Sehenswürdigkeiten in Wilhelmshaven
Auch wenn Wilhelmshaven in Niedersachsen seinen Namen erst 1869 erhielt und eine sehr junge Stadt ist, so hat sie doch einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Im Zentrum des alten preußischen Wilhelmshavens liegt die Christus- und Garnisonskirche, die von 1969 bis 1872 im neugotischen Stil erbaut wurde. Im inneren ist, neben vielen Gedenktafeln, Wappen und Flaggen der Kaiserlichen Marine, auch das Altarbild „Durch das Kreuz zum Licht“ zu sehen. Auch ein Ehrenmal für die in den beiden Weltkriegen gefallenen Marineangehörigen und das Grab eines unbekannten Seemanns gibt es. Die von I.O. Lim gestalteten bunten Kirchenfenster erzählen die Lebensgeschichte Jesu.
Ein Wahrzeichen der Stadt Wilhelmshaven ist die Kaiser-Wilhelm-Brücke, die im Volksmund KW-Brücke genannt wird. Als sie zwischen 1905 und 1907 gebaut wurde, war sie die größte Drehbrücke Europas mit einer Spannweite von 159 Metern und einer lichten Höhe von 9 Metern.
“Kapitän Meyer” war der letzte Dampf betriebene Seetonnenleger Deutschlands und kommt aus Tönning in Schleswig-Holstein. Er war bis 1983 in Betrieb und ist nun in Wilhelmshaven vor Anker gegangen. Gruppen können hier Übernachtungen mit Frühstück buchen und standesamtliche Trauungen auf der Brücke des Schiffs sind sehr beliebt.
1839 als Pell- und Mahlmühle erbaut steht die Kopperhörner Mühle an einem historischen Mahlort, dessen Geschichte sich bis ins Jahr 1547 zurückverfolgen lässt. Die Mühle ist ein Galerieholländer mit Windrose und bei passendem Wetter kann man Mahlvorführungen beiwohnen. Sie hat eine Rumpfhöhe von 19 Metern und eine Flügelspannweite von 22 Metern.
Die Nordseepassage lädt mit ihren Geschäften zum Einkaufsbummel ein und ist gleichzeitig das lebendige Zentrum Wilhelmshavens. Direkt im Gebäude befindet sich auch der Bahnhof. Auf rund 28.000 Quadratmetern finden die Besucher hier etwa 60 Geschäfte und Dienstleistungsunternehmen. Außerdem ziehen das ganze Jahr über viele verschiedene Attraktionen noch zusätzlich die Besucher an.
Das heutige Kulturzentrum ist im ehemaligen Pumpwerk, einem Bau aus dem Jahre 1903, untergebracht.
Das Rathaus des Hamburger Architekten Prof. Fritz Höger und war bis zum Zusammenschluss der Städte Rüstringen und Wilhelmshaven das Rüstringer Rathaus. Das Portal des Klinkerbaus zieren Löwenplastiken und von der einheimischen Bevölkerung wird er liebevoll „Burg am Meer“ genannt. Erbaut wurde dass Rathaus in nur 77 Arbeitswochen von Anfang Mai 1928 bis Oktober 1929 und am Bau beteiligt waren 73 Firmen. Vom 46 Meter hohen Turm, der auch heute noch als Wasserreservoir genutzt wird, hat man einen tollen Blick über die Stadt, den Jadebusen und den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.
Für die Polizeiverwaltung im königlich-preußischen Wilhelmshaven wurde das Robert-Koch-Haus gebaut. Benannt ist es nach dem bekannten Arzt und Bakteriologen Robert Koch (1843-1910). Dieser hatte für kurze Zeit in Wilhelmshaven gearbeitet. Sehenswert sind die Sandsteinornamente in der Ziegelfassade der Frontseite. Im oberen Giebelfeld ist außerdem ein Glockenspiel angebracht, das um 8.00, 12.00 und18.00 Uhr zu hören ist.
