Archiv für April 2010

Stuttgart

Sehenswürdigkeiten Stuttgarts

Der Fernsehturm von Stuttgart ist das Wahrzeichen schlechthin. Seine stolzen 216 Meter wurden 1955 fertiggestellt und sind auf dem 483 Meter hohen “Hohen Bopser” zu finden.
Schon bei der Planung wurde er mit einer Kanzel für Touristen bedacht. Nach gerade mal 5 Jahren waren die Baukosten wieder drin. Die Touristenkanzel befindet sich in 150 Metern Höhe und bei guter Fernsicht kann man auch schon mal die Alpen sehen. Täglich geöffnet.

Die Markthallen wurden 1914 im Jugendstil gebaut. Dieses Bauwerk wurde während des Krieges und auch durch ein Feuer 1993 schwer beschädigt. Heute nicht nur ein Markt für Lebensmittel, sondern an vielen Stellen auch ein Feinschmeckermarkt. So um die 50 Standl preisen frische Ware an. Stehimbisse sind auch zu finden. Mo-Sa geöffnet.

Wenn man nach ihr fragt, der Standseilbahn, wird man Ihnen vielleicht nicht weiter helfen können. Wenn man aber nach dem Erbschleicherexpress oder der Lustigen-Witwen-Bahn fragt, weiß jeder was gemeint ist. Die romantische Standseilbahn ist ein Überbleibsel aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Sie ist wirklich immer noch ein reguläres öffentliches Verkehrsmittel und nicht nur zur Freude der Besucher da. Sie verbindet Stuttgart Heslach und Waldfriedhof. So, jetzt weiß man, woher sie diese Beinamen hat ;-)

Neues Schloss©flickr/Curnen

Wirklich erhaben ist der Schlossplatz vor dem Neuen Schloss bei Abend. Die Beleuchtung ist ein Kunstwerk. Der Schlossplatz liegt nahe der Königstraße, der Shoppingmeile Stuttgarts schlechthin. Die Grünflächen, die alten Kastanien und der Brunnen laden zum Verweilen ein.

Von Herzog Carl Eugen stammt das Neue Schloss (1746). Die Jubiläumssäule wurde zur 25jährigen Regierungsfeier König Wilhelm I. 1841 errichtet.

Heute wird das Neue Schloss auch zum Empfang von Staatgästen genutzt. In den Seitenteilen befinden sich verschiedene Ministerien. Die Bauzeit von 1746 – 1807 überdauerte verschiedene Baustile. Also findet man hier alles von Barock, Klassizismus und Rokoko.

Unweit des Schlossplatzes befindet sich das Alte Schloss. Um 941 erbaut als einfache Wasserburg. Es diente dem Schutz des Gestüts “Stutengarten”. Sein Ausbau dauerte bis in die Mitte des 16. Jhd. an; es diente als Residenz der Grafen und Herzöge von Württemberg.

Die Stiftskirche (1170), in der heute immer noch regelmäßig der Chor auftritt und die Orgel gespielt wird, wurde im Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen und einiges wurde nicht originalgetreu wiederaufgebaut.

Schloss©flickr/aj82

Die Hospitalkirche ist die drittälteste Kirche Stuttgarts und ist die Gemeinde der evangelischen Bevölkerung. Die Kreuzigungsgruppe von 1501 von Hans Seyfer ist sehr sehenswert. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges stand diese in der Leonhardskirche.

Geschichte Stuttgarts

Ihren Ursprung hat Stuttgart, die Hauptstadt von Baden-Württemberg,  bereits in der letzten Eiszeit. Aber so weit muss die historische Info nun nicht reichen.

950 hat der damalige Herzog Luitolf von Schwaben ein Gestüt angelegt. Aus den “Stutengarten” entwickelte sich im Laufe der Jahre aus einer kleinen Siedlung die Stadt Stuttgart.

Urkundlich erwähnt 1229 durch Papst Gregor IX.

1219 zur Stadt ernannt durch Markgraf Hermann V.

1312 – 1315 fiel Stuttgart an das Heilige Römische Reich.

Nach dem wieder Friede herrschte, wurde vom gebürtigen Stuttgarter Eberhard I. Graf von Württemberg, die bis dahin unscheinbare Stadt zur Residenz ausgebaut. Das Grab des Herrschers ist in der im 11. Jhd. erbauten Stiftskirche zu finden.

Wirtschaftlich voran kam Stuttgart durch seine Handwerkstradition und den Wein(-anbau).

1495 brachte die Ernennung Stuttgarts zum Herzogtum wieder Unruhen. Es eskalierte im berühmten Bauernaufstand “Armer Konrad” 1514. Der Widerstand wurde zerschlagen. 1700 Bauern mussten unter Gefangennahme, Folter, Einkerkerung leiden und nicht wenige wurden geköpft.

Der Dreißigjährige Krieg 1618 trieb Stuttgart in die Enge. Hunger und Seuchen kehrten ein und nicht mal 5000 Einwohner zählte die Stadt. Erst nach Friedensabschluss 1648 konnten die Stadt und ihre Bewohner sich wieder erholen.

1770 wurde die Karlsschule gegründet. Sie war für Schüler aus angesehenen Familien gedacht. 1781 erhob Kaiser Joseph II. die Schule zur Universität. Ein berühmter Absolvent ist Friedrich von Schiller.

Nach dem Tode von Carl Eugen, wurde Stuttgart von Napoleons Truppen besetzt. Der Einfluss Napoleons war gewichtig für Stuttgart. Es wurde die untere Königstraße angelegt wie auch die Gegend um die Tübinger Straße.

1819 bekam das Land und seine Hauptstadt Stuttgart von Wilhelm I. eine Verfassung. Er reagierte nicht absolutistisch und senkte z.B. auch die Steuern, obwohl sein Regierungsantritt in die Zeit der schweren Wirtschaftskrise 1816 fiel. Wilhelm I. war sehr an der Landwirtschaft interessiert, so dass er bald den Namen “König der Landwirte” inne hatte.

Ein Vorläufer der späteren Universität Stuttgart war seine 1818 gegründete “Landwirtschaftliche Unterrichts- Versuchs- und Musteranstalt” in Hohenheim.
In diesem Jahr rief er auch das jährlich im Oktober stattfindende Fest zu Cannstatt aus; heute als das Cannstatter Volksfest bekannt.

Die Industrialisierung zog erst nach dem Tode Wilhelm I. ein, mit Karl Friedrich Alexander. Sein Herzblut galt der Infrastruktur. Die schlechte Lage Stuttgarts war das Ergebnis der ungünstigen Verkehrslage und den daraus fehlenden Rohstoffen.
Mit der Eröffnung des Bahnhofes in der Bolzstraße 1846 änderte sich dies schlagartig.

1893 wurde der VfB Stuttgart in Bad Cannstatt gegründet.

1918 wurde die Monarchie auch in Stuttgart gestürzt. Wilhelm II. dankte ab.

Museen & Kultur in Stuttgart

Mercedes-Benz Arena/Gottlieb-Daimler-Stadion/Neckarstadion: nicht nur für den VfB Stuttgart da zum Fußball spielen, sondern auch die Bühne vieler großer Stars wie den Rolling Stones, Genesis, Herbert Grönemeyer.
Führungen sind möglich. Näherer Informationen zum Stadion unter 0049 (0) 711 95 54 31 11

Schlossplatz©flickr/Curnen

Das Mercedes-Benz Museum bietet eine fantastische Zeitreise durch die Geschichte des Automobils. Auf 16.500 qm mit 1500 Exponaten gibt es fast alles aus der automobilen Geschichte. “Urfahrzeuge” bis zu modernen Forschungsfahrzeugen kann alles bestaunt werden.
Geöffnet von Dienstag bis Sonntag. Auch der Museumshop lässt die Herzen höher schlagen. Literatur, Modelle, Mode und Gebrauchsgegenstände sind zu erwerben.

Das Porsche Museum ist natürlich auch einen Besuch wert. Geöffnet auch nur von Dienstag bis Sonntag. Um die 80 Fahrzeuge und zahlreiche Exponate lassen einen an jedem Stück lange verweilen. Die weltbekannten Klassiker wie 365, 550, 911 und 917 sind auch ausgestellt. Serienfahrzeuge sind ebenso wie Rennwagen zu sehen.

Die Staatsgalerie Stuttgart zeigt einen reichen Bestand an Gemälden und Plastiken vom 14. – 20. Jhd.

Das staatliche Museum für Naturkunde ist ein Familienklassiker. Veranstaltungen und extra Ausstellungen bringen nicht nur Informatives, sondern auch Spaß am Museumsbesuch.

Auch das Völkerkunde Museum ist sehr interessant, da es viele eigene Ausstellungen bietet. 2010 sind u.a. zu sehen: Vishnu – indische Tänze, Macht und Widerstand, Wilde Kerle und schöne Frauen.

Zoo & Erlebnisbad in Stuttgart

Natürlich sollte man auf jeden Fall die Wilhelma besuchen. Dieser Zoo bietet wirklich viel, wie man ja im Fernsehen bestimmt schon mal gesehen hat.
Der einzige in Europa, der zoologischer und botanischer Garten im einem ist.
Hervorzuheben ist die sehr gute Menschenaffenhaltung inkl. Jungtieraufzuchthaus. Orang-Utans, Schimpansen, aber auch Gorillas und Bonobos leben hier geräumig im Familienverbund.
Auch das Aquarium ist was besonders. Die Wasserwelt wird auch in Bächen, Seen und Flüssen gezeigt.
Das Nachtierhaus lässt auch einem tagsüber die nachtaktiven Tiere beobachten.
Der botanische Teil besticht durch eine schier unglaubliche Orchideensammlung, auch der große Magnolienhain ist toll.
Wilhelm I. ließ diese Anlage errichten, auch um seiner Angetrauten Wilhelmina zu danken.
Gebaut 1842-53 von Karl-Ludwig Zanth, der vieles mit orientalischem Zauber belegte. So sind mehrere Gebäude im maurischen Stil.

Das Fildorade Erlebnisbad wird jeden glücklich machen, denn das Angebot ist breit gefächert. Rutschen mit Sound- und Lichteffekten, Reifenrutsche, Schanzenrutsche lieben die Kinder.
Das Wellenbecken wie auch das Strömungsbecken bieten den größeren viel Spaß. Auch der 8 Meter hohe Wasserfall ist ein Hit.

Gastronomie in Stuttgart

In der rustikalen Tauberquelle wird man gut satt, allerdings ist es schon recht touristisch; andererseits ist man ja als Tourist da… die Auswahl der Speisen ist schwäbisch; von der dunklen Flädlesuppe, zu Wurstsalat mit Schwarzwurst, oder dem Schwabenteller? Maultaschen gibt es natürlich auch sowie Kässpätzle.
Zu finden in der Torstraße 19, täglich geöffnet.

