Archiv der Kategorie Mecklenburg-Vorpommern

Wismar

Sehenswürdigkeiten in Wismar

Das Rathaus von Wismar ist ein klassizistischer Bau der zwischen 1817 und 1819 vom Ludwigsluster Hof- und Landbaumeister Johann Georg Barca wiederaufgebaut wurde, nachdem 1807 der linke Flügel des alten Rathauses eingestürzt war. Noch brauchbare teile des gotischen Baus wurden in den neuen Bau integriert. Im Rathauskeller können Besucher sich in einer ständigen Ausstellung mit Namen „Wismar – Bilder einer Stadt“ über die Stadtgeschichte informieren. Täglich geöffnet von 10.00-18.00 Uhr.

Wasserkunst © flickr/az1172

Der Marktplatz von Wismar ist mit einer Fläche von 100 x 100 Metern einer der größten in Norddeutschland und umrahmt von stolzen Bürgerhäusern aus verschiedenen Epochen.

Der Alte Schwede wurde etwa 1380 erbaut und war ursprünglich ein Wohn- und Geschäftshaus mit Speicherböden darüber. Seit 1878 ist in dem Gebäude eine Gastwirtschaft mit Namen Alter Schwede, zur Erinnerung an die Zeit (1648-1803) in der Wismar schwedisch war.

Die Wismarer Wasserkunst wurde zwischen 1580 und 1602 im Stil der holländischen Renaissance vom niederländischen Baumeister Philipp Brandin erbaut und diente bis 1897 zur Versorgung der Stadt mit Trinkwasser.

Um 1450 wurde das ehemalige Wohnhaus des Archidiakons im Stil der norddeutschen Backsteingotik gebaut, Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde es aufwendig rekonstruiert. Besonders schön ist der Staffelgiebel an der Nordseite, der reich gegliedert und mit Windlöchern verziert ist.

Einst war der Fürstenhof Sitz der mecklenburgischen Herzöge, heute besteht das Gebäude aus zwei annähernd rechtwinklig zueinanderstehenden Flügeln. Der westliche Flügel, das Alte Haus, wurde 1512/13 im spätgotischen Stil erbaut, das Neue Haus 1553 bis 1555 im Stil der italienischen Renaissance, reich verziert mit Kalkstein- und Terrakottaschmuck. Zwischen den Geschossen befinden sich figürliche Friese und auch die Portale und die Tordurchfahrt sind reich gestaltet. Der Fürstenhof war von 1653 bis 1802 Sitz des höchsten schwedischen Gerichts für die Besitzungen in Norddeutschland.

In der Krämerstraße / Ecke Lübsche Straße steht ein vierstöckiger Jugendstilbau, der das Stammhaus der Karstadt AG ist. Im Karstadthaus wurde 1881 von Rudolph Karstadt mit nur einem Angestellten ein Imperium gegründet. Früher wie heute war die Krämerstraße eine Geschäftsstraße, in der noch heute viele der alten Giebelhäuser zu bewundern sind.

Der Lindengarten entstand 1815 auf dem Gebiet der ehemaligen schwedischen Befestigungsanlage.  Er wurde aus Spenden finanziert und verfügt über einen schönen alten Baumbestand. Hier kann man Verweilen und Ruhe finden oder auf den schön angelegten Wegen am Mühlenbach wandeln.

Ebenfalls von Philipp Brandin erbaut wurde von 1569 bis 1571 das Schabbellhaus. Es diente ursprünglich als Brau- und Wohnhaus. Gebaut wurde das Gebäude für den späteren Wismarer Bürgermeister Heinrich Schabbell. Erbaut als eines der frühesten Renaissancegebäude im Ostseeraum zeigt es die typisch niederländische Materialkombination aus Backstein und schmückenden Sandsteinelementen.

Ein bedeutendes Zeugnis barocker schwedischer Militärarchitektur ist das Zeughaus, das im Jahre 1700 erbaut wurde. Einzigartig ist die doppelte Hängekonstruktion des Dachstuhls, sie ermöglicht ein stützenfreies Obergeschoss von 60 x 15 Metern. Die komplette Last des Dachstuhls ruht auf der Umfassungsmauer.

Seit 1648 wurde das Haus „Zum Weinberg“ als Weinhandlung genutzt. Das Gebäude wurde 1355 errichtet, 1575 im Renaissancestil umgestaltet. Sehenswert ist die Diele mit der bemalten Balkendecke.

Das Wassertor wurde 1450 an Stelle eines Vorgängerbaus im spätgotischen Stil erbaut und ist das letzte von fünf Stadttoren in der 4 Meter hohen Stadtmauer. Auf der Stadtseite hat das Tor den typischen spätgotischen Stufengiebel, der Nordgiebel wurde um 1600 umgestaltet und zeigt die Form eines Dreiecks. Beide Seiten sind mit Wappen geschmückt.

Lohberg heißt ein Platz in der Nähe des Alten Hafens mit farbenprächtigen Lagerhäusern und Speichergebäuden. Hier befinden sich heute zahlreiche Kneipen und Restaurants.

Auch das Straßenensemble der Scheuerstraße mit den Giebel- und Traufenhäusern ist absolut sehenswert. Die Stile reichen von der Gotik bis zum Klassizismus.

Die St. Nikolai Kirche ist eine der drei großen Kirchen der Stadt Wismar. Von der Marienkirche steht nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg allerdings nur noch der hohe Turm der weithin sichtbar ist. Die St. Nikolai Kirche ist ein spätgotischer Backsteinbau mit einem 37 Meter hohen Mittelschiff. Nach Köln und Ulm das höchste Deutschlands. In der Kirche befinden sich prachtvolle Altäre und auch der Fassadenschmuck ist sehenswert.

