Archiv für September 2010

Photokina Köln

Fotokamera © flickr/Horia Varlan

Die Leitmesse der gesamten Foto- und Imagingbranche bietet als einzige Messe weltweit  eine umfassende Darstellung aller Bildmedien, Bildtechniken und Bildmärkte, nicht nur für Fachbesucher sondern auch für das private Publikum.
Die Besucher können sich auf der photokina nicht nur über die Neuerungen im Bereich von Foto- und Videokameras, Camcordern, Ferngläsern, Kamerahandys und mehr informieren sondern auch über die nötige Bildbearbeitungssoftware, Fotostudioausstattungen, Drucker und Speichermedien.

Auf der photokina kann man sich täglich von den besten Fotografen der Welt ablichten lassen und den Weltklasse-Fotografen auch noch bei der Arbeit zusehen und Tipps für eigene Fotos bekommen.

In diesem Jahr ist auf der photokina außerdem noch der größte Fotoglobus der Welt, mit einem Durchmesser von stolzen 6 Metern  zu sehen und in der Sonderschau „World of 3D“ können sich die Besucher von den 3D Möglichkeiten für Film und Fotografie faszinieren lassen.

In der Sonderschau könne unter dem Motto „Yes I Scan“ auch von den Besuchern mitgebrachte Gegenstände eingescannt werden und Preise für das interessanteste Scanmodell gewinnen.

Geöffnet ist die Messe für Fachbesucher und Publikum vom 21. bis 26. September täglich  von 10.00 bis 18.00 Uhr.

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200 Jahre Münchner Oktoberfest

In diesem Jahr feiert das Münchner Oktoberfest vom 18. September bis 4. Oktober 2010 seinen 200. Geburtstag.

Alles fing an im Jahre 1810, als Kronprinz Ludwig, der spätere König Ludwig I., Therese von Sachsen-Hilburghausen heiratete und für die Münchner Bürger auf der nach der Prinzessin benannten Theresienwiese eine großes Fest stattfand, dessen Abschluss ein Pferderennen bildete.

Oktoberfest München © flickr-digital cat 

Im darauffolgenden Jahr wurde das Pferderennen wiederholt und so die Tradition des Oktoberfestes begründet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Oktoberfest dann in den September vorverlegt.
In seiner 200-jährigen Geschichte fiel das Oktoberfest 24 Mal wegen Epidemien oder Kriegen aus, so dass in diesem Jahr das 177. Oktoberfest stattfindet.

Jedes Jahr beginnt das Oktoberfest am ersten Tag mit dem festlichen Einzug der Wiesenwirte. Sehenswert sind vor allem die festlich geschmückten und von Pferden gezogenen Brauereiwagen.

Anlässlich des Jubiläums gibt es in diesem Jahr schon am 17. September einen historischen Festzug, der an die Hochzeit von 1810 erinnern soll. Dieser Zug wiederholt sich bis zum 4. Oktober zweimal täglich um 11 Uhr und um 16 Uhr. Außerdem finden auf dem großen Ring, der Pferderennbahn des historischen Oktoberfestes täglich Galopprennen, Tierschauen und historische Geräteausstallungen der Landwirtschaft statt. In einem Museumszelt können die Besucher neben einem Wohnwagen aus dem Jahr 1905 auch noch viele andere interessante Ausstellungsstücke anschauen. Historische Fahrgeschäfte, die erst ab 1850 das Oktoberfest bereicherten gibt es in diesem Jahr auf der historischen Wiesn.

Und auch das Bier wird in diesem Jahr etwas besonderes sein. Die Braumeister der Münchner Brauereien, die normalerweise jedes Jahr ihr jeweils eigenes Bier brauen, brauen in diesem Jahr gemeinsam ein spezielles historisches Wiesenbier, das sich an dem Rezept aus dem frühen 19. Jahrhundert orientiert. Farbe und Alkoholgehalt stimmen so ziemlich mit dem damaligen Bier überein, allerdings wurde der Geschmack der heutigen Zeit angepasst.

Wie jedes Jahr werden wohl auch in diesem Jahr wieder rund 6 Millionen Besucher auf dem größten Volksfest der Welt fast 7 Hektoliter Bier trinken und Hendl, Haxn, Wüstl, Brezen und mehr verspeisen und sich auf den zahlreichen Fahrgeschäften vergnügen.

Seien Sie doch in München dabei, wenn es wieder heißt: O’zapft is‘!