Ansonsten einfach ins Bohnenviertel. Dort gibt es eine sehr große Auswahl an nationaler und internationaler Küche. Weinstuben und Brauhäuser runden das ganze ab.

Öffentlicher Verkehr in Stuttgart

Interessant ist vor allem das StuttCard Plus Ticket. Drei Tage freie Fahrt in Bus & Bahn inkl. freier oder ermäßigter Eintritte in staatliche Museen, Stadtrundfahrten, Schifffahrten, Bäder…
Auch gibt es lohnenswerte Gruppentickets bis 5 Personen.

Messe Stuttgart

  • April: Garten outdoor & ambiente, Slow Food 2010, Fair Handeln, HausHolzEnergie
  • Juni: Cosmetika Stuttgart 2010, Engine Expo 2010, Crash Test Expo
  • Oktober: interbad (alles um Schwimmbad, Sauna, Wellness), südback, Pferd Stuttgart, Animal (Heimtierhaltung)
  • November: Wir heiraten!, Vision, Int. Mineralien- und Fossilienbörse, Familie & Heim, Hobby & Elektronik, Modellbau Süd, Süddeutsche Spielmesse, Kreativ- & Bastelwelt, Babywelt

Informationen zu Messeterminen finden Sie hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Stuttgart

Die Grabkapelle liegt 411 Meter hoch auf dem Rotenberg. 1819 ließ König Wilhelm I. diese Grabkapelle für seine geliebte Gemahlin Katharina errichten. Erbaut in klassizistischer Form von Giovanni Salucci.
Die Grabkapelle ist eine der schönsten Aussichtspunkte für Ausflüge in die Umgebung Stuttgarts. Von März bis November zu besichtigen.

Für Sportliche bieten sich im nahe gelegenen Esslingen Kanutouren aller Art an. Auch Ungeübte können es wagen, denn es stehen Spezialboote zu Verfügung.
Wehrhaus Esslingen, Neckarstr. Haus 53, 73728 Esslingen am Neckar

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Hannover

Sehenswürdigkeiten in Hannover

Der älteste Teil des Alten Rathauses, an dem fast 100 Jahre gebaut wurde, stammt aus dem Jahre 1410. Proteste einer Bürgerinitiative unter Führung des Architekten Conrad Wilhelm Hase verhinderten, dass das Rathaus 1844 komplett abgerissen wurde. Hase durfte die verbliebenen Flügel restaurieren und stellte den Zustand aus der Zeit um 1500 wieder her. Die gotischen Fialengiebel  und der Tonfries sind besondere Kostbarkeiten am Alten Rathaus. Das Alte Rathaus wird immer wieder gerne von Besuchern besichtigt. Aber nicht nur das Rathaus, sondern auch andere Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise der Maschsee werden besucht. Um Hannover zu erkunden benötigt man schon einige Tage und sollte daher vorab am Besten ein Hotel im Zentrum von Hannover reservieren.

Vom historischen Altstadtkern mit den vielen Fachwerkhäusern blieb nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr viel übrig. Die letzten Häuser und Fassaden wurden zu einem „neuen“ Altstadtkern zusammengefasst. In der Burgstraße steht das älteste und schönste hannoversche Fachwerkhaus von 1566.

Ballhof©flickr/ohaoha

Der Ballhof wurde 1648 bis 1664 erbaut, damit man dem damals üblichen Ballspiel, eine Art Federball, auch bei schlechtem Wetter nachgehen konnte. Heute ist der Ballhof Spielort des Niedersächsischen Staatstheaters.

Der heutige Sitz des niedersächsischen Landtages, das Leineschloss geht auf ein im 12. Jahrhundert gegründetes Franziskanerkloster zurück. Früher war es auch königliche Residenz. Georg Friedrich Laves hat das Haus zwischen 1816 und 1844 völlig umgebaut. 1943 brannte das Leineschloss, bis auf den Säulenvorbau, der einigermaßen unversehrt blieb, aus. Beim Wiederaufbau wurde an Stelle des zerstörten Seitenflügels ein Plenarsaal angebaut.

Die vom Hauptbahnhof zum Kröpcke, dem zentralsten Platz Hannovers, führende Bahnhofstraße ist eine Fußgängerzone auf zwei Ebenen. Der untere Teil wurde 2002 in Niki de Saint Phalle-Promenade umbenannt.

Der Maschsee in Hannover ist nicht nur für Spaziergänger sondern auch für Wassersportler interessant. Er ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Stadt und auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Auch finden hier Regatten und andere Bootsrennen statt. Auch Personenschiffe gibt es auf dem See. An der Südseite liegt das Maschseestrandbad.
Teil der  Herrenhäuser Gärten ist wohl der größte und schönste Barockgarten Deutschlands. Er wurde 1666 vom Calenberger Herzog Johann Friedrich gegründet und vorwiegend von dessen Frau Sophie, Fürstin von Hannover, weiter ausgebaut. Der Berggarten entstand aus dem ehemaligen Nutzgarten des Schlosses, der später in einen botanischen Garten umgewandelt wurde.

Die Marktkirche in Hannover wurde im 14. Jahrhundert gebaut. Sie ist ein schönes Beispiel norddeutscher Backstein-Gotik. In der Marktkirche ist der Deutsche Michel begraben. Diesen Beinamen trug General Johann Michael von Obentraut, der an der Spitze des deutsch-dänischen Heeres gegen Tilly kämpfte und tödlich verwundet wurde.

Marktkirche©flickr/ohaoha

Das Neue Rathaus ist eines der Wahrzeichen Hannovers. Es wurde im Jahre 1913 fertiggestellt. Der Prachtbau wurde von den Architekten Eggert und Halmhuber auf 6026 Buchenpfählen errichtet. Die Rathaushalle überspannt eine fast einhundert Meter hohe Kuppel unter der heute vier Stadtmodelle zu sehen sind, die Hannover zur Zeit des Mittelalters, in der Vorkriegszeit, die Zerstörungen 1945 und die heutige Innenstadt zeigen. Diese Modelle sind ein wahrer Besuchermagnet. Außerdem finden auch Führungen der Hannover Tourismus GmbH statt.

Der übergiebelte spätklassizistische Bau des Opernhauses wurde 1845 bis 1852 von Georg Friedrich Laves erbaut und diente anfangs als Hoftheater. 1943 brannte das Gebäude aus und wurde 1948 wiedererrichtet.

Geschichte Hannovers

Die Hauptstadt von Niedersachsen, Hannover, liegt an der Leine und war einst auch Hauptstadt des Königreiches Hannover. Hannover liegt am Übergang des niedersächsischen Berglandes zum norddeutschen Tiefland. Die verkehrsgünstige Lage Hannovers begünstigte sehr die Entwicklung vom mittelalterlichen Dorf zur Großstadt.

Entstanden ist Hannover aus einer mittelalterlichen Siedlung, die an einer hochwassergeschützten Stelle an der Leine lag. Dieser Lage verdankt Hannover wohl auch ihren Namen, denn Honovere heißt „hohes Ufer“. Die Namensgebung ist allerdings nicht gesichert. An einer seichten Leinefurt trafen sich schon damals zwei Fernstraßen und Hinweise auf eine Marktsiedlung gibt es schon aus dem Jahre 950.
Der Vicus (Marktflecken) Hanovere wird urkundlich erstmals im Jahre 1150 urkundlich erwähnt. Im 12. Jahrhundert ließ Heinrich der Löwe Hannover ausbauen und die Grafen von Rohden bekam es als Lehen. Diese regierten von der Wasserburg bei Limmer in einer Leineniederung und von der Burg Lauenrode aus.

Das Stadtrecht bekam Hannover 1241 und seit dieser Zeit gibt es auch einen Rat der Stadt.
Ab 1350 hatte Hannover dann sogar eine richtige Stadtmauer von 8 Metern Höhe mit 34 Türmen. Zuvor hatte es nur Gräben und Wälle mit Palisaden gegeben.

1371 bekam Hannover nach dem Lüneburger Erbfolgekrieg das große Privileg verliehen und hatte somit Zoll- und Mühlenrechte und das Recht zur Befestigung der Stadt.

Ab 1392 bekam Hannover dann auch eine Landwehr und erlebte eine wirtschaftliche Blüte. Außerdem trat Hannover zu dieser Zeit auch der Hanse bei. In dieser Zeit stieg die Bevölkerung auf rund 4.000 Einwohner an.

Zur Zeit der Reformation entschied sich die Bevölkerung dazu, die protestantische Lehre Luthers anzunehmen und am 26. Juni 1533 schwor eine Versammlung auf dem Marktplatz zu Luthers Wort zusammenzustehen. Der katholische Rat der Stadt war gezwungen nach Hildesheim zu flüchten.

Die Festungsartig ausgebaute Stadt wurde während des Dreißigjährigen Krieges 1636 von Georg von Calenberg zur seiner Residenz gemacht und erlebte eine neue Blüte als Residenzstadt.

1676 berief Herzog Johann Friedrich Gottfried Wilhelm Leibniz zum Hofrat und Leiter der Bibliothek.

Neues Rathaus©flickr/Langzeitbelichter

Georg Friedrich Händel war von 1710 bis 1712 Kapellmeiste am Hof des Kurfürsten Georg Ludwig von Hannover.  Als dieser dann den britischen Thron als Georg I. bestieg verlegte er seine Residenz natürlich von Hannover nach London.
Nur ein Kreis Adliger und Beamter blieb zurück um die Stadt zu regieren. Dadurch dass auch das Schloss und der Garten Herrenhausen nicht mehr genutzt wurden konnte der Barockzustand des Gartens erhalten bleiben.
1837 ging die Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover zu Ende und  König Ernst August bestieg in Hannover den Thron. 1843 wurde Hannover dann auch ans Eisenbahnnetz angeschlossen.
1866 wurde aus der Residenzstadt Hannover nach dem Deutschen Krieg eine preußische Provinzhauptstadt. Die Aufhebung des Zunftzwanges und die damit verbundene Gewerbefreiheit bedeuteten einen wirtschaftlichen  und industriellen Aufschwung für die Stadt.
1883 wurde Hannover kreisfreie Stadt.
1902 bekam Hannover den ersten mobilen Feuerlöschzug der Welt und die erste Leuchtreklame Deutschlands wurde von Hermann Bahlsen installiert.
Unter den 1938 nach Polen ausgewiesenen Juden polnischer Herkunft war auch die Familie von Herschel Grünspan,  der daraufhin in Paris den Legationsrat Ernst Eduard vom Rath tötete. Dies nahmen die Nationalsozialisten zum Vorwand für die Novemberprogrome.  Am 9. November wurde auch in der Calenberger Neustadt die 1870 von Edwin Oppler in neuromanischer Form entworfene Synagoge niedergebrannt.
Während des Zweiten Weltkrieges war Hannover ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und dadurch dass es dort viel Rüstungsindustrie gab, auch immer wieder Ziel alliierter Luftangriffe.
Von Rudolf Augstein wurde 1947 das Magazin „Der Spiegel“ gegründet, 1948 von Henri Nannen der „Stern“. Die erste Bundesgartenschau fand in Hannover 1951 statt.
Die Expo 2000 in Hannover war die erste Weltausstellung in Deutschland.

