtsräumen des Oberbürgermeisters befindet sich hier auch das Hochzeitszimmer des Standesamtes. Die Glocken des Glockenspiels im Turm sind aus Meißener Porzellan.

Das Deutsche Nationaltheater in Weimar ist Nachfolger des Weimarer Hoftheaters, an dem auch Goethe Direktor war. Der 1908 fertig gestellte neoklassizistische Bau wurde mehrfach umgebaut und auch wichtige politische Veranstaltungen fanden hier statt. Hier wurde auch die Weimarer Republik gegründet. Heute befinden sich hier das bedeutendste Thüringer Theater und die Staatskapelle Weimar. Auf dem Theaterplatz befindet sich das Goethe-Schiller-Denkmal von Ernst Rietschel aus dem Jahre 1857. Kopien des Denkmals stehen in Cleveland, Milwaukee, San Francisco und Shanghai.

Das eindrucksvolle im Barockstil erbaute Fürstenhaus diente der Fürstenfamilie nach dem Brand des Schlosses zeitweise als Wohnung. In dem ursprünglich als Verwaltungsgebäude errichteten Bau befindet sich heute die Hochschule für Musik.  Vor dem Fürstenhaus ist das Reiterstandbild Carl Augusts zu sehen.

Im Cranachhaus hatte Lucas Cranach der Ältere seine Malerstube und arbeitete an dem dreiflügligen Altarbild für die Stadtkirche. Das Gebäude ist mit Säulen, Muschelnischen und Rundbögen verziert und beherbergt heute eine Kleinkunstbühne.

Das prächtige Stadthaus im Stil der Frührenaissance wurde nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zerstört. Bei der Restaurierung zwischen 1968 und 1971 wurde die Fassade wieder hergestellt, der Rest des Gebäudes ist aber modern.

Auch Goethes Freundin und Vertraute, Charlotte von Stein lebte 50 Jahre bis zu ihrem Tod im Jahre 1827 in Weimar. In dem Haus in dem sich bis 1794 auch noch die Pferdeställe der herzoglichen Husaren befanden, befindet sich heute das Goethe-Institut Weimars.

Von Ferdinand von Streichhan im Stil der Neorenaissance erbaut, von den Nationalsozialisten als Gefängnis genutzt, beherbergt der Marstall heute das Thüringische Hauptstaatsarchiv.

Der Henry-van-de-Velde-Bau war 1919 Gründungsort des Bauhauses und ist einer Der bedeutendsten Kunstschulbauten der Jahrhundertwende.

Das erste Weimarer Dichterdenkmal war das Herder-Denkmal von Ludwig Schaller auf dem Herderplatz. Es wurde zum 106. Geburtstag des Philosophen und Theologen (1744-1803) aufgestellt.

Auch Wieland, Liszt und Shakespeare sind in Form von Denkmälern in Weimar zu sehen.

Die Buchenwald-Plastik von Fritz Cremer ist Teil der Mahnmalanlage Buchenwald und entstand zwischen 1954 und 1958. Das ehemalige Konzentrationslager sollte auf keiner Tour durch Weimar fehlen.  Zwischen 1937 und 1945 starben hier mehr als 50.000 Menschen.

Carl-August vor Fürstenhaus © flickr/froutes

In der Stadtkirche St. Peter und Paul in Weimar ist der berühmte dreiflüglige Altar von Lucas Cranach dem Älteren zu sehen, an dem er in seinem letzten Lebensjahr 1552 gearbeitet hat. Das Werk wurde von seinem Sohn beendet. Die Kirche ist eine spätgotische dreischiffige Hallenkirche und trägt den Beinamen Herderkirche.  Kirche und Herderhaus stehen auf der Welterbeliste der UNESCO.

Nach dem Vorbild des Domes in Florenz wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts die erste Katholische Kirche Weimars, die Herz-Jesu-Kirche erbaut.

Die Jakobskirche wurde 1713 an Stelle eines Vorgängerbaus errichtet. Ab 1728 war sie Garnisonskirche und nach dem Schlossbrand Hofkirche. Zur der Zeit als Napoleons Truppen in Weimar waren, war sie ein Lazarett.

In der Kirche von Denstedt befindet sich eine Orgel, auf der schon Liszt gespielt hat.

Und auch viele schöne Brunnen gibt es in Weimar. Der Gänsemännchenbrunnen wurde nach Vorbild des Nürnberger Gänsemännchenbrunnens erstellt.

Der Goethebrunnen war die erste gusseiserne Brunnenanlage der Stadt und auf dem Neptunbrunnen steht die dritte Nachbildung des original Neptuns. Ursprünglich stand dort allerdings das Wappentier Weimars, ein Löwe.

Weitere Brunnen sind der Donndorfbrunnen , der Löwenbrunnen, der Ildefonso-Brunnen, der  Herderbrunnen, der Geleitbrunnen, der Brunnen am Lesemuseum und der Bürgerschulbrunnen.

Geschichte Weimars

  • Im 5. Jahrhundert befand sich auf dem Gebiet Weimars eines der kulturellen Zentren  der Thüringer
  • 899 Weimar wird zum ersten Mal urkundlich als „Vvigmara“ erwähnt
  • 1002 Kaiser Otto III. war mit der Belagerung der Burg des Grafen von Weimar nicht erfolgreich
  • 1254 erstmals urkundlich als Stadt bezeichnet: „in civitate nostra Wimare“
  • 1424 durch ein Feuer wurden große Teile der Stadt und die Burg vernichtet
  • 1552 Lucas Cranach der Ältere kommt in die Stadt zusammen mit Johann Friedrich des Großmütigen der sie zu seiner Residenz wählt
  • 1708-1717 Johann Sebastian Bach ist in Weimar
  • 1775 Herzog Carl August übernimmt die Regentschaft von seiner Mutter Herzogin Anna Amalia und lädt Goethe nach Weimar ein
  • 1799 Friedrich Schiller kommt nach Weimar
  • 1848-1961 Franz Liszt wirkt in Weimar
  • 1846 Eisenbahnanschluss nach Halle und Erfurt
  • 1919 Gründung der Weimarer Republik und des Bauhauses
  • 1937 das Konzentrationslager Buchenwald wird errichtet
  • 2004 beim Brand in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek werden etwa 50.000 alte Bücher vernichtet

Veranstaltungen und Kultur in Weimar

Veranstaltungen

  • 20. August-12. September 2010 – Kunstfest Weimar
  • 26.-29. August 2010 – Weinfest, es wird rund um den Geburtstag Goethes gefeiert
  • 4.-5. September – Töpfermarkt mit Töpfern aus ganz Thüringen
  • 24. September-10. Oktober 2010 – Güldener Herbst 2010 mit alter Musik auf originalgetreuen Instrumenten
  • 8.-10. Oktober 2010 – Zwiebelmarkt, das größte Volksfest Thüringens und ein Stück Stadtgeschichte
  • 4.-5. Dezember2010 – Adventsmarkt Bienenmuseum, ein Geheimtipp für Kenner
  • 25. Novenber-22. Dezember 2010 Weimarer Weihnachtsmarkt

Museen

Natürlich sind Goethes Wohnhaus, sein Gartenhaus und Schillers Wohnhaus heute Museen.

Im Bauhausmuseum kann man alles über die Entstehung des Bauhauses und die frühen Arbeiten erfahren.

Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek dürfte besonders für Bücherfreunde interessant sein. Aber auch für andere ist besonders der weltberühmte Rokokosaal interessant. Da die tägliche Besucherzahl begrenzt ist, sind Reservierungen ratsam. Kartenbestellung unter: Tel: 03643-5454-01 oder -02 oder info@klassik-stiftung.de

Das Neue Museum Weimar beherbergt zeitgenössische Kunst in einem Neorenaissance-Bau.

Das Wittumspalais wurde nach dem Brand des Schlosses zum Witwensitz und zur Stadtwohnung Herzogin Anna Amalias. Heute ist es ein wichtiges Dokument adliger Wohnkultur.

Franz Liszt wohnte zwischen 1869 und 1886 in der ehemaligen Hofgärtnerei, heute befindet sich dort das Liszt-Museum.

Neben dem Lagergelände des Konzentrationslagers sind in der Gedenkstätte Buchenwald auch vier ständige Ausstellungen zu besichtigen.

Bäder und Thermen in Weimar

Neben der Schwanseebad Schwimmhalle und dem Freibad gibt es noch die Avenida-Therme in Hohenfelden www.avenidatherme.de und die Toskana-Therme in Bad Sulza www.toskanaworld.net.

Rathaus © flickr/froutes

Gastronomie in Weimar

Acht der vierzig besten Restaurants Thüringens befinden sich in Weimar. Zu empfehlen ist sicher das „Anna Amalia“. Aber auch die typischen Weimarer Spezialitäten wie Weimarer Zwiebel- und Speckkuchen, Zwiebelsuppe, Klöße und Bratwurst wollen probiert werden. Und wer hat nicht schon von der Thüringer Rostbratwurst gehört.

Öffentliche Verkehrsmittel in Weimar

Mit der weimarCard haben Sie nicht nur freie Fahrt in den Verkehrsmitteln des öffentlichen Nahverkehrs, sondern auch Ermäßigungen in Museen, Theater, bei Stadtführungen und Kirchenführungen. Die weimarCard gibt es an Verkaufsstellen der Verkehrsbetriebe, bei der Tourist-Information und in Hotels in Weimar. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Weimar

Wer auf Goethes Spuren wandern möchte kann dies auf dem Goethewanderweg zwischen Weimar und Großkochberg. Goethe ging diese 28 Kilometer lange Strecke oft, wenn er Charlotte von Stein dort besuchen wollte.

Der Thüringer Drei-Türme-Weg ist 26 Kilometer lang und führt durch das Mittlere Ilmtal. An verschiedenen Stellen kann man auch die Ilmtalbahn nutzen. Der 125 Kilometer lange Ilmtal-Radweg ist der beliebteste Thüringens. Er führt vom Rennsteig im Thüringer Wald bis zur Mündung bei Großheringen.

Nur zwei Kilometer lang ist der Maria-Pawlowna-Promenaden-Weg, auf dem sie trockenen Fußes von Schloss Tiefurt nach Schloss Kromsdorf gelangen konnte.

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Frankfurt an der Oder

Die Geburtsstadt Heinrich von Kleists, Frankfurt an der Oder liegt im östlichen Brandenburg nahe der polnischen Grenze.

Sehenswürdigkeiten in Frankfurt (Oder)

Mit dem Bau der ehemaligen Hauptpfarrkirche St. Marien wurde 1253 im Stil der norddeutschen Backsteingotik begonnen. Die im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Kirche wird seit 1979 rekonstruiert und nachdem aus Beständen russischer Beutekunst auch 111 mittelalterliche Bleiglasfenster zurückgegeben wurden, werden auch diese wieder eingebaut. Genutzt wird die Kirche heute für Veranstaltungen.

Marienkirche © flickr/Charlie Dave

Erst 1432 von den Hussiten und dann 1631 von den Schweden zerstört wurde die St. Gertraud Kirche, die bereits 1368, als Kapelle der Gewandschneider außerhalb der Stadtmauern gelegen, erbaut.

