Archiv für Juli 2010

Weimar

Die kreisfreie Stadt Weimar in Thüringen ist vor allem für ihr kulturelles Erbe bekannt.

Sehenswürdigkeiten in Weimar

Eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Weimars ist sicherlich das Wohnhaus Goethes, in dem er fast 50 Jahre lang gewohnt hat. Das im Stil des Barock erbaute Haus wurde nach Wünschen Johann Wolfgangs von Goethe umgebaut. Heute ist es zu besichtigen und weitgehend in dem Zustand belassen, in dem es sich in Goethes letzten Lebensjahren befand.

Goethe und Schiller © flickr/az1172

Und auch Schiller verbrachte seine letzten drei Lebensjahre in Weimar. Das Bürgerhaus in dem er lebte und in dem Dramen wie Messina oder Wilhelm Tell entstanden ist heute mit dem noch teilweise originalen Inventar zu sehen.

Nachdem das Rathaus Weimars im Laufe seiner Geschichte zweimal abgebrannt ist, ist heute der neugotische Bau aus dem Jahre 1841 zu sehen. Neben den Amtsräumen des Oberbürgermeisters befindet sich hier auch das Hochzeitszimmer des Standesamtes. Die Glocken des Glockenspiels im Turm sind aus Meißener Porzellan.

Das Deutsche Nationaltheater in Weimar ist Nachfolger des Weimarer Hoftheaters, an dem auch Goethe Direktor war. Der 1908 fertig gestellte neoklassizistische Bau wurde mehrfach umgebaut und auch wichtige politische Veranstaltungen fanden hier statt. Hier wurde auch die Weimarer Republik gegründet. Heute befinden sich hier das bedeutendste Thüringer Theater und die Staatskapelle Weimar. Auf dem Theaterplatz befindet sich das Goethe-Schiller-Denkmal von Ernst Rietschel aus dem Jahre 1857. Kopien des Denkmals stehen in Cleveland, Milwaukee, San Francisco und Shanghai.

Das eindrucksvolle im Barockstil erbaute Fürstenhaus diente der Fürstenfamilie nach dem Brand des Schlosses zeitweise als Wohnung. In dem ursprünglich als Verwaltungsgebäude errichteten Bau befindet sich heute die Hochschule für Musik.  Vor dem Fürstenhaus ist das Reiterstandbild Carl Augusts zu sehen.

Im Cranachhaus hatte Lucas Cranach der Ältere seine Malerstube und arbeitete an dem dreiflügligen Altarbild für die Stadtkirche. Das Gebäude ist mit Säulen, Muschelnischen und Rundbögen verziert und beherbergt heute eine Kleinkunstbühne.

Das prächtige Stadthaus im Stil der Frührenaissance wurde nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zerstört. Bei der Restaurierung zwischen 1968 und 1971 wurde die Fassade wieder hergestellt, der Rest des Gebäudes ist aber modern.

Auch Goethes Freundin und Vertraute, Charlotte von Stein lebte 50 Jahre bis zu ihrem Tod im Jahre 1827 in Weimar. In dem Haus in dem sich bis 1794 auch noch die Pferdeställe der herzoglichen Husaren befanden, befindet sich heute das Goethe-Institut Weimars.

Von Ferdinand von Streichhan im Stil der Neorenaissance erbaut, von den Nationalsozialisten als Gefängnis genutzt, beherbergt der Marstall heute das Thüringische Hauptstaatsarchiv.

Der Henry-van-de-Velde-Bau war 1919 Gründungsort des Bauhauses und ist einer Der bedeutendsten Kunstschulbauten der Jahrhundertwende.

Das erste Weimarer Dichterdenkmal war das Herder-Denkmal von Ludwig Schaller auf dem Herderplatz. Es wurde zum 106. Geburtstag des Philosophen und Theologen (1744-1803) aufgestellt.

Auch Wieland, Liszt und Shakespeare sind in Form von Denkmälern in Weimar zu sehen.

Die Buchenwald-Plastik von Fritz Cremer ist Teil der Mahnmalanlage Buchenwald und entstand zwischen 1954 und 1958. Das ehemalige Konzentrationslager sollte auf keiner Tour durch Weimar fehlen.  Zwischen 1937 und 1945 starben hier mehr als 50.000 Menschen.

Carl-August vor Fürstenhaus © flickr/froutes

In der Stadtkirche St. Peter und Paul in Weimar ist der berühmte dreiflüglige Altar von Lucas Cranach dem Älteren zu sehen, an dem er in seinem letzten Lebensjahr 1552 gearbeitet hat. Das Werk wurde von seinem Sohn beendet. Die Kirche ist eine spätgotische dreischiffige Hallenkirche und trägt den Beinamen Herderkirche.  Kirche und Herderhaus stehen auf der Welterbeliste der UNESCO.

Nach dem Vorbild des Domes in Florenz wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts die erste Katholische Kirche Weimars, die Herz-Jesu-Kirche erbaut.

Die Jakobskirche wurde 1713 an Stelle eines Vorgängerbaus errichtet. Ab 1728 war sie Garnisonskirche und nach dem Schlossbrand Hofkirche. Zur der Zeit als Napoleons Truppen in Weimar waren, war sie ein Lazarett.

In der Kirche von Denstedt befindet sich eine Orgel, auf der schon Liszt gespielt hat.

Und auch viele schöne Brunnen gibt es in Weimar. Der Gänsemännchenbrunnen wurde nach Vorbild des Nürnberger Gänsemännchenbrunnens erstellt.

Der Goethebrunnen war die erste gusseiserne Brunnenanlage der Stadt und auf dem Neptunbrunnen steht die dritte Nachbildung des original Neptuns. Ursprünglich stand dort allerdings das Wappentier Weimars, ein Löwe.

Weitere Brunnen sind der Donndorfbrunnen , der Löwenbrunnen, der Ildefonso-Brunnen, der  Herderbrunnen, der Geleitbrunnen, der Brunnen am Lesemuseum und der Bürgerschulbrunnen.