Veranstaltungen, Kultur und Museen in Hannover

Veranstaltungen

  • Vom 3.-25. April 2010 findet das Frühlingsfest auf dem Schützenplatz statt.
  • Vom 24. April bis 02. Mai 2010 findet die 10. Internationale A-Cappella-Woche statt.
  • Zwischen Mai und September findet der Internationale Feuerwerkswettbewerb in den Herrenhäuser Gärten statt.

Mehr Veranstaltungen in Hannover finden Sie hier: http://www.hannover.de/de/tourismus/Veranstaltungen/top_events.html

Kultur

  • Oper Hannover: http://www.oper-hannover.de/oper/
  • Theater und Spielstätten in Hannover und der Region: http://www.hannover.de/buehnen/index.html

Museen

Eines der bekanntesten Museen in Hannover ist sicherlich das Sprengel Museum mit Kunst des 20. Und 21. Jahrhunderts. http://www.sprengel-museum.de/

Im Niedersächsischen Landesmuseum bekommen Sie einen Einblick in die Geschichte. http://www.landesmuseum-hannover.niedersachsen.de/master/C23657359_L20_D0.html

In einer ständigen Ausstellung im Wilhelm-Busch-Museum werden Werke des 1832 in der Nähe von Hannover geborenen niedersächsischen Künstlers gezeigt. http://www.wilhelm-busch-museum.de/

Mehr zu den Museen in Hannover finden Sie hier: http://www.hannover.de/museen/index.html

Zoo in Hannover

Im Erlebnis-Zoo Hannover finden die Besucher neben exotischen Landschaften und über 1.800 Tieren auch tolle Shows. Sie können mit dem Boot durch die afrikanische Savanne fahren, den Gorillaberg oder den indischen Dschungelpalast besuchen, Kinder werden sich im Kinderland Mullewapp bestimmt wohlfühlen und auch die ländliche Idylle auf Meyers Hof lädt zum verweilen ein.

Gastronomie in Hannover

Im Frühjahr ist besonders der Spargel aus dem Burgdorfer Land ein Genuss. Ansonsten gibt es in Hannover alles was das Herz begehrt. Von gut-bürgerlicher Küche bis zu internationalen Spezialitäten. Neben eleganten Bars gibt es auch urige Kneipen.
Mehr Informationen finden Sie hier: http://www.restaurants.hannover.de/de/

Öffentliche Verkehrsmittel in Hannover

Tagestickets für öffentliche Verkehrsmittel gibt es natürlich auch in Hannover. www.gvh.de/tagestickets.html

Maschsee©flickr/ohaoha

Messetermine in Hannover

Am 19. April 2010 startet die Hannover Messe 2010. Sie ist die weltgrößte Messe der Industrie.
Hannover ist eine bedeutende Messestadt mit dem größten Messegelände der Welt. Neben der Hannover Messe findet hier auch die weltgrößte Computermesse die CeBIT statt.

Hier gibt es noch mehr Informationen zu Messeterminen.

Ausflugsziele in der Nähe von Hannover

Tolle Ausflugsziele in der Umgebung von Hannover sind der Vogelpark Walsrode, mit vielen Vogelarten, die es sonst in keinem Zoo zu sehen gibt, der Dinosaurierpark Münchehagen, das Otter-Zentrum Hankensbüttel, der Wildpark Lüneburger Heide und noch einige mehr. http://www.hannover.de/de/tourismus/sehenswuerdigkeiten_naherholung/gaerten_parks_zoo/tier_freizeitparks/index.html

Vor den Toren  Hannovers liegt außerdem das Steinhuder Meer, der größte Binnensee Niedersachsens. Er ist ein Stück lebendiger Natur umgeben von Mooren, grünen Wiesen und sanften Hügeln. Das Steinhuder Meer ist seit Jahrzehnten Anziehungspunkt für Touristen und Erholungssuchende aus der Region.

20 Kilometer entfernt von der Stadt liegt der Deister, das Hausgebirge der Hannoveraner. Hier laden Buchen- und Fichtenwälder zu Ruhe und Erholung ein. Das Gebiet ist ideal für Wanderer und Radler mit gut ausgebauten und markierten Wegen.

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Mainz

Sehenswürdigkeiten Mainz

Über tausend Jahre prägt der Dom St. Martin das Stadtbild von Mainz. Imposant und nicht zu vergessen. Die Schriftstellerin Anna Seghers schrieb folgendes: ” Dieser Dom über der Rheinebene wäre mir in all seiner Macht und Größe im Gedächtnis geblieben, wenn ich ihn auch nie wieder gesehen hätte.”
975 wurde der Grundstein gelegt vom Erzbischof und Erzkanzler des Deutschen Reiches, ganz nach dem Vorbild des St. Peter in Rom.

Dom Mainz©flickr/lilli2de

Sieben Krönungen fanden im Mainzer Dom statt.
Eine Feuersbrunst 1009 zerstörte das Prachtwerk und erst um 1036 konnte der Dom wieder genutzt werden.
Da es sehr viel im Dom zu sehen gibt, empfiehlt sich eine Führung, die im Rathaus zu buchen ist. 7 Tage die Woche werden tägl. mehrmals Messen gehalten.

Ein weiteres imposantes Bauwerk ist die Christuskirche. 80 Meter ragt die Kuppel der Christuskirche über die Kirchtürme der anderen Kirchen hinaus. 1830 zählte diese evangelische Gemeinde knapp 1200 Mitglieder. 100 Jahre später war fast ein Drittel der Bevölkerung Mainz evangelisch.
Ende des 19.Jhd. wurde die Christuskirche ein weiterer Mittelpunkt, indem sie im Zentrum der neu angelegten Kaiserstraße wurde.
Die Öffnungszeiten der Christuskirche sind nicht regelmäßig. Gottesdienste finden Sonntags statt.

Erwähnenswert ist die St. Stephans Kirche auf dem Stephansberg. Die blau leuchtenden Glasfenster sind von niemand geringerem als Marc Chagall entworfen. 98 jährig kurz vor seinem Tode, vollendete der Ehrenbürger Chagall sein Werk.

Die Karmeliterkirche ist als einzige noch aus dem mittelalterlichen Bettelorden erhalten. Seit Mitte der 60er Jahre des letzten Jhd. leben auch wieder Mönche im angebauten Kloster.
Das Kircheninnere ist im Originalzustand bis auf die Deckenmalereien; diese sind Kopien.

Die Sehenswürdigkeiten von Mainz lassen sich am besten mit einem Altstadt-Bummel erleben. Schon die Namen der verwinkelten Gassen sind lustig: Nasengässchen, Heringsbrunnengasse oder Leichhof. Es herrscht fast rund um die Uhr Betrieb. Tagsüber in all den Lädchen und Cafés. Abends sind die urigen Weinstüberl voll. Auch die Kneipen sind nicht nur wegen ihres Namens einen Besuch wert: Klingelbeutel oder Beichtstuhl.

Mainz©flickr/lilli2de

Die Augustinerstraße bietet imposante Fassaden.
Am Kirschgarten sind die wunderschönen Fachwerkhäuser zu sehen und der Marienbrunnen macht ihn wohl zum tollsten Platz der Stadt Mainz. Kirschbäume gibt es keine an diesem Platz, nur ein Kirschbaumstumpf erinnert an den Namensgeber.

Geschichte Mainz

Bereits um 38 v. Chr. erreichten die Römer Mainz und ab ca. 13 v. Chr. wurde das Doppellegionslager auf dem Kästrich errichtet.
345 n. Chr. zog das Christentum in Mainz ein.
Knapp 50 Jahre später wurde Mainz fränkisch. Seit 745 ist Mainz ein Bistum/Erzbistum.

1002 wird Heinrich II im Dom gekrönt.
1184 wird ein noch ein prächtiges Fest gefeiert: das Reichsfest des Kaisers Barbarossa.

Vom 13. – 15. Jhd. ist Mainz freie Stadt.

Um 1440 wurde eine wichtige und zukunftsträchtige Erfindung gemacht: Johannes Gutenberg erfindet den Buchdruck mit beweglichen Lettern und eine Dekade später wird die Gutenberg-Bibel in Mainz gedruckt.

1477 ist das Gründungsjahr der Mainzer Universität

1792/93 wird die Mainzer Republik gegründet, gehört aber schon 1798 zu Frankreich und das bis 1814.

1826 wird der moderne Fremdenverkehr in Mainz ins Leben gerufen: die Dampfschifffahrtsgesellschaft für den Mittelrhein wird gegründet.

1837/38 wird die Fastnacht organisiert.

1853 wird Mainz an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

1945 wird Mainz zu 80 % zerstört. Der Zweite Weltkrieg hinterließ drastische Spuren in der Stadt.

1950 wird Mainz zur Hauptstadt von Rheinland-Pfalz
1962 bezieht das Zweite Deutsche Fernsehen Mainz und gründet einen eigenen Stadtteil: Mainz-Lerchenberg.

1981 wurden elf Römerschiffe gefunden der spätantiken Mainzer Rheinflotte.

Messe und Veranstaltungen in Mainz

  • April: Pilgus, die Fachmesse für Pilger- und Glaubensreisen, Openair Messe zum Thema Heiraten und die Mainzer Weinbörse
  • Mai: salesServices für Vertrieb & Marketing
  • November: Jobmesse Mainz als Firmenkontaktmesse und die horizon Mainz als Messe für Studium und Abiturientenausbildung
  • Dezember: Anti-Aging und Ästhetische Medizin bietet die ECAAAM Mainz
  • April: Geschichte der farbigen GIs in Germany
  • ab jetzt bis Juni: Maler in der Druckwerkstatt

Weitere Informationen zu Messeterminen finden Sie hier.

St. Bonifatius©flickr/Franco Folini

Museen in Mainz

das weltweit bekannte Gutenberg-Museum ist ein Spezialmuseum für Schrift und Druckkunst. 1900 gegründet anlässlich des 500. Geburtstags von Johannes Gutenberg. Untergebracht im alten Haus zum Römischen Kaiser, dahinter verbirgt sich dann der Neubau.

Um den Mainzer Fastnachtrubel zu verstehen, hilft bestimmt ein Besuch im Mainzer Fastnachtmuseum. Allerlei Begriffe wie “Haubensitzung” werden erklärt. Auch der Komponist von “Humba, Humba, Tätärä” wird verraten. Orden, Narrenkappen und andere Bekleidung und Zierde werden gezeigt. Mehr als 160 Jahre dieser Geschichte werden gezeigt.