Ehemals ein dreischiffiger Backsteinbau wurde die Kirche ab 1874 in neogotischer Form wieder aufgebaut.
Ende des 13. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Franziskaner Klosterkirche begonnen. Im Laufe der Zeit wurde sie erst zur Garnisonskirche und später zur Konzerthalle „Carl Philipp Emanuel Bach“.

Der in seinem Ursprung älteste Steinbau der Stadt, die Friedenskirche St. Nikolai, existierte bereits zur Stadtgründung im Jahre 1253. Nachdem die Marienkirche die Hauptkirche der Stadt geworden war und die Gottesdienste in die Franziskaner Klosterkirche verlegt worden waren, wurde die Nikolaikirche in ihrer Geschichte als Kornhaus, Heuschuppen, Pulvermagazin, als Krankenhaus und Gefängnis genutzt. Heute ist sie das „Ökumenische Europa-Zentrum“.

Sehenswert in Frankfurt an der Oder ist auch die Reliefwand „Geschichte der Alten Universität“ am Rande des Linnéparks. Die rund 10 Meter lange Sandsteinwand wurde von Walter Kreisel geschaffen. Neben dem nachempfundenen Portal der Universität zeigt die Mauer die Porträts alter Professoren der Universität.

Ebenfalls sehenswert sind die 1975 eingebauten Bronzetore, die die Eingangstüren zur Konzerthalle bilden. Von Axel Schulz gestaltet, ist das eine ein heiteres, das andere der 2,90 Meter hohen Tore ein ernstes Tor.

Eine nach 1253 erbaute ehemalige Kaufhalle mit Ratsstube und Gerichtslaube ist das heutige Rathaus Frankfurts. Zwischen 1607 und 1609 wurde es im Stil der Renaissance umgebaut und von 1911 bis 1913 nach Plänen von Fritz Beyer erweitert. Das im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Gebäude wurde ab 1950 mit den Einnahmen aus einer Lotterie wieder aufgebaut.

Die ältesten Bürgerhäuser Frankfurts an der Oder befinden sich an der Ecke Oderstraße und Forststraße. Ehemals als mittelalterliche Massivbauten entstanden und mehrfach umgebaut, sind sie heute vorwiegend klassizistisch gestaltet.

Rund 100 Jahre lang wurde der 1855 errichtete Gasometer der Stadt. Heute wird das unter Denkmalschutz stehende Gebäude nicht mehr genutzt und 2005 wurde auch der Teleskopgasbehälter entfernt.

Die Friedensglocke aus dem Jahre 1953 wurde von der damaligen CDU der DDR zur Erinnerung andie Unterzeichnung des Oder-Neiße-Friedensvertrages gestiftet und wird jedes Jahr am 1. September, dem Weltfriedenstag, geläutet.

Die Exerzierhalle in der Logenstraße wurde zwischen 1879 und 1882 errichtet und war Teil des Kasernenkomplexes des Frankfurter Leibgrenadierregiments König Friedrich Wilhelm III. Ab 1940 war darin eine öffentliche Küche mit Speisesaal für 1.200 Personen eingerichtet und nach 1945 wurde das Gebäude um rund ein Drittel gekürzt. Leider wurde es so häufig verputzt und überstrichen, dass die historische Fassade nicht mehr zu sehen ist.

Zwischen 1739 und 1742 als Pfarrhaus nach Plänen des Baudirektors Hedemann im Stil des Spätbarocks erbaut beherbergt das Doppelpfarrhaus heute das Stadtarchiv.

Geschichte Frankfurts (Oder)

  • Um 1226 Gründung der Stadt von fränkischen Kaufleuten, Markt- und Niederlagsrecht
  • 1253 mit eigenen Schiffen befahren Kaufleute aus Frankfurt die Ostsee
  • 1341/1350 Widerstand gegen Bischof von Lebus, der über die wohlhabende Stadt herrschen möchte
  • 1348 Frankfurt öffnet Markgraf Ludwig die von Kaiser Karl IV. belagerte Stadt und sicher ihm die Mark
  • 1502 erster Buchdruck
  • 1430 bis circa 1500 Mitglied der Hanse
  • 1506 Eröffnung der ersten brandenburgischen Landesuniversität
  • 1631 Frankfurt wird von den Schweden eingenommen
  • 1662 Frankfurt an der Oder wird als „Haupt- und Handelsstadt“ erwähnt
  • 1685 Ansiedlung von Hugenotten mit neuen Gewerbezweigen nach dem „Edikt von Potsdam“
  • 1697 bis 1699 der komplette babylonische Talmud wird in der Stadt zum ersten Mal in Deutschland gedruckt
  • 1777 Heinrich von Kleist wird in Frankfurt an der Oder geboren
  • 1811 Schließung und Verlegung der Universität nach Breslau
  • 1815 Sitz der Regierung des Regierungsbezirks Frankfurt und des Oberlandesgerichts
  • 1842 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Berlin-Frankfurt
  • 1855 das Gaswerk nimmt seinen Betrieb auf
  • 1874 das Wasserwerk wird eröffnet
  • 1898 Inbetriebnahme von Elektrizitätswerk und elektrischer Straßenbahn
  • 1945 die Innenstadt wird fast vollständig zerstört, nach dem Potsdamer Abkommen wird Frankfurt zur Grenzstadt und die ehemalige Dammvorstadt zur polnischen Nachbarstadt Słubice
  • 1951 der Wiederaufbau beginnt in der Bahnhofstraße
  • 1991 Gründung der „Europa-Universität Viandrina Frankfurt (Oder)“

Veranstaltungen und Kultur in Frankfurt  (Oder)

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Seit 2001 Oderturmlauf
  • Seit 1966 Frankfurter Festtage der Musik
  • Jährlich Ende Mai/ Anfang Juni Theaterfestival der Europauniversität Viandrina
  • Seit 1992 Kleist-Festtage im Oktober
  • Seit 2003 Europäisches Festival für Lied-Weltmusik „transVOCALE“ in Frankfurt (Oder) und Słubice
  • Jedes Jahr am zweiten Wochenende im Juli Hansestadtfest „Bunter Hering“

Museen

Rathaus © flickr/Charlie Dave

In der ehemaligen Garnisonsschule wurde 1969 das Kleist-Museum eingerichtet. Rund 250 Dokumente geben Auskunft über Leben und Werk Kleists. Außerdem beherbergt das Museum die umfangreichste Kleist-Sammlung.

Kunst aus dem Osten Deutschlands wird in über 11.000 Werken im Museum Junge Kunst ausgestellt. Sowohl im Rathaus als auch im PackHof des Museums in der C.-Ph.-E.-Bach-Straße.

Das kulturhistorische Museum Frankfurts ist das Museum Viadrina im Junkerhaus, das als eines der wenigen Gebäude der Innenstadt im Zweiten Weltkrieg verschont blieb. Es ist heute ein wertvolles barockes Baudenkmal.

Wildpark und ein Winterquartier für  Fledermäuse in Frankfurt (Oder)

Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Wildpark im Stadtwald. Auf rund 16 Hektar Fläche können Besucher verschiedene Tiere naturnah erleben. Neben einer Teichlandschaft gibt es auch ein Streichelgehege und eine kleine Imkerei.

Ein Winterquartier für etwa 2.000 Fledermäuse befindet sich im Zentrum der Stadt in einer 1950 stillgelegten Brauerei. Unter den mehr als 30 Arten ist hier auch das Große Mausohr zu finden. Aber auch seltene Tiere wie die Teichfledermaus oder die Große und Kleine Bartfledermaus überwintern hier.

Gastronomie in Frankfurt (Oder)

Hier finden Sie Informationen zur Gastronomie in Frankfurt und Słubice.

Öffentliche Verkehrsmittel in Frankfurt (Oder)

Natürlich gibt es in Frankfurt auch Tagestickets für den öffentlichen Nahverkehr. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Messetermine in Frankfurt (Oder)

  • 08.-10. Oktober 2010 – JOB&KARRIERE, 2. Fachmesse für Beruf und Qualifizierung
  • 08.-10. Oktober 2010 – ODERLAND, 21. Frankfurter Herbstmesse
  • 19.-21. November 2010 – aktiv+gesund, 6. Messe für Fitness, Wellness & Gesundheit
  • 19.-21. November 2010 – Weihnachten, 6. Deutsch-Polnische Weihnachtsmesse
  • 19.-21. November 2010 – Food&Taste, 5. Internationale Lebensmittelmesse

Mehr Informationen zu den Messen und Veranstaltungen unter www.muv-ffo.de.

Frankfurt (Oder) © flickr/Charlie Dave

Ausflugsziele in der Nähe von Frankfurt (Oder)

Natürlich ist die Partnerstadt Słubice auf der anderen Seite der Oder einen Besuch wert.
Weitere Ausflugsziele sind der Oderbruch, die Seelower Höhen, das Fort Gorgast, Falkenhagen und Neuhardenberg im Norden. Im Süden Müllrose, Eisenhüttenstadt, das Zisterzienserkloster Neuzelle oder Beeskow. Im Westen Fürstenwalde, Bad Saarow am Scharmützelsee , Wendisch Rietz am Scharmützelsee und Storkow.  Im Osten Polen mit dem Zisterzienserkloster Paradyż, Burg Meseritz (Międzyrzecz), die Johanniterburg in Sonnenburg (Słonsk), Łagow, der Ostwall und das Jäger- und Anglerparadies Kreis Krosno (Crossen).

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Leipzig

Leipzig liegt im Nordwesten des Freistaates Sachsen und ist die bevölkerungsreichste Stadt der neuen Bundesländer. Zusammen mit Halle (Saale) bildet Leipzig einen Ballungsraum.

Sehenswürdigkeiten in Leipzig

Sicherlich eines der schönsten Renaissancebauwerke Deutschlands ist das Alte Rathaus in Leipzig. Heute ist in ihm das Stadtgeschichtliche Museum untergebracht. Gebaut wurde es 15556/57 von Hieronymus Lotter. Beachtenswert ist die Tatsache, dass die Front nach dem Prinzip des Goldenen Schnitts aufgebaut ist.

Alte Börse © flickr/Nigel's Europe

Ebenfalls ein Werk Lotters sind die Alte Waage am Marktplatz, die Moritzbastei sowie Teile der Stadtbefestigung. Die Moritzbastei errichtet zwischen 1551 und 1554 galt lange als uneinnehmbar, wurde aber im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden überrannt.

Durch die lange Tradition Leipzigs als Messestadt sind in der Innenstadt noch prachtvolle Kaufmannshäuser mit ihren charakteristischen Passagen erhalten. Der älteste dieser Handelshöfe ist Barthels Hof. Hauptsächlich der Ausrichtung von Handelsmessen dienten Specks Hof und Stenzlers Hof, die beide restauriert sind. Die nach mailändischem Vorbild zwischen 1912 und 1914 entstandene Mädlerpassage ist wohl die schönste Passage Leipzigs und befindet sich auf dem ehemaligen Gelände von Auerbachs Hof, einem weiteren der damaligen Handelshäuser.

Die Alte Börse in Leipzig ist ein Gebäude im Barockstil und diente in seinen Anfängen der Kaufmannschaft der Stadt als Versammlungsort. Weitere sehenswerte Barockgebäude sind das Fregehaus, das Romanushaus, das Königshaus und das am Stadtrand gelegene Gohliser Schlösschen.

