Archiv für Mai 2010

Wismar

Sehenswürdigkeiten in Wismar

Das Rathaus von Wismar ist ein klassizistischer Bau der zwischen 1817 und 1819 vom Ludwigsluster Hof- und Landbaumeister Johann Georg Barca wiederaufgebaut wurde, nachdem 1807 der linke Flügel des alten Rathauses eingestürzt war. Noch brauchbare teile des gotischen Baus wurden in den neuen Bau integriert. Im Rathauskeller können Besucher sich in einer ständigen Ausstellung mit Namen „Wismar – Bilder einer Stadt“ über die Stadtgeschichte informieren. Täglich geöffnet von 10.00-18.00 Uhr.

Wasserkunst © flickr/az1172

Der Marktplatz von Wismar ist mit einer Fläche von 100 x 100 Metern einer der größten in Norddeutschland und umrahmt von stolzen Bürgerhäusern aus verschiedenen Epochen.

Der Alte Schwede wurde etwa 1380 erbaut und war ursprünglich ein Wohn- und Geschäftshaus mit Speicherböden darüber. Seit 1878 ist in dem Gebäude eine Gastwirtschaft mit Namen Alter Schwede, zur Erinnerung an die Zeit (1648-1803) in der Wismar schwedisch war.

Die Wismarer Wasserkunst wurde zwischen 1580 und 1602 im Stil der holländischen Renaissance vom niederländischen Baumeister Philipp Brandin erbaut und diente bis 1897 zur Versorgung der Stadt mit Trinkwasser.

Um 1450 wurde das ehemalige Wohnhaus des Archidiakons im Stil der norddeutschen Backsteingotik gebaut, Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde es aufwendig rekonstruiert. Besonders schön ist der Staffelgiebel an der Nordseite, der reich gegliedert und mit Windlöchern verziert ist.

Einst war der Fürstenhof Sitz der mecklenburgischen Herzöge, heute besteht das Gebäude aus zwei annähernd rechtwinklig zueinanderstehenden Flügeln. Der westliche Flügel, das Alte Haus, wurde 1512/13 im spätgotischen Stil erbaut, das Neue Haus 1553 bis 1555 im Stil der italienischen Renaissance, reich verziert mit Kalkstein- und Terrakottaschmuck. Zwischen den Geschossen befinden sich figürliche Friese und auch die Portale und die Tordurchfahrt sind reich gestaltet. Der Fürstenhof war von 1653 bis 1802 Sitz des höchsten schwedischen Gerichts für die Besitzungen in Norddeutschland.

In der Krämerstraße / Ecke Lübsche Straße steht ein vierstöckiger Jugendstilbau, der das Stammhaus der Karstadt AG ist. Im Karstadthaus wurde 1881 von Rudolph Karstadt mit nur einem Angestellten ein Imperium gegründet. Früher wie heute war die Krämerstraße eine Geschäftsstraße, in der noch heute viele der alten Giebelhäuser zu bewundern sind.

Der Lindengarten entstand 1815 auf dem Gebiet der ehemaligen schwedischen Befestigungsanlage.  Er wurde aus Spenden finanziert und verfügt über einen schönen alten Baumbestand. Hier kann man Verweilen und Ruhe finden oder auf den schön angelegten Wegen am Mühlenbach wandeln.

Ebenfalls von Philipp Brandin erbaut wurde von 1569 bis 1571 das Schabbellhaus. Es diente ursprünglich als Brau- und Wohnhaus. Gebaut wurde das Gebäude für den späteren Wismarer Bürgermeister Heinrich Schabbell. Erbaut als eines der frühesten Renaissancegebäude im Ostseeraum zeigt es die typisch niederländische Materialkombination aus Backstein und schmückenden Sandsteinelementen.

Ein bedeutendes Zeugnis barocker schwedischer Militärarchitektur ist das Zeughaus, das im Jahre 1700 erbaut wurde. Einzigartig ist die doppelte Hängekonstruktion des Dachstuhls, sie ermöglicht ein stützenfreies Obergeschoss von 60 x 15 Metern. Die komplette Last des Dachstuhls ruht auf der Umfassungsmauer.

Seit 1648 wurde das Haus „Zum Weinberg“ als Weinhandlung genutzt. Das Gebäude wurde 1355 errichtet, 1575 im Renaissancestil umgestaltet. Sehenswert ist die Diele mit der bemalten Balkendecke.

Das Wassertor wurde 1450 an Stelle eines Vorgängerbaus im spätgotischen Stil erbaut und ist das letzte von fünf Stadttoren in der 4 Meter hohen Stadtmauer. Auf der Stadtseite hat das Tor den typischen spätgotischen Stufengiebel, der Nordgiebel wurde um 1600 umgestaltet und zeigt die Form eines Dreiecks. Beide Seiten sind mit Wappen geschmückt.

Lohberg heißt ein Platz in der Nähe des Alten Hafens mit farbenprächtigen Lagerhäusern und Speichergebäuden. Hier befinden sich heute zahlreiche Kneipen und Restaurants.

Auch das Straßenensemble der Scheuerstraße mit den Giebel- und Traufenhäusern ist absolut sehenswert. Die Stile reichen von der Gotik bis zum Klassizismus.

Die St. Nikolai Kirche ist eine der drei großen Kirchen der Stadt Wismar. Von der Marienkirche steht nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg allerdings nur noch der hohe Turm der weithin sichtbar ist. Die St. Nikolai Kirche ist ein spätgotischer Backsteinbau mit einem 37 Meter hohen Mittelschiff. Nach Köln und Ulm das höchste Deutschlands. In der Kirche befinden sich prachtvolle Altäre und auch der Fassadenschmuck ist sehenswert.

Geschichte Wismars

Die Hansestadt Wismar liegt an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern in der Wismarbucht, die von der Insel Poel geschützt wird.

Wismar © flickr/livide82

2002 wurde die Altstadt Wismars zusammen mit der Altstadt von Stralsund unter der Bezeichnung Historische Altstädte Stralsund und Wismar in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Durch archäologische Funde ist belegt, dass das Gebiet Wismars schon seit Jahrtausenden besiedelt ist. Nach den Germanen war die Region von den wendischen oder slawischen Obodriten besiedelt.

1938 wurde dem nördlich von Wismar am Salzhaff gelegenen Dorf Alt Gaarz das Stadtrecht verliehen und es wurde in Rerik umbenannt. Eine willkürliche Entscheidung ohne wirklichen wissenschaftlichen Hintergrund, die die Weltanschauung de Nationalsozialisten demonstrieren sollte.

Das ursprüngliche Reric, dass 808 n. Chr. zerstört wurde, war ein bedeutender Fernhandelsplatz der Wikinger. Seine Rolle wurde von Haithabu in Schleswig-Holstein übernommen.