Das Römisch-Germanische Zentralmuseum und das Museum für antike Schifffahrt sind fast Pflichtprogramm. Im erstgenannten sind Funde des Südtiroler Gletschermannes konserviert, im Nordwestflügel wird eine breite Palette interessanter Funde von der Steinzeit bis zum Mittelalter gezeigt. Das “maritime” Museum hat gleich fünf originale Schiffswracks aus der Spätantike zu zeigen.

Museumsgeschichte in öffentlich zugänglicher Form sind die Jupitersäule, die Römersteine, das Römertor und die Weihealtäre.

Die Jupitersäule befindet sich als Kopie vor dem Landtag an der Großen Bleiche. Mehr als neuen Meter misst dieses Bauwerk und noch heute sind Worte wie “Nero” und “pro salute” zu lesen. Über 2000 Teile zählte die zerbrochene Säule als man sie 1905 bei Bauarbeiten fand.

Die Römersteine sind Überbleibsel der Pfeiler eines Aquädukts, zu finden an der Unteren Zahlbacher Straße. Diese Aquädukt war eine Superlative was die Entfernung zur Quelle und der Höhenunterschiede anbelangt.

Das Römertor erreicht man am einfachsten über die Kupferberggasse ab Schillerplatz zur Emmerich-Josef-Straße. Erst 1985 entdeckt, stammt es aus dem 4. Jhd. Die eingefahrenen Fahrspuren gehörten zur Via praetoria.

Die Weihaltäre sind am überdachten Durchgang am Ballplatz zu sehen. Die von persischen Lichtgott inspirierten Altäre wurden von Soldtaten im 2. Jhd. mitgebracht.

Mainzer Wildpark

Der in den 50er Jahren gegründete Wildpark war nur ein zu hause für Hirsch und Wildschwein. Erst in den 70er Jahren kamen verschiedene Tier dazu wie Fasane, Hühner und Tauben, danach kleiner Raubtiere wie etwa Wildkatzen und Waschbären. Inzwischen fühlen sich auch Hängebauchschweine, Mufflons und Kaninchen wohl. Auch das Meerschweinchengehege ist ein Hingucker. Die Volgelauffangstation für verletzte Wildvögel ist ein wichtiger Teil des Wildparkes.
Das Programm runden ein Walderlebnispfad mit Baumtelefon, Tierspurpfaden u.ä. ab.

Nasse Erholung kann man im Taubertsbergbad Mainz genießen; geeignet für Groß & Klein.

Gastronomie in Mainz

  • Hauptsächlich flüssig, denn die unzähligen Weinstuben haben eine sehr lange Tradition wie z.B. das Wilhelmi seit 1894.
  • In der Weinstube Templer gibt es zudem französische Delikatessen.
  • Das Buchholz serviert nur Speisen aus der Region.
  • Das Eisgrub-Bräu ist die erste Mainzer Gasthausbrauerei. Das naturtrübe Bier ist schon ein Grund zum Besuch. Auch Gorbatschow und Genscher ließen es sich gut schmecken.

Öffentlicher Verkehr in Mainz

Alles über den Verkehrsverbund der Stadt und der Region unter www.mvg-mainz.de oder direkt am Bahnhofsplatz 6 A

Ziele in der Umgebung von Mainz

Radtouren entlang des Flusses Selz. Oder auch Rhein-Wein-Radtouren von Mainz nach Nackenheim, Oppenheim und Nierstein bieten sich an.

Ein Barfußpfad lockt in Bad Sobernheim. Dort gibt es auch ein Freilichtmuseum.

Eine Draisinenfahrt durch das Glantal ist auch ein toller Spaß für die ganze Familie. Und Dienstags gibt es familienfreundliche Preise.

Fest ins Programm gehört natürlich eine Schifffahrt. Fünf Reedereien bieten Fahrten nach Rüdesheim, Köln oder auch nach Frankfurt und zum Altrhein.

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Erfurt

Sehenswürdigkeiten von Erfurt

Auffallend sind natürlich die vielen Türme der Stadt. Über 20 Pfarrkirchen, mehr als 10 Klöster und Stifte sowie viele Kapellen prägen den Himmelblick. 18 Kirchen stammen sogar noch aus dem Mittelalter. Überhaupt ist der mittelalterliche Stadtkern gut erhalten.

Das Augustinerkloster, entstanden von 1290 bis 1350, in dem Martin Luther lebte, ist heute eine Predigerkirche und nach dem Dom die zweitgrößte der Stadt.
Der Dom wurde 725 als Marienkirche auf einem Hügel errichtet und erst um 1154 zu einer Basilika gebaut. Mehrere Bauabschnitte ließen den Dom auf seine heutige Größe wachsen. Fast zeitgleich wurde ein Kloster nahe dem Dom gebaut, aus dem die heutige Severikirche hervorging.
Beeindruckend ist die freiführende Treppe und die 12 Meter hohen Kavaten, die das Kirchenschiff abstützen. Auch eine der größten Glocken Europas findet man im Erfurter Dom. Die Gloriosa wurde 1497 vom niederländischen Glockengießer gefertigt. Der Dom und die Severikirche können besichtigt werden, auch ist der Aufstieg zur Gloriosa möglich.

Beeindruckend ist auch die Festungsanlage auf der Zitadelle Petersberg mitten in Erfurt. Heute Parkanlage, damals von den Bürgern nicht gewollt, aber vom Mainzer Erzbistum 1665-1726 erbaut. Auch als Artillerieziel missbraucht während des Befreiungkrieges gegen Napoleon. Nach der Rückeroberung durch die Preußen wurden leider die Türme abgerissen. Trotz allem ist es die größte barocke Festung Mitteldeutschlands und kann umrundet werden. Seit der Wiedervereinigung wird die Zitadelle restauriert. Auch die unterirdischen Horchgänge sind wieder freigelegt worden. Führungen werden angeboten.

Krämerbrücke©flickr/dorena-wm

Der Fluss Gera mit zahlreichen kleinen Nebenströmen fließt durch Erfurt; dementsprechend gibt es auch viel Brücken. Nämlich sage und schreibe 216, davon 142 Brücken innerhalb der Stadt.
Die Krämerbrücke aus 1172 war erst ein Holzkonstrukt, 1325 wurde sie dann aus Stein errichtet. Einst Teil des Handelsweges “Via Regia” , heute noch die einzige durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke nördlich der Alpen. Sechs Gewölbe auf fast 80 Metern überqueren so die Gera. Aus den 62 Häusern mit knapp 2,5 Metern Breite wurden 32.
Es ist ein außergewöhnliches Baudenkmal und ein Wahrzeichen Erfurts. Umgeben von uralten Gebäuden, Kirchen und Renaissancebauwerken ist es eine ideale Ausgangsposition, um Erfurt zu Fuß zu erkunden. Auch die vielen Café und Biergärten sind einladend zu verweilen.

Beachtung sollten das Haus Zum Breiten Herd, der Erfurter Anger, das Haus zum Roten Ochsen, die Thüringer Staatskanzlei und die ehemaliger Barfüßkirche finden.

Erfurts Geschichte

Erfurt ist eine alte germanische Siedlung, deren erste Besiedlung schon um 100.000 v. Chr. erste Spuren hinterließ.

Erfurt wurde 742 erstmals in einem Brief an Papst Zacharias erwähnt. In diesem wurde “Erphesfurt” als fruchtbare Gera-Aue genannt und vom Misssionsbischof Bonifatius als Sitz eines Bistums der römischen Kirche empfohlen. Somit wurde Erfurt das geistliche Zentrum von Thüringen.

805 ernannte Karl der Große Erfurt an der Grenze des damaligen Frankenreichs als Grenzhandelsplatz.

Dom©flickr/lilli2de

Im 16. Jahrhundert erwähnte der große Reformator Martin Luther Erfurt. Er studierte von 1501 bis 1505 an der Universität Erfurt und erhielt seinen Magister der philosophischen Fakultät. Nach einem schweren Unfall 1505 legte er einer Legende nach sein “Stotternheimer Gelübde” ab. Ab diesem Zeitpunkt widmete er sich nur noch der Kirche und trat dem Augustinerorden als Mönch bei.

Das 17. Jahrhundert war geprägt von der kurmainzischen Dominanz. Es folgten auch die schlimmsten Pestjahre 1682 und 1683, an der die Hälfte der Erfurter Bevölkerung starb.
1736 zerstörte eine immense Feuersbrunst fast 200 Häuser zwischen Dom, Rathaus und Predigerkirche.

1802 endete die kurmainzische Epoche unter dem Stadthalter Karl Theodor von Dalberg.

Im 19. Jahrhundert eroberten napoleonische Truppen Erfurt. Kurz darauf empfing Napoleon Zar Alexander I. Dabei wurde ein Bündnisvertrag zwischen Frankreich und Russland geschlossen. In dieser Zeit lernte Napoleon auch Goethe kennen. Die Audienz der beiden beeindruckte die Bevölkerung Deutschlands. Dort bekam Johann Wolfgang Goethe von Napoleon das Kreuz der Ehrenlegion verliehen.

Der Erste Weltkrieg ging recht glimpflich an Erfurt vorbei. Von 100.000 Einwohnern verloren knapp 4000 ihr Leben. Die Wirtschaftskrise nach den Goldenen Zwanzigern traf Erfurt aber heftig.
Und 1932 errang die NSDAP ein Rekordergebnis bei den Reichstagswahlen von 42,2 Prozent.
Nach Machtübernahme wurde bereits 1933 das erste Konzentrationslager errichtet. Es folgte viel Entwicklung in der Rüstungsproduktion. Telefunken und EWE-Reparaturwerke Erfurt gründeten dort ihre Werke. Sechs Kasernenlager und der Fliegerhorst Erfurt-Bindersleben wurden gebaut und der Flughafen am Roten Berg wurde erweitert. 1938 zählte Erfurt zu den größten Garnisonen des Deutschen Reiches.

Die Reichsprogromnacht war ein Tiefpunkt in der Geschichte Erfurts. Die Große Synagoge wurde niedergebrannt und fast 800 jüdische Bewohner wurden verschleppt. Zehn- bis fünfzehntausend Kriegsgefangene mussten in den Rüstungsbetrieben Zwangsarbeit leisten.

27 Luftangriffe zerstörten viel in Erfurt, ca. 1600 Menschen verloren ihr Leben als die alliierten Truppen eingriffen.
12.04.1944 ist der Tag an dem die 3. US Armee die Stadt unter General Patton besetzte. Am 3. Juli übernahm die Rote Armee aufgrund des Londoner Zonenprotokolls die Stadt als Teil der sowjetischen Besatzungszone.