Geschichte Weimars

  • Im 5. Jahrhundert befand sich auf dem Gebiet Weimars eines der kulturellen Zentren  der Thüringer
  • 899 Weimar wird zum ersten Mal urkundlich als „Vvigmara“ erwähnt
  • 1002 Kaiser Otto III. war mit der Belagerung der Burg des Grafen von Weimar nicht erfolgreich
  • 1254 erstmals urkundlich als Stadt bezeichnet: „in civitate nostra Wimare“
  • 1424 durch ein Feuer wurden große Teile der Stadt und die Burg vernichtet
  • 1552 Lucas Cranach der Ältere kommt in die Stadt zusammen mit Johann Friedrich des Großmütigen der sie zu seiner Residenz wählt
  • 1708-1717 Johann Sebastian Bach ist in Weimar
  • 1775 Herzog Carl August übernimmt die Regentschaft von seiner Mutter Herzogin Anna Amalia und lädt Goethe nach Weimar ein
  • 1799 Friedrich Schiller kommt nach Weimar
  • 1848-1961 Franz Liszt wirkt in Weimar
  • 1846 Eisenbahnanschluss nach Halle und Erfurt
  • 1919 Gründung der Weimarer Republik und des Bauhauses
  • 1937 das Konzentrationslager Buchenwald wird errichtet
  • 2004 beim Brand in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek werden etwa 50.000 alte Bücher vernichtet

Veranstaltungen und Kultur in Weimar

Veranstaltungen

  • 20. August-12. September 2010 – Kunstfest Weimar
  • 26.-29. August 2010 – Weinfest, es wird rund um den Geburtstag Goethes gefeiert
  • 4.-5. September – Töpfermarkt mit Töpfern aus ganz Thüringen
  • 24. September-10. Oktober 2010 – Güldener Herbst 2010 mit alter Musik auf originalgetreuen Instrumenten
  • 8.-10. Oktober 2010 – Zwiebelmarkt, das größte Volksfest Thüringens und ein Stück Stadtgeschichte
  • 4.-5. Dezember2010 – Adventsmarkt Bienenmuseum, ein Geheimtipp für Kenner
  • 25. Novenber-22. Dezember 2010 Weimarer Weihnachtsmarkt

Museen

Natürlich sind Goethes Wohnhaus, sein Gartenhaus und Schillers Wohnhaus heute Museen.

Im Bauhausmuseum kann man alles über die Entstehung des Bauhauses und die frühen Arbeiten erfahren.

Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek dürfte besonders für Bücherfreunde interessant sein. Aber auch für andere ist besonders der weltberühmte Rokokosaal interessant. Da die tägliche Besucherzahl begrenzt ist, sind Reservierungen ratsam. Kartenbestellung unter: Tel: 03643-5454-01 oder -02 oder info@klassik-stiftung.de

Das Neue Museum Weimar beherbergt zeitgenössische Kunst in einem Neorenaissance-Bau.

Das Wittumspalais wurde nach dem Brand des Schlosses zum Witwensitz und zur Stadtwohnung Herzogin Anna Amalias. Heute ist es ein wichtiges Dokument adliger Wohnkultur.

Franz Liszt wohnte zwischen 1869 und 1886 in der ehemaligen Hofgärtnerei, heute befindet sich dort das Liszt-Museum.

Neben dem Lagergelände des Konzentrationslagers sind in der Gedenkstätte Buchenwald auch vier ständige Ausstellungen zu besichtigen.

Bäder und Thermen in Weimar

Neben der Schwanseebad Schwimmhalle und dem Freibad gibt es noch die Avenida-Therme in Hohenfelden www.avenidatherme.de und die Toskana-Therme in Bad Sulza www.toskanaworld.net.

Rathaus © flickr/froutes

Gastronomie in Weimar

Acht der vierzig besten Restaurants Thüringens befinden sich in Weimar. Zu empfehlen ist sicher das „Anna Amalia“. Aber auch die typischen Weimarer Spezialitäten wie Weimarer Zwiebel- und Speckkuchen, Zwiebelsuppe, Klöße und Bratwurst wollen probiert werden. Und wer hat nicht schon von der Thüringer Rostbratwurst gehört.

Öffentliche Verkehrsmittel in Weimar

Mit der weimarCard haben Sie nicht nur freie Fahrt in den Verkehrsmitteln des öffentlichen Nahverkehrs, sondern auch Ermäßigungen in Museen, Theater, bei Stadtführungen und Kirchenführungen. Die weimarCard gibt es an Verkaufsstellen der Verkehrsbetriebe, bei der Tourist-Information und in Hotels in Weimar. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Weimar

Wer auf Goethes Spuren wandern möchte kann dies auf dem Goethewanderweg zwischen Weimar und Großkochberg. Goethe ging diese 28 Kilometer lange Strecke oft, wenn er Charlotte von Stein dort besuchen wollte.

Der Thüringer Drei-Türme-Weg ist 26 Kilometer lang und führt durch das Mittlere Ilmtal. An verschiedenen Stellen kann man auch die Ilmtalbahn nutzen. Der 125 Kilometer lange Ilmtal-Radweg ist der beliebteste Thüringens. Er führt vom Rennsteig im Thüringer Wald bis zur Mündung bei Großheringen.

Nur zwei Kilometer lang ist der Maria-Pawlowna-Promenaden-Weg, auf dem sie trockenen Fußes von Schloss Tiefurt nach Schloss Kromsdorf gelangen konnte.

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Frankfurt an der Oder

Die Geburtsstadt Heinrich von Kleists, Frankfurt an der Oder liegt im östlichen Brandenburg nahe der polnischen Grenze.

Sehenswürdigkeiten in Frankfurt (Oder)

Mit dem Bau der ehemaligen Hauptpfarrkirche St. Marien wurde 1253 im Stil der norddeutschen Backsteingotik begonnen. Die im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Kirche wird seit 1979 rekonstruiert und nachdem aus Beständen russischer Beutekunst auch 111 mittelalterliche Bleiglasfenster zurückgegeben wurden, werden auch diese wieder eingebaut. Genutzt wird die Kirche heute für Veranstaltungen.

Marienkirche © flickr/Charlie Dave

Erst 1432 von den Hussiten und dann 1631 von den Schweden zerstört wurde die St. Gertraud Kirche, die bereits 1368, als Kapelle der Gewandschneider außerhalb der Stadtmauern gelegen, erbaut.

Ehemals ein dreischiffiger Backsteinbau wurde die Kirche ab 1874 in neogotischer Form wieder aufgebaut.
Ende des 13. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Franziskaner Klosterkirche begonnen. Im Laufe der Zeit wurde sie erst zur Garnisonskirche und später zur Konzerthalle „Carl Philipp Emanuel Bach“.