Der Name Wismar wird erstmals für 1147 erwähnt, in der 20 Jahre später entstandenen Knytlinga Sage. In einer Urkunde von Heinrich dem Löwen aus dem Jahre 1167 wird erstmals der Name Wismar als „aqua que Wissemara dictur, as aquem Wissemaram „erwähnt. Rund 60 Jahre später wird die Stadt gegründet.
Es wird angenommen, dass der Name der Stadt Wismar vom östlich gelegenen Fluss herrührt.

Geschätzt wird die Stadtgründung auf das Jahr 1226 und soll auf den Fürsten Heinrich Borwin I., den Herrn zu Mecklenburg zurückgehen. Die hier angesiedelten Menschen stammten, wie ihre Familiennamen vermuten lassen, aus Holstein, Westfahlen, Niedersachsen und der Mark.

1229 wurde die Stadt Wismar erstmals urkundlich erwähnt und kurz darauf wird das Lübische Stadtrecht eingeführt.
Schon ein paar Jahre nach der Stadtgründung wurde Wismar ein Mitglied der Hanse und im Jahre 1280 bildete es zusammen mit Stralsund, Rostock, Lübeck und Hamburg den Wenischen Städtebund. Im Mittelalter war Wismar ein wichtiges Mitglied der Hanse und seine hanseatische Tradition ist auch heute noch spürbar.

Im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden besetzt fiel Wismar 1648 zusammen mit der Insel Poel und dem Amt Neukloster an die schwedische Krone. Ende 1675 wurde Wismar im Zuge des Schonischen Krieges von dänischen Truppen besetzt und wurde erst 1680 wieder schwedisch. Die schwedische Herrschaft endete 1803.

1848 wurde die erste Eisenbahnlinie nach Schwerin gebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Wismar ein Teil der damaligen DDR. Nach der Wende beschloss der Rat der Stadt 1990, dass Wismar wieder den offiziellen Namen „Hansestadt Wismar“ trägt.

Ab 1991 wurde der historische Stadtkern gründlich saniert.

Veranstaltungen und Kultur in Wismar

Veranstaltungen

Noch bis zum 31.12.2010 läuft in den Kirchen St. Marien und St. Georgen die Ausstellung Wege zur Backsteingotik – „Gebrannte Größe – Bauten der Macht“ in der die Besucher die Techniken des gotischen Backsteinbaus erleben können.

11.06.-13.06.  Während der 19. Hafentage der Hansestadt Wismar werden auf dem Wasser alte Traditionsschiffe wie die Poeler Kogge zu sehen sein, und an Land findet ein Jahrmarkt mit Spaß für die ganze Familie statt.

30.07.-01.08.2010 8. Internationalen Straßentheaterfestes „boulevART“ mit nationalen und internationalen Komödianten auf den Plätzen der Hansestadt.

20.08.-22.08. Das Schwedenfest in der Hansestadt Wismar ist ein traditionelles Volksfest mit authentischem geschichtlichen Hintergrund.

12.09.2010 Tag des offenen Denkmals

30.06.-03.07.2011 800. Hafengeburtstag

Museen

Das Stadtgeschichtliches Museum Wismar im Schabbellhaus ist leider zurzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.

In der Galerie hinter dem Rathaus finden wechselnde Kunstausstellungen statt. Mehr dazu unter www.galeriewismar.de

Das Technische Landesmuseum e. V. beschäftigt sich mit der Technikgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns mit Schwerpunkt auf der Verkehrsgeschichte.

In den historischen Kellergewölben der Hanse Sektkellerei erfahren Besucher alles über die traditionelle Sektherstellung. Im alten Gewölbe finden Sektverkostungen und Veranstaltungen aller Art statt. Natürlich gibt es auch einen Fabrikverkauf. www.hanse-sektkellerei.de

Bäder in Wismar

Das Freizeitbad Wonnemar ist ein Erlebnis-, Gesundheits- und Wellnessbad mit Saunawelt.

Gastronomie in Wismar

Auch in Wismar gibt es natürlich viele Möglichkeiten gut zu essen, zum Beispiel in am Lohberg.

Alter Schwede © flickr/livide82

Öffentliche Verkehrsmittel in Wismar

Auch in Wismar gibt es Tageskarten für den öffentlichen Nahverkehr. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Messetermine in Wismar

Der nächste Termin für die Hanseschau Wismar steht noch nicht fest. Sie ist eine Erlebnismesse für die ganze Familie.

Ausflugsziele in der Nähe von Wismar

Besucher sollten auf jeden Fall einen Ausflug zur Insel Poel machen. Hier befinden sich neben dem Inselmuseum auch eine Bastionskirche aus dem 13. Jahrhundert und die Galerie im Gutshaus Wangern.

Im Ostseebad Boltenhagen lockt das Buddelschiffmuseum jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Ein Spaß für Jung und Alt sind die Ausflugsfahrten mit der Boltenhagener Bäderbahn „Carolinchen“.

Weitere schöne Ausflugsziele in der Nähe sind Bad Doberan, Rostock, Schwerin und Güstrow.

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Rizzi-Ausstellung in Bremen

Noch bis zum 4. Juli 2010 findet in Bremen die weltgrößte Ausstellung des New Yorker Künstlers James Rizzi statt.

James Rizzi, der in diesem Jahr 60 Jahre alt wird, startete seine Karriere als Straßenmaler und ist bekannt für seine farbenfrohen Bilder, die etwas an Kinderzeichnungen erinnern.

Happy Rizzi House Braunschweig © flickr/temporalata

Anlässlich seines Geburtstages sind in der Ausstellung in der Messe Bremen über 1200 seiner Werke zu sehen, darunter auch einige bisher unveröffentlichte.

Rizzi selbst ist so begeistert von Bremen, dass er auch die Bremer Stadtmusikanten in einem Kunstwerk verewigt hat. Auch Bilder des Rolands und des Rathauses plant James Rizzi.

Von Rizzi gibt es allerdings nicht nur Bilder, er hat auch schon Flugzeuge, Busse, Autos, Lokomotiven und in Braunschweig sogar ein ganzes Haus im Comic-Stil gestaltet.

Betrachter der Werke James Rizzis lassen sich schnell von seiner farbenfrohen und fröhlichen Kunst in den Bann ziehen und ganz besonders Kinder und Jugendliche lassen sich schnell begeistern. Ein Besonderer Schwerpunkt der Ausstellung in der Bremer Messe ist deshalb auch das Thema Kunst für Kinder. Es gibt hier auch spannende Mitmachaktionen für die ganze Familie.