Geschichte Wismars

Die Hansestadt Wismar liegt an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern in der Wismarbucht, die von der Insel Poel geschützt wird.

Wismar © flickr/livide82

2002 wurde die Altstadt Wismars zusammen mit der Altstadt von Stralsund unter der Bezeichnung Historische Altstädte Stralsund und Wismar in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Durch archäologische Funde ist belegt, dass das Gebiet Wismars schon seit Jahrtausenden besiedelt ist. Nach den Germanen war die Region von den wendischen oder slawischen Obodriten besiedelt.

1938 wurde dem nördlich von Wismar am Salzhaff gelegenen Dorf Alt Gaarz das Stadtrecht verliehen und es wurde in Rerik umbenannt. Eine willkürliche Entscheidung ohne wirklichen wissenschaftlichen Hintergrund, die die Weltanschauung de Nationalsozialisten demonstrieren sollte.

Das ursprüngliche Reric, dass 808 n. Chr. zerstört wurde, war ein bedeutender Fernhandelsplatz der Wikinger. Seine Rolle wurde von Haithabu in Schleswig-Holstein übernommen.

Der Name Wismar wird erstmals für 1147 erwähnt, in der 20 Jahre später entstandenen Knytlinga Sage. In einer Urkunde von Heinrich dem Löwen aus dem Jahre 1167 wird erstmals der Name Wismar als „aqua que Wissemara dictur, as aquem Wissemaram „erwähnt. Rund 60 Jahre später wird die Stadt gegründet.
Es wird angenommen, dass der Name der Stadt Wismar vom östlich gelegenen Fluss herrührt.

Geschätzt wird die Stadtgründung auf das Jahr 1226 und soll auf den Fürsten Heinrich Borwin I., den Herrn zu Mecklenburg zurückgehen. Die hier angesiedelten Menschen stammten, wie ihre Familiennamen vermuten lassen, aus Holstein, Westfahlen, Niedersachsen und der Mark.

1229 wurde die Stadt Wismar erstmals urkundlich erwähnt und kurz darauf wird das Lübische Stadtrecht eingeführt.
Schon ein paar Jahre nach der Stadtgründung wurde Wismar ein Mitglied der Hanse und im Jahre 1280 bildete es zusammen mit Stralsund, Rostock, Lübeck und Hamburg den Wenischen Städtebund. Im Mittelalter war Wismar ein wichtiges Mitglied der Hanse und seine hanseatische Tradition ist auch heute noch spürbar.

Im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden besetzt fiel Wismar 1648 zusammen mit der Insel Poel und dem Amt Neukloster an die schwedische Krone. Ende 1675 wurde Wismar im Zuge des Schonischen Krieges von dänischen Truppen besetzt und wurde erst 1680 wieder schwedisch. Die schwedische Herrschaft endete 1803.

1848 wurde die erste Eisenbahnlinie nach Schwerin gebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Wismar ein Teil der damaligen DDR. Nach der Wende beschloss der Rat der Stadt 1990, dass Wismar wieder den offiziellen Namen „Hansestadt Wismar“ trägt.

Ab 1991 wurde der historische Stadtkern gründlich saniert.

Veranstaltungen und Kultur in Wismar

Veranstaltungen

Noch bis zum 31.12.2010 läuft in den Kirchen St. Marien und St. Georgen die Ausstellung Wege zur Backsteingotik – „Gebrannte Größe – Bauten der Macht“ in der die Besucher die Techniken des gotischen Backsteinbaus erleben können.

11.06.-13.06.  Während der 19. Hafentage der Hansestadt Wismar werden auf dem Wasser alte Traditionsschiffe wie die Poeler Kogge zu sehen sein, und an Land findet ein Jahrmarkt mit Spaß für die ganze Familie statt.

30.07.-01.08.2010 8. Internationalen Straßentheaterfestes „boulevART“ mit nationalen und internationalen Komödianten auf den Plätzen der Hansestadt.

20.08.-22.08. Das Schwedenfest in der Hansestadt Wismar ist ein traditionelles Volksfest mit authentischem geschichtlichen Hintergrund.

12.09.2010 Tag des offenen Denkmals

30.06.-03.07.2011 800. Hafengeburtstag

Museen

Das Stadtgeschichtliches Museum Wismar im Schabbellhaus ist leider zurzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.

In der Galerie hinter dem Rathaus finden wechselnde Kunstausstellungen statt. Mehr dazu unter www.galeriewismar.de

Das Technische Landesmuseum e. V. beschäftigt sich mit der Technikgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns mit Schwerpunkt auf der Verkehrsgeschichte.

In den historischen Kellergewölben der Hanse Sektkellerei erfahren Besucher alles über die traditionelle Sektherstellung. Im alten Gewölbe finden Sektverkostungen und Veranstaltungen aller Art statt. Natürlich gibt es auch einen Fabrikverkauf. www.hanse-sektkellerei.de

Bäder in Wismar

Das Freizeitbad Wonnemar ist ein Erlebnis-, Gesundheits- und Wellnessbad mit Saunawelt.

Gastronomie in Wismar

Auch in Wismar gibt es natürlich viele Möglichkeiten gut zu essen, zum Beispiel in am Lohberg.

Alter Schwede © flickr/livide82

Öffentliche Verkehrsmittel in Wismar

Auch in Wismar gibt es Tageskarten für den öffentlichen Nahverkehr. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Messetermine in Wismar

Der nächste Termin für die Hanseschau Wismar steht noch nicht fest. Sie ist eine Erlebnismesse für die ganze Familie.