Auch gibt es in Leipzig Gebäude, die an berühmte Personen erinnern und deren Aufenthalts- oder Wirkungsstätten waren. Östlich der Innenstadt gelegen ist das Mendelssohnhaus, in dem Felix Mendelssohn Bartholdy bis zu seinem Tod lebte, und in Gohlis gelegen das Schillerhaus, in dem Friedrich Schiller an der „Ode an die Freude“ gearbeitet haben soll.

Ein bekanntes Wahrzeichen Leipzigs ist das Völkerschlachtdenkmal, das ab 1898 errichtet wurde und an die Völkerschlacht von 1813 erinnert.

Das Reichsgerichtsgebäude (1888-1895) in Leipzig orientiert sich an der italienischen Renaissance und ähnelt so dem Reichstagsgebäude in Berlin.

Bekannt vor allem durch den berühmten Thomanerchor ist die Thomaskirche. In dem gotischen Bau aus dem 15. Jahrhundert wirkte auch Johann Sebastian Bach. Der Thomanerchor ist hier regelmäßig zu hören. Außerhalb der Ferienzeiten und Gastspielreisen am Freitagabend und Samstagnachmittag.

Die Nikolaikirche war Ausgangspunkt für die Montagsdemonstrationen in Leipzig, die unter anderem die Wende in der DDR einleiteten. Errichtet im romanischen Stil ab 1165 wurde sie im Spätmittelalter zur gotischen Hallenkirche umgebaut.

Die Russische Gedächtniskirche im Nowgoroder Stil wurde 1913 zur Erinnerung an die in der Völkerschlacht 1813 gefallenen Russen erbaut.

Geschichte Leipzigs

  • Ab dem 7. Jahrhundert gab es slawische Siedlungen
  • 1015 erstmals als „urbs Libzi“ in der Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg erwähnt
  • 1165 Verleihung der Stadtrechte durch Markgraf Otto dem Reichen
  • 1212 das Augustiner-Chorherrenstift St. Thomas wird gegründet
  • 1409 Gründung der Universität
  • 1497 Leipzig bekommt von Kaiser Maximilian I. das kaiserliche Messeprivileg und ab 1507 auch das Stapelrecht
  • 1539 Einführung der Reformation
  • 1632 König Gustav II. Adolf fällt in der Schlacht bei Lützen
  • 1813 Völkerschlacht bei Leipzig und Richard Wagner wird in der Stadt geboren
  • 1839 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Leipzig-Dresden
  • 1989 Friedensgebete in der Nikolaikirche und Montagsdemonstrationen

Thomaskirche © flickr/vxla

Veranstaltungen und Kultur in Leipzig

Museen

Das Museum der bildenden Kunst in Leipzig zeigt knapp 60.000 Exponate aus der Zeit vom Mittelalter bis zur Moderne.

In der Galerie für Zeitgenössische Kunst sind Werke moderner und zeitgenössischer Kunst zu sehen.

Das Stadtgeschichtliche Museum im Alten Rathaus hat Nebenstellen im ältesten Kaffeehaus Deutschlands Zum Arabischen Coffe Baum, im Schillerhaus, im Sportmuseum Leipzig und im Völkerschlachtdenkmal.

Im Zeitgeschichtlichen Forum können Besucher sich über die Geschichte Deutschlands vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart informieren. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Geschichte der DDR.

Veranstaltungen

  • 01. Juli – 31. August 2010: Kultur unter freiem Himmel – Open Air-Veranstaltungen auf den Sommerbühnen Leipzigs
  • 07. – 17. Juli 2010: Bach-Wettbewerb
  • 12. Juli – 28. August 2010: Sommerkabarett
  • 06. – 15. August 2010: CLASSIC OPEN 2010 – Musik von Händel bis Jackson in der Innenstadt
  • 09. – 19. September 2010: Schumann-Festwoche  zum 200. Geburtstag von Robert Schumann
  • 16. – 22. September 2010: 10. Jugendfilmfestival LEoliese
  • 20. September – 03. Oktober 2010: Interkulturelle Wochen
  • 16. Oktober 2010: Leipziger Opernball

Zoo in Leipzig

Der Zoo Leipzig ist nicht nur einer der ältesten der Welt, sondern auch einer der artenreichsten. Neben der weltgrößten Menschenaffenanlage gibt es eine Löwensavanne, eine Lippenbärenschlucht, eine Tiger-Taiga, eine Afrika-Savanne und vieles mehr zu sehen. www.zoo-leipzig.de

Gastronomie in Leipzig

Am bekanntesten, vor allem auch durch Goethes Faust, ist Auerbachs Keller. Das historische Restaurant gibt es seit 1525. Hier gibt es neben bodenständiger sächsischer Küche historische Weinstuben und auch feine Küche für gehobene Ansprüche. www.auerbachs-keller-leipzig.de

Völkerschlachtdenkmal © flickr/Mishkabear

Öffentliche Verkehrsmittel in Leipzig

Für Touristen zu empfehlen ist die Leipzig Card, denn mit ihr hat man nicht nur freie Fahrt bei den öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch Ermäßigungen bei Stadtrundfahrten, in Museen und vielem mehr.

Messetermine in Leipzig

Mehr als 800 Jahre Messe in Leipzig, am bekanntesten ist sicherlich die Leipziger Buchmesse im Frühjahr. Mehr Informationen zu Messen in Leipzig gibt es hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Leipzig

Im Leipziger Land kann man an acht Seen einer künftig über 70 Quadratkilometer großen Seenlandschaft schon jetzt Sport und Erholung erleben.
In Wäldern, Seen und Parks in der Region kann man wandern, radeln und reiten und Schlösser, Burgen, Herrenhäuser und Kirchen laden zur Besichtigung ein.
Im Oktober finden regelmäßig die Feiern zur Erinnerung an die Völkerschlacht statt.

Einen Ausflug wert sind auch die Dübener Heide, die Dahlener Heide, das Wurzener Land, die Muldenlandschaft bei Grimma, das Tal der Burgen oder das Saaletal.

Interessante Städte in der Nähe sind die Lutherstadt Wittenberg, Meißen, Dresden, Weimar und Erfurt.
Mehr dazu finden Sie hier.

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Halle (Saale)

Sehenswürdigkeiten in Halle

Halle an der Saale ist die größte Stadt in Sachsen-Anhalt und liegt im Süden des Bundeslandes.

Außergewöhnlich sind die zwei Burgen die sich im Stadtgebiet Halles befinden. Die ältere Burg ist Burg Giebichenstein die oberhalb der Saale liegt, die jüngere ist die spätmittelalterliche Moritzburg am nordwestlichen Rand der Altstadt. Burg Giebichenstein war die erste an der Saale erbaute Burg und die Moritzburg ist die jüngste der Burgen an der Saale.

Moritzburg © flickr/dierk schaefer

Abgesehen von der viertürmigen Marktkirche haben die Kirchen Halles keinen vollständigen Turm mehr. Die Marktkirche Unser Lieben Fraunen ist die jüngste der Kirchen (1529-1554) und gleichzeitig ein bedeutender spätgotischer Bau. Zusammen mit dem Roten Turm bilden ihre Türme das Wahrzeichen der Stadt.  Der Altar mit vier beweglichen und zwei festen Flügeln wurde 1529 von Simon Frank geschaffen, einem Schüler Lucas Cranach des Älteren. Ein Lünettenbild des Hallenser Malers Heinrich Lichtenfels, das Szenen der Apostelgeschichte zeigt, ist oberhalb des Altars zu sehen.  Die kleine Reichel-Orgel wurde 1663/1664 erbaut und ist die älteste in Mitteldeutschland. Auf ihr lernte bereits Georg Friedrich Händel das Orgelspielen.

Das älteste Kirchenbauwerk Halles ist der Dom, die ehemalige Klosterkirche der Dominikaner. Auch wenn Halle nie Bischofssitz war, wurde die Kirche schon immer als Dom bezeichnet, denn die Erzbischöfe von Magdeburg residierten lange als Landesherren in der Stadt.
Die spätgotischen St. Moritz Kirche kann mit der bedeutenden Sauer-Orgel  aus dem Jahr 1925 aufwarten. Außerdem befinden sich hier noch Steinskulpturen von Conrad von Einbeck. Die Renaissancekanzel aus dem Jahr 1592 ist ein Werk des Meisters Zacharias Bogenkrantz, der Schalldeckel ein Werk von Valentin Silbermann.

Die ehemalige St. Ulrich Kirche dient heute als Konzerthalle. Dort und in St. Georgen predigte August Hermann Francke.

Die 1870 errichtete Synagoge der Stadt Halle wurde während der Zeit des Nationalsozialismus zerstört. Heute dient die ehemalige Feierhalle auf dem jüdischen Friedhof als Synagoge.

Sehenswerte historische Bauwerke Halles sind auch die beiden großen Wassertürme. Der Wasserturm Nord (1897-1899) mit 54 Metern Höhe, aus rotem Werkstein und gelben Klinker, und der Wasserturm Süd (1927-1928) mit einer Höhe von 48 Metern.

Dadurch dass die Saale Halle in bis zu vier Armen parallel durchfließt sind sechs größere Inseln entstanden. So gibt es dann auch einige Brücken in der Stadt von denen die Geibichensteinbrücke im Norden, die Elisabethbrücke mit Magistralenbrücke in der Mitte und eine Brücke im Süden die wichtigsten sind.

Halle verfügt auch über bemerkenswerte Denkmale und Skulpturen. Die Betsäule von Halle ist ein gotischer Bildstock aus dem Jahre 1455, der Hallesche Roland stammt aus dem Jahr 1854, seine Geschichte geht aber bis ins Jahr 1245 zurück, auf dem Marktplatz steht ein Händel-Denkmal.

Am Marktplatz befindet sich auch der Rote Turm dessen Glockenspiel mit 76 Glocken weltweit das zweitgrößte ist. Auf dem Alten Markt ist der Eselsbrunnen, der an die hallische Sage erinnert, zu sehen. Der Hallmarkt war einst das Zentrum der Salzgewinnung Halles.

Geschichte Halles

  • 806 Bau eines Castellums zum Schutz der Salzquellen bei dem Ort Halla
  • Um 1120 wurden durch den Salzhandel und den damit verbundenen Reichtum Stadterweiterungen möglich
  • 1281 schriftliche Erwähnung Halles als Mitglied der Hanse
  • 1310 Selbstverwaltung der Stadt
  • 1418 Baubeginn des Roten Turms
  • 1478 Ende der städtischen Selbständigkeit
  • Bis 1680 Haupt- und Residenzstadt des Erzbistums Magdeburg, dann fällt Halle an das Kurfürstentum Brandenburg
  • 1541 Einführung der Reformation
  • 1625 Wallensteins Truppen besetzen die Stadt
  • 1694 Gründung der Universität
  • 1806 Napoleon besucht die Stadt und ordnet die Auflösung der Universität an
  • 1842 das Gefängnis Roter Ochse wird eröffnet
  • 1882 die ersten Pferdebahnen in Halle

Veranstaltungen und Kultur in Halle

Halle (Saale) © flickr/lilli2de

Museen

Im Halloren Schokoladenmuseum können Besucher interessantes aus 3.500 Jahren Kakao- und Schokoladengeschichte und  natürlich der Schokoladenherstellung in Halle erfahren.