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Rostock

Sehenswürdigkeiten in Rostock

Die knapp 800-jährige Stadtgeschichte der Hansestadt Rostock bringt so einiges an Sehenswürdigkeiten mit sich, und einige davon möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Der Eisbrecher „Stephan Jantzen“, gebaut auf der Admiralitätswerft in Leningrad, wurde 1968 in Dienst gestellt. Er war zumeist auf der Ostsee im Einsatz und kann Eis bis zu einer Stärke von 2,5 Metern brechen. Durch die charakteristische, im Unterwasserteil flach auslaufende, Bugform kann er gut auf Eisschollen auffahren und sie so brechen. Durch Füllen der Ballasttanks kann die Masse des Bugs dann noch erhöht werden.
Der Eisbrecher liegt im Stadthafen Liegeplatz 83 und kann natürlich besichtigt werden. Auf ihm sind auch Familienfeiern und Kindergeburtstage möglich. www.ig-stephan-jantzen.de

Rathaus © flickr/gnislew

Die St. Petri Kirche steht an der Stelle, an der die Stadt gegründet wurde. Der Turm hat die stolze Höhe von 117 Metern und von ihm hat man eine schöne Aussicht über die Region. Es gibt sogar einen Aufzug.  Die Kirche wurde Mitte des 14. Jahrhunderts an Stelle der Vorgängerkirche aus dem 13. Jahrhundert errichtet. Der um 1500 fertig gestellte 127 Meter hohe Turm wurde schon 1543 vom Blitz zerstört und wieder aufgebaut. Seitdem hat er seine heutige Höhe. Er dient nautische Landmarke.  Zur Erinnerung an den Rostocker Reformator Joachim Slüter befindet sich das Slüterdenkmal neben der Kirche.

In der Mitte des 13. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der St. Marien Kirche begonnen, der fast fertige Bau stürzte allerdings 1398 schon wieder in sich zusammen. Danach wurde nach dem Vorbild französischer Kathedralen und der Lübecker Marienkirche eine kreuzförmige Basilika gebaut.
Sehenswert ist die Ausstattung der Marienkirche, neben einer astronomischen Uhr aus dem Jahre 1472, gibt es ein Bronzetaufbecken, das 1290 geweiht wurde, den Rochusaltar der um 1530 entstand und eine Barockorgel.

Das zwischen 1270 und 1290 erbaute Rathaus ist seit mehr als 700 Jahren Sitz der Stadtverwaltung. Im Mittelalter boten Händler hier auch ihre Waren feil während sich Festsaal und Ratsstube im Obergeschoss befanden. 1484 wurde das Rathaus um das „Neue Haus“ erweitert. Es diente als Festhaus. Seit dem hat es auch sieben Türme. Im 18. Jahrhundert kamen der Rathausfestsaal und der barocke Vorbau dazu und noch weitere Zweckbauten im 20. Jahrhundert.

Schon 1223 ließen sich Franziskanermönche an der Stelle nieder, an der heute die Klosteranlage des Katharinenstifts steht. Ab 1534 dienten Kloster und Kirche als Armenhaus, später als Waisenhaus, Lehr- und Industrieschule und auch als französisches Militärkrankenhaus. Bis in die 1980er Jahre war es ein Alters- und Pflegeheim. Nach einer Sanierung ist es seit 2001 Domizil der Hochschule für Musik und Theater des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Die älteste Kirche Rostocks ist die St. Nikolai Kirche und wirklich etwas Besonderes. Sie ist nicht nur eine der ältesten noch erhaltenen Hallenkirchen im Ostseeraum, sondern unter dem Altar befindet sich der Schwibbogen, eine Straßendurchfahrt. Über der Durchfahrt ist ein Bildnis des Heiligen Nikolaus zu sehen. Im Turm befinden sich Verwaltungseinrichtungen, im Kirchendach 20 Wohnungen und das Kirchenschiff wird als Konzertsaal genutzt. Im Mittelalter war die Kirche der Mittelpunkt des slawischen Siedlungsgebietes. Der ursprüngliche Turm war gotisch spitz und überragte mit seinen 132 Metern den der Petrikirche. Er wurde aber 1703 durch einen Orkan zerstört und 1706 mit einem Pyramidendach versehen. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche größtenteils zerstört und ihre Widerherstellung war lange fraglich. Nachdem 1974 die Gemeinden St. Petri und St. Nikolai zusammengelegt wurden, wurde beschlossen die Kirche zu rekonstruieren, um sie für andere Zwecke zu nutzen.

Das 1893 im Stil des Historismus erbaute Ständehaus war Sitz der mecklenburgischen Stände und beherbergt heute das Oberlandesgericht von Mecklenburg-Vorpommern. Sehenswert sind das Treppenhaus, der getäfelte Sitzungssaal und der innere Lichthof.

Das Steintor war das ehemalige südliche Haupttor der Stadt und wurde 1566 vom Landesfürsten Albrecht geschleift. Der im Stil der Renaissance errichtete Nachfolgebau trägt stadtseitig das Große Stadtsiegel, das Ratswappen und die Inschrift: „Sit intra te concordia et publica felicitas“ (In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen.
Große Teile der Stadtmauer, die eine Fläche von etwa einem Quadratkilometer umschloss sind heute noch erhalten. Zwischen dem Kröpeliner Tor und der Schwaanschen Straße befinden sich die Wallanlagen mit in die Mauer eingefügten Wiekhäusern. Auch ein Teil des hölzernen Wehrgangs ist noch vorhanden. Das älteste Stadttor ist das Kuhtor, das 1262 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Das 1806 im klassizistischen Stil erbaute Mönchentor ist das letzte noch erhaltene Strandtor.

Das im spätgotischen Stil erbaute Hausbaumhaus ist eines der wenigen noch erhaltenen Hausbaumhäuser Rostocks. Die Holzkonstruktion, die als Stützwerk für das Gemäuer dient, gleicht dem Aufbau eines Baumes. Ein mächtiger Stamm leitet zu ebener Erde die Kräfte der oberen Geschosse ab. So hat man im Erdgeschoss eine große Fläche und je höher man kommt desto verästelter ist das Gebälk. Die Fassade wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte entsprechend dem Zeitgeschmack.

Der 1897 als Seezeichen erbaute Leuchtturm ist von fast überall in Warnemünde zu sehen. Und auch von seiner Aussichtsplattform in 30 Metern Höhe kann man fast alles in Warnemünde sehen.

Auf der 530 Meter langen Warnemünder Westmole lässt sich das Meer mit sein Wellen und Schaumkronen erleben, allerdings nur, wenn das Wetter nicht zu schlecht ist. Man kann hier sowohl Schiffe beobachten,  als auch den Verlauf der Küste betrachten.