Ausflugsziele in der Nähe von Wismar

Besucher sollten auf jeden Fall einen Ausflug zur Insel Poel machen. Hier befinden sich neben dem Inselmuseum auch eine Bastionskirche aus dem 13. Jahrhundert und die Galerie im Gutshaus Wangern.

Im Ostseebad Boltenhagen lockt das Buddelschiffmuseum jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Ein Spaß für Jung und Alt sind die Ausflugsfahrten mit der Boltenhagener Bäderbahn „Carolinchen“.

Weitere schöne Ausflugsziele in der Nähe sind Bad Doberan, Rostock, Schwerin und Güstrow.

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Rostock

Sehenswürdigkeiten in Rostock

Die knapp 800-jährige Stadtgeschichte der Hansestadt Rostock bringt so einiges an Sehenswürdigkeiten mit sich, und einige davon möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Der Eisbrecher „Stephan Jantzen“, gebaut auf der Admiralitätswerft in Leningrad, wurde 1968 in Dienst gestellt. Er war zumeist auf der Ostsee im Einsatz und kann Eis bis zu einer Stärke von 2,5 Metern brechen. Durch die charakteristische, im Unterwasserteil flach auslaufende, Bugform kann er gut auf Eisschollen auffahren und sie so brechen. Durch Füllen der Ballasttanks kann die Masse des Bugs dann noch erhöht werden.
Der Eisbrecher liegt im Stadthafen Liegeplatz 83 und kann natürlich besichtigt werden. Auf ihm sind auch Familienfeiern und Kindergeburtstage möglich. www.ig-stephan-jantzen.de

Rathaus © flickr/gnislew

Die St. Petri Kirche steht an der Stelle, an der die Stadt gegründet wurde. Der Turm hat die stolze Höhe von 117 Metern und von ihm hat man eine schöne Aussicht über die Region. Es gibt sogar einen Aufzug.  Die Kirche wurde Mitte des 14. Jahrhunderts an Stelle der Vorgängerkirche aus dem 13. Jahrhundert errichtet. Der um 1500 fertig gestellte 127 Meter hohe Turm wurde schon 1543 vom Blitz zerstört und wieder aufgebaut. Seitdem hat er seine heutige Höhe. Er dient nautische Landmarke.  Zur Erinnerung an den Rostocker Reformator Joachim Slüter befindet sich das Slüterdenkmal neben der Kirche.

In der Mitte des 13. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der St. Marien Kirche begonnen, der fast fertige Bau stürzte allerdings 1398 schon wieder in sich zusammen. Danach wurde nach dem Vorbild französischer Kathedralen und der Lübecker Marienkirche eine kreuzförmige Basilika gebaut.
Sehenswert ist die Ausstattung der Marienkirche, neben einer astronomischen Uhr aus dem Jahre 1472, gibt es ein Bronzetaufbecken, das 1290 geweiht wurde, den Rochusaltar der um 1530 entstand und eine Barockorgel.

Das zwischen 1270 und 1290 erbaute Rathaus ist seit mehr als 700 Jahren Sitz der Stadtverwaltung. Im Mittelalter boten Händler hier auch ihre Waren feil während sich Festsaal und Ratsstube im Obergeschoss befanden. 1484 wurde das Rathaus um das „Neue Haus“ erweitert. Es diente als Festhaus. Seit dem hat es auch sieben Türme. Im 18. Jahrhundert kamen der Rathausfestsaal und der barocke Vorbau dazu und noch weitere Zweckbauten im 20. Jahrhundert.

Schon 1223 ließen sich Franziskanermönche an der Stelle nieder, an der heute die Klosteranlage des Katharinenstifts steht. Ab 1534 dienten Kloster und Kirche als Armenhaus, später als Waisenhaus, Lehr- und Industrieschule und auch als französisches Militärkrankenhaus. Bis in die 1980er Jahre war es ein Alters- und Pflegeheim. Nach einer Sanierung ist es seit 2001 Domizil der Hochschule für Musik und Theater des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Die älteste Kirche Rostocks ist die St. Nikolai Kirche und wirklich etwas Besonderes. Sie ist nicht nur eine der ältesten noch erhaltenen Hallenkirchen im Ostseeraum, sondern unter dem Altar befindet sich der Schwibbogen, eine Straßendurchfahrt. Über der Durchfahrt ist ein Bildnis des Heiligen Nikolaus zu sehen. Im Turm befinden sich Verwaltungseinrichtungen, im Kirchendach 20 Wohnungen und das Kirchenschiff wird als Konzertsaal genutzt. Im Mittelalter war die Kirche der Mittelpunkt des slawischen Siedlungsgebietes. Der ursprüngliche Turm war gotisch spitz und überragte mit seinen 132 Metern den der Petrikirche. Er wurde aber 1703 durch einen Orkan zerstört und 1706 mit einem Pyramidendach versehen. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche größtenteils zerstört und ihre Widerherstellung war lange fraglich. Nachdem 1974 die Gemeinden St. Petri und St. Nikolai zusammengelegt wurden, wurde beschlossen die Kirche zu rekonstruieren, um sie für andere Zwecke zu nutzen.

Das 1893 im Stil des Historismus erbaute Ständehaus war Sitz der mecklenburgischen Stände und beherbergt heute das Oberlandesgericht von Mecklenburg-Vorpommern. Sehenswert sind das Treppenhaus, der getäfelte Sitzungssaal und der innere Lichthof.