Der in seinem Ursprung älteste Steinbau der Stadt, die Friedenskirche St. Nikolai, existierte bereits zur Stadtgründung im Jahre 1253. Nachdem die Marienkirche die Hauptkirche der Stadt geworden war und die Gottesdienste in die Franziskaner Klosterkirche verlegt worden waren, wurde die Nikolaikirche in ihrer Geschichte als Kornhaus, Heuschuppen, Pulvermagazin, als Krankenhaus und Gefängnis genutzt. Heute ist sie das „Ökumenische Europa-Zentrum“.

Sehenswert in Frankfurt an der Oder ist auch die Reliefwand „Geschichte der Alten Universität“ am Rande des Linnéparks. Die rund 10 Meter lange Sandsteinwand wurde von Walter Kreisel geschaffen. Neben dem nachempfundenen Portal der Universität zeigt die Mauer die Porträts alter Professoren der Universität.

Ebenfalls sehenswert sind die 1975 eingebauten Bronzetore, die die Eingangstüren zur Konzerthalle bilden. Von Axel Schulz gestaltet, ist das eine ein heiteres, das andere der 2,90 Meter hohen Tore ein ernstes Tor.

Eine nach 1253 erbaute ehemalige Kaufhalle mit Ratsstube und Gerichtslaube ist das heutige Rathaus Frankfurts. Zwischen 1607 und 1609 wurde es im Stil der Renaissance umgebaut und von 1911 bis 1913 nach Plänen von Fritz Beyer erweitert. Das im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Gebäude wurde ab 1950 mit den Einnahmen aus einer Lotterie wieder aufgebaut.

Die ältesten Bürgerhäuser Frankfurts an der Oder befinden sich an der Ecke Oderstraße und Forststraße. Ehemals als mittelalterliche Massivbauten entstanden und mehrfach umgebaut, sind sie heute vorwiegend klassizistisch gestaltet.

Rund 100 Jahre lang wurde der 1855 errichtete Gasometer der Stadt. Heute wird das unter Denkmalschutz stehende Gebäude nicht mehr genutzt und 2005 wurde auch der Teleskopgasbehälter entfernt.

Die Friedensglocke aus dem Jahre 1953 wurde von der damaligen CDU der DDR zur Erinnerung andie Unterzeichnung des Oder-Neiße-Friedensvertrages gestiftet und wird jedes Jahr am 1. September, dem Weltfriedenstag, geläutet.

Die Exerzierhalle in der Logenstraße wurde zwischen 1879 und 1882 errichtet und war Teil des Kasernenkomplexes des Frankfurter Leibgrenadierregiments König Friedrich Wilhelm III. Ab 1940 war darin eine öffentliche Küche mit Speisesaal für 1.200 Personen eingerichtet und nach 1945 wurde das Gebäude um rund ein Drittel gekürzt. Leider wurde es so häufig verputzt und überstrichen, dass die historische Fassade nicht mehr zu sehen ist.

Zwischen 1739 und 1742 als Pfarrhaus nach Plänen des Baudirektors Hedemann im Stil des Spätbarocks erbaut beherbergt das Doppelpfarrhaus heute das Stadtarchiv.

Geschichte Frankfurts (Oder)

  • Um 1226 Gründung der Stadt von fränkischen Kaufleuten, Markt- und Niederlagsrecht
  • 1253 mit eigenen Schiffen befahren Kaufleute aus Frankfurt die Ostsee
  • 1341/1350 Widerstand gegen Bischof von Lebus, der über die wohlhabende Stadt herrschen möchte
  • 1348 Frankfurt öffnet Markgraf Ludwig die von Kaiser Karl IV. belagerte Stadt und sicher ihm die Mark
  • 1502 erster Buchdruck
  • 1430 bis circa 1500 Mitglied der Hanse
  • 1506 Eröffnung der ersten brandenburgischen Landesuniversität
  • 1631 Frankfurt wird von den Schweden eingenommen
  • 1662 Frankfurt an der Oder wird als „Haupt- und Handelsstadt“ erwähnt
  • 1685 Ansiedlung von Hugenotten mit neuen Gewerbezweigen nach dem „Edikt von Potsdam“
  • 1697 bis 1699 der komplette babylonische Talmud wird in der Stadt zum ersten Mal in Deutschland gedruckt
  • 1777 Heinrich von Kleist wird in Frankfurt an der Oder geboren
  • 1811 Schließung und Verlegung der Universität nach Breslau
  • 1815 Sitz der Regierung des Regierungsbezirks Frankfurt und des Oberlandesgerichts
  • 1842 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Berlin-Frankfurt
  • 1855 das Gaswerk nimmt seinen Betrieb auf
  • 1874 das Wasserwerk wird eröffnet
  • 1898 Inbetriebnahme von Elektrizitätswerk und elektrischer Straßenbahn
  • 1945 die Innenstadt wird fast vollständig zerstört, nach dem Potsdamer Abkommen wird Frankfurt zur Grenzstadt und die ehemalige Dammvorstadt zur polnischen Nachbarstadt Słubice
  • 1951 der Wiederaufbau beginnt in der Bahnhofstraße
  • 1991 Gründung der „Europa-Universität Viandrina Frankfurt (Oder)“

Veranstaltungen und Kultur in Frankfurt  (Oder)

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Seit 2001 Oderturmlauf
  • Seit 1966 Frankfurter Festtage der Musik
  • Jährlich Ende Mai/ Anfang Juni Theaterfestival der Europauniversität Viandrina
  • Seit 1992 Kleist-Festtage im Oktober
  • Seit 2003 Europäisches Festival für Lied-Weltmusik „transVOCALE“ in Frankfurt (Oder) und Słubice
  • Jedes Jahr am zweiten Wochenende im Juli Hansestadtfest „Bunter Hering“

Museen

Rathaus © flickr/Charlie Dave

In der ehemaligen Garnisonsschule wurde 1969 das Kleist-Museum eingerichtet. Rund 250 Dokumente geben Auskunft über Leben und Werk Kleists. Außerdem beherbergt das Museum die umfangreichste Kleist-Sammlung.

Kunst aus dem Osten Deutschlands wird in über 11.000 Werken im Museum Junge Kunst ausgestellt. Sowohl im Rathaus als auch im PackHof des Museums in der C.-Ph.-E.-Bach-Straße.

Das kulturhistorische Museum Frankfurts ist das Museum Viadrina im Junkerhaus, das als eines der wenigen Gebäude der Innenstadt im Zweiten Weltkrieg verschont blieb. Es ist heute ein wertvolles barockes Baudenkmal.