Die Warnemünder Kirche steht seit über hundert Jahren in der Mitte der Stadt und bietet neben einem Ort der Ruhe und Andacht auch einen Schutz vor Hochwasser. Besonders schön sind die Votivschiffe in ihrem inneren.
Ein Wahrzeichen Warnemündes ist der über 100 Meter breite Sandstrand. Hier spielt sich im Sommer nicht nur ein Teil des täglichen Lebens ab, er ist auch Ort für zahlreiche Veranstaltungen und wie man sich denken kann, der breiteste Sandstrand an der deutschen Ostseeküste.

Geschichte Rostocks

Die Kessiner, ein Teil des slawischen Stammesverbandes der Wilzen, siedelten schon um 600 im Gebiet der heutigen Stadt Rostock. Aus dieser Zeit stammt auch der Name der Stadt. Rastokŭ leitet sich ab von roz (auseinander) und tok (Fluss), also auseinanderfließender Fluss. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Name also kaum verändert.

1165 wurde Rozstoc erwähnt. Dort wo die Warnow, früher Varnowa genannt, in die Ostsee mündet liegt Warnemünde. Warnemünde ist ein Ortsteil Rostocks und wurde 1195 erstmals in dänischen Urkunden erwähnt.

Im 12. Jahhundert, der Zeit der Stadtgründung fanden in dem Gebiet vor allem Auseinandersetzungen zwischen Sachsen, Abodriten und auch Dänen statt. 1161 heißt es im Bericht des Saxo Grammaticus zerstörten die Dänen unter Waldemar I. die slawische Fürstenburg Rostock. Nach der Zerstörung wurde die Siedlung mit einem Handelswik wieder aufgebaut. Als um 1200 die Siedlung zu klein geworden war wurde auf der gegenüberliegenden Seite der Warnow der heute älteste Stadtkern Rostocks neu gegründet. Um die Petrikirche entstand der Alte Markt und es existierten so zwei Rostocker Siedlungen.

Vom dänischen König Abel erhielt Rostock 1251 die gleichen Handelsprivilegien wie Lübeck. Als 1252 die Stadtrechtbestätigung von 1218 wiederholt wurde und die Zollfreiheit bestätigt wurde, war die dritte Rostocker Teilstadt wahrscheinlich auch schon gegründet worden. Diese drei Teilstädte vereinigten sich erst 1265. Der Neue Markt wurde das Zentrum der Stadt und die Stadtmauer wurde gebaut. Bis ins 19. Jahrhundert wuchs die Stadt nicht über die Grenzen der Stadtmauer hinaus.

Die hanseatische Tradition Rostocks begann als 1283 Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Stettin, Demmin, Anklam und einige Fürsten das Rostocker Friedensbündnis schlossen.

1323 kaufte Rostock das kleine Fischerdorf Warnemünde von den Dänen. 1325 erwarb Rostock das Münzrecht und 1358 die volle Gerichtsbarkeit und wurde so zu einem bedeutenden Mitglied der Hanse, vor allem deshalb, weil auch der Hafen längst einer der wichtigsten des Landes war.

1419 wurde eine der ältesten Universitäten Nordeuropas in Rostock gegründet.

Während des Dreißigjährigen Krieges und dem endgültigen Ende der Hanse, litt Rostock stark unter wechselnden Besetzungen und Plünderungen. Der Schwedenzoll, der in dieser Zeit vom schwedischen König Gustaf Adolf erhoben wurde, sorgte dafür dass Rostock völlig verarmte. Noch dazu wurde dann bei einem Brand im August 1677 ein Drittel der Stadt vernichtet.  Rostock war politisch und wirtschaftlich somit bedeutungslos.

Rostock © flickr/az1172

Erst Ende des 18. Jahrhunderts begann der langsame Wiederaufstieg der Hansestadt Rostock, erst noch behindert durch die französische Besetzung unter Napoleon und der Kontinentalsperre.

Neuen Reichtum für die Stadt brachte die Industrialisierung im 19. Jahrhundert und die Rostocker begannen nun auch außerhalb der Stadtmauern zu siedeln.

1850 wurde die Schiffswerft und Maschinenfabrik von Wilhelm Zeltz und Albrecht Tischbein gegründet und aus ihr ging  1890 die Actien-Gesellschaft „Neptun“ Schiffswerft und Maschinenfabrik hervor. 1852 konnte der erste Schraubendampfer fertiggestellt werden, die Universität erhielt 1870 ihr jetziges Hauptgebäude.  Die Bevölkerungszahl stieg in den folgenden Jahrzehnten auf 121.000 Einwohner an.

In Warnemünde entstanden 1921 die Arado Flugzeugswerke, ein Jahr später die Heinkel-Werke.
Mit Werft und Flugzeugbau wurden Rostock und Warnemünde zu Zentren der Rüstungsindustrie während des Deutschen Reiches, was natürlich auf dafür sorgte, dass die Zerstörungen durch alliierte Luftangriffe enorm waren. Mehr als die Hälfte der historischen Bausubstanz wurde vernichtet.

Während der DDR-Zeit entwickelte sich Rostock zum Schiffbau- und Schifffahrtszentrum. Zwischen 1957 und 1960 entstand der Überseehafen Rostock. Der wirtschaftliche Aufschwung zog viele Menschen aus anderen Teilen der DDR an.

In  Rostock fanden im Frühherbst 1989 Donnerstags-Demonstrationen statt.

Ab 1991 wurde der historische Stadtkern Rostocks gründlich saniert.

2003 richtete Rostock die Internationale Gartenschau (IGA) aus und der Warnowtunnel wurde eröffnet.

Veranstaltungen und Kultur in Rostock

Museen

Das Kulturhistorische Museum Rostock beherbergt kultur- und kunstgeschichtliche Sammlungen von Malerei über Grafik bis zum Kunsthandwerk und vieles mehr. Das Museum befindet sich in den Gebäuden des 1270 gegründeten ehemaligen Zisterzienserklosters. Das Museum ist montags geschlossen. Mehr Informationen unter www.kulturhistorisches-museum-rostock.de

Im Teepott sind unter dem Titel „Reinhold Kasten – Der letzte große Abenteurer des 20. Jahrhunderts“ Ausstellungsstücke zu sehen, die der Lübecker Fahrensmann Reinhold Kasten in sechs Jahrzehnten auf der ganzen Welt zusammengetragen hat. Täglich geöffnet.

Im Heimatsmuseum kann der Besucher erfahren wie Fischer, Lotsen und Seeleute einst gelebt haben und wie sich die Fischerei und das Bäderwesen im Laufe der Jahre entwickelt haben. Von April bis Oktober geöffnet von Dienstag bis Sonntag 10:00-18:00 Uhr. Von November bis März montags und dienstags geschlossen. www.heimatmuseum-warnemuende.de

Das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum befindet sich in dem 1957 auf der Warnowerft gebauten 10.000-Tonnen Hochseefrachter „Dresden“. Neben dem Maschinenraum kann man auch die Kommandobrücke besichtigen und sich wie ein Kapitän fühlen. Anhand zahlreicher Originale und Modelle wird die Entwicklung der Seefahrt von der Hanse bis zur modernen Hochseeschifffahrt gezeigt.