Das Steintor war das ehemalige südliche Haupttor der Stadt und wurde 1566 vom Landesfürsten Albrecht geschleift. Der im Stil der Renaissance errichtete Nachfolgebau trägt stadtseitig das Große Stadtsiegel, das Ratswappen und die Inschrift: „Sit intra te concordia et publica felicitas“ (In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen.
Große Teile der Stadtmauer, die eine Fläche von etwa einem Quadratkilometer umschloss sind heute noch erhalten. Zwischen dem Kröpeliner Tor und der Schwaanschen Straße befinden sich die Wallanlagen mit in die Mauer eingefügten Wiekhäusern. Auch ein Teil des hölzernen Wehrgangs ist noch vorhanden. Das älteste Stadttor ist das Kuhtor, das 1262 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Das 1806 im klassizistischen Stil erbaute Mönchentor ist das letzte noch erhaltene Strandtor.

Das im spätgotischen Stil erbaute Hausbaumhaus ist eines der wenigen noch erhaltenen Hausbaumhäuser Rostocks. Die Holzkonstruktion, die als Stützwerk für das Gemäuer dient, gleicht dem Aufbau eines Baumes. Ein mächtiger Stamm leitet zu ebener Erde die Kräfte der oberen Geschosse ab. So hat man im Erdgeschoss eine große Fläche und je höher man kommt desto verästelter ist das Gebälk. Die Fassade wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte entsprechend dem Zeitgeschmack.

Der 1897 als Seezeichen erbaute Leuchtturm ist von fast überall in Warnemünde zu sehen. Und auch von seiner Aussichtsplattform in 30 Metern Höhe kann man fast alles in Warnemünde sehen.

Auf der 530 Meter langen Warnemünder Westmole lässt sich das Meer mit sein Wellen und Schaumkronen erleben, allerdings nur, wenn das Wetter nicht zu schlecht ist. Man kann hier sowohl Schiffe beobachten,  als auch den Verlauf der Küste betrachten.

Die Warnemünder Kirche steht seit über hundert Jahren in der Mitte der Stadt und bietet neben einem Ort der Ruhe und Andacht auch einen Schutz vor Hochwasser. Besonders schön sind die Votivschiffe in ihrem inneren.
Ein Wahrzeichen Warnemündes ist der über 100 Meter breite Sandstrand. Hier spielt sich im Sommer nicht nur ein Teil des täglichen Lebens ab, er ist auch Ort für zahlreiche Veranstaltungen und wie man sich denken kann, der breiteste Sandstrand an der deutschen Ostseeküste.

Geschichte Rostocks

Die Kessiner, ein Teil des slawischen Stammesverbandes der Wilzen, siedelten schon um 600 im Gebiet der heutigen Stadt Rostock. Aus dieser Zeit stammt auch der Name der Stadt. Rastokŭ leitet sich ab von roz (auseinander) und tok (Fluss), also auseinanderfließender Fluss. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Name also kaum verändert.

1165 wurde Rozstoc erwähnt. Dort wo die Warnow, früher Varnowa genannt, in die Ostsee mündet liegt Warnemünde. Warnemünde ist ein Ortsteil Rostocks und wurde 1195 erstmals in dänischen Urkunden erwähnt.

Im 12. Jahhundert, der Zeit der Stadtgründung fanden in dem Gebiet vor allem Auseinandersetzungen zwischen Sachsen, Abodriten und auch Dänen statt. 1161 heißt es im Bericht des Saxo Grammaticus zerstörten die Dänen unter Waldemar I. die slawische Fürstenburg Rostock. Nach der Zerstörung wurde die Siedlung mit einem Handelswik wieder aufgebaut. Als um 1200 die Siedlung zu klein geworden war wurde auf der gegenüberliegenden Seite der Warnow der heute älteste Stadtkern Rostocks neu gegründet. Um die Petrikirche entstand der Alte Markt und es existierten so zwei Rostocker Siedlungen.

Vom dänischen König Abel erhielt Rostock 1251 die gleichen Handelsprivilegien wie Lübeck. Als 1252 die Stadtrechtbestätigung von 1218 wiederholt wurde und die Zollfreiheit bestätigt wurde, war die dritte Rostocker Teilstadt wahrscheinlich auch schon gegründet worden. Diese drei Teilstädte vereinigten sich erst 1265. Der Neue Markt wurde das Zentrum der Stadt und die Stadtmauer wurde gebaut. Bis ins 19. Jahrhundert wuchs die Stadt nicht über die Grenzen der Stadtmauer hinaus.

Die hanseatische Tradition Rostocks begann als 1283 Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Stettin, Demmin, Anklam und einige Fürsten das Rostocker Friedensbündnis schlossen.

1323 kaufte Rostock das kleine Fischerdorf Warnemünde von den Dänen. 1325 erwarb Rostock das Münzrecht und 1358 die volle Gerichtsbarkeit und wurde so zu einem bedeutenden Mitglied der Hanse, vor allem deshalb, weil auch der Hafen längst einer der wichtigsten des Landes war.

1419 wurde eine der ältesten Universitäten Nordeuropas in Rostock gegründet.

Während des Dreißigjährigen Krieges und dem endgültigen Ende der Hanse, litt Rostock stark unter wechselnden Besetzungen und Plünderungen. Der Schwedenzoll, der in dieser Zeit vom schwedischen König Gustaf Adolf erhoben wurde, sorgte dafür dass Rostock völlig verarmte. Noch dazu wurde dann bei einem Brand im August 1677 ein Drittel der Stadt vernichtet.  Rostock war politisch und wirtschaftlich somit bedeutungslos.

Rostock © flickr/az1172

Erst Ende des 18. Jahrhunderts begann der langsame Wiederaufstieg der Hansestadt Rostock, erst noch behindert durch die französische Besetzung unter Napoleon und der Kontinentalsperre.

Neuen Reichtum für die Stadt brachte die Industrialisierung im 19. Jahrhundert und die Rostocker begannen nun auch außerhalb der Stadtmauern zu siedeln.