Ab 1945 erwachte Erfurt wieder und begann mit dem Schuttabtransport und Wiederaufbau.

1970 besuchte Bundeskanzler Willy Brandt zum deutsch-deutschen Gipfeltreffen Erfurt.

1989 fanden auch in Erfurt große Demonstrationen statt, die den politischen Umbruch der DDR einläuteten.

2002 wurde wieder in der Weltpresse über Erfurt berichtet, wenngleich auch aus traurigem Anlass. Der Amoklauf vom 26.04. am Gutenberg-Gymnasium forderte viele Todesopfer.

Museen in Erfurt

Das Angermuseum bietet eine breite Palette von Stadtgeschichte, Naturkunde, Volkskunde und mittelalterlicher Kunst aus der Region. Auch internationale Werke wie die Hirschmadonna oder “Erschaffung der Menschen und Tiere” von 1532/33 sind zu sehen. Werke von Nely, Feuerbach und Casper David Friedrich runden die Sammlung ab.

Das Born-Senf-Museum ist nicht nur für Senfliebhaber zu empfehlen. Schließlich hat die Bratwurst Thüringen eine große Bedeutung und natürlich auch der Senf dazu.

Das Barfüßermuseum ist zwar eine Ruine von 1944. Es ist das Überbleibsel einer zerstörten Kirche des Franziskanerkosters und war ein Meisterwerk der Bettelordensarchitektur. Heute beherbert es die Erfurter Glasmalereien, Steinbildwerke und den um 1420 entstandenen Färberaltar und den Marienkrönungsaltar.

Der Bernary Speicher beherbergt das Druckereimuseum. Noch viele Originalteile wie die Sackaufzüge und andere Transportwege innerhalb des Gebäudes zeigen die ursprüngliche Nutzung eines der bedeutendsten Gartenanbaubetriebe Erfurts.
500 Jahre Drucktradition Erfurts verlangten geradezu nach einem Museum. In “Zum güldenen Stern” an der Michaelisstraße 11 wurde 1473 der erste Druck Thüringes gemacht.

In der Erfurter Altstadt unweit des Rathauses ist das Museum Neue Mühle gelegen. Die funktionstüchtige Wassermühle ist einzigartig, denn seit 1996 wird aus ihr alternative Energie gewonnen und an das Erfurter Stromnetz abgegeben. Sonderausstellungen und alte Müller Gerätschaften zeigen eindrucksvoll das Handwerk des Müllers.

Zoo in Erfurt

Zoo in Erfurt bedeutet hautnah an Löwen, Bennett-Kängurus und Berberaffen zu sein. Ab 2010 gibt es auch eine begehbare Damwild Anlage. Auch die neue Afrikasavanne ist ab 2010 geöffnet.
Vom Plateau im Zoo hat man auch einen herrlichen Blick auf die Stadt.

Auch das Aquarium am Nettelbeck Ufer ist einen Besuch wert. Süßwasserfische aus aller Welt tummeln sich da in einem 54000 Liter fassenden Riffaquarium. Es ist direkt an der Gera gelegen.

Erfurt©flickr/dorena-wm

Gastronomie in Erfurt

Überall in der Altstadt lassen sich urige Lokale, Kneipen, mittelalterliche Keller und Biergärten finden. Dort sollte man auf jeden Fall die berühmte Thüringer Rostbratwurst, die Thüringer Klöße und heimisches Bier genießen.
Auch internationale Küche wird man finden wie z.B. im Louisiana, Dublin Irish Pubs und dem Russischen Hof.

Messe und Veranstaltungen in Erfurt

  • April: Kinder Kult
  • Mai: Faszination Haar+Kosmetik sowie Rapid.tech
  • Juni: Internationale und nationale Rassehunde-Ausstellung und der JOBfinder
  • September: naro.tech, Grüne Tage Thüringen, Haus.Bau.Energie
  • Oktober: Thüringer Voglebörse, die ingoga, Reisen & Caravan
  • November: 59. Deutsche Rassetaubenschau
  • Mehrfach im Jahr finden Nachtflohmärkte statt!

Informationen zu Messe und Veranstaltungen in Erfurt finden Sie hier.

Abstecher in die Umgebung von Erfurt

Ausflüge zur Wartburg, dem Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden unweit des Stausees und zur Burg Gleichen bieten sich an.

Burg Gleichen wurde erstmals 1089 erwähnt. Seit 1991 wird fleißig restauriert, sodass man schon viel von der mittelalterlichen Höhenburg sehen kann. Der Aussichtsturm bietet einen hervorragenden Blick ins Land.

Auch Schloss und Park Molsdorf sind sehenswert. Es gilt als das Versailles Thüringens.

Runneburg ist eine der bedeutensten Burgen Thüringens aus dem 12. Jahrhundert, zu finden in Weißensee. Die freigelegten romanischen Astsäulen aus Sandstein sind besonders schön.

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Wiesbaden

Sehenswürdigkeiten in Wiesbaden

Das Kurhaus wurde im neoklassizistischen Stil auf Wunsch Kaiser Wilhelms II. gebaut. Die Kolonnade ist mit fast 30Metern die längste Säulenhalle Europas. Gebaut von Friedrich von Thiersch, der schon den Münchner Justizpalast und den Berliner Reichstag entworfen hat.

1907 in Anwesenheit des Kaisers eingeweiht. Prächtige Raumgestaltung, gelber Marmor, Muschelsaal mit Fresken, Kieseln und natürlich Muscheln; ein Konzertsaal mit hohen Säulen aus nassauischem Marmor und Mahagoni sowie Decken mit Blau und Gold Kassetten machen das Kurhaus wahrlich kaiserlich. Vieles wurde leider gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört.
1983 fanden umfassende Restaurierungen statt nach den alten Plänen von Thiersch.

Schloss Biebrich©flickr/salomon10

Das älteste Bauwerk ist aus der Römerzeit: die Heidenmauer mit Römertor. Es war Teil einer römischen Festung von 364 – 375. Das Freilichtmuseum zeigt Funde aus dieser Zeit.

Am Rheinufer gelegen ist Schloss Biebrich. Ein dreiflügeliger Barockbau aus der ersten Hälfte des 18.Jhd. Die schöne Rotrunde sowie die angegliederten Galerien sind heute Repräsentationsräume des hessischen Ministerpräsidenten. Das Schloss ist nicht nur für öffentliche, sondern auch für private Feiern zu buchen.

Das Solmschlösschen ist ein besonderes architektonisches Bauwerk. Nicht nach dem Grundriss eingerichtet und geplant, sondern die Außenform ergab sich aus der Größe und Funktion der einzelnen Räume. Die individuelle Planung ließ das Schlösschen nicht typisch symmetrisch und in klassischer Form entstehen. Flügelbauten, Erker und Ecktürmchen sind so entstanden. Ein echter Hingucker also.

Die Burg Sonnenberg war eine wichtige Bastion des Grafen von Nassau. Heute ist noch eine stattliche Ruine übrig, aber der erhaltene Turm beherbergt sogar ein Museum.

Bei einem ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt Wiesbaden lassen sich u.a. folgende Plätze und Straßen, Denkmäler und Parks erkunden.

Der Kranzplatz hat seinen Ursprung in einem einst ovalen Kranz von Bäumen. Erschlossen von den Römern im 1. Jhd. als Thermalquellengebiet.
Heute liegt auch gleich der Kochbrunnenplatz daneben. Noch heute laufen 15 Quellen im Kochbrunnen zusammen und jagen somit fast 900 Liter Thermalwasser pro Minute an die Oberfläche. Das Wasser hat knapp 70°C.

Die Adolfsallee wurde 1870 angelegt und verläuft in Nord-Süd-Richtung und verbindet dabei den Luisenplatz mit der Biebericher Allee. Schon 1976-1978 gewann die Stadt Preise, weil der Denkmalschutz und die Rückwandlung der Allee von einer lauten Verkehrsstraße in ein ruhiges Stadtgebiet sehr erfolgreich war.

Auf dem Dern’schen Gelände lässt es sich flanieren. Mittwochs und samstags ist auch Markttag. Außen wie auch in den alten Markthallen.

Die Wilhelmstraße ist voller Gegensätze. Der Boulevard wird auf einer Seite von Häusern und Prachbauten wie dem Kurhaus, dem Staatstheater gesäumt und die andere Seite ist von der Parkanlage des Warmen Dammes gesäumt.

Der Neroberg (1851) ist innerhalb der Stadt ein beliebtes Ausflugsziel und ein schöner Abschluss des Spazierganges. Auf 245 Meter Höhe gelegen, bietet er einen tollen Ausblick nicht nur über Wiesbaden, sondern auch bis Mainz. Auch seine Erscheinung ist toll, wenn man sich mit der Drahtseilbahn ihm nähert. Von April bis Oktober alle 15 Minuten.

Geschichte Wiesbadens

Schon die Römer kannten “Aquae Mattiacorum”. So wurde Wiesbade  genannt. Die ersten Spuren finden sich schon 3000 v. Chr. Während der römischen Eroberungen wurden die ersten Thermen gebaut und eine Heidemauer umgab schon 370 die Siedlung. Erst mit dem Ende des 4. Jhd. wurde Wiesbaden von den Alemannen gesichert, danach siedelten die Franken dort. Und erst unter den Merowingern ca. 830 kam der Name “Wisbada” auf.

Im späteren Mittelalter gehörte die Stadt zur Grafschaft Nassau, dann war sie Reichsstadt im 13.Jhd. Zerstört 1242 vom Mainzer Erzbischof.

Gleich zweimal im 16. Jhd. wurde Wiesbaden ein Opfer der Flammen. Fast die ganzen mittelalterlichen Bauten waren zerstört. Auch der Dreißigjährige Krieg forderte weitere Zerstörung. Erst nach1690 wurde die Stadt wiederaufgebaut. Gerade mal etwas über 700 Einwohner wurden gezählt.

Russische Kirche auf dem Neroberg©flickr/lilli2de

Das 19. Jhd. brachte den Aufschwung nach Wiesbaden. Als internationaler Kurort, als Hauptstadt eines Regierungsbezirkes und beliebter Alterssitz für Offiziere a.D. kam Geld nach Wiesbaden. Repräsentative Wohnhäuser, Villen und Paläste wurden gebaut. Schon 1905 knackte die Stadt seine Einwohnerzahl von 100.000.

Der Erste Weltkrieg schwächte Wiesbaden durch französische und englische Besatzung.
1933 unterhielt das NS-Regime verschiedene Dienststellen in Wiesbaden. Es gab auch viele Verfolgungen gegen die eigenen Bürger, die sich dem Regime widersetzten.