Veranstaltungen

Die bekannteste Veranstaltung Rostocks ist wohl die Hanse Sail, die in diesem Jahr vom 5. Bis 8. August zum 20. Mal in Rostock stattfindet. Neben Koggen und Barkentinen und der Schonerbrigg „Greif“ sind auch traditionelle Schiffe ohne Segel zu sehen. Die ältesten Schiffe stammen aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Große Windjammer werden nach Rostock kommen und auf vielen Schiffen können Gäste mitfahren. Aber auch an Land gibt es ein Volksfest, das am Samstagabend mit einem Feuerwerk gekrönt wird.

21.05.2010 20.00 Uhr – Global Battle of the Bands im Stadthafen Rostock

Zoo in Rostock

Der Rostocker Zoo ist der größte Zoo der deutschen Küste und beherbergt 1.500 Tiere in einer Parkanlage von 56 Hektar Größe. Mehr Informationen zum Zoo finden Sie hier.

Seit 2008 gibt es an der Warnemünder Ostmole eine Robbenstation. Interessierte Besucher können in einer Führung das Forschungsinstitut auf einem alten Flussdampfer kennenlernen. www.hohe-duene.de

Gastronomie in Rostock

Die „Vörreeg“ ist eine schmale Gasse mit Kopfsteinpflaster und gilt vor allem bei Kneipenbesuchern als Geheimtipp.
Kulinarisch hat Rostock neben frischem Fisch alles zu bieten, was das Herz begehrt.

Öffentliche Verkehrsmittel in Rostock

Für Besucher der Stadt Rostock eignet sich gut die RostockCard. Sie ist das Ticket für Nahverkehr, Kultur und Erlebnis in Rostock. Freie Fahrt mit den Verkehrsmitteln des Verkehrsverbundes Warnow im Gesamtnetz Rostock, ermäßigte Stadtführungen, ermäßigte Schiffsfahrten, ermäßigte Kulturangebote, ermäßigte Sport- und Freizeitangebote, Sonderpreise in Rostocker Gaststätten, und ermäßigte Wellnessangebote. Mehr Informationen finden Sie hier.

Messetermine in Rostock

  • 01.07.2010 nordjob Rostock
  • 07.08.2010 10:00 Uhr Internationale Reptilienbörse Terraxotica-Germany
  • 01.10.2010 – 03.10.2010 DiGA Gartenmesse Rostock

Ausflugsziele in der Nähe von Rostock

Ostsee bei Rostock © flickr/tillwe

Die Rostocker Heide ist mit einer Größe von 6.000 Hektar eines der letzten großen geschlossenen Waldgebiete an der deutschen Küste.  Das Wegenetz für Wanderer und Radfahrer ist etwa 61 Kilometer lang und auch ein internationaler Radwanderweg führt von Hohe Düne bis nach Graal-Müritz durch die Rostocker Heide. Informationstafeln geben Auskunft über die Tier- und Pflanzenwelt und  11 Waldparkplätze stehen den Besuchern zur Verfügung.

Auf dem Dreimast-Top-Segelschoner „Santa Barbara Anna“ können sie auf Segeltörn gehen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Heiligendamm ist heute ein Ortsteil von Bad Doberan und das älteste deutsche Seebad, gegründet 1793. Die „Weiße Stadt am Meer“ besticht durch die Schönheit der klassizistischen Bauten aus dem 18. Und 19. Jahrhundert. Hier fand im Sommer 2007 auch der G8-Gipfel statt. www.heiligendamm.de

Die Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst ist ein Paradies für Naturfreunde mit Urwald, Mooren, Steilküste und Sand- und Naturstränden. Das Ostseebad Ahrenshoop ist eine berühmte Malerkolonie. Vom 35 Meter hohen Leuchtturm Darßer Ort hat man einen tollen Blick über die Gegend. www.fischland-darss-zingst.de

Natürlich bieten sich von Rostock aus auch Ausflüge nach Skandinavien an, sogar Tagesausflüge sind möglich.

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Wilhelmshaven

Sehenswürdigkeiten in Wilhelmshaven

Auch wenn Wilhelmshaven in Niedersachsen seinen Namen erst 1869 erhielt und eine sehr junge Stadt ist, so hat sie doch einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Im Zentrum des alten preußischen Wilhelmshavens liegt die Christus- und Garnisonskirche, die von 1969 bis 1872 im neugotischen Stil erbaut wurde. Im inneren ist, neben vielen Gedenktafeln, Wappen und Flaggen der Kaiserlichen Marine, auch das Altarbild „Durch das Kreuz zum Licht“ zu sehen. Auch ein Ehrenmal für die in den beiden Weltkriegen gefallenen Marineangehörigen und das Grab eines unbekannten Seemanns gibt es. Die von I.O. Lim gestalteten bunten Kirchenfenster erzählen die Lebensgeschichte Jesu.

Wilhelmshaven © flickr/erix!

Ein Wahrzeichen der Stadt Wilhelmshaven ist die Kaiser-Wilhelm-Brücke, die im Volksmund KW-Brücke genannt wird. Als sie zwischen 1905 und 1907 gebaut wurde, war sie die größte Drehbrücke Europas mit einer Spannweite von 159 Metern und einer lichten Höhe von 9 Metern.

“Kapitän Meyer” war der letzte Dampf betriebene Seetonnenleger Deutschlands und kommt aus Tönning in Schleswig-Holstein. Er war bis 1983 in Betrieb und ist nun in Wilhelmshaven vor Anker gegangen. Gruppen können hier Übernachtungen mit Frühstück buchen und standesamtliche Trauungen auf der Brücke des Schiffs sind sehr beliebt.

1839 als Pell- und Mahlmühle erbaut steht die Kopperhörner Mühle an einem historischen Mahlort, dessen Geschichte sich bis ins Jahr 1547 zurückverfolgen lässt. Die Mühle ist ein Galerieholländer mit Windrose und bei passendem Wetter kann man Mahlvorführungen beiwohnen. Sie hat eine Rumpfhöhe von 19 Metern und eine Flügelspannweite von 22 Metern.

Die Nordseepassage lädt mit ihren Geschäften zum Einkaufsbummel ein und ist gleichzeitig das lebendige Zentrum Wilhelmshavens. Direkt im Gebäude befindet sich auch der Bahnhof. Auf rund 28.000 Quadratmetern finden die Besucher hier etwa 60 Geschäfte und Dienstleistungsunternehmen. Außerdem ziehen das ganze Jahr über viele verschiedene Attraktionen noch zusätzlich die Besucher an.