1850 wurde die Schiffswerft und Maschinenfabrik von Wilhelm Zeltz und Albrecht Tischbein gegründet und aus ihr ging  1890 die Actien-Gesellschaft „Neptun“ Schiffswerft und Maschinenfabrik hervor. 1852 konnte der erste Schraubendampfer fertiggestellt werden, die Universität erhielt 1870 ihr jetziges Hauptgebäude.  Die Bevölkerungszahl stieg in den folgenden Jahrzehnten auf 121.000 Einwohner an.

In Warnemünde entstanden 1921 die Arado Flugzeugswerke, ein Jahr später die Heinkel-Werke.
Mit Werft und Flugzeugbau wurden Rostock und Warnemünde zu Zentren der Rüstungsindustrie während des Deutschen Reiches, was natürlich auf dafür sorgte, dass die Zerstörungen durch alliierte Luftangriffe enorm waren. Mehr als die Hälfte der historischen Bausubstanz wurde vernichtet.

Während der DDR-Zeit entwickelte sich Rostock zum Schiffbau- und Schifffahrtszentrum. Zwischen 1957 und 1960 entstand der Überseehafen Rostock. Der wirtschaftliche Aufschwung zog viele Menschen aus anderen Teilen der DDR an.

In  Rostock fanden im Frühherbst 1989 Donnerstags-Demonstrationen statt.

Ab 1991 wurde der historische Stadtkern Rostocks gründlich saniert.

2003 richtete Rostock die Internationale Gartenschau (IGA) aus und der Warnowtunnel wurde eröffnet.

Veranstaltungen und Kultur in Rostock

Museen

Das Kulturhistorische Museum Rostock beherbergt kultur- und kunstgeschichtliche Sammlungen von Malerei über Grafik bis zum Kunsthandwerk und vieles mehr. Das Museum befindet sich in den Gebäuden des 1270 gegründeten ehemaligen Zisterzienserklosters. Das Museum ist montags geschlossen. Mehr Informationen unter www.kulturhistorisches-museum-rostock.de

Im Teepott sind unter dem Titel „Reinhold Kasten – Der letzte große Abenteurer des 20. Jahrhunderts“ Ausstellungsstücke zu sehen, die der Lübecker Fahrensmann Reinhold Kasten in sechs Jahrzehnten auf der ganzen Welt zusammengetragen hat. Täglich geöffnet.

Im Heimatsmuseum kann der Besucher erfahren wie Fischer, Lotsen und Seeleute einst gelebt haben und wie sich die Fischerei und das Bäderwesen im Laufe der Jahre entwickelt haben. Von April bis Oktober geöffnet von Dienstag bis Sonntag 10:00-18:00 Uhr. Von November bis März montags und dienstags geschlossen. www.heimatmuseum-warnemuende.de

Das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum befindet sich in dem 1957 auf der Warnowerft gebauten 10.000-Tonnen Hochseefrachter „Dresden“. Neben dem Maschinenraum kann man auch die Kommandobrücke besichtigen und sich wie ein Kapitän fühlen. Anhand zahlreicher Originale und Modelle wird die Entwicklung der Seefahrt von der Hanse bis zur modernen Hochseeschifffahrt gezeigt.

Veranstaltungen

Die bekannteste Veranstaltung Rostocks ist wohl die Hanse Sail, die in diesem Jahr vom 5. Bis 8. August zum 20. Mal in Rostock stattfindet. Neben Koggen und Barkentinen und der Schonerbrigg „Greif“ sind auch traditionelle Schiffe ohne Segel zu sehen. Die ältesten Schiffe stammen aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Große Windjammer werden nach Rostock kommen und auf vielen Schiffen können Gäste mitfahren. Aber auch an Land gibt es ein Volksfest, das am Samstagabend mit einem Feuerwerk gekrönt wird.

21.05.2010 20.00 Uhr – Global Battle of the Bands im Stadthafen Rostock

Zoo in Rostock

Der Rostocker Zoo ist der größte Zoo der deutschen Küste und beherbergt 1.500 Tiere in einer Parkanlage von 56 Hektar Größe. Mehr Informationen zum Zoo finden Sie hier.

Seit 2008 gibt es an der Warnemünder Ostmole eine Robbenstation. Interessierte Besucher können in einer Führung das Forschungsinstitut auf einem alten Flussdampfer kennenlernen. www.hohe-duene.de

Gastronomie in Rostock

Die „Vörreeg“ ist eine schmale Gasse mit Kopfsteinpflaster und gilt vor allem bei Kneipenbesuchern als Geheimtipp.
Kulinarisch hat Rostock neben frischem Fisch alles zu bieten, was das Herz begehrt.

Öffentliche Verkehrsmittel in Rostock

Für Besucher der Stadt Rostock eignet sich gut die RostockCard. Sie ist das Ticket für Nahverkehr, Kultur und Erlebnis in Rostock. Freie Fahrt mit den Verkehrsmitteln des Verkehrsverbundes Warnow im Gesamtnetz Rostock, ermäßigte Stadtführungen, ermäßigte Schiffsfahrten, ermäßigte Kulturangebote, ermäßigte Sport- und Freizeitangebote, Sonderpreise in Rostocker Gaststätten, und ermäßigte Wellnessangebote. Mehr Informationen finden Sie hier.

Messetermine in Rostock

  • 01.07.2010 nordjob Rostock
  • 07.08.2010 10:00 Uhr Internationale Reptilienbörse Terraxotica-Germany
  • 01.10.2010 – 03.10.2010 DiGA Gartenmesse Rostock

Ausflugsziele in der Nähe von Rostock

Ostsee bei Rostock © flickr/tillwe

Die Rostocker Heide ist mit einer Größe von 6.000 Hektar eines der letzten großen geschlossenen Waldgebiete an der deutschen Küste.  Das Wegenetz für Wanderer und Radfahrer ist etwa 61 Kilometer lang und auch ein internationaler Radwanderweg führt von Hohe Düne bis nach Graal-Müritz durch die Rostocker Heide. Informationstafeln geben Auskunft über die Tier- und Pflanzenwelt und  11 Waldparkplätze stehen den Besuchern zur Verfügung.