Die Voraussetzung für die Salzgewinnung in Halle war die sogenannte „hallesche Marktplatzverwerfung“. Alles darüber  lernen Besucher im Halloren- und Salinemuseum Halle.

Im Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt in der Moritzburg zeigt die Stiftung Moritzburg eine Sammlung der Klassischen Moderne. www.stiftung-moritzburg.de/

Das Landesmuseum für Vorgeschichte Sachsen Anhalt ist eines der wichtigsten Museen Mitteleuropas. Errichtet wurde das Gebäude von 1911-1913 nach Plänen von Wilhelm Kreis. Die Sammlung des Museums umfasst mehr als 10 Millionen Fundstücke die teilweise Weltgeltung besitzen. Seit 2008 ist auch der Teilbereich „Alt-, Mittel-, Jungsteinzeit, Bronzezeit“ wieder zugänglich. Er wurde vollkommen neu gestaltet. www.archlsa.de/

Nach 10 Jahren in Köln ist das Beatles-Museum seit 2000 in Halle. Es ist die größte öffentliche Beatles-Einrichtung auf der Welt und dokumentiert die Erfolgsstory der Gruppe. www.beatlesmuseum.net

Das Musikmuseum der Stadt Halle befindet sich seit 1948 im Geburtshaus Georg Friedrich Händels (1685-1759). Eine Ausstellung widmet sich seinem Leben und Werk. www.haendelhaus.de/de

Das Deutsch Bahn Museum in Halle wurde 2003 eröffnet.

Veranstaltungen

  • 21.08.2010 – Nacht der Kirchen
  • Letztes Wochenende im August – Laternenfest
  • 4./5.09.2010 – 9. Mitteldeutscher Marathon
  • 24.09.-26.09.2010 – Salzfest
  • 26.11.-23.12.2010 – Weihnachtsmarkt

Bäder und Zoo in Halle

Maya Mare Bade- und Sauna Paradies www.mayamare.de/

Naturbäder sind der Hufeisensee, der Heidesee und die Angersdorfer Teiche.

Der Zoo Halle nennt sich selbst den schönsten Bergzoo Deutschlands. www.zoo-halle.de/cms/index.php

Dom zu Halle © flickr/dierk schaefer

Gastronomie in Halle

In Halle gibt es vier Flanier- und Kneipenmeilen. Die längst ist die Kleine Ulrichstraße mit zahlreichen Bars, Cafés, Restaurants und Kneipen.

Öffentliche Verkehrsmittel in Halle

Für Besucher eignet sich gut die Welcome Card, denn mit ihr hat man freie Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln und außerdem Ermäßigungen für Stadtführungen, Schiffstouren, Museumsbesuche, Freizeiteinrichtungen, Theater, Restaurants und mehr. Zu bekommen ist die Welcome Card unter anderem bei der Tourist-Information, Marktplatz 13, 06108 Halle.

Messetermine in Halle

Informationen zu Messeterminen in Halle finden Sie hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Halle

Natürlich ist die Stadt Leipzig, die mit Halle zusammen einen Ballungsraum bildet einen Besuch wert.

Die Döldauer Heide kann auf der Bischofswiese mit Befestigungsanlagen und Hügelgräbern aus der Jungsteinzeit aufwarten.
Auf der Preisnitzinsel gibt es eine Parkeisenbahn, den Peißnitzexpress Halle (Saale), in der Saaleaue eine Galopprennbahn.

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Lübeck

Sehenswürdigkeiten in Lübeck

Die Stadt Lübeck in Schleswig-Holstein ist vor allem bekannt für ihr Marzipan, aber auch sonst hat die Stadt viel zu bieten.

Holstentor © flickr/Martin Hey

Das Wahrzeichen der Stadt und weltbekannt ist das Holstentor in Lübeck. Das spätgotische Gebäude ist neben dem Burgtor das einzige erhaltene Stadttor in Lübeck. Das Holstenturm besteht aus zwei Türmen, dem Süd- und dem Nordturm und einem Mittelbau. Erbaut wurde das Tor 1478. Dadurch dass das Holstentor mit seinen bis zu 3,5 Meter dicken Mauern auf moorigem Grund gebaut wurde, sank es trotz einer 7 Meter hohen Aufschüttung schon während des Baus im Bereich des Südturms ab. Man versuchte zwar die Neigung beim Bau der oberen Geschosse auszugleichen, aber das der Boden immer weiter nachgab, liegen heute die untersten Schießscharten mehr als einen halben Meter unter der Erdoberfläche.

Ein großer Teil der Altstadt ist heute ein Teil des UNESCO Weltkulturerbes und das Bild der Altstadt prägen sieben Kirchtürme, weshalb Lübeck auch „Stadt der sieben Türme“ genannt wird.

Die Marienkirche ist die drittgrößte Kirche Deutschlands und gilt als besonderes Beispiel kirchlicher Backsteingothik. Sie war einst die Kirche des Rates der Hansestadt Lübeck und hat das höchste Backsteingewölbe der Welt. Die beiden Türme haben eine Höhe von 125 Metern. 30 der 36 Glocken des Glockenspiels stammen aus der Katharinenkirche in Dresden und wurden vor dem Einschmelzen gerettet.

Der Dom ist die zweitgrößte Kirche Lübecks und wohl das älteste Baudenkmal der Stadt. Schon 1173 legte Heinrich der Löwe den Grundstein zu diesem gewaltigen Bauwerk. Schon 1230 war laut Überlieferung die dreischiffige Pfeilerbasilika im romanischen Stil fertiggestellt worden, wurde aber zwischen 1226 und 1335 zur gotischen Hallenkirche umgestaltet. Zahlreiche Kunstwerke heute im Dom zu sehen. Ein 17 Meter hohes Triumphkreuz von Bernt Notke  aus dem Jahre 1477, eine Lettnerverkleidung aus Eichenholz geschitzt, die ebenfalls von Bernt Notke stammt, mittelalterliche Altäre, ein Taufbecken von 1455, zahlreiche Bischofgrabplatten und noch einiges mehr.

Im Gegensatz zu der Kirche des Rates war die Aegidienkirche die Kirche der Handwerker und Kämmerer und wurde im 14. und 15. Jahrhundert erbaut. Sie verfügt über eine besonders wertvolle Ausstattung aus dem Barock und der Renaissance.

Die Petrikirche wurde zwischen 1227 und 1250 als dreischiffige romanische Hallenkirche erbaut und zwischen 1450 und 1519 zur fünfschiffigen Hallenkirche erweitert. Im Turm befindet sich ein Fahrstuhl, der Besucher auf die Aussichtsplattform in 50 Metern Höhe bringt. Von dort hat man einen wunderschönen Blick über Lübeck. Genutzt wird die Kirche seit 1987 für kulturelle Zwecke.

Die Katharinenkirche wurde zwischen 1300 und1370 als turmlose Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters erbaut und ist eine der bedeutendsten Backsteinkirchen Norddeutschlands. Während einer langen Zeit der Restaurierung wurde sie in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Die Kirche ist seit 1806 profaniert und heute sind in ihr bemerkenswerte Kunstschätze ausgestellt.

Die Jakobikirche wurde im Jahre 1334 als Kirche der Schiffer und Seefahrer fertiggestellt  und neben einer Gedenkstätte für auf See gebliebene Fahrensleute befindet sich in der nördlichen Turmkapelle auch das Wrack eines Rettungsbootes des 1957 im Atlantik untergegangenen Segelschulschiffes „Pamir“. Berühmt ist die Jakobikirche für ihre Orgelkonzerte.

Zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten Lübecks gehört sicher auch das Buddenbrookhaus in der Mengstraße 4. Von dem aus Marburg stammenden Kaufmann Johann Michael Croll wurde es 1758 erbaut und 1841 von Johann Siegmund Mann, dem Großvater von Heinrich und Thomas Mann gekauft. 50 Jahre lang war es im Besitz der Familie. Heute befindet sich hinter der historischen Fassade ein modernes Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum.

Zum Ende des Mittelalters wohnten viele Tagelöhner und Träger in winzigen Häusern, die Buden genannt wurden. Sie standen dicht an dicht auf Eckgrundstücken oder an den Rückseiten der Bürgerhäuser. Diese versteckten Wohnbereiche wurden Gänge oder Gangviertel genannt. Heute bestehen in Lübeck noch etwa 90 der ehemals 180 Gänge, die es zum Ende des 17. Jahrhunderts gab. Besonders viele Gänge gibt es in der Engelsgrube, deren Name nicht etwa auf Engel, sondern vielmehr auf die Engländer zurückgeht.

Reichtum und Frömmigkeit der Lübecker Bürger führten auch zum Bau des Heiligen-Geist-Hospitals, das 1286 vollendet wurde. Es ist die älteste Sozialeinrichtung Europas und auch eines der bedeutendsten Monumentalbauwerke des Mittelalters. Hier konnten 100 kranke Menschen aufgenommen werden, nach Erweiterungen auch mehr. Erst für die Krankenpflege wurde es später als Altenheim genutzt. Heute beherbergt es ein modernes Altenheim und in den Kammern des Langhauses und in der schön restaurierten Kirchenhalle finden regelmäßig Kunsthandwerker- und Weihnachtsmarkt, aber auch Einzelveranstaltungen, statt. In den Kellergewölben gibt es seit 1955 eine Weinstube die mit der Zeit zum Restaurant ausgebaut wurde.

Heiligen-Geist-Hospital © flickr/abrocke

Das Rathaus von Lübeck ist eines der schönsten und ältesten deutschen Rathäuser. Mit dem Bau wurde im Jahre 1230 begonnen und es wurde in den folgenden Jahrhunderten immer wieder verändert. Aus der Zeit nach 1350 stammt das spitzbogige Hauptportal mit den grün glasierten Backsteinen und auf den Bronzebeschlägen an den Türflügeln sind der Kaiser und die sieben Kurfürsten zu sehen. Einer der Beschläge ist noch ein Original aus dem 14. Jahrhundert, der zweite ein Nachguss. Freitreppe und Eingangshalle im neugotischen Stil stammen aus dem Jahre 1887.

Neben dem Holstentor und direkt an der Trave stehen die sechs Backsteingiebelhäuser, die als Salzspeicher für das über den Stecknitzkanal, den ältesten Kanal Deutschlands, von Lüneburg nach Lübeck gebrachte Salz. Das „weiße Gold“ wurde mit Segelschiffen dann weiter nach Skandinavien transportiert und diente vor allem in Schonen und Bergen zum Konservieren der Fische, die dann wiederum nach Mittel- und Westeuropa transportiert werden konnten.

Die Liste der Sehenswürdigkeiten Lübecks ließe sich beliebig erweitern, machen Sie doch einfach selber mal eine Reise in diese schöne Stadt und schauen Sie sich alles an.