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Nürnberg

Nürnberg, die Stadt in Mittelfranken, ist die zweitgrößte Stadt in Bayern und hat mehr als 500.000 Einwohner.


Sehenswürdigkeiten in Nürnberg

Das Wahrzeichen der Stadt Nürnberg ist die Burg. Die Nürnberger Burg besteht aus der Kaiserburg und der Burggrafenburg und wurde unter Konrad III. und Friedrich Barbarossa gebaut. Sie liegt auf einem Sandsteinrücken oberhalb der Altstadt und man hat von oben einen herrlichen Blick auf die Altstadt und das Handwerkervierte. Für den Fall einer Belagerung wurde die Wasserversorgung durch zwei Brunnen gesichert. Einer der ältesten noch erhaltenen Teile der Burg ist die Kaiserkapelle. Die Doppelkapelle wurde im romanischen Baustil um 1200 errichtet.

Nürnberg © flickr/rs-foto

Der reiche Bürger Konrad Groß stiftete das Heilig-Geist-Spital das zwischen 1332 und 1339 zum Teil über der Pegnitz erbaut wurde. In der Zeit Nürnbergs als Reichsstadt war es die größte städtische Einrichtung zur Versorgung Kranker und Alter. Zwischen 1424 und 1796 wurden hier auch die Reichsleinodien aufbewahrt. Die Allerheiligenkapelle wurde im Jahr 1420 angebaut.

Die Frauenkirche wurde nach den Judenprogromen ab 1349 an Stelle der früheren Synagoge errichtet. Sie ist heute eine der bedeutendsten Kirchen Nürnbergs und steht an der Ostseite des Hauptmarktes. Im Inneren der Frauenkirche sind noch zahlreiche Kunstwerke aus dem Mittelalter zu sehen, darunter auch der Tucheraltar, der um 1440/1450 entstand. Am Westgiebel ist das sogenannte Männleinlaufen zu sehen, das 1356 von Kaiser Karl zur Erinnerung an die Goldene Bulle gestiftet wurde. Die Kurfürsten und Kaiser sollten über dem Hauptportal in einem kunstvollen Uhrwerk dargestellt werden. Die Uhr dazu wurde von 1506-1509 angefertigt. Der Schlossermeister Jörg Heuss fertigte das Uhrwerk und  Sebastian Lindenast der Ältere die kupfergetriebenen Figuren.
Mittags um 12 Uhr ist das Männleinlaufen zu sehen, heutzutage allerdings mit hölzernen Ersatzfiguren.

Zwischen 1389 und 1396 wurde der Schöne Brunnen in Nürnberg errichtet, der anhand von 40 Personenskulpturen die Institutionen der damaligen Zeit hierarchisch darstellt. Der Brunnen am Rande des Hauptmarktes hat die Form einer gotischen Kirchturmspitze und ist 19 Meter hoch. An zwei der acht Gitter sind drehbare Ringe angebracht, von denen der aus Messing, wenn man ihn dreht, Glück bringen soll.

Mit dem Bau der St. Lorenz Kirche wurde um 1250 begonnen, der spätgotische Hallenchor 1477 vollendet. Sie ist seit der Reformation neben der Sebalduskirche eine der beiden großen evangelischen Stadtkirchen in Nürnberg. Mit 16 läutbaren Glocken ist das Geläut der Lorenzkirche das zweitumfangreichste einer evangelischen Kirche in Deutschland.

Die Kirche St. Sebald liegt auf dem Weg zur Burg etwas oberhalb des Hauptmarktes. Sie ist die ältere der beiden großen Stadtpfarrkirchen Nürnbergs und  wurde zwischen 1225/30 und 1273 als doppelchörige Pfeilerbasilika errichtet. Das Inventar aus vorreformatorischer Zeit ist äußerst wertvoll. Es handelt sich hierbei zumeist um Stiftungen Nürnberger Ratsfamilien, da sich die Sebalduskirche seit dem 14. Jahrhundert als Ratskirche etabliert hatte. Und auch die Außenfassade mit ihren bemerkenswerten Steinfiguren kann sich sehen lassen.

Eine weitere Touristenattraktion ist das Nürnberger Rathaus. Von Westen her ist noch immer der imposante Renaissancebau des Architekten Jakob Wolff des Jüngeren zu erkennen. Das Rathaus wurde zu großen Teilen nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Der an der Südseite integrierte Saalbau wurde von Albrecht Dürer erneuert. Besonders interessant für Touristen sind die Lochgefängnisse im Kellergeschoss. Errichtet wurde das Rathaus zwischen 1616 und 1622.