Auf dem Dreimast-Top-Segelschoner „Santa Barbara Anna“ können sie auf Segeltörn gehen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Heiligendamm ist heute ein Ortsteil von Bad Doberan und das älteste deutsche Seebad, gegründet 1793. Die „Weiße Stadt am Meer“ besticht durch die Schönheit der klassizistischen Bauten aus dem 18. Und 19. Jahrhundert. Hier fand im Sommer 2007 auch der G8-Gipfel statt. www.heiligendamm.de

Die Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst ist ein Paradies für Naturfreunde mit Urwald, Mooren, Steilküste und Sand- und Naturstränden. Das Ostseebad Ahrenshoop ist eine berühmte Malerkolonie. Vom 35 Meter hohen Leuchtturm Darßer Ort hat man einen tollen Blick über die Gegend. www.fischland-darss-zingst.de

Natürlich bieten sich von Rostock aus auch Ausflüge nach Skandinavien an, sogar Tagesausflüge sind möglich.

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Schwerin

Sehenswürdigkeiten in Schwerin

Als erstes ist hier wohl das Schweriner Schloss zu nennen, denn es ist auch auf der 2-Euro Sondermünze von 2007 zu sehen. Das Schloss ist das Wahrzeichen der Stadt und liegt auf einer Insel im Schweriner See.
Nachdem lange Herzöge im Schloss residiert haben beherbergt es heute den Landtag Mecklenburg-Vorpommerns und das Schlossmuseum. Für Besucher zu sehen sind die Wohn- und Repräsentationsräume der Großherzöge, der Thronsaal und vieles mehr. Bei einem Spaziergang durch Burg- und Schlossgärten können Sie die Gartenbaukunst bewundern. Kulinarisch versorgt werden Sie im Schlosscafé und in der Orangerie.

Schweriner Schloss©flickr/micha1968

Einer der schönsten und eindrucksvollsten Plätze Norddeutschlands ist Alter Garten, der der Schlossinsel vorgelagert ist. Alter Garten war einst der Nutzgarten des Schlosses. Seit dem 19. Jahrhundert stehen hier repräsentative Gebäude wie das Mecklenburgische Staatstheater, das Staatliche Museum und andere. Jedes Jahr finden hier die Schlossfestspiele des Staatstheaters statt.

Am Altstädtischen Markt darf natürliche das Löwendenkmal, das an die Gründung der Stadt und an Heinrich den Löwen erinnert nicht fehlen. Hier stehen auch das im Tudorstil erbaute Rathaus und die Säulenhalle der ehemaligen Markthalle, in der sich heute ein Café befindet.

Dahinter ist der prachtvolle 105 Meter lange Dom Schwerins zu sehen. Er wurde zwischen 1260 und 1416 als gotische Basilika mit dreischiffigem Querhaus errichtet. Das Bronzetaufbecken von 1325, ein gotischer Kreuzaltar, die Ladegastorgel mit den 5100 Zinnpfeifen und das Triumphkreuz von 1420, das aus der 1960 gesprengten Wismarer Marienkirche stammt, sind im inneren des Doms zu sehen.
Organisten aus vielen Ländern geben jedes Jahr Konzerte an der Orgel. Der Turm des Doms ist mit 117,5 Metern der höchste in Mecklenburg und wer die 220 Stufen bewältigt hat einen wunderbaren Blick über die Stadt und ihre Seen. Die älteste der fünf Glocken im Glockenstuhl stammt aus dem Jahre 1363.

Der im 13. Jahrhundert als Mühlteich angelegte Pfaffenteich liegt mitten in der Altstadt Schwerins. Um ihn herum sind zahlreiche historische Gebäude zu sehen. So zum Beispiel das Arsenal. 1873 wurde es von Hofbaurat Demmler als herzogliche Waffenkammer im Stil der Tudorgotik erbaut. Auch das schöne Wohnhaus Demmlers steht am Pfaffenteich.

Auf der Lindenpromenade rund um den Teich kann man flanieren und auf den Treppen am Südufer wunderbar entspannen.  Mit der Petermännchen-Fähre kann man eine Fahrt über den See unternehmen. Und auch für Hochzeiten oder Geburtstage können Sie bei Rundfahrten auf dem Pfaffenteich feiern. Informationen erhalten Sie unter: 0385 399 04 11

Das von Herzog Friedrich Wilhelm 1705 als Neustadt planmäßig angelegte Gebiet der Schelfstadt ist das größte zusammenhängende Ensemble historischer Gebäude in Schwerin. Unzählige Fachwerkhäuser säumen den Schelfmarkt. Erst 1832 wurde die Schelfstadt ein Teil der Stadt Schwerin.

Die Schelfkirche ist die einzige stilreine Barockkirche West-Mecklenburgs und wurde 1708 bis 1713 von dem Ingenieurkapitän Jakob Reutz errichtet. Sie ist der Nachfolgebau der 1238 gestifteten Kirche St. Nikolai. In der Kirche zu sehen sind unter anderem eine Friese-Orgel und ein Altarbild des Schweriner Hofmalers Gaston Lenthe. In der Gruft ruhen Mitglieder des Herzogshauses.

Geprägt wird das Schweriner Stadtbild durch zahlreiche Bauten des Hofbaumeisters Georg Adolph Demmler (1804-1886). Der Schüler Friedrich Schinkels war ab 1823 als Baukondukteur in mecklenburgischen Diensten.