Geschichte Lübecks

  • Um 1000 errichteten die slawischen Wenden „Liubice“ and der Mündung der Schwartau in die Trave
  • 1138 Zerstörung durch aufständische Slawen.
  • 1143 wird von Graf Adolf II. von Schauenburg an der Trave eine Kaufmannssiedlung gegründet
  • 1157 wird die Siedlung durch Feuer zerstört
  • 1159 Heinrich der Löwe gründet Lübeck neu
  • 1170-1180 es wird mit dem Bau der großen Kirchen begonnen
  • 1226 Lübeck bekommt die Reichsfreiheit von Friedrich dem II. verliehen
  • Um 1300 wird Lübeck Haupt der Hanse und 1358 findet in der Stadt der erste Hansetag statt
  • 1370 nach zwei Kriegen gegen Dänemark der Friede von Stralsund und Lübeck ist auf dem Höhepunkt seiner Macht
  • 1669 treten die letzten neun Städte der deutschen Hanse zum letzten Mal in Lübeck zusammen – Lübeck, Hamburg und Bremen tragen das Erbe der Hanse bis ins 21. Jahrhundert und bleiben Freie Hansestädte
  • 1806-1813 Lübeck unter französischer Besetzung
  • 1871 Lübeck ist selbständiger Bundesstaat
  • Ab 1900 entwickelt sich Lübeck zu einer Handels- und Industriestadt
  • 1937 durch das „Groß-Hamburg-Gesetz“ verliert Lübeck die Reichsfreiheit und kommt zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein
  • Ab 1949 erfolgt der Wideraufbau der im Krieg stark zerstörten Stadt
  • 1987 werden Teile der Lübecker Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe

Veranstaltungen und Kultur in Lübeck

Museen

Bekannte Museen Lübecks sind natürlich das Holstentor, das Buddenbrookhaus, das Günter-Grass-Haus, als Forum für Literatur und bildende Kunst und das Willy-Brandt-Haus, das über das Leben des Nobelpreisträgers und Politikers informiert.

  • St. Annen – Kunsthalle und Museum, zurzeit mit einer Ausstellung der Russin Natalja Gontscharowa
  • Drägerhaus/Behnhaus – in den zwei Kaufmannshäusern aus dem 18. Jahrhundert ist eine fantastische Kunstsammlung zu sehen
  • Burgkloster und Burgtor – das Burgkloster ist die bedeutendste mittelalterliche Klosteranlage in Norddeutschland
  • Museum für Natur und Umwelt – neben einer fantastischen Ausstellung ist hier auch ein Walskelett zu sehen

Veranstaltungen

  • 10. Juli-29. August 2010: Schleswig Holstein Musik-Festival – dieses Jahr mit Länderschwerpunkt Polen
  • 23. Juli-1. August 2010: Travemünder Woche – die schönste Regatta der Welt
  • 6.-15- August 2010: Duckstein-Festival – eine wunderbare Mischung aus Kunst, Kultur und Kulinarischem
  • 13.-15.- August 2010: Pinn & Pann – faszinierende Traditionssegler und Gaumenfreuden aus dem Meer in Travemünde
  • 20.-22. August 2010: Harley-Weekend-Lübeck
  • 21. August 2010: 1. Taschenlampenkonzert in Travemünde – swingendes und rockendes Abendkonzert für die ganze Familie
  • 20.-29. August 2010: Kino unterm Ostseehimmel in Travemünde – 10 Tage Kino unter freiem Himmel
  • 3.-7. November 2010:  52. Nordische Filmtage in Lübeck
  • 22. November-30. Dezember 2010: verschiedene Weihnachtsmärkte in Lübeck

Bäder und Thermen in Lübeck

Neben zahlreichen Frei- und Hallenbädern gibt es die Erlebnisbäder Holstein-Therme, www.holstein-therme.de, in Bad Schwartau und die Ostsee Therme, www.ostsee-therme.de in Scharbeutz

Gastronomie in Lübeck

In Lübeck ist die Auswahl an Cafés, Restaurants und Kneipen fast nicht überschaubar und unterliegt einem ständigen Wandel. Von traditionellen Gaststätten über edle Bistros und gediegene Kaffeehäuser bis hin zu Studentenkneipen lässt sich in der Stadt alles finden.

Öffentliche Verkehrsmittel in Lübeck

Empfehlen kann man für den Lübeckbesuch die HappyDay Card. Mit ihr hat man freie Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln und viele Ermäßigungen in Museen, Theatern und bei Kanal- und Hafenrundfahrten.

Messetermine 2010 in Lübeck

  • 04.09.2010 – 05.09.2010 Tattoo Convention Lübeck
  • 15.09.2010 – 16.09.2010 b2d im HanseBelt – Die regionale Mittelstands-Messe     Lübeck
  • 11.11.2010 – 14.11.2010 nordica Lübeck –  Die Erlebnismesse für die ganze Familie
  • 19.11.2010 – 21.11.2010 SchnippSchnapp – Handarbeit & Co – Die Messe rund um das kreative Hobby

Lübeck © flickr/Marcus Meissner

Ausflugsziele in der Nähe von Lübeck

Wenn Sie in Lübeck sind sollten sie auf alle Fälle eine Fahrt auf der Trave oder einen Ostseetörn machen. Auch die Hafenstädte Wismar, Rostock und Stralsund sind nicht weit. Und in Lübeck beginnt außerdem einer der längsten zusammenhängenden Radwege Deutschlands. Über 450 Kilometer führt er entlang der Ostseeküste bis nach Flensburg. Für Familien ist auch der Hansa-Park in Sierksdorf zu empfehlen.

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Trier

Sehenswürdigkeiten Triers

Als älteste Stadt Deutschlands gibt es natürlich viel zu sehen in Trier in Rheinland-Pfalz, und deshalb hier die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Porta Nigra © flickr/QuartierLatin1968

Am besten eignet sich die Porta Nigra als Ausgangspunkt für die Stadtentdeckung.
Die Porta Nigra ist das am besten erhaltene Stadttor nördlich der Alpen. Ein unglaubliches antikes Bauwerk in Mitten des modernen Triers.
180 n. Chr. von den Römern aus großen Sandsteinquadern errichtet. Der Stein stammt vom nahegelegenen Kylltal. Die Steine wurden ohne Mörtel aufeinandergesetzt; diese wurden von Bronzesägen zurechtgeschnitten und von Eisenklammern zusammengehalten. Im Inneren eines Tores ist ein solches Exemplar noch zu sehen. An anderen Stellen sind lediglich die Rostspuren zu sehen, da im Mittelalter viel entnommen wurden zum Einschmelzen.
1028 ließ sich der griechische Mönch Simeon als Einsiedler im Ostturm einmauern. 1035 nach seinem Tode wurde er im Erdgeschoss bestattet und heilig gesprochen.

Auch die Trierer Römerbrücke über die Mosel zählt zu den ältesten Römerbauten nördlich der Alpen. Noch heute trägt sie mühelos den modernen Verkehr. In drei Bauabschnitten gebaut im 16. Jhd. vor Chr., im Jahr 71 n. Chr. und von 144 bis 152 n. Chr. endgültig fertiggestellt.
Der Anfangsbau fand zeitgleich mit der Gründung der Stadt statt. Es wurden Eichen für den Pfahlunterbau genutzt.
Im zweiten Bauabschnitt wurden Balkenroste benutzt, die das Fundament für die steinernen Pfeiler wurde.
Im letzten Abschnitt wurden Gussmauerkerne verarbeitet. Auch diese wurden von Eisenklammern im Bleiguss verbunden. Als Eisbrecher stromaufwärts sind diese spitz.

Die Steipe am Hauptmarkt ist ein imposantes Gebäude, das eine 50jährige Bauzeit aufzuweisen hat. 1483 fertiggestellt, 1944 zerstört und 1970 wieder aufgebaut.

Ganz eindrucksvoll ist auch die Kaisertherme. Bereits im 4. Jhd. wurde die Therme umgestaltet zum Zwecke eines repräsentativen Kaiserforums. Der Warmbadesaal “caldarium” bietet heute Platz für 650 Zuschauer bei Theateraufführungen.
Einst wurde das kalte Wasser in sechs Kesselräumen auf 40 Grad erwärmt, dann weitergeleitet in die Badebecken, die über eine Fußbodenheizung verfügten.

Knapp einen halben Kilometer entfernt von der Therme befindet sich das Amphitheater, das 100 n. Chr. gebaut wurde und unglaublichen 20.000 Zuschauern Platz bot. Dies zeigt eindrucksvoll, welch mächtige Stadt Trier war, um einen solchen Prestigebau zu haben.

Der größte Einzelraum, der das Mittelalter überlebt hat, ist der Thronsaal Kaiser Konstantins, die sogenannte Basilika. Die Halle ist so riesig, dass die Orgel 7 Sekunden nachhallt.
Die Außenmaße sind unglaublich: ca. 28 m breit, 33 m hoch und 67 m lang und wenn man die Eingangshalle mitrechnet, kommt man auf 75 m.
Wunderschön ausgeschmückt mit Marmor, Mosaiken und Statuen. Auch eine Fußbodenheizung gab es. Leider wurde all dies im 5. Jhd. von den Franken zerstört.
Seit dem 19. Jhd. wird sie als erste und älteste protestantische Kirche im katholischen Trier genutzt.

Zum Spazierengehen und Staunen lädt die Domstadt ein. Die Häuser und Gässchen um den Dom werden so genannt. Überall sind die Mauern verziert an Wappen und Toren. Es gibt Gebäude aus acht Jahrhunderten zu sehen.

Dom Trier © flickr/55Laney69

Schön am Moselufer gelegen sind die Hebekräne des einst florierenden Handels zu bestaunen. Die Kräne haben ein drehbares Dach, im Inneren sind riesige Laufräder. Ein Kran ist aus dem 15. Jhd, der andere wurde erst 1774 erbaut.

Übrigens zählen Folgende zu den UNESCO-WELTKULTURGÜTERN:
Amphitheater, Barbarathermen, Dom, Kaiserthermen, Konstantinbasilika, Liebfrauenkriche, Porta Nigra und die Römerbrücke.

Geschichte Triers

17 v. Chr. wurde von den Römern unter Kaiser Augustus das keltische Treverer gegründet.
293 von Kaiser Diokletian wurde Treviris zur römischen Kaiserresidenz und sogar zur Hauptstadt des weströmischen Reiches.

Im 5. Jhd. von den Franken erobert
und kam 870 zum ostfränkisch-deutschen Reich

12. Jhd. die Trierer Erzbischöfe werden auch Kurfürsten. Trier wird zur Hauptstadt  bis zur Wende vom 18. zum 19. Jhd. Bis dahin blühte der Kurstaat.

Kurzzeitig im französischen Besitz, gehörte Trier ab 1815 zu Preußen.
Und nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

Zoo & Co

Für Kinder ganz toll: gleich bei der Basilika gibt es jetzt einen römischen Spielplatz mit hölzernen Türmen und einem Grenzwall Limes.

Das Wildfreigehe am Köckelsberg im Weißhauswald zeigt nicht nur Damhirsche, Rothirsche und Wildschweine, auch die seltenen Haustierrassen wie Thüringer Waldziege, Wollschweine und Appenzeller Spitzhaubenhühner versetzten nicht nur die Kleinen in Staunen. Auch Kleintiere wie Kaninchen, Ziegen und Fasanarten sind zu sehen. Es gibt auch einen Waldlehrpfad.

Museen in Trier

Im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum werden Werke der christlichen Kunst und des religiösen Brauchtums gezeigt. Viele Skulpturen, Gewänder und Altargeräte sind ausgestellt, ebenso eine beachtliche Münzen- und Medaillensammlung. Die 10-jährige Renovierungszeit hat sich gelohnt, denn nun sind konstantinische Deckenmalereien freigelegt.