Von Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges ziemlich verschont, wurde Wiesbaden zur Landeshauptstadt von Hessen. Es entwickelte sich eine Ansiedlung vieler Verlage, Versicherungen und auch die Filmbranche kam nach Wiesbaden. Als Kurstadt wieder beliebt und aufstrebend als Kongressstadt machte sich Wiesbaden wieder einen guten Ruf.

Museen

Expressionismus pur bietet das Museum Wiesbaden. Mit 90 Werken von Jawlensky die größte Sammlung Europas. Auch die Sammlung Nassauischer Altertümer ist interessant sowie die Exponate zur Kultur- und Naturgeschichte der Region.
Das Frauen Museum ist sehr vielschichtig. Es zeigt die Geschichte und Kultur von Frauen in unserer Gesellschaft. Die meisten Besucher kommen aus Skandinavien und den USA. Da ergeben sich oft die interessantesten Gespräche.
Das Harlekinäum ist ein Familienereignis. Die Sammlung ist schräg: tanzende Regale, begehbarer Riesenkäse, ein Badezimmer, das zum Dschungel wird und vieles mehr.

http://www.museum-wiesbaden.de/

Zoo & Bäder

Der Tier- und Pflanzenpark Fasanerie im Nordwesten Wiesbadens ist ca. 23 ha groß. An die 50 Tierarten von heimischen Wild- und Haustieren bis hin zu den bekannten Bären Ronja, Troxi II und Kuno, gibt es noch viel mehr zu sehen. Die waldige Umgebung mit Gewässern lassen einen die nahe Stadt vergessen. Auch naturkundliche Führungen werden geboten. Keine Hunde!

Das schönste Freibad überhaupt ist hoch über Wiesbaden gelegen; auf dem Gelände des Neroberges.
Auch der Wandererlebnispfad erfreut einen. Seine 3 Kilometer sind für jeden zu schaffen.
Die Kletterwand hingegen ist für Sportlichere interessanter.

Gastronomie in Wiesbaden

Die Goldgasse steht nicht nur für edle Weine, feinstes Olivenöl und Gewürzen, sondern auch das gastronomische Angebot. Vielfältig ist es mit seinen Tapas-Bars, Cafés, Bistros und natürlich aus mit seiner gutbürgerlichen Küche und Weinlokalen.

Öffentliche Verkehrsmittel in Wiesbaden

Das Bus- und Bahnnetz ist gut ausgebaut. Das Sammelticket ist auch in Mainz zu nutzen. Es bietet 5 preisreduzierte Einzelfahrtscheine, die erst durch die Entwertung im Verkehrsmittel Ihrer Wahl gelten.
Das Hessenticket und das Veranstaltungsticket sind auch Schnäppchen. KulturTicket und KombiTicket sind auch erhältlich.
Nähere Informationen bietet www.eswe-ticket.de

Messe, Veranstaltungen und Kultur

  • April: Europa-Foto mit Neuigkeiten aus der Fotografie
  • Juni: mit freiem Eintritt lockt die Ausbildungsmesse der IHK
  • Oktober: Deutsche-Wellness-Tage Wiesbaden mit den Themen gesund, bewusst und genussvoll leben

Mehr Informationen zu Messeterminen finden Sie hier.

Die Rheingauer Weinwoche wird jedes Jahr im August zelebriert. 2010 vom 13.-22.

Das Theatrium ist ein Straßenfest mit Straßenkünstlern, Musikbands und viel kulinarischer Angebote. Es begeistert seit mehr als 30 Jahren das Publikum. Ein Kunsthandwerksmarkt rundet das Angebot ab. Es findet vom 3.-5. Juli 2010 statt.
Der Sternschnuppenmarkt ist auf dem Schlossplatz zwischen Rathaus, Marktkirche und Stadtschloss zu finden. Vom 23.11. – 23.12.2010.
Eine 30 Meter hohe Tanne mit 1000 Schleifen in blau-gold sowie 3000 Glühbirnen soll der Blickfang sein, wenn man durch eines der vier beleuchteten Tore den Markt betritt.

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Dresden

Sehenswürdigkeiten in Dresden

In der Altstadt:

Die Frauenkirche ist sicherlich das bekannteste Symbol Dresdens schlechthin. Der barocke Kuppelbau ist prachtvoll und sehr prägend für die Stadtsilhouette. 1726 – 1743 errichtet von George Bähr. Zwei Jahrzehnte stand die “steinerne Glocke” der Kuppel für das Stadtbild, bis es im Februar 1945 zerstört wurde. Bis 1994 stand diese Ruine als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. Erst nach der Wiedervereinigung wurde wiederaufgebaut ebenso wie die umliegenden Straßenzüge.

Im Historischen und Neuen Grünen Gewölbe ist eine der Schatzkammern Europas zu sehen mit sensationellen Stücken der Kunstwerke aus Gold, Silber, Edelsteinen, Bernstein, Elfenbein und Email. Im Historischen Grünen Gewölbe sind Meisterwerke der Juwelier-und Goldschmiedekunst zu sehen und im Neuen Grünen Gewölbe Meisterwerke der Schatzkunst wie goldenes Kaffeezeug, Straußeneier, Perlmutter u.a. der Hofjuweliere. Ausgestellt sind diese Stücke einzeln in Vitrinen, sodass diese Prachtstücke von allen Seiten betrachtet werden können.

Der Zwinger von Dresden ist eines der bedeutenden Bauten des europäischen Spätbarocks. Seine Bezeichnung erhielt er wegen seiner Lage zwischen der äußeren und inneren Festungsmauer. Heute ist diese Anlage eine harmonische Einheit mit Innenhof, Pavillons, Bogengalerie. Beeindruckende Wasserspiele und eine tolle Kulisse laden ein zum Schlendern.

Semperoper©flickr/az1172

Die weltberühmte Semperoper, die nach ihrem Architekten benannt ist, wurde 1838 errichtet und bereits 1869 ein Opfer der Flammen. Sempers Sohn baute die neue Version im Stil der italienischen Renaissance in den 70ern des 19. Jahrhunderts.
Eine weitere Zerstörung folgte im Zweiten Weltkrieg und die Oper wurde zwischen 1977 und 1985 in originalgetreuer Form wiederaufgebaut. Die besondere Akustik ist sehr geschätzt.

Die Festung Dresden wartet auf mit Überresten mittelalterlicher Wehranlagen, einer alten Stadtbrücke, kleinen Bastionen und Kasematten. Einst umgeben von einem breiten Wassergraben und mit Mauerring umgeben, gibt es noch das 400 Jahre alte Ziegeltor. Seit 2004 ist es auch UNESCO-Welterbe.

In der Neustadt am rechten Elbufer:

die ersten und schönsten Eindrücke der Neustadt lassen sich am besten bei einem Spaziergang entlang des Flussufers machen. Die Elbpromenaden führen von der Marienbrücke flussaufwärts.
Aber auch die Fahrt auf dem historischen Raddampfer, der das obere Elbtal durchquert, darf nicht fehlen. Schnaufende Dampfmaschinen und das Wasserrauschen der Schaufelräder versetzten einen in eine andere Zeit. Dazu mehr unter den Hinweisen für “Ausflugsziele in der Nähe”

“Der Goldene Reiter” an der Augustusbrücke ist das Standbild vom berühmten Kurfürsten Sachsens. Dort ist auch die beliebte Einkaufsstraße Dresdens.

Die Neustädter Markthallen sind die schönsten Deutschlands mit den Gewölben, schmiedeeisernen Elementen; lichtdurchflutet laden sie ein zu Obst, Gemüse, Backwaren und vielem mehr zu verweilen. Der Käsekeller ist auch sehr interessant. Täglich geöffnet.

Was den Münchenern ihr Dallmayr ist, ist den Dresdnern Pfunds Molkerei. Das 1880 gegründete Geschäft wurde bereits 1910 zum schönsten Milchlanden der Welt gekürt. Die Prachtvolle wie fantasievolle Gestaltung des Landens ist überwältigend. Mosaikfliesen, deren Motive von der Milchwirtschaft bis zu Falbelwesen und floralen Elementen reichen, sind so interessant, dass sich ständig neues entdecken lässt. Auch die Handmalereien an Wänden, Fußboden und den Verkaufstischen sind genial. Sie sind eine Leistung der Steingutfabrik Villeroy & Boch.

Auch das Regierungsviertel mit seinen zwei monumentalen Bauten ist bedeutend. Das Finanzministerium ist von 1890/96 und das damalige Gesamtministerium von 1900/04 ist heute Staatskanzlei.

Die “Äußere Neustadt” ist ein Stadtviertel fast durchgehend geprägt von der Architektur der eng bebauten Straßenzüge. Eine historische Gegend, die heute viel Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten u.v.m. bietet.

Geschichte Dresdens

Dresden ist die Hauptstadt  von Sachsen, schon  in der Jungsteinzeit gab es hier die ersten Besiedelungen. Im 5. Jahrhundert gab es bereits die ersten größeren Bebauungen, davon zeugt die Kreisgrabenanlage in Dresden-Nickern. Wegen der starken Bewaldung blieb die Besiedlung trotz lukrativer Lage (Fluss) und fruchtbarer Böden dünn.

1206 wurde Dresden in einer sogar noch erhaltenen Urkunde erstmals genannt: Acta sund hec Dresdende. 1350 wird das Stadtrecht verliehen für das Gebiet der heutigen Innerer Neustadt. Erst im 16. Jahrhundert wird der rechts- und linkselbische Teil der Stadt ein Ganzes unter Kurfürst Moritz.

Der Dreißigjährige Krieg hat Dresden nichts angetan, aber Pest und Hunger sowie die allgemeine wirtschaftliche schlechte Lage verzögerten die Entwicklung von Dresden.
1685 brannte das Altendresden vollständig ab. Erst über mehrere Jahrzehnte wurde es wieder aufgebaut und 1732 als Neue königliche Stadt gefeiert.
1745 wurde die Dresden durch die Preußen erobert im österreichischen Erbfolgekrieg. 1756 folgte wieder eine Einnahme durch die Preußen während des siebenjährigen Krieges.

1785 schrieb Friedrich Schiller die Ode an die Freunde, dessen Lyrik zur Vorlage für die Hymne der Europäischen Union wurde, für die Tafel der Freimaurerloge in Dresden.

Auch der Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813 erfasste Dresden. Die Stadt wurde von französischen Truppen besetzt und geschützt. 1849 wurde der sächsische König Friedrich August II. gezwungen, die Stadt zu verlassen. Mithilfe der preußischen Unterstützer konnte er wieder zurück. Das restliche 19. Jahrhundert verlief friedlich für Dresden und wurde Hauptstadt eines der stärksten Königreiche im Deutschen Reich. Vom Ersten Weltkrieg gingen keine Schäden aus gegen Dresden.