Wildpark und ein Winterquartier für  Fledermäuse in Frankfurt (Oder)

Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Wildpark im Stadtwald. Auf rund 16 Hektar Fläche können Besucher verschiedene Tiere naturnah erleben. Neben einer Teichlandschaft gibt es auch ein Streichelgehege und eine kleine Imkerei.

Ein Winterquartier für etwa 2.000 Fledermäuse befindet sich im Zentrum der Stadt in einer 1950 stillgelegten Brauerei. Unter den mehr als 30 Arten ist hier auch das Große Mausohr zu finden. Aber auch seltene Tiere wie die Teichfledermaus oder die Große und Kleine Bartfledermaus überwintern hier.

Gastronomie in Frankfurt (Oder)

Hier finden Sie Informationen zur Gastronomie in Frankfurt und Słubice.

Öffentliche Verkehrsmittel in Frankfurt (Oder)

Natürlich gibt es in Frankfurt auch Tagestickets für den öffentlichen Nahverkehr. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Messetermine in Frankfurt (Oder)

  • 08.-10. Oktober 2010 – JOB&KARRIERE, 2. Fachmesse für Beruf und Qualifizierung
  • 08.-10. Oktober 2010 – ODERLAND, 21. Frankfurter Herbstmesse
  • 19.-21. November 2010 – aktiv+gesund, 6. Messe für Fitness, Wellness & Gesundheit
  • 19.-21. November 2010 – Weihnachten, 6. Deutsch-Polnische Weihnachtsmesse
  • 19.-21. November 2010 – Food&Taste, 5. Internationale Lebensmittelmesse

Mehr Informationen zu den Messen und Veranstaltungen unter www.muv-ffo.de.

Frankfurt (Oder) © flickr/Charlie Dave

Ausflugsziele in der Nähe von Frankfurt (Oder)

Natürlich ist die Partnerstadt Słubice auf der anderen Seite der Oder einen Besuch wert.
Weitere Ausflugsziele sind der Oderbruch, die Seelower Höhen, das Fort Gorgast, Falkenhagen und Neuhardenberg im Norden. Im Süden Müllrose, Eisenhüttenstadt, das Zisterzienserkloster Neuzelle oder Beeskow. Im Westen Fürstenwalde, Bad Saarow am Scharmützelsee , Wendisch Rietz am Scharmützelsee und Storkow.  Im Osten Polen mit dem Zisterzienserkloster Paradyż, Burg Meseritz (Międzyrzecz), die Johanniterburg in Sonnenburg (Słonsk), Łagow, der Ostwall und das Jäger- und Anglerparadies Kreis Krosno (Crossen).

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Leipzig

Leipzig liegt im Nordwesten des Freistaates Sachsen und ist die bevölkerungsreichste Stadt der neuen Bundesländer. Zusammen mit Halle (Saale) bildet Leipzig einen Ballungsraum.

Sehenswürdigkeiten in Leipzig

Sicherlich eines der schönsten Renaissancebauwerke Deutschlands ist das Alte Rathaus in Leipzig. Heute ist in ihm das Stadtgeschichtliche Museum untergebracht. Gebaut wurde es 15556/57 von Hieronymus Lotter. Beachtenswert ist die Tatsache, dass die Front nach dem Prinzip des Goldenen Schnitts aufgebaut ist.

Alte Börse © flickr/Nigel's Europe

Ebenfalls ein Werk Lotters sind die Alte Waage am Marktplatz, die Moritzbastei sowie Teile der Stadtbefestigung. Die Moritzbastei errichtet zwischen 1551 und 1554 galt lange als uneinnehmbar, wurde aber im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden überrannt.

Durch die lange Tradition Leipzigs als Messestadt sind in der Innenstadt noch prachtvolle Kaufmannshäuser mit ihren charakteristischen Passagen erhalten. Der älteste dieser Handelshöfe ist Barthels Hof. Hauptsächlich der Ausrichtung von Handelsmessen dienten Specks Hof und Stenzlers Hof, die beide restauriert sind. Die nach mailändischem Vorbild zwischen 1912 und 1914 entstandene Mädlerpassage ist wohl die schönste Passage Leipzigs und befindet sich auf dem ehemaligen Gelände von Auerbachs Hof, einem weiteren der damaligen Handelshäuser.

Die Alte Börse in Leipzig ist ein Gebäude im Barockstil und diente in seinen Anfängen der Kaufmannschaft der Stadt als Versammlungsort. Weitere sehenswerte Barockgebäude sind das Fregehaus, das Romanushaus, das Königshaus und das am Stadtrand gelegene Gohliser Schlösschen.

Auch gibt es in Leipzig Gebäude, die an berühmte Personen erinnern und deren Aufenthalts- oder Wirkungsstätten waren. Östlich der Innenstadt gelegen ist das Mendelssohnhaus, in dem Felix Mendelssohn Bartholdy bis zu seinem Tod lebte, und in Gohlis gelegen das Schillerhaus, in dem Friedrich Schiller an der „Ode an die Freude“ gearbeitet haben soll.

Ein bekanntes Wahrzeichen Leipzigs ist das Völkerschlachtdenkmal, das ab 1898 errichtet wurde und an die Völkerschlacht von 1813 erinnert.

Das Reichsgerichtsgebäude (1888-1895) in Leipzig orientiert sich an der italienischen Renaissance und ähnelt so dem Reichstagsgebäude in Berlin.

Bekannt vor allem durch den berühmten Thomanerchor ist die Thomaskirche. In dem gotischen Bau aus dem 15. Jahrhundert wirkte auch Johann Sebastian Bach. Der Thomanerchor ist hier regelmäßig zu hören. Außerhalb der Ferienzeiten und Gastspielreisen am Freitagabend und Samstagnachmittag.

Die Nikolaikirche war Ausgangspunkt für die Montagsdemonstrationen in Leipzig, die unter anderem die Wende in der DDR einleiteten. Errichtet im romanischen Stil ab 1165 wurde sie im Spätmittelalter zur gotischen Hallenkirche umgebaut.

Die Russische Gedächtniskirche im Nowgoroder Stil wurde 1913 zur Erinnerung an die in der Völkerschlacht 1813 gefallenen Russen erbaut.