Interessant ist auch das Rheinische Landesmuseum Trier. Zeigt es doch wie kein anderes Museum in Deutschland die Wirtschaft, Siedlung, Religion, Kunst und Zivilisation der ersten vier Jahrhunderte nach Christus.

“Leichtere” Kost und für Groß & Klein gleichermaßen geeignet, ist das Spielzeugmuseum Trier. Spielzeuge aus dem 18. und 19.Jhd. werden gezeigt, auch der technische Einzug ins Kinderzimmer der Jahrhundertwende wird präsentiert. Darin spiegelt sich auch die kulturelle und industrielle Entwicklung unserer Gesellschaft wider.

Im Verkehrsmuseum hat Trier als älteste Stadt viel zu präsentieren was das Verkehrswesen im Laufe der Jahrhunderte so bot. Schienenstücke, Hufeisen gehören ebenso dazu wie Pferde gezogene Straßenbahnen. Auch Uniformen der Busfahrer sowie Dienstmützen aus vielen Epochen.

Öffentlicher Verkehr in Trier

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Luxemburg, kein Problem, es gibt folgende Tickets zur Auswahl: TagesTicket DeLux, MobilTicktet DeLux Monat und sogar fürs Jahr.

Klassische Tages- und Gruppentickets sind ebenso erhältlich wie MobilTickets, die 7 Tage gelten.

Trier © flickr/JOE MARINARO

Gastronomie in Trier

Mal anders essen kann man in der Kartoffelkiste und wie der Name schon verrät, dreht sich hier alles um die tolle Knolle.

Ansonsten gibt es überall gute Gasthäuser mit regionaler Küche. Auch für Gourmets des internationalen Geschmackes gibt es viele Lokale.

Ausflüge in die Umgebung

Ausflüge zu den Burgen Welschbillig, Ramstein oder Sommerau. Auch die Burgruine Grimburg ist einen Besuch wert.
Ein Dampflok- Museum lockt in Hermeskeil, wo auch die Flugausstellung ist.

Ausflüge an die Mosel und die Saar sind immer abwechslungsreich, sei es in Verbindung mit Schifffahrten oder auch zum Wandern und Radfahren.

Auch ist die Eifel nah wie der Hunsrück.

Abstecher als Tagesausflüge nach Luxemburg, Belgien und Frankreich sind auch gut möglich.

Messe, Veranstaltungen und Kultur

06/2010

  • Altstadtfest Trier
  • Ausstellung des Malers Max Lazarus im Stadtmuseum Simeonstift Trier

07/2010

  • Flohmarkt von Trödel bis Antik auf der Freifläche des Messeparks Trier
  • ebenfalls im Stadtmuseum: Raue Schönheit-Eifel und Ardennen im Blick der Künstler

08/2010

  • ADAC Rallye Deutschland
  • Nina Hagen Konzert
  • PUR Konzert

09/2010

  • MediVita
  • Autokino in den Moselauen
  • Zirkus Althoff

10/2010

  • Erotikmesse
  • Kaya Yanar

11/2010

  • La Femme, die Messe für die Frau
  • Deep Purple Konzert
  • Helene Fischer Konzert
  • Peter Maffay Konzert

12/2010

  • Weihnachtszirkus
  • Unheilig Jubiläumstour

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Kassel

Sehenswürdigkeiten Kassels

Kassel in Hessen ist nicht nur die documenta-Stadt an der Fulda…es gibt viel zu sehen in Kassel…

Kassel von oben © flickr/anaulin

Hübsch thront er da, der Zwehrenturm von 1330. Erbaut im gotischen Stil diente er als Stadttor am Steinweg Richtung Frankfurt. Und schon 1709 besaß der Turm eine der modernsten, astronomischen Instrumente zur Himmelbeobachtung. Diese Sternwarte befand sich in der drehbaren Kuppel. Dort haben Tycho de Brahe, Bürgi und auch Papin gearbeitet. Der untere Teil des Turmes war auch zeitweise als Gefängnis genutzt. Um im 18. Jhd. kam noch eine Sonnenuhr dazu. Gemalt mit römischen Stundenzahlen und den Kurven von Sternbildern und Monaten.

Der Druselturm war auch Teil der Befestigungsanlage. Einige Teile sind davon noch zu sehen. Von hier wurden die Gassen der Altstadt regelmäßig mit Wasser gereinigt. Auch dieser Turm besaß ein Gefängnis, das erst menschenwürdiger wurde, als Phillp der Großmütige Heizungen einbauen ließ. Er selbst saß nämlich als Gefangener in den Niederlanden in strenger Haft.

Das Rondell ist der älteste Teil der städtischen Befestigungsanlage. Diese Bastion trotze unbeschadet dem Dreißigjährigen Krieg. Wie auch im Zwehrenturm und dem Ottoneum so soll es dort unterirdisch angelegt eine Folteranlage gegeben haben inkl. der “eisernen Jungfrau” und einem Mechanismus, der die Hingerichteten in die Fulda spülte.
Im Sommer kann man aber trotz der Gruselkenntnisse den dortigen Biergarten genießen mit tollem Blick auf den Fluss.

Das Rathaus von Kassel ist jung. Erst zu Beginn des 20. Jhd. erbaut im Neubarock. Interessant sind die Brunnen vor dem Rathaus: Henschelbrunnen und Aschrottbrunnen

Im Herzen von Kassel zwischen Fluss, Theater und Königsplatz liegen die Markthallen. Wer mehr erfahren möchte, kann nach Voranmeldung an einer Führung teilnehmen. www.markthalle-kassel.de

Das Schönste an Kassel ist wohl der Königsplatz. Ein Prachtbau der Stadtbaukunst Europas (zu vergleichen mit dem Friedrichtsplatz). 1767 von Simon Louis du Ry angelegt, nachdem der Festungsring der Stadt entfernt wurde.
Auf diesem Platz befand ich auch das Gasthaus, in dem Johann Wolfgang von Goethe viermal Halt gemacht hat.
Der geografische Mittelpunkt Kassels liegt auch 163 Meter hoch.
Die abgehende Königsstraße ist die erste Fußgängerzone Deutschlands. 1877 befuhr diese Straße die ersten Dampfstraßenbahnen. Nur Kopenhagen und Paris besaßen diesen Luxus noch.

Der Bunker unter dem ehemaligen Hauptbahnhof / jetzt Kulturbahnhof ist von der Deutschen Reichsbahn von 1941 – 1943 erbaut worden. Heute bietet er 3600 Personen Platz. Seine letzte Nutzung liegt noch gar nicht solange zurück, sondern ist eigentlich junge Geschichte.
Zur Grenzöffnung wurde er für 6 Wochen in Betrieb genommen, um Bürgern aus der ehem. DDR eine Übernachtungsmöglichkeit zu geben.
Jeden zweiten und vierten Montag im Monat kann man den Schutzraum unter dem Vorplatz des Haupfbahnhofes besichtigen (nur mit Voranmeldung).

Schön zu begehen ist auch das Verbindungstück zwischen dem Kulturbahnhof (ehemals Hauptbahnhof) und der Innenstadt. Großzügig angelegte Blumenbeete säumen die Treppenstraße. Verschiedenste Geschäfte und Lädchen laden zum Bummeln ein.

Keinesfalls auslassen beim Besichtigungsprogramm Kassels sollte man den Herkules, der hoch über der Stadt steht.

Geschichte Kassels

Rathaus © flickr/tilo 2005

Gleich zwei Urkunden zeugen von der Existenz Kassels im Jahre 913.
1277 wurde Kassel zur Residenzstadt unter Landgraf Heinrich von Hessen.
Im 14.Jhd. tobte lange, aber vergeblich, ein Unabhängigkeitskampf. So prägten die Landesfürsten über ein halbes Jahrtausend hinweg die Entwicklung der Stadt.
Im 16. Jhd. wurde Kassel politisch interessant, da Landgraf Philipp sich sehr für den Protestantismus einsetzte. Seine Veranlassung, eine Festungsanlage zu errichten, behinderte Kassel Jahrhunderte lang, sich auszubreiten.
Im 17. Jhd. kamen viele französische Glaubensflüchtige nach Kassel und so entstand der Stadtteil Oberneustadt.
Seit 1805 lebten hier die Gebrüder Grimm, die hier ihre bis dahin nur mündlich übertragenen Märchen hatten, diese zu Papier.
1943 wurde zum Schicksalstag für Kassel; es wurde nahezu ausgelöscht von den Luftangriffen.
1955 sorgte die Bundesgartenschau für einen Stadtentwicklungsschub.
1981 kam die Bundesgartenschau wieder nach Kassel.

Parkanlagen und Thermen

Der Bergpark Wilhelmshöhe ist bestimmt einer der größten und schönsten in Europa mit seinen über 600 Gehölzarten.

Der Barockpark ist so groß wie Monaco. Dort gibt es eine Orangerie und die Blumeninsel Siebenbergen.

Bad Arolsen-Arobella, die Kristall Weserbergland-Therme in Bad Karlshafen, der Baunatal Aqua-Park, das Calden-Waldschwimmbad sind nur einige Möglichkeiten sich in Kassel abzukühlen. Auch am Fluß gibt es gute Badegelegenheiten.

Museen in Kassel

Allen voran natürlich das Museum der Brüder Grimm. Die Ausstellung ist für Groß und Klein gleichermaßen eine verzauberte Reise durch die Märchenwerkstatt der Brüder Grimm. Historische Feststellungen zur Märchentradition, multimediale Präsentationen und Märchenfilme stehen auf dem Programm.
Bis zum 27.06.2010 befindet sich die Ausstellung im Kulturbahnhof, danach wieder in den ursprünglichen Räumen im barocken Palais Bellevue.

Das Museum Fridericianum wurde nach seinem Stifter benannt; 1779 wurde der erste klassizistische Bau in Deutschland vollendet. Das British Museum war das Vorbild, somit hatte der europäische Kontinent sein erstes Museumsgebäude. Dort sind die Schätze und Raritäten untergebracht, die der Landgraf zusammengetragen hatte. Auch die 1580 gegründete Bibliothek zog ein. Leider verbrannten fast 350,000 Bücher während des letzten Weltkrieges. Das Fridericianum zeigt Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst und ist auch wichtiger Ort für die documenta.

Ein nicht für jedermann geeignetes Museum, aber hochinteressant ist das Museum für Sepulkralkultur.
Es beherbergt eine umfassende Ausstellung über das Sterben, den Tod, Grab und Gedenken. Ausstellungsstücke sind u.a. Totenhemden, Särge, Trauertrachten und viele Darstellungen, die sich mit dem Gegenstück zum Leben auseinandersetzen. Auch wird die Enttabuisierung des Todes über die letzten Jahrhunderte erläutert.
Die Dauerausstellung zeigt historische und aktuelle Werke zu “Tod und Bestattung” sowie zu “Friedhof und Grabmal” vom Mittelalter bis heute.
Führungen möglich nach Voranmeldung; www.sepulkralmuseum.de

Interessant sind noch das Straßenbahnmuseum, das Wasserkraftwerk Neue Mühle, das Museum des Kasseler Ehrenbürgers Spohr und natürlich die Neue Galerie, Schloss Wilhelmhöhe.