Weitere wichtige Daten für Dresden sind natürlich der 10. Mai 1933: die Bücherverbrennung; von 1939 bis 1945 sind die Lager in Ausschwitz und Flossenbrüg zu erwähnen, in denen die KZ-Häftlinge für die Rüstungsindustrie arbeiten mussten. 1944/45 wurden die Luftangriffe auf den Großraum Dresden geflogen und schwer beschädigt. Die Zahl der Opfer ist nicht genau ermittelt. Am 8. Mai 1945 wurde Dresden von der sowjetischen Armee besetzt.

Dresdens Entwicklung während der DDR-Zeit: viele Zerstörungen wurden lediglich aufgeräumt wie z.B. die Überreste der Sophienkirche, weniges wieder aufgebaut. Die einst belebte Prager Straße wurde erst Anfang der 60er Jahre des letzten Jhd. wieder aufgebaut, allerdings im Stile des Sozialismus. Die wirtschaftlich nicht gutgestellte Lage der DDR ließ einen raschen Aufbau nicht zu. Die von der Sowjetunion gestohlenen Kunstschätze wurden Ende der 50er Jahre zurückgegeben, sodass die Staatlichen Kunstsammlungen wieder einen Besuch wert waren.

Im Oktober 1989 zogen über 20.000 Menschen durch Dresden um für Reise- und Meinungsfreiheit zu demonstrieren. Bereits zwischen den 30.September und 5.Oktober fuhren Sonderzüge mit Flüchtlingen über Dresden und Plauen nach Deutschland. Großdemonstrationen am Dresdener Hauptbahnhof endeten in gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Staatssicherheit und Bürgern.

Dresden©flickr/Hardo

Die politische Wende 1989 führte zur deutschen Wiedervereinigung 1990 und Dresden wurde zur Hauptstadt der neu errichteten Freistaates Sachsen.

2002 gab es eine Jahrhundertflut, die das Hochwasser von 1845 in den Schatten stellte.

2005 wurde der Wiederaufbau der Frauenkirche gefeiert mit der Weihe zur Kirche.

2006 gab es das 800-jährige Bestehen Dresdens.

2009 besuchte erstmals ein Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika die Stadt. Barack Obama erfreute sich größter Beliebtheit und hatte ein Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel im Residenzschloss. Auch besichtigte er die Frauenkirche.

Veranstaltungen und Kultur in Dresden

Veranstaltungen

  • Pyro Games, das Feuerwerksfestival im Oktober 2010
  • Dresden-marathon im Oktober 2010
  • TonLagen, ein Festival der zeitgenössischen Musik vom 01.-17.10.2010
  • Für die Jungen und Junggebliebenen das Unity.Dresden.Night am 07.11.2010
  • Diverse Adventsmärkte wie der mittelalterliche Markt im Stallhof, dem Striezelmarkt – ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands im Altmarkt sowie die weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche sind nur einige Highlights im Dezember.
  • Der krönende Abschluss ist sicherlich “Silvester findet in Dresden Stadt!” Ein rauschendes Fest auf dem Schlossplatz und Theaterplatz. http://veranstaltungen.meinestadt.de/dresden

Museen

Die Gemäldegalerien der Alten Meister und die Galerie Neue Meister, das Leonhardi-Museum mit zeitgenössischer Kunst aus Sachsen, die Grafikwerkstatt Dresden sowie das Militärmuseum sind nur eine kleine Auflistung der kulturellen Möglichkeiten in Dresden.
Die Interessengemeinschaft Historischer Fernmeldetechnik lässt die Herzen auch höher schlagen, denn die Palette der Technik reicht von Nebenstellentelefonanlagen über Funk- und Fernschreiber zu Demonstrationsmodellen. Viel Interessantes gibt es auch über die Pflege und Instandsetzung.
Auch das Deutsche Hygiene Museum ist was Besonderes mit vielen öffentlichen Veranstaltungen.

Das Erich-Kästner-Museum ist ein geeignetes Museum für die ganze Familie. www.museen-dresden.de/

Zoo, Bäder/Thermen in Dresden

Der Zoo direkt im Zentrum Dresdens gelegen nahe des Zwingers und der Semperoper. 1861 als vierter Zoo Deutschlands gegründet, waren die Leidenschaft des Dresdner Zoos schon immer die Affen. Seit 1873 gibt es dort Orang-Utans, die schon 1927 weltweite Beachtung fanden. Die natürliche Aufzucht der Orang-Utans wurde ausführlich dokumentiert.
Das 1999 eingeweihte Afrikahaus ist was ganz Besonderes. Es gibt Elefanten und anderen afrikanischen Tieren ein gemeinsames Leben. Auch sind die schön-hässlichen Nacktmulle zu bewundern.
Berühmt ist der Zoo natürlich auch wegen der Fernsehpräsenz als “Dresdner Schnauzen”.

Das Elbamare ist ein Erlebnisbad der Extraklasse mit Saunalandschaften, Sportbecken (28°) und Erlebnisbecken (30°) mit Strömung, Wasserkanone und Außenbecken. Eine 80 Meter lange Rutsche ist für Klein und Groß da. Behindertengerecht gebaut.

Gastronomie in Dresden

Dresdens Küche ist geprägt von deftiger Kost. Das Radeberger Bier ist allgegenwärtig und schmeckt entlang der vielen Biergärten am Elbufer am besten. Auch die benachbarte böhmische Küche ist oft zu finden.

Was Einzigartiges ist natürlich das Restaurant unter der riesigen bunten Glaskuppel mit Rundumblick. Es ist untergebracht in der Yenidze. Orientalische Küche ist vorherrschend, aber auch sächsische Spezialitäten sind erhältlich, ebenso wie internationale Küche.

Auch auf dem Theaterkahn lässt es sich gut munden.

Historisch genießen kann man im Sophienkeller.

Öffentliche Verkehrsmittel in Dresden

In Dresden beschränkt sich nicht nur auf Bus, Straßenbahn und S-Bahn. Auch die Bergbahn ist ein wichtiges Verkehrsmittel der Stadt. Sie überwindet die fast 100 Meter der Stadtviertel Loschwitz und Weißer Hirsch in 5 Minuten. Auch die Elbfähren sind Zeitsparer von einem Elbufer zum anderen. Auch für PKW-Nutzung möglich.

Messetermine in Dresden

  • Dresdner Heimtier Messe im September 2010
  • Internationale Mineralien- und Fossilienbörse auch im September 2010
  • room+style im November 2010
  • Fachmesse für Bestattungsbedarf im Mai 2010

Weitere Informationen zu Messeterminen finden Sie hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Dresden

Die zwei schönsten Möglichkeiten, die Umgebung Dresdens kennenzulernen, sind vom Wasser und der Schiene aus.

Die Elbschifffahrt bietet tolle Strecken.
Von Decin in Böhmen bis Seußlitz bei Meißen. Innerhalb einiger Stunden wechselt die Landschaft von wildromantischem bis italienisch angehauchtem Hügelland.
Auch die Fahrt nach Pillnitz ist was spezielles, bietet sie doch Jazz- und Dixieland-Fahrten am Abend und Sommernachtsfahrten mit Tanz und Buffet.
Die Fahrten im Winter sind auch ihr Geld wert. Die einzigartige Elblandschaft mit Raureif oder sogar eingeschneit ist ein AugenschmAugenschmaus, den man auch gesehen haben muss.

Recht nahe an Dresden sind vier Schmalspurbahnstrecken zum Erkunden von Dresdens Umgebung geeignet.
Über 110 Jahre alt ist die Kirnitzschtalbahn. Sie verkehrt zwischen Bad Schandau und dem Lichtenhainer Wasserfall im Naturpark Sächsische Schweiz.
Auch die seit 1884 bestehende Traditionsbahn von Radebeul nach Radeberg ist toll. 16 km durch schmale Windungen des Lößnitzgrundes sind eine Zeitreise, die man in detailgetreu restaurierten Wagons unternimmt.
Die Weißeritztalbahn ist die Dienstälteste Deutschlands. 26 km seit 1883 von Freital nach Kipsdorf.
Die Dresdner Parkeisenbahn ist nur im Großen Garten im Stadtzentrum Dresdens unterwegs. 1950 zum Internationalen Kindertag eröffnet hat sie ihre eigene besondere Bedeutung.

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Düsseldorf

Sehenswürdigkeiten in Düsseldorf

Bekannteste Sehenswürdigkeit Düsseldorfs ist wahrscheinlich die Königsallee, die „Kö“. Sie ist vor allem bekannt wegen ihrer exklusiven Läden und ihrer städtebaulichen Anlage. In ihrer Mitte befindet sich der Stadtgraben mit der Tritonengruppe am Nordende der Kö. Dieser Brunnen aus dem Jahre 1902 ist das Wahrzeichen der Königsallee. Die Ruine der Kaiserpfalz in Kaiserswerth, die 1702 von französischen Truppen geschleift wurde, ist wohl das älteste Gebäude Düsseldorfs.

St. Lambertus ist die älteste Kirche in der Düsseldorfer Altstadt. Sie wurde von 1288 bis 1394 im gotischen Stil erbaut und ist seit 1974 päpstliche Basilica minor. Rund 200 Lokale befinden sich in der Düsseldorfer Altstadt, die auch die Heimat des Altbieres ist. Für Besucher Düsseldorfs ist die Altstadt mit ihren engen Gassen ein wahrer Anziehungspunkt geworden. Und nicht nur tagsüber, mit ihren Shops und Boutiquen, sondern vor allem abends und während der Nachtstunden ist die Altstadt lebendig.

Noch heute beherrscht der Backsteinbau des 1573 gebauten Rathauses den Marktplatz Düsseldorfs. Auch die 200 Jahre alte Karlstadt hat einiges zu bieten und man sollte sich Zeit für einen Bummel nehmen. Im klassizistischen Stadtbild mit den rechtwinklig angeordneten Straßen lässt sich auch noch die eine oder andere klassizistische Fassade finden.

Medienhafen©flickr/Dirk Hartung

Der Düsseldorfer Medienhafen ist ein Beispiel dafür, wie der alte Hafen in ein modernes Büro- und Wohnquartier umgewandelt wurde. Hier wurde vor allem für die Branchen Medien, Kunst und Werbung ein attraktiver Standort geschaffen.

Der von 1979 bis 1982 gebaute Rheinturm ist ein wichtiges Wahrzeichen in der Kulisse Düsseldorfs. In dem 240,5 Meter hohen Turm befindet sich auf 172,5 Metern Höhe ein Restaurant, das sich einmal pro Stunde um die eigene Achse dreht. Unter dem Restaurant befinden sich eine Aussichtsplattform und ein Selbstbedienungsrestaurant. Einmalig auf der Welt sind auch die leuchtenden Bullaugen des Turms. 39 von ihnen bilden eine Dezimaluhr. Die 62 Bullaugen haben je 12 LED-Leuchten in verschiedenen Farben.