Geschichte Leipzigs

  • Ab dem 7. Jahrhundert gab es slawische Siedlungen
  • 1015 erstmals als „urbs Libzi“ in der Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg erwähnt
  • 1165 Verleihung der Stadtrechte durch Markgraf Otto dem Reichen
  • 1212 das Augustiner-Chorherrenstift St. Thomas wird gegründet
  • 1409 Gründung der Universität
  • 1497 Leipzig bekommt von Kaiser Maximilian I. das kaiserliche Messeprivileg und ab 1507 auch das Stapelrecht
  • 1539 Einführung der Reformation
  • 1632 König Gustav II. Adolf fällt in der Schlacht bei Lützen
  • 1813 Völkerschlacht bei Leipzig und Richard Wagner wird in der Stadt geboren
  • 1839 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Leipzig-Dresden
  • 1989 Friedensgebete in der Nikolaikirche und Montagsdemonstrationen

Thomaskirche © flickr/vxla

Veranstaltungen und Kultur in Leipzig

Museen

Das Museum der bildenden Kunst in Leipzig zeigt knapp 60.000 Exponate aus der Zeit vom Mittelalter bis zur Moderne.

In der Galerie für Zeitgenössische Kunst sind Werke moderner und zeitgenössischer Kunst zu sehen.

Das Stadtgeschichtliche Museum im Alten Rathaus hat Nebenstellen im ältesten Kaffeehaus Deutschlands Zum Arabischen Coffe Baum, im Schillerhaus, im Sportmuseum Leipzig und im Völkerschlachtdenkmal.

Im Zeitgeschichtlichen Forum können Besucher sich über die Geschichte Deutschlands vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart informieren. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Geschichte der DDR.

Veranstaltungen

  • 01. Juli – 31. August 2010: Kultur unter freiem Himmel – Open Air-Veranstaltungen auf den Sommerbühnen Leipzigs
  • 07. – 17. Juli 2010: Bach-Wettbewerb
  • 12. Juli – 28. August 2010: Sommerkabarett
  • 06. – 15. August 2010: CLASSIC OPEN 2010 – Musik von Händel bis Jackson in der Innenstadt
  • 09. – 19. September 2010: Schumann-Festwoche  zum 200. Geburtstag von Robert Schumann
  • 16. – 22. September 2010: 10. Jugendfilmfestival LEoliese
  • 20. September – 03. Oktober 2010: Interkulturelle Wochen
  • 16. Oktober 2010: Leipziger Opernball

Zoo in Leipzig

Der Zoo Leipzig ist nicht nur einer der ältesten der Welt, sondern auch einer der artenreichsten. Neben der weltgrößten Menschenaffenanlage gibt es eine Löwensavanne, eine Lippenbärenschlucht, eine Tiger-Taiga, eine Afrika-Savanne und vieles mehr zu sehen. www.zoo-leipzig.de

Gastronomie in Leipzig

Am bekanntesten, vor allem auch durch Goethes Faust, ist Auerbachs Keller. Das historische Restaurant gibt es seit 1525. Hier gibt es neben bodenständiger sächsischer Küche historische Weinstuben und auch feine Küche für gehobene Ansprüche. www.auerbachs-keller-leipzig.de

Völkerschlachtdenkmal © flickr/Mishkabear

Öffentliche Verkehrsmittel in Leipzig

Für Touristen zu empfehlen ist die Leipzig Card, denn mit ihr hat man nicht nur freie Fahrt bei den öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch Ermäßigungen bei Stadtrundfahrten, in Museen und vielem mehr.

Messetermine in Leipzig

Mehr als 800 Jahre Messe in Leipzig, am bekanntesten ist sicherlich die Leipziger Buchmesse im Frühjahr. Mehr Informationen zu Messen in Leipzig gibt es hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Leipzig

Im Leipziger Land kann man an acht Seen einer künftig über 70 Quadratkilometer großen Seenlandschaft schon jetzt Sport und Erholung erleben.
In Wäldern, Seen und Parks in der Region kann man wandern, radeln und reiten und Schlösser, Burgen, Herrenhäuser und Kirchen laden zur Besichtigung ein.
Im Oktober finden regelmäßig die Feiern zur Erinnerung an die Völkerschlacht statt.

Einen Ausflug wert sind auch die Dübener Heide, die Dahlener Heide, das Wurzener Land, die Muldenlandschaft bei Grimma, das Tal der Burgen oder das Saaletal.

Interessante Städte in der Nähe sind die Lutherstadt Wittenberg, Meißen, Dresden, Weimar und Erfurt.
Mehr dazu finden Sie hier.

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Halle (Saale)

Sehenswürdigkeiten in Halle

Halle an der Saale ist die größte Stadt in Sachsen-Anhalt und liegt im Süden des Bundeslandes.

Außergewöhnlich sind die zwei Burgen die sich im Stadtgebiet Halles befinden. Die ältere Burg ist Burg Giebichenstein die oberhalb der Saale liegt, die jüngere ist die spätmittelalterliche Moritzburg am nordwestlichen Rand der Altstadt. Burg Giebichenstein war die erste an der Saale erbaute Burg und die Moritzburg ist die jüngste der Burgen an der Saale.

Moritzburg © flickr/dierk schaefer

Abgesehen von der viertürmigen Marktkirche haben die Kirchen Halles keinen vollständigen Turm mehr. Die Marktkirche Unser Lieben Fraunen ist die jüngste der Kirchen (1529-1554) und gleichzeitig ein bedeutender spätgotischer Bau. Zusammen mit dem Roten Turm bilden ihre Türme das Wahrzeichen der Stadt.  Der Altar mit vier beweglichen und zwei festen Flügeln wurde 1529 von Simon Frank geschaffen, einem Schüler Lucas Cranach des Älteren. Ein Lünettenbild des Hallenser Malers Heinrich Lichtenfels, das Szenen der Apostelgeschichte zeigt, ist oberhalb des Altars zu sehen.  Die kleine Reichel-Orgel wurde 1663/1664 erbaut und ist die älteste in Mitteldeutschland. Auf ihr lernte bereits Georg Friedrich Händel das Orgelspielen.

Das älteste Kirchenbauwerk Halles ist der Dom, die ehemalige Klosterkirche der Dominikaner. Auch wenn Halle nie Bischofssitz war, wurde die Kirche schon immer als Dom bezeichnet, denn die Erzbischöfe von Magdeburg residierten lange als Landesherren in der Stadt.
Die spätgotischen St. Moritz Kirche kann mit der bedeutenden Sauer-Orgel  aus dem Jahr 1925 aufwarten. Außerdem befinden sich hier noch Steinskulpturen von Conrad von Einbeck. Die Renaissancekanzel aus dem Jahr 1592 ist ein Werk des Meisters Zacharias Bogenkrantz, der Schalldeckel ein Werk von Valentin Silbermann.