Orangerie © flickr/Locomotive Stillstand

Öffentlicher Verkehr in Kassel

Wenn man im Best Western, dem Schweizer Hof, dem InterCity, dem Pentahotel, Kurpark Hotel oder dem Ramada Hotel übernachtet, ist im Übernachtungspreis das HotelTicket enthalten; damit hat man in Kassel und Umgebung freie Fahrt.
Alle anderen können mit diversen Tickets die Stadt erkunden. Das Multiticket gibt es als 24 Stunden Ticket oder als Wochenendkarte. Eine Begleitperson ist eingerechnet oder die ganze Familie.
Es gibt auch Tagestickets für verschiedene Bereiche, die um Kassel sind. Für die Sondertickets bitte unter www.kvg.de schauen.

Gastronomie Kassels

vielfältig, daher hier nur ein paar Tipps…

Das berühmte “Bleibtreu”, ein urgemütliches Szenelokal aus den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Das Brauhaus “Knallhütte” in Baunatal mit Restaurant und Biergarten und Brauereibesichtigung.

Essen vom Heißen Stein bietet die Bier- und Weinstube “Duck Dich”, untergebracht in einem alten Frachtwerkhaus.

Das “Lohmann” ist für jedermann und das schon seit 1888!! Gutes Essen für Jedermann zu fairen Preisen ist auch heute noch das Motto.

Ausflüge in die Umgebung

Ca. 10 km von Kassel entfernt kann man eine Fahrt mit der Steinertseebahn genießen.
Dampflockfahrten bietet Schwalm-Knüll.
Heißluftballonfahrten bieten der Kassel-Ballonclub Nordhessen und der Klub “Von Winde verweht”.
Auch so lässt sich Kassel und Umgebung mal aus einer anderen Perspektive genießen.

Klassische Ausflugsziele sind des weiteren der Harz, der Naturpark Habichtswald sowie der Naturpark Hann. Münden

Messe, Veranstaltungen und Kultur

06/10

  • Zirkus Lenz
  • an ganz vielen Orten public viewing der WM

07/10

  • Open-Air-Kino

08/10

  • 3. Tatoo & Piercing Show

09/10

  • Herbstausstellung (Lust aufs Land, Ägypten, Herbstblumen…)
    Herbstzauber Kassel
  • ANSPO Kassel (Angelsport Fachmesse)

10/10

  • 11. Garten- und Zooevent
  • Azbi- und Studientage

11/10

  • 21. Internationaler Taubenmarkt
  • Kinderflohmarkt
  • Bundesvogelschau
  • WBK International (Waffenbörse)

12/10

  • Retrieverausstellung
  • Nationale u. Internationale Rassehundeausstellung

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Freiburg

Sehenswürdigkeiten Freiburgs

Freiburg im Breisgau ist nicht nur durch die Lage am Schwarzwald bekannt, die Stadt in Baden-Württemberg ist noch dazu wunderschön.

Freiburger Münster © flickr/krossbow

Am bekanntesten ist wohl der Freiburger Münster. Herausragend ist seine Pyramide des schlanken Turmes, der sich von den Dächern der Altstadt sehr abhebt. Der Historiker und Autor C.J. Burckhardt soll ihn sogar als den schönsten Turm der Christenheit genannt haben.
Bereits 1330 vollendet, sind die 116 Meter hohen Türme auch heute noch beeindruckend.

Auch das Alte Rathaus ist interessant. Einst erwarb die Stadt gegen Ende des 13.Jhd. ein Haus am Franziskanerplatz für die Arbeitszimmer des Stadtschreibers. Der Kernbau von 1557 lässt sich heute noch erkennen als asymmetrischer Anordnung der Achsen sowie der langestreckte Körper des Gebäudes.
1944 bis auf die Grundmauern abgebrannt und während des Wiederaufbaus vergrößert, besticht der Bau heute in klaren Formen. Fassaden und Dächer sind restauriert worden; dies ist aber nur der Spendenfreudigkeit der Freiburger zu verdanken.

Das Neue Rathaus ist eine bauliche Verbindung vom Doppelhaus “Zum Rechten” und dem Nachbarshaus “Zum Phönix”. 1578 vollzog die Universität diesen Schritt. Und bis 1774 wurde es als “Collegium Universititas” genutzt.
Zwischen 1896 und 1901 wurde das Neue Rathaus durch Umbauten in diesen Gebäudekomplexen eingerichtet. Die Inneneinrichtung ist genauso prunkvoll wie die Außenfassaden mit großen Fenstern, Balkonen und Erkern. Innen besticht der Stil der Spätgotik und der Renaissance. Der Ratssaal ist mit einer geschnitzen Holzdecke überspannt.

Gleich drei Stadttore sind erhalten:
Das Schwabentor, im Westen gelegen, konnte einst durch einen Wehrgang von allen Seiten verteidigt werden. Es wurde Mitte des 13. Jhd. gebaut. 1901 wurde es fast auf das Doppelte erhöht. Ein steiler Treppengiebel erhebt sich nun über dem Uhrengeschoss. Vorbild waren die norddeutschen Stadttürme. Aber schon 1954 wurde wieder umgebaut. Der Aufsatz wurde wieder entfernt, dafür bekam der Turm eine barocke Dachpyramide samt Glockentürmchen und Zwiebelhaube.
Das Martinstor ist der älteste noch erhaltene Turm der ersten Freiburger Stadtbefestigung. Urkundlich das erste mal 1238 erwähnt. Dieses Tor liegt im Osten. Auch an diesem Turm wurde gearbeitet; Ende des 19. Jhd. ließ der damalige Bürgermeister Otto Winterer den Turm ausbauen. Das Tor wurde von 22 Meter auf 60 Meter aufgestockt.
Das Breisacher Tor liegt an der Ecke Rempartstraße und Gartenstraße. Dieser wurde nach 1677 unter der französischen Besatzung errichtet. Im Jahre 1770 durchschritt sogar Marie Antoinette dieses Tor. Nach dem Wiederaufbau 1950/51 war dort die Basler Versicherung eingezogen und heute befinden sich mehrere städtische Dienststellen in diesem Gebäude.

Die ganz Freiburg durchziehenden Bächle sind historisch für die Altstadt. Einst gedacht für die Versorgung mit Sauberwasser und Schmutzwasserablass. Heute spenden diese Wasserläufe ein tolles Stadtklima.

Ein weiterer Hingucker ist das Historische Kaufhaus. Lienhardt Müller errichtete dieses Kaufhaus am Münsterplatz 1520-1532. Der Balkon kam erst 1550 hinzu. Die rote Fassade lässt es niemanden übersehen. Heute kann man vier historische Räume besichtigen und den Innenhof für Veranstaltungen nutzen.

Geschichte Freiburgs

  • 1091 wurde auf Schlossberg eine Burg gebaut von den Zähringern.
  • 1120 wurde die kleine Ansiedlung von Konrad und Herzog Bertold III mit der Markgründungsurkunde zur Stadt erhoben.
  • 1200 wurde mit dem Bau des Münsters begonnen, denn durch die günstige Lage & Marktrecht wuchs Freiburg rasant.
  • 1415 Reichsstadt Freiburg
  • 1457 Universität Freiburg
  • der Dreißigjährige Krieg dezimierte die Bevölkerungszahl auf 2000!
  • 1677 nahmen die französischen Truppen Freiburg ein
  • ab 1697 kam Freiburg abwechselnd unter französische und österreichische Herrschaft
  • 1821 Bischofssitz
  • 1845 Bahnverbindung Freiburg nach Offenbach
  • 1899 immatrikulierte die Freiburger Universität die erste Frau in Deutschland
  • 1910 wurde das Stadttheater eingeweiht

Zoo, Therme & Sport

Kostenlos ist der Besuch im Tier-Natur-Erlebnispark Mundenhof, aber um Spenden wird gebeten. Diese Besonderheit der Stadt Freiburg ist ein ganz besonders Tiergehege. Einst war das Stadtgut Mundenhof ein großer landwirtschaftlicher Betrieb. Dann fand eine Veränderung statt hin zur Naherholung und damit verbunden Naturpädagogik und Tiergehege. Es gibt zahlreiche Kinderprojekte. Infos dazu bitte unter www.tiergehege-fg.de

Das Keidel Mineral-Thermalbad in Freiburg bietet Urlaub vom Alltag. Nicht nur Sauna wird geboten, sondern auch türkisches Baden. Liegewiesen, Terrassen und ein großes Schwimmerbecken werden geboten. Näheres unter www.keidel-bad.de

Freiburg verfügt als einzige deutsche Stadt über einen Nordic Fitness Park. Attraktive Streckenführung für alle Fitnessstufen. Auf dem Gelände des altstadtnahen Schlossberges.

Museen in Freiburg

  • Archäologisches Museum Colombischlössle: beeindruckende Zeugnisse der Ur- und Frühgeschichte wie z. B. alemannischer Schmuck, keltische Fürstengräber, römische Gottheiten….
  • Museum für Stadtgeschichte: 900 Jahre Stadtgeschichte werden im Haus des spätbarocken Malers, Bildhauers und Architekten J. Chr. Wentzinger gezeigt. Er ist auch der Stifter. Es gibt ein Modell der Münsterbaustelle zu bestaunen (um 1300); weitere Stadtansichten von 1600 und 1700. Des weiteren sind Pläne, Urkunden, Waffen, Münzen und Altäre zu sehen. Es wird anschaulich dargestellt wie einst Händler, Handwerker, Mönche und Bürger lebten. Gemälde und Dokumente runden dies ab.
  • Naturmuseum: alles über die Tier- und Pflanzenwelt, Völkerkunde aus Schwarzafrika, Asien, Südamerika, Südsee und Australien
  • Augustinermuseum: Originalskulpturen des Freiburger Münster, Goldschmiedearbeiten, Gemälde von Grien, Grünewald und Cranach dem Älteren sowie von Feuerbach, Winterhalter und Thoma.
  • Museum für Neue Kunst: gezeigt werden Meisterwerke der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart. Kunst aus der Region.

Historisches Kaufhaus Freiburg © flickr/rs-foto

Gastronomie in Freiburg

Die badische Küche und der badische Wein können in allen Kategorien entdeckt werden; vom Sterne-Lokal über Kneipen und Beizen.
Typisch sind Ochsenfleisch mit Meerrettichsauce und Roter Beete, Leber mit “Brägele” (Bratkaroffeln) oder die berühmten Schäufele (geräucherte Schweineschulter). Auch Sauerkraut mit Schupfnudeln wollen probiert werden.

Öffentlicher Nahverkehr in Freiburg

Für alle Autofans erleichtert das Parkleitsystem das Parken in der Innenstadt. Auch Park & Ride steht zur Verfügung.
Das Bus und Bahnnetz ist sehr gut ausgebaut und auch gut verbunden mit dem Breisgau, dem Südschwarzwald und sogar bis in die Schweiz. Auch die Radmitnahme ist meist problemlos. Man ist darauf eingestellt.
Das Radwegnetz ist auch sehr gut ausgebaut. Und in der Innenstadt haben die Fußgänger Vorrang.

Ausflüge in die Umgebung von Freiburg

Lohnenswert ist der 1284 Meter hohe Hausberg Schauinland. Von dort oben hat man einen herrlichen Blick auf die Schönheit des Schwarzwaldes. Zu Fuß oder auch mit der Seilbahn zu erklimmen.  Von dort starten auch unzählige Wander- und Radwege.

