Sep 02 2010

Nürnberg

Tag: Bayernadmin @ 15:19

Nürnberg, die Stadt in Mittelfranken, ist die zweitgrößte Stadt in Bayern und hat mehr als 500.000 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten in Nürnberg

Das Wahrzeichen der Stadt Nürnberg ist die Burg. Die Nürnberger Burg besteht aus der Kaiserburg und der Burggrafenburg und wurde unter Konrad III. und Friedrich Barbarossa gebaut. Sie liegt auf einem Sandsteinrücken oberhalb der Altstadt und man hat von oben einen herrlichen Blick auf die Altstadt und das Handwerkervierte. Für den Fall einer Belagerung wurde die Wasserversorgung durch zwei Brunnen gesichert. Einer der ältesten noch erhaltenen Teile der Burg ist die Kaiserkapelle. Die Doppelkapelle wurde im romanischen Baustil um 1200 errichtet.

Der reiche Bürger Konrad Groß stiftete das Heilig-Geist-Spital das zwischen 1332 und 1339 zum Teil über der Pegnitz erbaut wurde. In der Zeit Nürnbergs als Reichsstadt war es die größte städtische Einrichtung zur Versorgung Kranker und Alter. Zwischen 1424 und 1796 wurden hier auch die Reichsleinodien aufbewahrt. Die Allerheiligenkapelle wurde im Jahr 1420 angebaut.

Die Frauenkirche wurde nach den Judenprogromen ab 1349 an Stelle der früheren Synagoge errichtet. Sie ist heute eine der bedeutendsten Kirchen Nürnbergs und steht an der Ostseite des Hauptmarktes. Im Inneren der Frauenkirche sind noch zahlreiche Kunstwerke aus dem Mittelalter zu sehen, darunter auch der Tucheraltar, der um 1440/1450 entstand. Am Westgiebel ist das sogenannte Männleinlaufen zu sehen, das 1356 von Kaiser Karl zur Erinnerung an die Goldene Bulle gestiftet wurde. Die Kurfürsten und Kaiser sollten über dem Hauptportal in einem kunstvollen Uhrwerk dargestellt werden. Die Uhr dazu wurde von 1506-1509 angefertigt. Der Schlossermeister Jörg Heuss fertigte das Uhrwerk und  Sebastian Lindenast der Ältere die kupfergetriebenen Figuren.
Mittags um 12 Uhr ist das Männleinlaufen zu sehen, heutzutage allerdings mit hölzernen Ersatzfiguren.

Zwischen 1389 und 1396 wurde der Schöne Brunnen in Nürnberg errichtet, der anhand von 40 Personenskulpturen die Institutionen der damaligen Zeit hierarchisch darstellt. Der Brunnen am Rande des Hauptmarktes hat die Form einer gotischen Kirchturmspitze und ist 19 Meter hoch. An zwei der acht Gitter sind drehbare Ringe angebracht, von denen der aus Messing, wenn man ihn dreht, Glück bringen soll.

Mit dem Bau der St. Lorenz Kirche wurde um 1250 begonnen, der spätgotische Hallenchor 1477 vollendet. Sie ist seit der Reformation neben der Sebalduskirche eine der beiden großen evangelischen Stadtkirchen in Nürnberg. Mit 16 läutbaren Glocken ist das Geläut der Lorenzkirche das zweitumfangreichste einer evangelischen Kirche in Deutschland.

Die Kirche St. Sebald liegt auf dem Weg zur Burg etwas oberhalb des Hauptmarktes. Sie ist die ältere der beiden großen Stadtpfarrkirchen Nürnbergs und  wurde zwischen 1225/30 und 1273 als doppelchörige Pfeilerbasilika errichtet. Das Inventar aus vorreformatorischer Zeit ist äußerst wertvoll. Es handelt sich hierbei zumeist um Stiftungen Nürnberger Ratsfamilien, da sich die Sebalduskirche seit dem 14. Jahrhundert als Ratskirche etabliert hatte. Und auch die Außenfassade mit ihren bemerkenswerten Steinfiguren kann sich sehen lassen.