Die ehemalige St. Ulrich Kirche dient heute als Konzerthalle. Dort und in St. Georgen predigte August Hermann Francke.

Die 1870 errichtete Synagoge der Stadt Halle wurde während der Zeit des Nationalsozialismus zerstört. Heute dient die ehemalige Feierhalle auf dem jüdischen Friedhof als Synagoge.

Sehenswerte historische Bauwerke Halles sind auch die beiden großen Wassertürme. Der Wasserturm Nord (1897-1899) mit 54 Metern Höhe, aus rotem Werkstein und gelben Klinker, und der Wasserturm Süd (1927-1928) mit einer Höhe von 48 Metern.

Dadurch dass die Saale Halle in bis zu vier Armen parallel durchfließt sind sechs größere Inseln entstanden. So gibt es dann auch einige Brücken in der Stadt von denen die Geibichensteinbrücke im Norden, die Elisabethbrücke mit Magistralenbrücke in der Mitte und eine Brücke im Süden die wichtigsten sind.

Halle verfügt auch über bemerkenswerte Denkmale und Skulpturen. Die Betsäule von Halle ist ein gotischer Bildstock aus dem Jahre 1455, der Hallesche Roland stammt aus dem Jahr 1854, seine Geschichte geht aber bis ins Jahr 1245 zurück, auf dem Marktplatz steht ein Händel-Denkmal.

Am Marktplatz befindet sich auch der Rote Turm dessen Glockenspiel mit 76 Glocken weltweit das zweitgrößte ist. Auf dem Alten Markt ist der Eselsbrunnen, der an die hallische Sage erinnert, zu sehen. Der Hallmarkt war einst das Zentrum der Salzgewinnung Halles.

Geschichte Halles

  • 806 Bau eines Castellums zum Schutz der Salzquellen bei dem Ort Halla
  • Um 1120 wurden durch den Salzhandel und den damit verbundenen Reichtum Stadterweiterungen möglich
  • 1281 schriftliche Erwähnung Halles als Mitglied der Hanse
  • 1310 Selbstverwaltung der Stadt
  • 1418 Baubeginn des Roten Turms
  • 1478 Ende der städtischen Selbständigkeit
  • Bis 1680 Haupt- und Residenzstadt des Erzbistums Magdeburg, dann fällt Halle an das Kurfürstentum Brandenburg
  • 1541 Einführung der Reformation
  • 1625 Wallensteins Truppen besetzen die Stadt
  • 1694 Gründung der Universität
  • 1806 Napoleon besucht die Stadt und ordnet die Auflösung der Universität an
  • 1842 das Gefängnis Roter Ochse wird eröffnet
  • 1882 die ersten Pferdebahnen in Halle

Veranstaltungen und Kultur in Halle

Halle (Saale) © flickr/lilli2de

Museen

Im Halloren Schokoladenmuseum können Besucher interessantes aus 3.500 Jahren Kakao- und Schokoladengeschichte und  natürlich der Schokoladenherstellung in Halle erfahren.

Die Voraussetzung für die Salzgewinnung in Halle war die sogenannte „hallesche Marktplatzverwerfung“. Alles darüber  lernen Besucher im Halloren- und Salinemuseum Halle.

Im Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt in der Moritzburg zeigt die Stiftung Moritzburg eine Sammlung der Klassischen Moderne. www.stiftung-moritzburg.de/

Das Landesmuseum für Vorgeschichte Sachsen Anhalt ist eines der wichtigsten Museen Mitteleuropas. Errichtet wurde das Gebäude von 1911-1913 nach Plänen von Wilhelm Kreis. Die Sammlung des Museums umfasst mehr als 10 Millionen Fundstücke die teilweise Weltgeltung besitzen. Seit 2008 ist auch der Teilbereich „Alt-, Mittel-, Jungsteinzeit, Bronzezeit“ wieder zugänglich. Er wurde vollkommen neu gestaltet. www.archlsa.de/

Nach 10 Jahren in Köln ist das Beatles-Museum seit 2000 in Halle. Es ist die größte öffentliche Beatles-Einrichtung auf der Welt und dokumentiert die Erfolgsstory der Gruppe. www.beatlesmuseum.net

Das Musikmuseum der Stadt Halle befindet sich seit 1948 im Geburtshaus Georg Friedrich Händels (1685-1759). Eine Ausstellung widmet sich seinem Leben und Werk. www.haendelhaus.de/de

Das Deutsch Bahn Museum in Halle wurde 2003 eröffnet.

Veranstaltungen

  • 21.08.2010 – Nacht der Kirchen
  • Letztes Wochenende im August – Laternenfest
  • 4./5.09.2010 – 9. Mitteldeutscher Marathon
  • 24.09.-26.09.2010 – Salzfest
  • 26.11.-23.12.2010 – Weihnachtsmarkt

Bäder und Zoo in Halle

Maya Mare Bade- und Sauna Paradies www.mayamare.de/

Naturbäder sind der Hufeisensee, der Heidesee und die Angersdorfer Teiche.

Der Zoo Halle nennt sich selbst den schönsten Bergzoo Deutschlands. www.zoo-halle.de/cms/index.php

Dom zu Halle © flickr/dierk schaefer

Gastronomie in Halle

In Halle gibt es vier Flanier- und Kneipenmeilen. Die längst ist die Kleine Ulrichstraße mit zahlreichen Bars, Cafés, Restaurants und Kneipen.

Öffentliche Verkehrsmittel in Halle

Für Besucher eignet sich gut die Welcome Card, denn mit ihr hat man freie Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln und außerdem Ermäßigungen für Stadtführungen, Schiffstouren, Museumsbesuche, Freizeiteinrichtungen, Theater, Restaurants und mehr. Zu bekommen ist die Welcome Card unter anderem bei der Tourist-Information, Marktplatz 13, 06108 Halle.

Messetermine in Halle

Informationen zu Messeterminen in Halle finden Sie hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Halle

Natürlich ist die Stadt Leipzig, die mit Halle zusammen einen Ballungsraum bildet einen Besuch wert.

Die Döldauer Heide kann auf der Bischofswiese mit Befestigungsanlagen und Hügelgräbern aus der Jungsteinzeit aufwarten.
Auf der Preisnitzinsel gibt es eine Parkeisenbahn, den Peißnitzexpress Halle (Saale), in der Saaleaue eine Galopprennbahn.

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Lübeck

Sehenswürdigkeiten in Lübeck

Die Stadt Lübeck in Schleswig-Holstein ist vor allem bekannt für ihr Marzipan, aber auch sonst hat die Stadt viel zu bieten.