Das heutige Kulturzentrum ist im ehemaligen Pumpwerk, einem Bau aus dem Jahre 1903, untergebracht.

Das Rathaus des Hamburger Architekten Prof. Fritz Höger und war bis zum Zusammenschluss der Städte Rüstringen und Wilhelmshaven das Rüstringer Rathaus. Das Portal des Klinkerbaus zieren Löwenplastiken und von der einheimischen Bevölkerung wird er liebevoll „Burg am Meer“ genannt. Erbaut wurde dass Rathaus in nur 77 Arbeitswochen von Anfang Mai 1928 bis Oktober 1929 und am Bau beteiligt waren 73 Firmen. Vom 46 Meter hohen Turm, der auch heute noch als Wasserreservoir genutzt wird, hat man einen tollen Blick über die Stadt, den Jadebusen und den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Für die Polizeiverwaltung im königlich-preußischen Wilhelmshaven wurde das Robert-Koch-Haus gebaut. Benannt ist es nach dem bekannten Arzt und Bakteriologen Robert Koch (1843-1910). Dieser hatte für kurze Zeit in Wilhelmshaven gearbeitet. Sehenswert sind die Sandsteinornamente in der Ziegelfassade der Frontseite. Im oberen Giebelfeld ist außerdem ein Glockenspiel angebracht, das um 8.00, 12.00 und18.00 Uhr zu hören ist.

Werfttor 1 war das Haupttor zur früheren Kaiserlichen Werft wurde 1876 erbaut. Es ist ein Backsteinbau mit rundbogigem Doppeltor und hier befindet sich auch noch ein Briefkasten mit der Aufschrift „Kaiserliche Werft“, der bis heute benutzt wird.

Seit dem 9. Juli 2000 stehen die „WINDWÄCHTER“, drei Stahlplastiken des Dipl. Designers Klaus Evenburg auf dem Wilhelmshavener Fliegerdeich am Südstrand. Sie sind zwischen sieben und neun Metern hoch und symbolisieren die Nähe des Menschen zu den Naturgewalten von Wind und Meer.

Der Botanische Garten Wilhelmshavens ist der kleinste Deutschlands, kann aber aufwarten mit einem Tropenhaus, einem Seerosenbecken und einer Sukkulentensammlung.
Auch eine Hafenrundfahrt gehört sicherlich in die Rubrik Sehenswürdigkeiten. Man kann sie von April bis Oktober täglich um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr unternehmen.

Geschichte Wilhelmshavens

Bevor das Königreich Preußen 1853 mit dem „Jade-Vertrag“ das Gebiet am Jadebusen kaufte, war es von den Friesen besiedelt. Im Bereich des heutigen Stadtgebiets befanden sich die beiden Kirchspiele Heppens und Neuende, die zum Großherzogtum Oldenburg gehörten. Das 313 Hektar große Gebiet wurde zum ersten Nordseehafen Preußens und die Geschichte Wilhelmshavens ist demzufolge eng mit der Geschichte der preußischen Marine verbunden.

Der Name der Stadt Wilhelmshaven wird das erste Mal bei der Grundsteinlegung für die Elisabethkirche, der heutigen Christus- und Garnisonskirche. Die Grundsteinlegung fand am Tag der Einweihung der Stadt am 17. Juni 1869 statt.

1871 wurde Wilhelmshaven neben Kiel an der Ostsee zum Reichskriegshafen des deutschen Kaiserreiches.

Zwischen 1873 und 1886 wurde der Hafen stark erweitert. 1888 wurde dann die Fertigstellung des Ems-Jade-Kanals gefeiert, der in die neue Hafenanlage integriert war.

Immer mehr Menschen siedelten sich in der Zeit in und um Wilhelmshaven an.

Während der Regentschaft Kaiser Wilhelm II. war die Kaiserliche Marine aktiv an der Gewinnung von Kolonien in Übersee beteiligt und der Aufschwung machte sich in Wilhelmshaven deutlich bemerkbar.

Die zum Großherzogtum Oldenburg gehörenden Gemeinden Heppens, Neuende und Bant wurden 1911 zur Stadt Rüstringen vereinigt, die damit auf einen Schlag zur größten Stadt des Großherzogtums wurde.

1937 wurden Wilhelmshaven und Rüstringen durch das Groß-Hamburg Gesetz zur Stadt Wilhelmshaven vereinigt und waren jetzt oldenburgisch.

Veranstaltungen und Kultur in Wilhelmshaven

Regelmäßige Veranstaltungen

  • März: Lange Nacht der Museen
  • April: NORDWESTKUNST – zeitgenössische Kunst aus Nordwestdeutschland, Internationale Osterjugendtage – sportliche Wettkämpfe mit Teilnehmer aus ganz Europa
  • Mai: Gorch-Fock-Marathon – Marathon, Halbmarathon und 10-km-Lauf
  • Juni: Rüstersieler Hafenfest – Stadtteilfest in Rüstersiel, Südstrandwochenende – „Maritimes Funsport Festival & Südstrandfest“
  • Juli: Wochenende an der Jade – das größte Volksfest der Stadt, „Größtes Labskausessen der Welt“ – 2003 wurden 10.349 Portionen verkauft, was zum Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde führte
  • August: Voslapper Siedlerfest – Stadtteilfest in Voslapp
  • September: Internationales Behindertensportfest, Siebethsburger Volkslauf – Lauf über verschiedene Distanzen, Kulturkarussell – zahlreiche kulturelle Einrichtungen feiern gemeinsam, „Das Regenfest“ – Sommerfest im Botanischen Garten, Tag des offenen Denkmals – Öffentlicher Zugang zu nicht immer zugänglichen Denkmälern, Messe WHV.Net, Jadeschau – Modeschau
  • Oktober: JadeWeserPort-Cup – Segelregatta für Traditions- und Großsegler

Museen

Das Marinemuseum befindet sich in einem der ältesten noch erhaltenen Gebäude der Kaiserlichen Werft, dass 1888 erbaut wurde. Etwa 160 Jahre Geschichte der deutschen Marine sind hier zu sehen. www.marinemuseum.de

Feuerschiff © flickr/Axel Schwenke

Das Weser-Feuerschiff „Norderney“ von 1907 kann im Hafen besichtigt werden. Bis 1981 war es in der Deutschen Bucht im Dienst. www.sk-stoertebeker.de

Im JadeWeserPort-InfoCenter können sich Besucher über die Fortschritte beim Bau des Container-Tiefwasserhafens informieren. www.jadeweserport-infobox.de/

Das Küstenmuseum Wilhelmshaven zeigt auf unkonventionelle Art und Weise die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Küste. Im integrierten Forschungslabor können die Besucher selbst aktiv werden. Eine Besonderheit des Museums ist die Ausstellung wal.welten mit dem vor Baltrum gestrandeten Wal, der jetzt in plastinierter Form zu sehen ist.