Eine weitere Touristenattraktion ist das Nürnberger Rathaus. Von Westen her ist noch immer der imposante Renaissancebau des Architekten Jakob Wolff des Jüngeren zu erkennen. Das Rathaus wurde zu großen Teilen nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Der an der Südseite integrierte Saalbau wurde von Albrecht Dürer erneuert. Besonders interessant für Touristen sind die Lochgefängnisse im Kellergeschoss. Errichtet wurde das Rathaus zwischen 1616 und 1622.

Die größte barocke Brunnenanlage nördlich der Alpen ist der von 1660 bis 1668 gebaute Neptunbrunnen. Das Original steht im Schloss Peterhof in Russland und der Zweitguss befindet sich heute im Stadtpark.

Der Gänsemännchenbrunnen gegenüber dem Rathaus zeigt eine volkstümliche Bronzefigur des Gänsemännchens und wurde wahrscheinlich um 1550 im städtischen Auftrag geschaffen. Entworfen wurde er wahrscheinlich vom Bildschnitzer Hans Peisser, gegossen von Pankraz Labenwolf.

Das Ehekarussell vor dem Weißen Turm in Nürnberg stammt aus dem Jahr 1984 und wurde von Jürgen Weber gestaltet. Bezug für die Darstellung der Brunnenfiguren war das Gedicht „Das bittersüße eheliche Leben“ von Hans Sachs. Wegen der drastischen Darstellungen und der hohen Kosten löste seine Aufstellung allgemein heftige Kontroversen aus.

Eine Sehenswürdigkeit mit besonderem Flair ist der Nürnberger Handwerkerhof gegenüber dem Hauptbahnhof. Hier können Besucher traditionelle Handwerkskunst und fränkische Gastlichkeit vor historischer Kulisse erleben. In den kleinen Gässchen gibt es Werkstätten und Läden in denen die Handwerker ihr Können zeigen. Neben Nürnberger Bratwürsten und anderen Spezialitäten gibt es auch frisches Nürnberger Bier oder Frankenwein.

Geschichte Nürnbergs

  • Es ist nicht sicher, wann Nürnberg gegründet wurde, es könnte zwischen 1000 und 1040 gewesen sein.
  • 1219 wurde Nürnberg mit dem Großen Freiheitsbrief Kaiser Friedrichs II. zur Freien Reichsstadt
  • 1356 erließ Karl IV. die Goldene Bulle
  • 1423 Übergabe der Reichskleinodien an die Stadt durch Kaiser Sigismund
  • Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Nürnberg durch anhaltende Stellungskriege dauerhaft wirtschaftlich geschwächt.
  • 1806 übernahm das Königreich Bayern die hohen Schulden Nürnbergs und die bisher in der Stadt nur geduldeten Katholiken wurden den Protestanten gleichgestellt.
  • 1835 fuhr die erste Eisenbahn Deutschlands von Nürnberg nach Fürth
  • Zwar fand bereits in den 1920er Jahren der erste Reichsparteitag der Nationalsozialisten in Nürnberg statt, die Partei selber konnte aber bei Wahlen in der Stadt nie gewinnen. Allerdings war Nürnberg während der Zeit des Nationalsozialismus die „Stadt der Reichsparteitage“ und somit wichtiger Ort nationalsozialistischer Propaganda.
  • 1945 Nürnberger Prozesse im Justizpalast
  • 1950 erste Nürnberger Spielwarenmesse
  • 1967 Baubeginn der U-Bahn

Veranstaltungen und Kultur in Nürnberg

Museen

Das Albrecht-Dürer-Haus ist die Wohn- und Arbeitsstätte des Künstlers Albrecht Dürer (1471-1528). In der Maler- und Druckwerkstatt aus der Dürer-Zeit werden den Besuchern künstlerische Techniken vorgeführt.

1899 wurde das königlich-bayerische Eisenbahnmuseum eröffnet und heute ist das DB Museum das älteste Eisenbahnmuseum Deutschlands. Es bildet heute, zusammen mit dem Museum für Kommunikation, als Firmenmuseum der Deutschen Bahn AG das Verkehrsmuseum Nürnberg mit etwa 40 historischen Schienenfahrzeugen  und Sonderveranstaltungen.