Holstentor © flickr/Martin Hey

Das Wahrzeichen der Stadt und weltbekannt ist das Holstentor in Lübeck. Das spätgotische Gebäude ist neben dem Burgtor das einzige erhaltene Stadttor in Lübeck. Das Holstenturm besteht aus zwei Türmen, dem Süd- und dem Nordturm und einem Mittelbau. Erbaut wurde das Tor 1478. Dadurch dass das Holstentor mit seinen bis zu 3,5 Meter dicken Mauern auf moorigem Grund gebaut wurde, sank es trotz einer 7 Meter hohen Aufschüttung schon während des Baus im Bereich des Südturms ab. Man versuchte zwar die Neigung beim Bau der oberen Geschosse auszugleichen, aber das der Boden immer weiter nachgab, liegen heute die untersten Schießscharten mehr als einen halben Meter unter der Erdoberfläche.

Ein großer Teil der Altstadt ist heute ein Teil des UNESCO Weltkulturerbes und das Bild der Altstadt prägen sieben Kirchtürme, weshalb Lübeck auch „Stadt der sieben Türme“ genannt wird.

Die Marienkirche ist die drittgrößte Kirche Deutschlands und gilt als besonderes Beispiel kirchlicher Backsteingothik. Sie war einst die Kirche des Rates der Hansestadt Lübeck und hat das höchste Backsteingewölbe der Welt. Die beiden Türme haben eine Höhe von 125 Metern. 30 der 36 Glocken des Glockenspiels stammen aus der Katharinenkirche in Dresden und wurden vor dem Einschmelzen gerettet.

Der Dom ist die zweitgrößte Kirche Lübecks und wohl das älteste Baudenkmal der Stadt. Schon 1173 legte Heinrich der Löwe den Grundstein zu diesem gewaltigen Bauwerk. Schon 1230 war laut Überlieferung die dreischiffige Pfeilerbasilika im romanischen Stil fertiggestellt worden, wurde aber zwischen 1226 und 1335 zur gotischen Hallenkirche umgestaltet. Zahlreiche Kunstwerke heute im Dom zu sehen. Ein 17 Meter hohes Triumphkreuz von Bernt Notke  aus dem Jahre 1477, eine Lettnerverkleidung aus Eichenholz geschitzt, die ebenfalls von Bernt Notke stammt, mittelalterliche Altäre, ein Taufbecken von 1455, zahlreiche Bischofgrabplatten und noch einiges mehr.

Im Gegensatz zu der Kirche des Rates war die Aegidienkirche die Kirche der Handwerker und Kämmerer und wurde im 14. und 15. Jahrhundert erbaut. Sie verfügt über eine besonders wertvolle Ausstattung aus dem Barock und der Renaissance.

Die Petrikirche wurde zwischen 1227 und 1250 als dreischiffige romanische Hallenkirche erbaut und zwischen 1450 und 1519 zur fünfschiffigen Hallenkirche erweitert. Im Turm befindet sich ein Fahrstuhl, der Besucher auf die Aussichtsplattform in 50 Metern Höhe bringt. Von dort hat man einen wunderschönen Blick über Lübeck. Genutzt wird die Kirche seit 1987 für kulturelle Zwecke.

Die Katharinenkirche wurde zwischen 1300 und1370 als turmlose Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters erbaut und ist eine der bedeutendsten Backsteinkirchen Norddeutschlands. Während einer langen Zeit der Restaurierung wurde sie in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Die Kirche ist seit 1806 profaniert und heute sind in ihr bemerkenswerte Kunstschätze ausgestellt.

Die Jakobikirche wurde im Jahre 1334 als Kirche der Schiffer und Seefahrer fertiggestellt  und neben einer Gedenkstätte für auf See gebliebene Fahrensleute befindet sich in der nördlichen Turmkapelle auch das Wrack eines Rettungsbootes des 1957 im Atlantik untergegangenen Segelschulschiffes „Pamir“. Berühmt ist die Jakobikirche für ihre Orgelkonzerte.

Zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten Lübecks gehört sicher auch das Buddenbrookhaus in der Mengstraße 4. Von dem aus Marburg stammenden Kaufmann Johann Michael Croll wurde es 1758 erbaut und 1841 von Johann Siegmund Mann, dem Großvater von Heinrich und Thomas Mann gekauft. 50 Jahre lang war es im Besitz der Familie. Heute befindet sich hinter der historischen Fassade ein modernes Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum.

Zum Ende des Mittelalters wohnten viele Tagelöhner und Träger in winzigen Häusern, die Buden genannt wurden. Sie standen dicht an dicht auf Eckgrundstücken oder an den Rückseiten der Bürgerhäuser. Diese versteckten Wohnbereiche wurden Gänge oder Gangviertel genannt. Heute bestehen in Lübeck noch etwa 90 der ehemals 180 Gänge, die es zum Ende des 17. Jahrhunderts gab. Besonders viele Gänge gibt es in der Engelsgrube, deren Name nicht etwa auf Engel, sondern vielmehr auf die Engländer zurückgeht.

Reichtum und Frömmigkeit der Lübecker Bürger führten auch zum Bau des Heiligen-Geist-Hospitals, das 1286 vollendet wurde. Es ist die älteste Sozialeinrichtung Europas und auch eines der bedeutendsten Monumentalbauwerke des Mittelalters. Hier konnten 100 kranke Menschen aufgenommen werden, nach Erweiterungen auch mehr. Erst für die Krankenpflege wurde es später als Altenheim genutzt. Heute beherbergt es ein modernes Altenheim und in den Kammern des Langhauses und in der schön restaurierten Kirchenhalle finden regelmäßig Kunsthandwerker- und Weihnachtsmarkt, aber auch Einzelveranstaltungen, statt. In den Kellergewölben gibt es seit 1955 eine Weinstube die mit der Zeit zum Restaurant ausgebaut wurde.

Heiligen-Geist-Hospital © flickr/abrocke

Das Rathaus von Lübeck ist eines der schönsten und ältesten deutschen Rathäuser. Mit dem Bau wurde im Jahre 1230 begonnen und es wurde in den folgenden Jahrhunderten immer wieder verändert. Aus der Zeit nach 1350 stammt das spitzbogige Hauptportal mit den grün glasierten Backsteinen und auf den Bronzebeschlägen an den Türflügeln sind der Kaiser und die sieben Kurfürsten zu sehen. Einer der Beschläge ist noch ein Original aus dem 14. Jahrhundert, der zweite ein Nachguss. Freitreppe und Eingangshalle im neugotischen Stil stammen aus dem Jahre 1887.