Werfttor 1 war das Haupttor zur früheren Kaiserlichen Werft wurde 1876 erbaut. Es ist ein Backsteinbau mit rundbogigem Doppeltor und hier befindet sich auch noch ein Briefkasten mit der Aufschrift „Kaiserliche Werft“, der bis heute benutzt wird.
Seit dem 9. Juli 2000 stehen die „WINDWÄCHTER“, drei Stahlplastiken des Dipl. Designers Klaus Evenburg auf dem Wilhelmshavener Fliegerdeich am Südstrand. Sie sind zwischen sieben und neun Metern hoch und symbolisieren die Nähe des Menschen zu den Naturgewalten von Wind und Meer.
Der Botanische Garten Wilhelmshavens ist der kleinste Deutschlands, kann aber aufwarten mit einem Tropenhaus, einem Seerosenbecken und einer Sukkulentensammlung.
Auch eine Hafenrundfahrt gehört sicherlich in die Rubrik Sehenswürdigkeiten. Man kann sie von April bis Oktober täglich um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr unternehmen.
Geschichte Wilhelmshavens
Bevor das Königreich Preußen 1853 mit dem „Jade-Vertrag“ das Gebiet am Jadebusen kaufte, war es von den Friesen besiedelt. Im Bereich des heutigen Stadtgebiets befanden sich die beiden Kirchspiele Heppens und Neuende, die zum Großherzogtum Oldenburg gehörten. Das 313 Hektar große Gebiet wurde zum ersten Nordseehafen Preußens und die Geschichte Wilhelmshavens ist demzufolge eng mit der Geschichte der preußischen Marine verbunden.
Der Name der Stadt Wilhelmshaven wird das erste Mal bei der Grundsteinlegung für die Elisabethkirche, der heutigen Christus- und Garnisonskirche. Die Grundsteinlegung fand am Tag der Einweihung der Stadt am 17. Juni 1869 statt.
1871 wurde Wilhelmshaven neben Kiel an der Ostsee zum Reichskriegshafen des deutschen Kaiserreiches.
Zwischen 1873 und 1886 wurde der Hafen stark erweitert. 1888 wurde dann die Fertigstellung des Ems-Jade-Kanals gefeiert, der in die neue Hafenanlage integriert war.
Immer mehr Menschen siedelten sich in der Zeit in und um Wilhelmshaven an.
Während der Regentschaft Kaiser Wilhelm II. war die Kaiserliche Marine aktiv an der Gewinnung von Kolonien in Übersee beteiligt und der Aufschwung machte sich in Wilhelmshaven deutlich bemerkbar.
Die zum Großherzogtum Oldenburg gehörenden Gemeinden Heppens, Neuende und Bant wurden 1911 zur Stadt Rüstringen vereinigt, die damit auf einen Schlag zur größten Stadt des Großherzogtums wurde.
1937 wurden Wilhelmshaven und Rüstringen durch das Groß-Hamburg Gesetz zur Stadt Wilhelmshaven vereinigt und waren jetzt oldenburgisch.