Geschichte Schwerins

Schwerin ist die Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns und nach Rostock die zweitgrößte Stadt des Landes, gleichzeitig aber auch die kleinste Landeshauptstadt Deutschlands.

Archäologische Funde haben gezeigt, dass das Stadtgebiet von Schwerin schon 1000 bis 600 v. Chr. besiedelt war. Und im 1. Jahrhundert war das Gebiet von Germanen besiedelt, wie der Fund eines germanischen Brunnens zeigt.
Die sich nach 700 n. Chr. im Gebiet des heutigen Schwerin siedelnden Abodriten bauten eine Burg. 965 berichtete ein jüdisch-maurischer Handelsreisender von einer Burg in einem Süßwassersee. Eine slawische Burg wurde im 11./12. Jahrhundert auf einer Landzunge zwischen der Döpe und dem Schweriner Außensee errichtet. An dieser Festung scheiterten Heinrich der Löwe und das dänische Heer auf 1147 auf ihrem ersten Kreuzzug gegen den slawischenVolksstamm.

1160 errang Heinrich der Löwe einen Sieg über den Obotritenfürsten  Niklot und die deutsche Gründung Schwerins erfolgte. Auch die von den Verteidigern, angesichts der Übermacht durch Heinrich den Löwen, selbst niedergebrannte Burg wurde wieder aufgebaut.
Zisterziensermönch Berno verlegte 1167 seinen Bischofssitz nach Schwerin und im selben Jahr wurde Schwerin auch Sitz der Grafschaft Schwerin. Der damalige Graf war Guzelin. Durch den von Heinrich dem Löwen um 1171 gestifteten Dom wurde Schwerin zum Zentrum der Christianisierung und Besiedelung Mecklenburgs. Von den rund 500 Einwohnern zu der Zeit waren ein Fünftel Geistliche.

Dom©flickr/angelbenutzer

1228 wurde zum ersten Mal ein städtischer Rat mit einem Bürgermeister erwähnt.
Ein Hindernis für die Stadtentwicklung waren Streitigkeiten zwischen dem Bischof und dem Grafen. 1270 wurde mit dem Bau eines zweiten Doms begonnen, das Geld hierfür kam aus Einnahmen durch Pilgern, die zu einem in einen Jaspis eingeschlossenen heiligen Blutstropfen pilgerten, den Graf Heinrich von Schwerin 1222 von einer Pilgerfahrt mitgebracht hatte. Ein Teil der Einnahmen wurde dank der Witwe des Grafen, Gräfin Audacia, für den Neubau eines Franziskanerkonvents verwendet, der schon 1236 urkundlich erwähnt wurde.

1340 wurde die Stadtmauer vollendet und hielt 1358 einer Belagerung durch Albrecht II. (ein Nachfahre Niklots) stand. 1351 wurde das Rathaus erstmals urkundlich erwähnt. Es brannte drei Mal nieder und wurde immer wieder an selber Stelle aufgebaut.

1358 ging die Grafschaft Schwerin, mit dem Tod des letzten Grafens aus der Familie Guzelin, an das Herzogtum Mecklenburg. Albrecht II. erwarb die Stadt und machte sie zu seiner Residenz. So wurde Schwerin kulturelles und politisches Zentrum Mecklenburgs. Wirtschaftlich wurde Schwerin immer von Rostock und Wismar überflügelt, da diese Städte günstiger lagen. Zur Regierungszeit Heinrichs IV. waren Raub, Mord und Grenzstreitigkeiten an der Tagesordnung und die Kassen waren leer.

Erst ab 1478 wendete sich das Blatt unter Magnus II. wieder. Während seiner Regierungszeit wurde das älteste noch heute erhaltene Gebäude errichtet, das Große Neue Haus.

In den Jahren 1531 und 1558 vernichteten Brände große Teile der Stadt.

Im 19. Jahrhundert verlor Schwerin durch umfangreiche Baumaßnahmen seinen mittelalterlichen Charakter. Die Stadt dehnte sich weiter aus. Zwischen 1824 und 1834 wurden sowohl ein neuer Regierungssitz als auch ein Theater errichtet.

Der Bau eines Elektrizitätswerkes 1904 war der Anfang der Elektrifizierung Schwerins und ab 1908 gab es dann auch eine elektrische Straßenbahn.

Nach Ende des ersten Weltkrieges kam es zu sozialen und politischen  Spannungen in der Stadt, bedingt durch Hunger und Not.

Während der Reichsprogromnacht am 9. November  1938 wurde die Synagoge durch die Nationalsozialisten zerstört und 1942 wurden die letzten Juden der Stadt in Konzentrationslager deportiert.

Am 2. Mai 1945 wurde die Stadt kampflos von den Amerikanern eingenommen.

Die erste Montagsdemonstration in Schwerin fand am 23. Oktober 1989 statt. Am Dom und auf dem Alten Garten kamen rund 40.000 Menschen zusammen.

In einem Wettbewerb mit der Hansestadt Rostock wurde entschieden, dass Schwerin ab 1990 Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern wird. Die Geschichte Schwerins spielte hier ebenso eine Rolle wie auch die bereits vorhandenen Gebäude, die wieder benutzt werden konnten.

1993 verließen die letzten russischen Truppen die Stadt.

2009 war Schwerin Ausrichter der Bundesgartenschau.