Knapp 30 km ist der Europa-Park entfernt und bieten Alt und Jung, Groß und Klein viel Aufregung udn Spaß.
Auch der Steinwasenpark ist ideal für Familien. Mehr Informationen finden Sie hier.

Tagesausflüge in die Schweiz sind auch möglich.

Messe, Veranstaltungen und Konzerte  in Freiburg

Juni 2010

  • Baby + Kind
  • Nachtflohmarkt

Juli 2010

  • horizon die Messe für Studium +abiturientenausbildung
  • Diabetestour, Gesundheitstag vor Ort
  • Städtischer Flohmarkt
  • Der Räuber Hotzenplotz
  • Verstehen Sie Spaß? Live

August 2010

  • Nachtflohmarkt

September 2010

  • Baden Messe (HAGEA)
  • Flohmarkt
  • Zirkus Knie

Oktober 2010

  • Südbadische Gebrauchtwagen-Verkaufsschau
  • Herbstmesse
  • Antiquitäten- und Kunst-Verkaufsausstellung
  • Internationale Mineralientage
  • Bülent Ceylan “Ganz schön Turbülent!”
  • Cindy aus Marzahn “Nicht jeder Prinz kommt uff’m Pferd!”

November 2010

  • Plaza Culinaria
  • Mein Hund Partner auf 4 Pfoten
  • Kleintierschau
  • Spielzeugbörse/Modelleisenbahn
  • Brettlemarkt-alles rund um den Wintersport
  • Kleintierschau
  • Kindertrödelmarkt
  • Deep Purple
  • Helene Fischer
  • Die Flippers
  • Chippendales
  • Kaya Yanar
  • Peter Maffay

Dezember 2010

  • Atze Schröder
  • Scooter Stuff the Turkey X-Mas Tour 2010

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Augsburg

Sehenswürdigkeiten Augsburgs

Imposant ist natürlich der Augsburger Dom; eigentlich die Hohe Domkirche Unserer Lieben Frau zu Augsburg. 823 ist die Domgeschichte bereits urkundlich erwähnt worden. Der Dom ist 113 Meter lang, 40 Meter breit und seine Türme stolze 62 Meter hoch. Im Inneren sind vor allem die romanischen und gotischen Fresken sehenswert; auch die Gewölbemalereien sind prächtig. Die ältesten  Glasmalereien Deutschlands (ca. Mitte 12. Jhd.) sind als Prophetenfenster etwas ganz besonderes. Auch die massive Bronzetüre (ca. 14.Jhd.) mit den 35 Relieftafeln mit Szenen aus dem Alten Testament ist beeindruckend.

Augsburger Dom © flickr/albany_tim

Der Perlachturm erfreut sich großer Beliebtheit bei Alt und Jung: “kleine”  Augsburger fiebern immer dem 29. September entgegen. Da findet das Turmmichelfest statt. Zu jeder vollen Stunde kommt aus dem Türchen des Perlachturmes die mechanische bewegte Figur des Hl. Michaels hervor und besiegt mit dem Speer den Teufel.
Der Turm ist zu besteigen.

Besucht haben muss man unbedingt die Fuggerei. Die älteste Sozialsiedung der Welt. Jakob Fugger der Reiche gründete dieses Projekt mit seinen Brüdern im Jahre 1521 für schuldlos in Not geratene katholische Bürger Augsburgs. 67 Häuser mit 140 Wohnungen, einer Kirche und einem Brunnen bilden die Fuggerei.
Auch heute noch ist die Miete symbolisch; der rheinische Gulden wurde umgerechtet auf 0,88€ Jahresmiete. Es besteht allerdings die Verpflichtung für ein tägliches Gebet zugunsten der Stifter.
Gegen geringes Entgelt ist die Fuggerei zu besichtigen; dies schließt auch eine Musterwohnung und ein kleineres Museum mit ein.

Der Augustusbrunnen, der Merkurbrunnen und der Herkulesbrunnen sind die bekanntesten von Augsburg und sehr geschichtsträchtig. Z. B. der Augustusbrunnen; dieser wurde 1594 errichtet. Es werden die vier Flüsse der Stadt dargestellt: Lech, Wertach, Singold und der Brunnenbach.

Augsburgs Glaspalast ist ein fünfstöckiges Spinnereihochhaus. 1910 als Baumwollspinnerei und Weberei errichtet, ist es nach der Stilllegung 1988 ein Industriedenkmal und schön renoviert worden. Heute ist ein Zentrum für Gegenwartskunst dort untergebracht (Teilausstellung der städtischen Kunstsammlung) sowie das private Museum mit Galerie des Augsburgers Ignaz Walter. Er ist Bauunternehmer und Kunstsammler.

1898 wurde “Auf dem Rain 10″  Bertolt Brecht geboren. 1990 wurde das Geburtshaus als Gedenkstätte neu gestalten. Dort wird das Leben und Schaffen von Brecht eindrucksvoll vermittelt.

1719 wurde Leopold Mozart, der Vater von Wolfgang Amadeus Mozart,  in der Frauentorstraße in Augsburg geboren. Bereits seit 1635 war das Haus in Besitz der Familie Mozart. Nach Wien und Salzburg war dies eine wichtige Station im Leben von W.A. Mozart. Als einzige deutsche Mozartstadt wird ihm natürlich gedacht, z. B. mit dem jährlich stattfindenden Mozartfest.

Geschichte Augsburgs

  • um 15 v. Chr. errichten Drusus und Tiberius ein römisches Militärlager
  • 1156 Augsburger Stadtrecht
  • 1316 Reichsfreiheit für Augsburg
  • 1368 Zunftrevolution in Augsburg
  • 1521 Stiftung der Fuggerei
  • 1530 Augsburger Bekenntnis “Confessio Augustana”
  • 1555 Augsburger Religionsfrieden
  • 1632 Eroberung Augsburgs durch König Gustav Adolf von Schweden
  • 1650 erstmaliges stattfinden des Augsburger Friedensfestes
  • 1770 die erste Kattunmanufaktur wird von J.H. Schüle errichtet
  • um 1816 Augsburger Börse
  • 1840 erste Zugverbindung zwischen Augsburg und München
  • 1929 die Freilichtbühne am Roten Tor wird errichtet
  • 1970 Gründung der Universität Augsburg
  • 1985 2000 Jahr Feier
  • 1998 die US-Garnison zieht ab
  • 2006 250. Geburtstag von W.A. Mozart wird groß gefeiert

Augsburg Perlachturm© flickr/Alaskan Dude

Zoo, Thermen und Co in Augsburg

Der Augsburger Zoo ist klein, aber fein. Rund 2000 Arten von Kolibri bis Elefant werden artgerecht gehalten. Streichelzoo, die Mini-Dampfbahn und sogar Elefantenreiten wird geboten. Die Robbenfütterungen sind sehr beliebt. Auch gibt es Nachtführungen.

Der Botanische Garten ist für Groß und Klein gleichermaßen geeignet. Die Attraktionen schlechthin sind natürlich der Japanische Garten, der Apothekergarten sowie der Rosengarten. Auch exotische Pflanzen gibt es in großer Auswahl. Locker dazwischen verteilt sind die Spielwiese, ein Kinderspielplatz und ein Biergarten.

Ganz toll ist auch der Augsburger Stadtwald; dort kann man nicht nur viel über den Wald lernen, sondern es gibt dort auch noch den Märchenpfad. Im Waldpavillon kann gegen Voranmeldung Führungen und Seminare zu den verschiedensten Themen für Jung und Alt gebucht werden. Z.B. Fledermäuse im Stadtwald, Besuch bei den Siebenbrunner Bibern, Vogelnistkastenbau…

Es gibt mehrere Frei- und Hallenbäder in Augsburg. Näheres unter www.augsburg.de

Gastronomie

Verhungern muss keiner in Augsburg. Überall gibt es Brauhäuser mit bayrischer Küche, auch viele italienische Lokale. Indisch und asiatisch wird man oft finden; beliebt ist der Mexicaner Joe Pena’s.
Einheimisch genießen kann man am besten mit Spätzlen in allen Varianten. Pur als Kasspatz’n oder auch mit Pilzsoße oder auch gleich als Spinatspätzle. Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt diese Delikatesse zu verfeinern und aufzupeppen.

Öffentlicher Nahverkehr in Augsburg

Der öffentliche Nahverkehr beinhaltet nicht nur das Übliche, sondern auch Nachtbusse und Sammeltaxen, auch für die naheliegenden Orte wie Inningen und Göggingen. Es gibt natürlich auch Tageskarten und Kinder fahren umsonst bis zum vollendeten 6. Lebensjahr in Begleitung eines Erwachsenen.
Park und Ride Stellplätze runden das Angebot der Stadtwerke Augsburg ab.

Museum

Im Maximiliansmuseum gibt es viele Exponate zur Augsburger Geschichte zu sehen. Untergebracht in zwei großbürgerlichen Häusern des 15. und 16.Jhd. werden Skulpturen, Objekte und Zeugnisse der Stadt Augsburg gezeigt. Auch das Augsburger Gold- und Silberschmiedegewerbe wird in einer großen Sammlung gezeigt.

Fuggerei © flickr/Allie_Caulfield

Die ehemalige Dominikanerkirche der Klosters St. Magdalena beherbergt jetzt das Römische Museum. Denkmäler und  Fundstücke von vorgeschichtlicher bis mittelalterlicher Epoche gibt es zu bestaunen. Auch die christlichen Aspekte kommen nicht zu kurz.

Sehr lebendig und interessant ist das Schwäbische Handwerkermuseum. Im Brunnenmeisterhaus werden 40 Handwerksberufe und deren Entwicklung gezeigt; auch die Wirkung auf Augsburgs Wohlstand wird erklärt.

Die Synagoge und das Jüdische Museum sollte man auf jeden Fall besuchen. Sehr informativ ist die Führung durch die Synagoge und man muss keine Scheu haben, Fragen zu stellen. Auch das Museum ist lehrreich. 1913 wurden die Architekten Lömpel und Landauer beauftragt für die stark gewachsene jüdische Gemeinde Augsburgs eine Synagoge zu errichten. 1917 wurde diese im Jugendstil eingeweiht. In der Reichsprogromnacht wurde die Synagoge schwer beschädigt. Lange wurde restauriert und 1985 wurde sie wieder eingeweiht. Zeitgleich wurde auch das Jüdische Museum eröffnet.

Messe und Veranstaltungen

Beliebt ist der Augsburger Stadtmarkt. Nähere Infos hier.
Das Volksfest Plärrer und die Dult finden zweimal im Jahr statt.

Auch der Christkindlmarkt ist sehr beliebt, da seine Lage auf einem Platz im historischen Stadtkern recht romantisch ist.

  • seit dem 21.05.10 bis 10.10.10:
  • Bayerische Landesausstellung “Künstlerisch auf Welsch und Deutsch”/Kunstaustausch zwischen Bayern und Italien im 15. und 16. Jhd.
  • ab 13.06.10 Reptilienbörse – Schwabenbörse Augsburg
  • ab 19.06.10 Rohvolution 2010; eine Messe für Rohkost
  • ab 08.09.10 Americana, die Messe für Reitsport und Westernkultur.

Ausflugsziele in der Nähe von Augsburg

Nach München ist es nicht weit und auch zum Ammersee und Starnberger See nicht.

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