Das 2001 eröffnete Dokumentationszentrum auf dem Reichsparteitagsgelände befindet sich im Nordflügel der nicht fertig gestellten Kongresshalle. Die Dauerausstellung „Faszination und Gewalt“ befasst sich auf 1.300 Quadratmetern mit den Zusammenhängen und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Die Felsenkelleranlage der historischen Felsengänge unter der Burg diente schon seit 1380 zur Herstellung und Lagerung von Bier. Die Gänge dagegen der Gewinnung  und Weiterleitung von Wasser.

Seit 1852 besteht das Germanische Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg. Freiherr von und zu Aufseß wollte damals Zeugnisse deutscher Kultur und Geschichte sammeln und ausstellen.  Heute umfasst der Bestand des Museums mehr als 1,2 Millionen Objekte.

In jeder Stadt stand der Henker am Rande der Gesellschaft. Bis 1806 wohnten die Nürnberger Henker fast 400 Jahre lang in einem umgebauten Wehrgang direkt über der Pegnitz. In diesen historischen Räumen können Besucher nun in einer Ausstellung viel über das Amt des Henkers lernen.

Im Kunstbunker wurden schon kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges die wertvollsten beweglichen Kunstschätze Nürnbergs versteckt. 24 Meter Fels schützten die Kunstwerke vor Bomben. Die Originalbauten können heute besichtigt werden.

Im Spielzeugmuseum der Stadt Nürnberg können Besucher auf vier Stockwerken historisches Spielzeug von der Antike bis zur Gegenwart bestaunen. Ein Highlight für die ganze Familie.

Veranstaltungen

Im September findet jedes Jahr das Altstadtfest in Nürnberg statt. 800 Akteure bieten in rund 60 Veranstaltungen Unterhaltung. Es gibt Folklore, die Hans-Sachs-Spiele, das Fischerstechen und Jazz-Konzerte.
Gleichzeitig mit dem Altstadtfest beginnt auch der Herbstmarkt auf dem Hauptmarkt. Hier gibt es neben Haushaltswaren auch kulinarische Spezialitäten.

Am 10. Und 11. September 2010 findet rund um den Hauptmarkt der „Trempelmarkt“, Deutschlands größter Flohmarkt, statt.

Das Internationale Radrennen „Rund um die Altstadt“ findet am 12. September 2010 statt.

Absolutes Highlight und auf der ganzen Welt bekannt ist der Christkindlesmarkt in Nürnberg. Er wird jedes Jahr am Freitag vor dem ersten Advent feierlich eröffnet.

Zoo und Bäder

Spätestens durch die Handaufzucht von Eisbärin Flocke ist der Nürnberger Tiergarten bekannt geworden. Er ist Teil des ehemaligen Reichswalds in dessen Zentrum sich Nürnberg entwickelte. Die Felslandschaft ehemaliger Steinbrüche und der Mischwaldbestand des alten Waldes prägen den Tiergarten in dem viele Tiere vor dieser beeindruckenden Kulisse zu sehen sind. Auch ein Delphinarium gibt es im Nürnberger Tiergarten.

In Nürnberg gibt es einige Hallen- und Freibäder. Mehr dazu auf www.nuernbergbad.de.

Gastronomie in Nürnberg

Um zwei Dinge kommt man in Nürnberg nicht herum, die Bratwürste und die Lebkuchen. Beide sind nicht nur lecker sondern auch auf der ganzen Welt bekannt. Zum beliebten Fastfood bei Touristen zählen „Drei im Weggla“ (drei der fingergroßen Bratwürste im Brötchen). Beliebt sind auch die Bratwurstküchen in denen die original Nürnberger auf dem Holzkohlegrill zubereitet werden. Aber natürlich gibt es auch Sterneküche und internationale Speisen in der Stadt.

Öffentliche Verkehrsmittel in Nürnberg

Zu empfehlen für Besucher der Stadt Nürnberg ist die Nürnberg Card. Mit ihr hat man nicht nur freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch freien Eintritt in zahlreichen Museen und Vergünstigungen bei Stadtführungen.