Die größte barocke Brunnenanlage nördlich der Alpen ist der von 1660 bis 1668 gebaute Neptunbrunnen. Das Original steht im Schloss Peterhof in Russland und der Zweitguss befindet sich heute im Stadtpark.

Der Gänsemännchenbrunnen gegenüber dem Rathaus zeigt eine volkstümliche Bronzefigur des Gänsemännchens und wurde wahrscheinlich um 1550 im städtischen Auftrag geschaffen. Entworfen wurde er wahrscheinlich vom Bildschnitzer Hans Peisser, gegossen von Pankraz Labenwolf.

Das Ehekarussell vor dem Weißen Turm in Nürnberg stammt aus dem Jahr 1984 und wurde von Jürgen Weber gestaltet. Bezug für die Darstellung der Brunnenfiguren war das Gedicht „Das bittersüße eheliche Leben“ von Hans Sachs. Wegen der drastischen Darstellungen und der hohen Kosten löste seine Aufstellung allgemein heftige Kontroversen aus.

Eine Sehenswürdigkeit mit besonderem Flair ist der Nürnberger Handwerkerhof gegenüber dem Hauptbahnhof. Hier können Besucher traditionelle Handwerkskunst und fränkische Gastlichkeit vor historischer Kulisse erleben. In den kleinen Gässchen gibt es Werkstätten und Läden in denen die Handwerker ihr Können zeigen. Neben Nürnberger Bratwürsten und anderen Spezialitäten gibt es auch frisches Nürnberger Bier oder Frankenwein.

 

Geschichte Nürnbergs

  • Es ist nicht sicher, wann Nürnberg gegründet wurde, es könnte zwischen 1000 und 1040 gewesen sein.
  • 1219 wurde Nürnberg mit dem Großen Freiheitsbrief Kaiser Friedrichs II. zur Freien Reichsstadt
  • 1356 erließ Karl IV. die Goldene Bulle
  • 1423 Übergabe der Reichskleinodien an die Stadt durch Kaiser Sigismund
  • Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Nürnberg durch anhaltende Stellungskriege dauerhaft wirtschaftlich geschwächt.
  • 1806 übernahm das Königreich Bayern die hohen Schulden Nürnbergs und die bisher in der Stadt nur geduldeten Katholiken wurden den Protestanten gleichgestellt.
  • 1835 fuhr die erste Eisenbahn Deutschlands von Nürnberg nach Fürth
  • Zwar fand bereits in den 1920er Jahren der erste Reichsparteitag der Nationalsozialisten in Nürnberg statt, die Partei selber konnte aber bei Wahlen in der Stadt nie gewinnen. Allerdings war Nürnberg während der Zeit des Nationalsozialismus die „Stadt der Reichsparteitage“ und somit wichtiger Ort nationalsozialistischer Propaganda.
  • 1945 Nürnberger Prozesse im Justizpalast
  • 1950 erste Nürnberger Spielwarenmesse
  • 1967 Baubeginn der U-Bahn

 

Dürer Haus © flickr/rs-foto

Veranstaltungen und Kultur in Nürnberg

Museen

Das Albrecht-Dürer-Haus ist die Wohn- und Arbeitsstätte des Künstlers Albrecht Dürer (1471-1528). In der Maler- und Druckwerkstatt aus der Dürer-Zeit werden den Besuchern künstlerische Techniken vorgeführt.

1899 wurde das königlich-bayerische Eisenbahnmuseum eröffnet und heute ist das DB Museum das älteste Eisenbahnmuseum Deutschlands. Es bildet heute, zusammen mit dem Museum für Kommunikation, als Firmenmuseum der Deutschen Bahn AG das Verkehrsmuseum Nürnberg mit etwa 40 historischen Schienenfahrzeugen  und Sonderveranstaltungen.

Das 2001 eröffnete Dokumentationszentrum auf dem Reichsparteitagsgelände befindet sich im Nordflügel der nicht fertig gestellten Kongresshalle. Die Dauerausstellung „Faszination und Gewalt“ befasst sich auf 1.300 Quadratmetern mit den Zusammenhängen und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Die Felsenkelleranlage der historischen Felsengänge unter der Burg diente schon seit 1380 zur Herstellung und Lagerung von Bier. Die Gänge dagegen der Gewinnung  und Weiterleitung von Wasser.