Neben dem Holstentor und direkt an der Trave stehen die sechs Backsteingiebelhäuser, die als Salzspeicher für das über den Stecknitzkanal, den ältesten Kanal Deutschlands, von Lüneburg nach Lübeck gebrachte Salz. Das „weiße Gold“ wurde mit Segelschiffen dann weiter nach Skandinavien transportiert und diente vor allem in Schonen und Bergen zum Konservieren der Fische, die dann wiederum nach Mittel- und Westeuropa transportiert werden konnten.

Die Liste der Sehenswürdigkeiten Lübecks ließe sich beliebig erweitern, machen Sie doch einfach selber mal eine Reise in diese schöne Stadt und schauen Sie sich alles an.

Geschichte Lübecks

  • Um 1000 errichteten die slawischen Wenden „Liubice“ and der Mündung der Schwartau in die Trave
  • 1138 Zerstörung durch aufständische Slawen.
  • 1143 wird von Graf Adolf II. von Schauenburg an der Trave eine Kaufmannssiedlung gegründet
  • 1157 wird die Siedlung durch Feuer zerstört
  • 1159 Heinrich der Löwe gründet Lübeck neu
  • 1170-1180 es wird mit dem Bau der großen Kirchen begonnen
  • 1226 Lübeck bekommt die Reichsfreiheit von Friedrich dem II. verliehen
  • Um 1300 wird Lübeck Haupt der Hanse und 1358 findet in der Stadt der erste Hansetag statt
  • 1370 nach zwei Kriegen gegen Dänemark der Friede von Stralsund und Lübeck ist auf dem Höhepunkt seiner Macht
  • 1669 treten die letzten neun Städte der deutschen Hanse zum letzten Mal in Lübeck zusammen – Lübeck, Hamburg und Bremen tragen das Erbe der Hanse bis ins 21. Jahrhundert und bleiben Freie Hansestädte
  • 1806-1813 Lübeck unter französischer Besetzung
  • 1871 Lübeck ist selbständiger Bundesstaat
  • Ab 1900 entwickelt sich Lübeck zu einer Handels- und Industriestadt
  • 1937 durch das „Groß-Hamburg-Gesetz“ verliert Lübeck die Reichsfreiheit und kommt zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein
  • Ab 1949 erfolgt der Wideraufbau der im Krieg stark zerstörten Stadt
  • 1987 werden Teile der Lübecker Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe

Veranstaltungen und Kultur in Lübeck

Museen

Bekannte Museen Lübecks sind natürlich das Holstentor, das Buddenbrookhaus, das Günter-Grass-Haus, als Forum für Literatur und bildende Kunst und das Willy-Brandt-Haus, das über das Leben des Nobelpreisträgers und Politikers informiert.

  • St. Annen – Kunsthalle und Museum, zurzeit mit einer Ausstellung der Russin Natalja Gontscharowa
  • Drägerhaus/Behnhaus – in den zwei Kaufmannshäusern aus dem 18. Jahrhundert ist eine fantastische Kunstsammlung zu sehen
  • Burgkloster und Burgtor – das Burgkloster ist die bedeutendste mittelalterliche Klosteranlage in Norddeutschland
  • Museum für Natur und Umwelt – neben einer fantastischen Ausstellung ist hier auch ein Walskelett zu sehen

Veranstaltungen

  • 10. Juli-29. August 2010: Schleswig Holstein Musik-Festival – dieses Jahr mit Länderschwerpunkt Polen
  • 23. Juli-1. August 2010: Travemünder Woche – die schönste Regatta der Welt
  • 6.-15- August 2010: Duckstein-Festival – eine wunderbare Mischung aus Kunst, Kultur und Kulinarischem
  • 13.-15.- August 2010: Pinn & Pann – faszinierende Traditionssegler und Gaumenfreuden aus dem Meer in Travemünde
  • 20.-22. August 2010: Harley-Weekend-Lübeck
  • 21. August 2010: 1. Taschenlampenkonzert in Travemünde – swingendes und rockendes Abendkonzert für die ganze Familie
  • 20.-29. August 2010: Kino unterm Ostseehimmel in Travemünde – 10 Tage Kino unter freiem Himmel
  • 3.-7. November 2010:  52. Nordische Filmtage in Lübeck
  • 22. November-30. Dezember 2010: verschiedene Weihnachtsmärkte in Lübeck

Bäder und Thermen in Lübeck

Neben zahlreichen Frei- und Hallenbädern gibt es die Erlebnisbäder Holstein-Therme, www.holstein-therme.de, in Bad Schwartau und die Ostsee Therme, www.ostsee-therme.de in Scharbeutz

Gastronomie in Lübeck

In Lübeck ist die Auswahl an Cafés, Restaurants und Kneipen fast nicht überschaubar und unterliegt einem ständigen Wandel. Von traditionellen Gaststätten über edle Bistros und gediegene Kaffeehäuser bis hin zu Studentenkneipen lässt sich in der Stadt alles finden.

Öffentliche Verkehrsmittel in Lübeck

Empfehlen kann man für den Lübeckbesuch die HappyDay Card. Mit ihr hat man freie Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln und viele Ermäßigungen in Museen, Theatern und bei Kanal- und Hafenrundfahrten.

Messetermine 2010 in Lübeck

  • 04.09.2010 – 05.09.2010 Tattoo Convention Lübeck
  • 15.09.2010 – 16.09.2010 b2d im HanseBelt – Die regionale Mittelstands-Messe     Lübeck
  • 11.11.2010 – 14.11.2010 nordica Lübeck –  Die Erlebnismesse für die ganze Familie
  • 19.11.2010 – 21.11.2010 SchnippSchnapp – Handarbeit & Co – Die Messe rund um das kreative Hobby

Lübeck © flickr/Marcus Meissner

Ausflugsziele in der Nähe von Lübeck

Wenn Sie in Lübeck sind sollten sie auf alle Fälle eine Fahrt auf der Trave oder einen Ostseetörn machen. Auch die Hafenstädte Wismar, Rostock und Stralsund sind nicht weit. Und in Lübeck beginnt außerdem einer der längsten zusammenhängenden Radwege Deutschlands. Über 450 Kilometer führt er entlang der Ostseeküste bis nach Flensburg. Für Familien ist auch der Hansa-Park in Sierksdorf zu empfehlen.

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