Messetermine in Nürnberg

Bekannt ist die Spielwarenmesse in Nürnberg, die jedes Jahr Anfang Februar in Nürnberg stattfindet.
Mehr Informationen zu weiteren Messen finden Sie hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Nürnberg

Von Nürnberg aus kann man so einiges unternehmen, man kann zum Surfen ins Fränkische Seenland oder zum Klettern, Kanu-und Kajakfahren  und Fliegenfischen in die Fränkische Schweiz, der Gegend mit der höchsten Dichte an privaten Brauereien. Wer in der Stadt bleiben möchte, den locken Parks und Grünanlagen zum entspannen. Oder wie wäre es mit einem Besuch im Hochseilgarten, dem Pfütze Garten?


Aug 26 2010

Flensburg

Tag: Schleswig-Holsteinadmin @ 14:06

Die Stadt Flensburg in Schleswig-Holstein an der Grenze zu Dänemark ist das Tor zum Norden und hat ihren Besuchern besonders durch die Mischung der Kulturen viel zu bieten.

Sehenswürdigkeiten Flensburgs

Insgesamt ist die Flensburger Altstadt gut erhalten und es gibt zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu sehen.

Die Johanniskirche (dänisch: Sankt Hans Kirke) ist die älteste und auch die kleinste der drei Hauptkirchen der Stadt und mit ihrem Bau wurde, wenn man der Sage glauben mag, 1128 begonnen. Die Feldsteinkirche im Stil einer romanischen Hallenkirche ähnelt anderen Kirchen in Angeln, ist aber größer. Sie steht im ältesten der vier Flensburger Siedlungskerne, was für dessen Bedeutung spricht. Im Inneren der Kirche können Besucher das gotische Gewölbe mit dem Bildnis des Garten Edens bewundern.

Die Marienkirche (dänisch: Vor Frue Kirke) ist eine weitere der Hauptkirchen Flensburgs. Die gotische dreischiffige Hallenkirche wurde zum ersten Mal 1284 erwähnt, aber auch davor gab es an gleicher Stelle schon eine Kirche, mit deren Bau wohl schon im 12. Jahrhundert begonnen wurden war. Im Laufe der Jahre wurde die Marienkirche immer wieder umgebaut und in den Jahren 1878-1880 der alte Turm durch einen neuen, neugotischen ersetzt. Sehenswert sind das in einer Fensterblende aufgestellte Standbild der Mondsichel-Madonna, der Renaissance-Altar von Heinrich Ringerink und die Gedenktafeln für die Verstorbenen. Der Chor der Marienkirche ist der Flensburger Bach-Chor, der sich auch weit über die Grenzen Schleswig Holsteins hinaus einen Namen gemacht hat.

Die größte der Hauptkirchen ist die Nikolaikirche (Nikiolaikirken), die direkt am Südermarkt, dem Zentrum des jüngsten der ursprünglichen Flensburger Siedlungskerne liegt. Mit dem Bau der gotischen Hallenkirche wurde 1390 begonnen.  Der Kirchturm mit einer Höhe von 90 Metern ist nicht nur der höchste in Flensburg, sondern auch einer der höchsten Schleswig-Holsteins. Im neugotischen Turmaufsatz befindet sich seit 1909 ein Glockenspiel aus 17 Glocken, die bei M & O Ohlsson in Lübeck gegossen wurden.

Die Heiliggeistkirche (Helligåndskirken) ist die Hauptkirche der Dänischen Kirche in Flensburg und befindet sich in der Altstadt. Sie war ein Teil des Hospitals zum heiligen Geist und seit 1588 werden hier Gottesdienste in dänischer Sprache gehalten. Sehenswert sind mittelalterliche Fresken, ein Barock-Altar und mehrere Votivschiffe.

Ein Wahrzeichen der Stadt Flensburg ist das Nordertor (Nørreport), die einstige Grenze der Stadt nach Norden. Es wurde zwischen 1595 und 1596 als Kontrolltor für Einreisende errichtet und besteht aus rotem Backstein und den typisch Norddeutschen Stufengiebeln. An der Nordseite befindet sich neben dem Flensburger Stadtwappen auch das Wappen des dänischen Königs Christian IV. Außerdem schmückt die Inschrift „Friede ernährt, Unfriede verzehrt“ das Tor.

Eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit Flensburgs ist das Kompagnietor (Kompagniporten) und wurde im Jahr 1602 als Versammlungsstätte der Flensburger Schiffer gebaut. Es ist eines der ältesten Gebäude der Stadt und der mit holländischen Kacheln geschmückte Kachelsaal ist absolut sehenswert. Heute hat hier das Europäische Zentrum für Minderheitenfragen untergebracht.

Besucher Flensburgs werden auch die zahlreichen Kaufmannshöfe auffallen, die vom Hauptstraßenzug Holm-Große Straße-Norderstraße abgehen. Sie sind architektonische Besonderheiten und oft auch schön geschmückt. Sehenswert ist unter anderem der Dethleffsen-Hof aus dem 18. Jahrhundert. Am Holm verbinden Holmpassage und Flensburg Galerie historische Bausubstanz mit moderner Architektur.

Neben Nordermarkt, Südermarkt, mit dem ältesten Haus Flensburgs, Roter Straße, mit den Handwerkerhöfen ist auch der Oluf-Samson-Gang, das historische „Rotlichtviertel“ mit seinen kleinen Fachwerkhäusern einen Besuch wert.

Die 1792 als Galerieholländer gebaute Bergmühle ist eine der beiden letzten Windmühlen Flensburgs. Heut wird hier nur noch zu besonderen Anlässen Mehl gemahlen und die Mühle steht unter Denkmalschutz. Man kann sich hier trauen lassen.

Der Westindienspeicher wurde 1789 errichtet und diente als Lagerhaus für die Waren des Flensburger Westindienhandels. Neben Pure-Rum, aus dem der bekannte Flensburger Rum gemacht wurde, lagerten hier auch Rohrzucker, Tabak, Kakao, Tee und Gewürze.

Und da Flensburg direkt an der Flensburger Förde liegt ist auch diese bei den Sehenswürdigkeiten zu nennen. Neben dem Hafen und dem Jachthafen gibt es auch noch den Museumshafen mit alten wirklich sehenswerten Schiffen. Sowohl eine Hafenrundfahrt als auch eine Fahrt weiter hinaus auf die Förde und vorbei an der Marineschule Mürwik sind durchaus interessant.

Geschichte Flensburgs

  • 1200-1499 Flensburg war eine kleine Handelssiedlung, deren hauptsächliche Aufgabe der Umschlag von Waren zwischen Nord- und Ostsee war.
  • 1500-1799 Flensburg blühte zur größten Handelsstadt der dänischen Krone auf und war bedeutender als Kopenhagen oder Hamburg.
  • 1800-1899 die nationale Frage spielt im beginnenden 19. Jahrhundert eine zunehmend größere Rolle
  • 1900-1945 nach Ende des 1. Weltkrieges wird in nach einer Volksabstimmung die heutige Grenz gezogen und Nordschleswig kommt zu Dänemark wobei Flensburg zur Grenzstadt wird
  • 1946-1989 die Jahre nach dem Krieg sind geprägt durch den wirtschaftliche Wiederaufbau und die Entwicklung gut nachbarschaftlicher Beziehungen zu Dänemark und Skandinavien
  • 1990-2010 der Abbau von Bundeswehreinheiten trifft Flensburg wirtschaftlich hart, 2004 wird der SG Flensburg-Handewitt zum ersten Mal deutscher Handballmeister

Veranstaltungen und Kultur in Flensburg

Museen

Der Museumsberg Flensburg ist eines der größten Museen in Schleswig-Holstein und auf einer Fläche von 3000 m² wird den Besuchern ein umfassender Einblick in die Kunst- und Kulturgeschichte geboten.

Das Schifffahrtsmuseum Flensburg befindet sich im ehemaligen Zollpackhaus direkt an der Schiffbrücke. Neben historischen Schiffsporträts und -modellen sind hier auch nautische Instrumente, gesammelte Objekte der Grönlandfahrer und andere schifffahrtsbezogene Ausstellungsstücke zu sehen. Im Keller befindet sich das Rummuseum mit interessanten Stücken zur Geschichte des Rums in Flensburg.