Das Piratenmüseum ist ein Kreativmuseum, in dem man die Welt der Piraten selbst entdecken kann. www.piratenmuseum.de

Im Wattenmeerhaus können Besucher die faszinierende Vielfalt des Niedersächsischen Wattenmeeres erleben und die Wunder dieser Welt kennenlernen. www.wattenmeerhaus.de

Zoo und Bäder in Wilhelmshaven

Das Aquarium Wilhelmshaven wurde 2002 neu gestaltet und lädt Besucher auf eine einzigartige Reise ein. Vom Wattenmeer in den Atlantik, zur Antarktis, in die Tropen und zurück ins Wattenmeer.

Das nautimo ist ein Erlebnis und Wohlfühlbad in Wilhelmshaven mit Erlebnisbereich, Sportbad, Saunabereich und natürlich Gastronomie.

Gastronomie in Wilhelmshaven

Neben Labskaus, der bekanntermaßen nicht Jedermanns Sache ist, hat Wilhelmshaven kulinarisch natürlich noch mehr zu bieten. Neben regionaler friesischer Küche gibt es auch viele internationale Spezialitäten. www.wilhelmshaven.de/tourismus_freizeit/gastronomie-verzeichnis.htm

Öffentliche Verkehrsmittel in Wilhelmshaven

Auch in Wilhelmshaven gibt es 24-Stunden Karten, die besonders für Besucher interessant sind. Mehr Informationen gibt es hier.

Messetermine in Wilhelmshaven

  • 01.06.2010 – 02.06.2010  LogiTa Wilhelmshaven, Logistiktage als Fachtagung Logistik Nordwest

Ausflugsziele in der Nähe von Wilhelmshaven

Segelschiff in Wilhelmshaven © flickr/Stefan Friedle

Natürlich bieten sich Fahrten mit dem Schiff auf die friesischen Inseln Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge und auf die Insel Helgoland an.

Die Region um Wilhelmshaven eignet sich auch gut zum Wandern und für Radtouren.

Angelfreunde können ohne Erlaubnisschein in den Küstengewässern angeln und Freunde alter Segelschiffe auf Oldtimern mitsegeln. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

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Bremerhaven

Sehenswürdigkeiten in Bremerhaven

Bremerhaven bildet zusammen mit Bremen das Bundesland Freie Hansestadt Bremen und ist die einzige deutsche Großstadt direkt an der Nordsee und noch dazu eine der größten europäischen Hafenstädte. Und da sich die Stadt selbst Seestadt Bremerhaven nennt, kann man sich vorstellen, dass sich hier fast alles ums Meer dreht. Aber auch die Forschung und Wissenschaft kommen in Bremerhaven, dem 2005 der Titel Stadt der Wissenschaft, verliehen wurde nicht zu kurz.

Aber natürlich gibt es auch in der Stadt die eine oder andere Sehenswürdigkeit anzuschauen.

Simon-Loschen-Turm©flickr/Dharion

Die Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche wird von den Bürgern Bremerhavens einfach große Kirche genannt. Sie ist auch heute noch eines der höchsten Gebäude der Innenstadt.
Nachdem im Gründungs-Stadtplan von 1827 keine Kirche vorgesehen war, wurde erst 1842 beschlossen eine zu bauen. Dies erwies sich aber als schwieriger als gedacht, da der Marschenboden zu weich für ein solches Bauwerk war. Nach Plänen von Simon Loschen, von dem auch die Pläne für den Alten Leuchtturm stammten,  wurden 1853 552 Pfähle in den Boden gerammt um darauf die dreischiffige Kirche mit Apsis und Turm zu errichten. 1855 wurde der Backsteinbau mit farbigen Klinkern und gotischen Spitzbögen feierlich von Bürgermeister Smidt eingeweiht, der Turm wurde allerdings erst 1870 fertiggestellt. 1927 wurde die Kirche zu Ehren des ersten Bürgermeister Bremerhavens in Bürgermeister-Smidt-Kirche umbenannt und ist damit die einzige deutsche Kirche, die nach einem Bürgermeister benannt wurde. 1944 wurde die Kirche bis auf den Turm und die Sandsteinfiguren völlig zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut.

Zusammen mit dem Columbus-Center ist die Bürgermeister-Smidt-Kirche ein Wahrzeichen der Stadt.

Das Columbus-Center wurde von dem Bremer Architekten Peter Weber 1970/71 im Rahmen eines Architekturwettbewerbes entworfen und befindet sich auf der Ostseite des Alten Hafens. Es trennt die Fußgängerzone und die Innenstadt vom Hafenbecken.

Im Columbus-Center befinden sich Parkdecks, Geschäfte, Restaurants und mehr. Auch Radio Bremen hat hier ein Studio. Hochhaustürme mit 555 Wohnungen erheben sich bis zu 88 Meter hoch über der Basis und sollen an Schornsteine von Schiffen erinnern.

Gegenüber auf der anderen Seite des Hafenbeckens befindet sich das Deutsche Schiffahrtsmuseum.

Als weiteres Wahrzeichen der Stadt wäre der Große Leuchtturm zu nennen, der auch, nach seinem Architekten Simon Loschen, Loschenturm genannt wird. Er ist der älteste Festland-Leuchtturm an der Nordseeküste, der noch in Betrieb ist. Der 39,90 Meter hohe Turm wurde von 1853 bis 1855 in nordeutscher Backsteingotik errichtet und ging 1856 in Betrieb. 1925 wurde er elektrifiziert.

Sehenswert ist auch der Wohnwasserturm in Wulsdorf. Das 1927 gebaute und 33 Meter hohe Gebäude ist gleichzeitig Wasserturm und Wohngebäude und war das erste Hochhaus an der Unterweser. Seit 1978 steht der Wohnwasserturm unter Denkmalschutz.

Der 1919 in Gulfport, Mississippi als Elizabeth Bandi vom Stapel gelaufene Viermast-Gaffelschoner „Seute Deern“ liegt heute als Museums- und Restaurantschiff im Hafen.

Im Gesundheitspark Speckenbüttel steht eine wunderschöne Bockwindmühle, die zwischen 1984 und 1986 nach altem Vorbild aufgebaut wurde, nachdem ihre Vorgängerinnen 1942 und 1983 ein Raub der Flammen wurden.

Wer einen schönen Blick über Bremerhaven haben möchte, sollte sich einer Führung zur Aussichtsgalerie auf dem Turm der über 100 Jahre alten Pauluskirche in Lehe anschließen. Man kann noch dazu Interessantes aus der Geschichte der Kirche und der Umgebung hören. Orgel, Glocken und Uhrwerk kann man so auch aus der Nähe betrachten.