Seit 1852 besteht das Germanische Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg. Freiherr von und zu Aufseß wollte damals Zeugnisse deutscher Kultur und Geschichte sammeln und ausstellen.  Heute umfasst der Bestand des Museums mehr als 1,2 Millionen Objekte.

In jeder Stadt stand der Henker am Rande der Gesellschaft. Bis 1806 wohnten die Nürnberger Henker fast 400 Jahre lang in einem umgebauten Wehrgang direkt über der Pegnitz. In diesen historischen Räumen können Besucher nun in einer Ausstellung viel über das Amt des Henkers lernen.

Im Kunstbunker wurden schon kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges die wertvollsten beweglichen Kunstschätze Nürnbergs versteckt. 24 Meter Fels schützten die Kunstwerke vor Bomben. Die Originalbauten können heute besichtigt werden.

Im Spielzeugmuseum der Stadt Nürnberg können Besucher auf vier Stockwerken historisches Spielzeug von der Antike bis zur Gegenwart bestaunen. Ein Highlight für die ganze Familie.

 

Veranstaltungen

Im September findet jedes Jahr das Altstadtfest in Nürnberg statt. 800 Akteure bieten in rund 60 Veranstaltungen Unterhaltung. Es gibt Folklore, die Hans-Sachs-Spiele, das Fischerstechen und Jazz-Konzerte.
Gleichzeitig mit dem Altstadtfest beginnt auch der Herbstmarkt auf dem Hauptmarkt. Hier gibt es neben Haushaltswaren auch kulinarische Spezialitäten.

Am 10. Und 11. September 2010 findet rund um den Hauptmarkt der „Trempelmarkt“, Deutschlands größter Flohmarkt, statt.

Das Internationale Radrennen „Rund um die Altstadt“ findet am 12. September 2010 statt.

Absolutes Highlight und auf der ganzen Welt bekannt ist der Christkindlesmarkt in Nürnberg. Er wird jedes Jahr am Freitag vor dem ersten Advent feierlich eröffnet.

 

Zoo und Bäder

Spätestens durch die Handaufzucht von Eisbärin Flocke ist der Nürnberger Tiergarten bekannt geworden. Er ist Teil des ehemaligen Reichswalds in dessen Zentrum sich Nürnberg entwickelte. Die Felslandschaft ehemaliger Steinbrüche und der Mischwaldbestand des alten Waldes prägen den Tiergarten in dem viele Tiere vor dieser beeindruckenden Kulisse zu sehen sind. Auch ein Delphinarium gibt es im Nürnberger Tiergarten.

In Nürnberg gibt es einige Hallen- und Freibäder. Mehr dazu auf www.nuernbergbad.de.

 

Gänsemännchenbrunnen © Julia Höfer-von Seelen

Gastronomie in Nürnberg

Um zwei Dinge kommt man in Nürnberg nicht herum, die Bratwürste und die Lebkuchen. Beide sind nicht nur lecker sondern auch auf der ganzen Welt bekannt. Zum beliebten Fastfood bei Touristen zählen „Drei im Weggla“ (drei der fingergroßen Bratwürste im Brötchen). Beliebt sind auch die Bratwurstküchen in denen die original Nürnberger auf dem Holzkohlegrill zubereitet werden. Aber natürlich gibt es auch Sterneküche und internationale Speisen in der Stadt.

 

Öffentliche Verkehrsmittel in Nürnberg

Zu empfehlen für Besucher der Stadt Nürnberg ist die Nürnberg Card. Mit ihr hat man nicht nur freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch freien Eintritt in zahlreichen Museen und Vergünstigungen bei Stadtführungen.

 

Messetermine in Nürnberg

Bekannt ist die Spielwarenmesse in Nürnberg, die jedes Jahr Anfang Februar in Nürnberg stattfindet.
Mehr Informationen zu weiteren Messen finden Sie hier.

 

Ausflugsziele in der Nähe von Nürnberg

Von Nürnberg aus kann man so einiges unternehmen, man kann zum Surfen ins Fränkische Seenland oder zum Klettern, Kanu-und Kajakfahren  und Fliegenfischen in die Fränkische Schweiz, der Gegend mit der höchsten Dichte an privaten Brauereien. Wer in der Stadt bleiben möchte, den locken Parks und Grünanlagen zum entspannen. Oder wie wäre es mit einem Besuch im Hochseilgarten, dem Pfütze Garten?

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