Wer Düsseldorf auf eigene Faust erkunden möchte, findet hier schöne Tourenvorschläge in unterschiedlicher Länge: www.duesseldorf.de/touristik/touren/index.shtml

Geschichte Düsseldorfs

Düsseldorf ist die Hauptstadt des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist überregional vor allem bekannt durch die Königsallee, die Altstadt und natürlich den Karneval. Daneben ist Düsseldorf eines der Zentren für Wirtschaft, Verkehr und Kultur.

Das erste Mal schriftlich erwähnt wurde Düsseldorf als Dusseldorp um 1135. Nach der Schlacht von Worringen verlieh Graf Adolf vom Berg Düsseldorf 1288 die Stadtrechte.

Nachdem Graf Wilhelm II. 1380 in den Reichsfürstenstand erhoben worden war, beschloss er Düsseldorf zu Residenz auszubauen und 1382 wurde urkundlich das erste Mal eine Burg erwähnt.

Durch geschickte Heiratspolitik und die daraus resultierenden Zusammenschluss der Herzogtümer Kleve und Jülich mit dem Herzogtum Berg, vergrößerte sich die Stadt erheblich.
Von 1538 bis 1543 die Hauptstadt des Bundes der Territorialstaaten Jülich-Kleve-Berg, Herzogtum Geldern, Grafschaften Mark, Ravensberg, Zutphen und Herrschaft Ravenstein.
Lange war die Region Zentrum der humanistischen Wissenschaft.

Nachdem der Jülisch-Klevische Erbfolgestreit beigelegt war, war das Herzogtum Jülich-Berg noch protestantisch. Erbprinz Wolfgang Wilhelm konvertierte dann allerdings 1613 unter Einfluss seiner Frau Magdalena von Bayern zum Katholizismus. Als er 1614 die Herzogswürde übernahm setzte eine Gegenreformation ein und die Jesuiten hatten am Hofe eine bedeutende Rolle.
Auch Johann Wilhelm von der Pfalz, der seit 1679 Regent des Herzogtums und seit 1690 Kurfürst der Pfalz war, hielt an Düsseldorf als seiner Hauptresidenz fest. Vor allem da die kurfürstliche Hauptresidenz in Heidelberg durch Erbfolgekriege zerstört war. Dies sorgte dafür, dass die Stadt eine enorme wirtschaftliche, kulturelle und städtebauliche Entwicklung durchmachte, die sich auch unter Karl Theodor von der Pfalz noch fortsetzte. Seinen Status als kurfürstliche Hauptresidenz verlor Düsseldorf allerdings im Jahre 1716 wieder an Heidelberg.

Im Siebenjährigen Krieg wurde die Düsseldorf 1757 von den Franzosen eingenommen, die jedoch 1758 von Ferdinand von Braunschweig zur Kapitulation gezwungen wurden, der Düsseldorf dann einnahm.
Während der Kapitulationskriege während der Französischen Revolution war Düsseldorf von 1795 bis 1801 französisch. Wegen eines Gebietstausches zwischen Kurpfalz-Bayern, Preußen und Frankreich war die Stadt ab 1806 dann wieder unter französischem Einfluss. Ab 1809 war Napoleons minderjähriger Neffe Napoléon Louis Bonaparte Großherzog von Berg. In dieser Zeit wurden viele Maßnahmen zur Erneuerung und Verschönerung durchgeführt. So wurde auch in dieser Zeit die Königsallee das erste Mal als Esplanade bepflanzt.

Nach der Völkerschlacht in Leipzig verließen neben den Staatsbeamten auch die Truppen das Herzogtums Berg, das dann 1813 von den Truppen des Herzogtums Preußen besetzt wurde.
1815 nahm dann der preußische König Friedrich Wilhelm III. das Gebiet und seine Hauptstadt Düsseldorf in Besitz.
Düsseldorf verlor so den Status als Landeshauptstadt und war fortan nur noch Mittelpunkt einer Provinz. Immerhin hatte die Stadt einen Ruf als Kunst- und Gartenstadt und verfügte über ein sehr harmonisches Stadtbild.

Ab Mitte der 1830er Jahre hielt auch die Industrielle Revolution in Düsseldorf Einzug und mit der Gewerbeausstellung in der Flinger Straße wurde der Grundstein zur Messestadt gelegt. 1872 wurde Düsseldorf wieder kreisfrei. 1880 fand eine Gewerbeausstellung statt, zu der eine Million Besucher kamen. Zwischen 1880 und 1900 verdoppelte sich die Einwohnerzahl der Stadt.
Anfang des 20. Jahrhunderts war Düsseldorf eine aufstrebende Industriestadt. Die Stadt wuchs ständig, auch durch Eingemeindungen und hatte 1909 eine Einwohnerzahl von 345.000. Auf der Glozheimer Heide wurde auch ein Zeppelinflugfeld eingerichtet.

Königsallee©flickr/Angelogyn

1914 übernahm das Militär die Exekutive und die Mobilmachung wurde verkündet. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges traf Düsseldorf überraschend und schnell wurde die Industrie auf Rüstungsindustrie umgestellt und die Stadt wurde eine der bedeutenden Waffenschmieden des Reiches. Düsseldorf wurde zum Nachschubzentrum und Lazarettstandort. Nachdem sich die Reichsregierung nach dem verlorenen Krieg weigerte, die Reparationszahlungen anzuerkennen, wurde Düsseldorf 1921 von Frankreich besetzt und war zusammen mit Duisburg Ausgangspunkt für die Besetzung des Ruhrgebietes.
Die Besetzung Düsseldorfs und des Ruhrgebietes endete 1925 mit der Annahme des Dawes-Planes durch die deutsche Regierung.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Hälfte der Düsseldorfer Gebäude zerstört und ungefähr 90 Prozent beschädigt. Einige Zeit war Düsseldorf sogar Frontstadt und lag unter amerikanischem Dauerbeschuss. Am 17. April 1945 gelang es den amerikanischen Truppen Düsseldorf nahezu kampflos zu besetzen.

1947 gab es bereits wieder die erste Messe in Düsseldorf und Wiederaufbau ging besonders in den 1950er Jahren zügig vonstatten.

1965 wurde Düsseldorf Universitätsstadt, 1970 wurden das Schauspielhaus und 1971 die Neue Messe eröffnet. 1975 gab es die größten Eingemeindungen seit 1929 und zwei neue Rheinbrücken wurden gebaut. Auch mit dem Bau der U-Bahn wurde begonnen und 1981 konnte die erste Strecke eingeweiht werden.

Veranstaltungen und Kultur in Düsseldorf

Veranstaltungen

  • An erster Stelle der Veranstaltungen der Stadt Düsseldorf sollte vielleicht der Karneval stehen, mit dem Rosenmontagsumzug und vielen anderen Veranstaltungen. http://www.karneval-in-duesseldorf.de/
  • 01.-03.04.2010 – Jugend-Länderkampf im Synchronschwimmen www.duesseldorf.de/top/thema010/events/veranstaltungen/jug_synchronschwimmen/index.shtml
  • 21.-23.05.2010 – Düsseldorfer Jazz Rallye, über 400 Musiker treten in 86 Konzerten auf.  www.duesseldorf.de/top/thema010/events/veranstaltungen/jazz_rally2010/index.shtml
  • Noch bis zum 25.05.2010 läuft das Musical „Elisabeth“ im Capito-Theater in Düsseldorf.
  • Die Spiele der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft werden im Rahmen des Public Viewing in der ESPRIT arena live übertragen. www.duesseldorf.de/top/thema010/events/veranstaltungen/public_viewing_wm2010/index.shtml
  • 03.-06.06.2010 NRW Theatertreffen im Schauspielhaus Düsseldorf. Die Besucher haben Gelegenheit acht Inszenierungen aus NRW zu sehen.
  • 28.05.-14.06.2010 – mit dem Schumannfest ehrt Düsseldorf den romantischen Komponisten zu seinem 200. Geburtstag


Museen

Kunstsammlung NRW – eine der bedeutendsten Sammlungen moderner Kunst in Deutschland

Museum Kunstpalast – einige der wichtigsten Kunstausstellungen der Stadt

Uhrenmuseum Düsseldorf – die wichtigste Uhrensammlung Düsseldorfs von einem Privatsammler zusammengetragen

Kunst im Tunnel KIT – ein Szenetreff für zeitgenössische Kunst

www.kunststadt.de/Museen-Duesseldorf.html

Zoo, Bäder/Thermen  in Düsseldorf

Ein schönes Ausflugsziel ist der Aquazoo-Löbbecke Museum. Hier befinden sich neben Aquarien auch eine Tropenhalle mit Fluss und vielen Tieren und Pflanzen und eine Pinguinanlage.
Insektenfreunde können sich im Insektarium über Haltung und Zucht von Insekten informieren und viele interessante Insekten, aber auch Spinnen und Gliederfüßer bewundern. www.duesseldorf.de/aquazoo/insektarium/index.shtml

Neben der wunderschönen Münstertherme in der Münsterstraße gibt es auch weitere zahlreiche Hallen- und Freibäder in Düsseldorf, so zum Beispiel das Freizeitbad Düsselstrand. http://www.baeder-duesseldorf.de/

Gastronomie in Düsseldorf

Wenn Sie in Düsseldorf ausgehen, sollten Sie sich unbedingt die rheinischen Spezialitäten wie zum Beispiel Rheinischen Sauerbraten, Flönz, Erbsensuppe oder auch Halve Hahn probieren. Dazu darf natürliche das Altbier nicht fehlen. Natürlich gibt es neben der regionalen auch internationale Küche in Düsseldorf. http://gastronomie.duesseldorf-tourismus.de/2275.html

Öffentliche Verkehrsmittel in Düsseldorf

Natürlich gibt es auch in Düsseldorf Tagestickets für die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Preise für Einzelpersonen und Gruppen finden Sie hier: www.rheinbahn.de/Seiten/default.aspx

Messetermine in Düsseldorf

Informationen zu Messeterminen in Düsseldorf finden Sie hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Düsseldorf

Ein wunderschönes Ausflugsziel ist der Wildpark Grafenberg. Von Düsseldorf aus leicht mit der Straßenbahn zu erreichen. www.duesseldorf.de/stadtgruen/wald/wildpark.shtml

Ein weiteres Ausflugsziel ist sicherlich auch der Duisburger Hafen, der der größte Binnenhafen Europas ist.
Auf der Zollfeste Zons, eine halbe Stunde von Düsseldorf entfernt kann der Besucher das Mittelalter erleben. Außerdem lädt die Umgebung zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Im Neanderthal Museum in Mettmann kann man sich über die Menschheitsgeschichte und den Fund des Neanderthalers informieren. www.neanderthal.de/index.php?id=15

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