Geschichte Bremerhavens

Bremerhaven ist eine sehr junge Stadt. 1827 kaufte die Freie Hansestadt Bremen das nördlich der Geestmündung gelegene Gelände um einen Seehafen und die Stadt Bremerhaven anzulegen.

Bremerhaven©flickr/Mispahn

Der Stadtteil Lehe wurde allerdings schon 1275 erstmals urkundlich erwähnt und die ersten Besiedlungen des heutigen Stadtgebietes gehen sogar bis ins Jahr 1139 zurück, als die Kirchendörfer Geestendorf und Wulsdorf erstmals urkundlich genannt wurden.

1851 erhielt Bremerhaven das Stadtrecht.

1939 wurde Bremerhaven in die preußische Stadt Wesermünde eingemeindet und wurde so zur Großstadt.

1947 wurde Wesermünde in Bremerhaven umbenannt und in das Land Bremen eingemeindet.

Veranstaltungen und Kultur in Bremerhaven

Veranstaltungen

  • Am 05.06.2010 findet die Lange Nacht der Kultur in Bremerhaven statt.
  • Im Rahmen der Sommerwelten Events, Erleben finden am 25.06.2010 die Musikwelten, vom 02.07.-04.07.2010 die Theaterwelten und vom 10.07.-11.07.2010 die Kinderwelten statt.
  • Vom 09.07.-11.07.2010 ist das Wochenende des Matjes! „Hafenspektakel“ und „Bremerhavener Matjestage“
  • Vom 25.08.-29.08.2010 findet die Sail Bremerhaven 2010 statt. Sie ist das internationale Windjammer-Festival. Mitsegeln für Jedermann ist möglich.

Museen

  • Deutsches Schiffahrtsmuseum – zwischen Columbus Center und Weserdeichpromenade befindet sich das Deutsche Schiffahrtsmuseum mit Objekten an Land und einer Museumsflotte im Alten Hafen. Auch die einzige noch erhaltene Hansekogge ist zu sehen. www.dsm.museum
  • Historisches Museum – Hier wird dem Besucher an Hand von Großexponaten und Rekonstruktionen die Geschichte der Stadt an der Küste vermittelt. www.historisches-museum-bremerhaven.de
  • Deutsches Auswandererhaus® – Die Besucher können hier den Spuren der mehr als sieben Millionen Auswanderern folgen, die über Bremerhaven nach Übersee auswanderten. www.dah-bremerhaven.de
  • Klimahaus® Bremerhaven – Im Klimahaus kann man entlang des 8. Längengrades eine Reise um die Welt machen und die verschiedenen Klimazonen kennenlernen. Es gibt Multimedia-Installationen, interaktive Exponate, große Aquarien und vieles mehr. www.klimahaus-bremerhaven.de
  • Kunsthalle und Kunstmuseum – Hier kommen Kunstinteressierte auf ihre Kosten. Neben der Kunsthalle, in der wechselnde Ausstellungen zu sehen sind, ist die Sammlung des Kunstvereins Bremerhaven im Kunstmuseum zu sehen. www.kunstverein-bremerhaven.de
  • Technikmuseum U-Boot „Wilhelm Bauer“ – Das weltweit einzige erhalteneU-Boot des Typs XXI ist ein technikgeschichtliches Denkmal. Es liegt im Museumshafen. www.dsm.museum

Zoo & Bäder in Bremerhaven

Zoo

Ein besonderes Highlight ist der Zoo am Meer in Bremerhaven. Er ist auch im Fernsehen zu sehen in „Seehund, Puma & Co.“. www.zoo-am-meer-bremerhaven.de/

Bäder

Neben Bad 1, dem Spaßbad, Bad 2 dem Wellnessbad und Bad 3 dem Stadionbad gibt es auch noch das Weser-Strandbad.

Gastronomie in Bremerhaven

Natürlich gibt es in Bremerhaven viel frischen Fisch zu essen. Neben regionaler Küche gibt es natürlich auch internationale Küche. Im Seefischkochstudio kann man in den Kochshows erleben, wie leckere Fischmenüs zubereitet werden und anschließend diese auch probieren.

Columbus Center©flickr/marmaduk

Öffentliche Verkehrsmittel in Bremerhaven

Unter www.bremerhavenbus.de finden Sie Informationen zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Bremerhaven.

Messetermine in Bremerhaven

18.06.-19.06.2010 Zweitakttreffen Luneort – Messe für 2-Takter mit Rennen und Rahmenprogramm

Ausflugsziele in der Nähe von Bremerhaven

Ein schönes Ausflugsziel ist der Leuchtturm „Roter Sand“ in der Wesermündung. Man kann ihn von Bremerhaven aus in drei Stunden mit dem Bergungsschlepper „Goliath“ erreichen. Die Termine sind aber schnell ausgebucht. Mehr dazu  hier.

Auch Segeltörns kann man natürlich von Bremerhaven aus machen. Hier finden Sie Informationen zu Törns auf der „Artemis“ und „Atlantis“.

Auch eine Fahrt auf die Insel Helgoland bietet sich von Bremerhaven aus an. Deutschlands einzige Hochseeinsel liegt nur 115 Kilometer entfernt in der Nordsee.

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Mehr aus München

Am 8. Mai 2010 findet in München wieder die Lange Nacht der Musik statt.

Von 20-3 Uhr wird an 100 Spielstätten Musik gemacht.

Musik©flickr/arquera

Das Programm ist so umfangreich, dass man als einzelner Besucher eine Vorauswahl aus den vielfältigen Angeboten im ganzen Stadtgebiet treffen muss, da man unmöglich alles sehen und vor allem hören kann.

Ein 30-köpfiger Chor im BMW-Pavillon eröffnet die Lange Nacht der Musik und gleichzeitig die Liveübertragung auf BR-Klassik. Neben den Genres Klassik, Jazz, Rock, Pop und Soul gibt es noch viele andere die sicher hörenswert sind.

Die größte Spielstätte in dieser Nacht ist sicherlich der Gasteig, der Säle und Foyer öffnet, und die kleinste die Rockbox in der auf 35 Quadratmetern 4 Rockbands und die Besucher Platz finden.

Ein besonderer Tipp für die Nacht ist vielleicht die MVG-Ois is Blues Tram, die zwischen 20 und 1.50 Uhr in einer Schleife zwischen Sendlinger Tor und Isartor und zurück fährt und in der Blues und Boogie-Woogie gespielt werden. Natürlich gibt es auch eine Bar.

Bei Rock, Pop, House, Elektro usw. kann man im Partybus von Club and Line durch die Stadt fahren. Auf der Route liegende Spielstätten werden regelmäßig angefahren.  Auch im Bus gibt es eine Bar.

Mehr Informationen zur Langen Nacht der Musik  und des Programms gibt es hier.

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