Veranstaltungen und Kultur in Schwerin

Veranstaltungen

  • Am 24. April 2010 eröffnen die Schiffe der Weißen Flotte wieder die Saison mit einer Flottenparade auf dem Schweriner See.
  • Vom 4. bis 9. Mai 2010 findet im Kino Capitol in Schwerin wieder das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern statt. Ein Festival jenseits des Mainstream aber nicht ohne Filmprominenz.
  • Am 8. Mai 2010 findet ab 20 Uhr der Schweriner Nachtlauf über verschiedene Distanzen statt. Ein Erlebnis für die ganze Familie.
  • Von Mai bis September lockt der Schweriner Gartensommer mit Kultur und Unterhaltung. Die Veranstaltung hat Pfingsten vom 22. bis 24. Mai 2010 Ihren Auftakt.
  • Von Juni bis September 2010 findet der Schweriner Kultursommer statt. Opern, Theateraufführungen und Konzerte finden teilweise auch unter freiem Himmel statt.
  • Vom 4. bis 6. Juni 2010 wird das offizielle 850-jährige Stadtjubiläum gefeiert.

Mehr zu Veranstaltungen in Schwerin erfahren Sie hier.

Museen

  • Mecklenburgisches Volkskundemuseum: Im Freilichtmuseum Schwerin-Muess  können Besucher Eindrücke vom bäuerlichen leben vom 17. bis zum 20. Jahrhundert bekommen. Von April bis November ist es Dienstag bis Donnerstag zwischen 10.00 und 18.00 Uhr geöffnet.
  • Staatliches Museum Schwerin: Niederländische Kunst, Gemälde vom 16. bis 21. Jahrhundert sowie kunsthandwerkliche und graphische Werke. Die Mecklenburgischen Herzöge haben Werke von Rubens, Rembrandt, Jan Brueghel d. Ä., Carel Fabritius und Frans Hals zusammengetragen. http://www.museum-schwerin.de/museum/start.htm
  • Stadtgeschichtsmuseum: Die Geschichte der Stadt als Residenz. Schwerpunkt ist auch eine Ausstellung von Gold- und Silberschmiedearbeiten.
  • Schlossmuseum Schwerin: Das Schloss liegt auf einer Insel im Schweriner See umgeben vom Burggarten mit einer einzigartigen Orangerieanlage. Im Schloss zu finden ist das Museum mit Thronsaal und Ahnengalerie. Neben Kunst aus mehreren Jahrhunderten wird auch die größte Sammlung Meißener Porzellane außerhalb Dresdens gezeigt. Im Schlossgarten stehen Skulpturen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Zoo und Bäder in Schwerin

Zoo Schwerin©flickr/az1172

Zoo

Natürlich hat Schwerin auch einen Zoo mit circa 600 Tieren in etwa 100 Arten. Außerdem gibt es im Zoo jedes Jahr zahlreiche Sonderveranstaltungen.
www.zoo-schwerin.de/start/index.php?sn=ebeb84e3c1e2e11c

Bäder

Es gibt an den Schweriner Seen zahlreiche Badestrände und Freibäder. www.schwerin.com/Viel-erleben/zu-Wasser/Badestraende

Gastronomie in Schwerin

Von der traditionellen mecklenburgischen Küche bis hin zu neuen leichten Genüssen gibt es alles. Natürlich auch internationale Küche. http://www.schwerin.com/Viel-erleben/Gastronomie

Öffentliche Verkehrsmittel in Schwerin

Hier finden Sie Informationen zu den Preisen der öffentlichen Verkehrsmittel. http://www.nahverkehr-schwerin.de/tarife/uebersicht_der_Tarife/index.html
Außerdem gibt es das Schwerin-Ticket, ein Ticket für den Schweriner Nahverkehr mit Ermäßigungen auf Eintrittspreise und Fahrpreise der Schiffe und bei Stadtrundfahrten. Fragen Sie in Ihrem Hotel oder bei der Tourist-Information Am Markt 14 (Rathaus), 19055 Schwerin, Telefon: 0385 5925212

Messetermine in Schwerin

  • 23.04.2010 – 25.04.2010 Mitten im Leben 50+, Landesausstellung für Gesundheit und Lebensfreude
  • 26.04.2010 – 26.04.2010 Zeitarbeitsmesse Schwerin, Informationen aus erster Hand
  • 17.06.2010 – 18.06.2010 nordjob Schwerin, Fachmesse für Ausbildung+Studium
  • 08.10.2010 – 10.10.2010 Eigenheim Schwerin, Messe für Bauen & Sanieren im Norden
  • 08.10.2010 – 10.10.2010 Handwerk, Mecklenburger Handwerks- und Eigenheimmesse
  • 15.10.2010 – 17.10.2010 Esoterik- und Naturheiltage Schwerin, Messe für Körper, Geist und Seele

Ausflugsziele in der Nähe von Schwerin

Auch die nähere Umgebung von Schwerin hat viel zu bieten.

Die Insel Kaninchenwerder im Schweriner See ist ideales Ziel für Picknicks und kleine Wanderungen. Auch einen Aussichtsturm gibt es, von dem Sie einen guten Blick über die Seenlandschaft und die Stadt haben.

Am Westufer des Schweriner Sees liegt Schloss Wiligrad. Es wurde um 1896 von Johan Albrecht erbaut und ist heute Sitz eines Kunstvereins. Regelmäßig finden Ausstellungen statt. Den Park zieren Skulpturen in- und ausländischer Künstler. Der 2,5 Kilometer lange Weg nach Lübsdorf ist gesäumt von Marmorvasen und Kegelgräbern.

Auch die Hansestadt Wismar ist einen Ausflug wert. Hier erwarten Sie bunte Bürgerhäuser und ein historischer Hafen. Die Barockbauten und der Marktplatz wurden 2002 komplett auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO gesetzt.
Ausführliches Informationsmaterial zu Zielen in der Umgebung gibt es auch bei der Tourist-Information im Rathaus: Am Markt 14, 19055 Schwerin

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