Veranstaltungen und Kultur in Wilhelmshaven
Regelmäßige Veranstaltungen
- März: Lange Nacht der Museen
- April: NORDWESTKUNST – zeitgenössische Kunst aus Nordwestdeutschland, Internationale Osterjugendtage – sportliche Wettkämpfe mit Teilnehmer aus ganz Europa
- Mai: Gorch-Fock-Marathon – Marathon, Halbmarathon und 10-km-Lauf
- Juni: Rüstersieler Hafenfest – Stadtteilfest in Rüstersiel, Südstrandwochenende – „Maritimes Funsport Festival & Südstrandfest“
- Juli: Wochenende an der Jade – das größte Volksfest der Stadt, „Größtes Labskausessen der Welt“ – 2003 wurden 10.349 Portionen verkauft, was zum Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde führte
- August: Voslapper Siedlerfest – Stadtteilfest in Voslapp
- September: Internationales Behindertensportfest, Siebethsburger Volkslauf – Lauf über verschiedene Distanzen, Kulturkarussell – zahlreiche kulturelle Einrichtungen feiern gemeinsam, „Das Regenfest“ – Sommerfest im Botanischen Garten, Tag des offenen Denkmals – Öffentlicher Zugang zu nicht immer zugänglichen Denkmälern, Messe WHV.Net, Jadeschau – Modeschau
- Oktober: JadeWeserPort-Cup – Segelregatta für Traditions- und Großsegler
Museen
Das Marinemuseum befindet sich in einem der ältesten noch erhaltenen Gebäude der Kaiserlichen Werft, dass 1888 erbaut wurde. Etwa 160 Jahre Geschichte der deutschen Marine sind hier zu sehen. www.marinemuseum.de
Das Weser-Feuerschiff „Norderney“ von 1907 kann im Hafen besichtigt werden. Bis 1981 war es in der Deutschen Bucht im Dienst. www.sk-stoertebeker.de
Im JadeWeserPort-InfoCenter können sich Besucher über die Fortschritte beim Bau des Container-Tiefwasserhafens informieren. www.jadeweserport-infobox.de/
Das Küstenmuseum Wilhelmshaven zeigt auf unkonventionelle Art und Weise die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Küste. Im integrierten Forschungslabor können die Besucher selbst aktiv werden. Eine Besonderheit des Museums ist die Ausstellung wal.welten mit dem vor Baltrum gestrandeten Wal, der jetzt in plastinierter Form zu sehen ist.
Das Piratenmüseum ist ein Kreativmuseum, in dem man die Welt der Piraten selbst entdecken kann. www.piratenmuseum.de
Im Wattenmeerhaus können Besucher die faszinierende Vielfalt des Niedersächsischen Wattenmeeres erleben und die Wunder dieser Welt kennenlernen. www.wattenmeerhaus.de
Zoo und Bäder in Wilhelmshaven
Das Aquarium Wilhelmshaven wurde 2002 neu gestaltet und lädt Besucher auf eine einzigartige Reise ein. Vom Wattenmeer in den Atlantik, zur Antarktis, in die Tropen und zurück ins Wattenmeer.
Das nautimo ist ein Erlebnis und Wohlfühlbad in Wilhelmshaven mit Erlebnisbereich, Sportbad, Saunabereich und natürlich Gastronomie.
Gastronomie in Wilhelmshaven
Neben Labskaus, der bekanntermaßen nicht Jedermanns Sache ist, hat Wilhelmshaven kulinarisch natürlich noch mehr zu bieten. Neben regionaler friesischer Küche gibt es auch viele internationale Spezialitäten. www.wilhelmshaven.de/tourismus_freizeit/gastronomie-verzeichnis.htm
Öffentliche Verkehrsmittel in Wilhelmshaven
Auch in Wilhelmshaven gibt es 24-Stunden Karten, die besonders für Besucher interessant sind. Mehr Informationen gibt es hier.
Messetermine in Wilhelmshaven
- 01.06.2010 – 02.06.2010 LogiTa Wilhelmshaven, Logistiktage als Fachtagung Logistik Nordwest
Ausflugsziele in der Nähe von Wilhelmshaven
Natürlich bieten sich Fahrten mit dem Schiff auf die friesischen Inseln Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge und auf die Insel Helgoland an.
Die Region um Wilhelmshaven eignet sich auch gut zum Wandern und für Radtouren.
Angelfreunde können ohne Erlaubnisschein in den Küstengewässern angeln und Freunde alter Segelschiffe auf Oldtimern mitsegeln. Mehr Informationen dazu gibt es hier.





#1 by Rosi on 15. Mai 2010 - 17:01
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Eine junge aber wirklich schöne Stadt. Und die Umgebung ist einfach toll, auch bei dem schlechten Wetter, das wie zurzeit haben.