Ein Museum für die ganze Familie ist die Phänomenta, denn hier kann man Natur und Technik im wahrsten Sinne des Wortes begreifen.

Neben dem Museumshafen mit seinen historischen Schiffen ist auch die Museumswerft einen Besuch wert. Hier werden Segelschiffe wie im letzten Jahrhundert gebaut und auch eine „Werft für Kinder“ gibt es.

Ein schwimmendes Museum ist der Salondampfer Alexandra, der 1908 vom Stapel lief und ein weiteres Wahrzeichen Flensburgs ist. Der Dampfer wurde auf der Hamburger Werft Janssen & Schmilinski gebaut.

Veranstaltungen

Alle zwei Jahre findet in Flensburg das Dampf Rundum statt. Hier kann man Klassiker zu Wasser und an Land bestaunen. Das nächste Dampf Rundum ist vom 08.-10.07.2011.

  • 02.10.2010 – Roxy Festival
  • 04.03.2011 – Internationale Musikparade 2011 mit Militär- und Blasmusik
  • 04.06.2011 – Flens-Festival 2011

Bäder in Flensburg

Das im März 2010 eröffnete Campusbad bietet auf 5.000 Quadratmetern Badespaß für die ganze Familie. www.campusbad-fl.de

Gastronomie in Flensburg

Wer in Flensburg essen möchte findet eine große Auswahl an verschiedenen Restaurants. Angefangen bei frischem Fisch in den Restaurants am Hafen bis hin zu internationaler Küche. Ein Flensburger Traditionsrestaurant ist das 1886 eröffnete Piet Henningsen. Hier können Sie beim Essen den wunderbaren Blick auf den Hafen genießen.
Ein Haus mit noch längerer Tradition ist das Restaurant Borgerforeningen, dessen Tradition bis ins Jahr 1835 zurückreicht.

Öffentliche Verkehrsmittel in Flensburg

Flensburg kann man gut zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Für Fahrten in die nähere Umgebung und auch bis nach Dänemark oder an die Nordsee kann man aber auch gut den Bus nehmen. Mit dem Wanderführer Bus-RundUm kann man die Naherholungsgebiete Flensburgs gut erkunden. Es gibt ihn in der Tourist-Information am ZOB.

Messetermine in Flensburg

  • 05.03.2011 – 06.03.2011 Flensburger Tiertage, Erlebnismesse für Tierfreunde und die ganze Familie
  • 17.05.2011 – 18.05.2011 nordjob Flensburg, Fachmesse für Ausbildung + Studium

Ausflugsziele in der Nähe von Flensburg

Ein Muss ist ein Ausflug nach Glücksburg, wo das Wasserschloss mit dem Schlossmuseum die Besucher lockt.
Von Flensburg ist es auch nicht weit bis an die Schlei, nach Schleswig, nach Kiel und an die Nordsee. Und natürlich liegt Dänemark direkt vor der Tür. Mit dem Zug kommt man auch leicht nach Kopenhagen.


Aug 19 2010

Saarlouis

Tag: Saarlandadmin @ 07:13

Sehenswürdigkeiten in Saarlouis

gibt es so einige für die relativ kleine Stadt im Saarland.

Wenn man zuerst den Großen Markt besucht, wird einem bewusst, das diese Stadt auf dem Reißbrett entworfen wurde. Die Diagonalen sind Nord-Süd und Ost-West ausgerichtet. Die eigentliche Stadt war klein; von einem Stadttor zum anderen gerade mal 450 Meter. Die Große Markt Fläche zählt schon 10.000 qm.

Bereits zur Gründungszeit war Saarlouis militärisch sehr bedeutend. So kommt es auch, das die Stadt bis heute trinkwassergespeiste Brunnen hat. 4 Stück, also an jeder Marktecke einen.
1956 kam der letzte Brunnen dazu, der Marienbrunnen.

An der Südwestseite des Großen Marktes gelegen ist der originalgetreue Wideraufbau der Kommandantur zu sehen. In den 60ern des letzten Jhd. stellte sich heraus, das ein Restaurieren des im Jahre 1680-1683 errichteten französischen Funktionsbarockes nicht machbar ist.

Die Kaserne I ist die einzige aus der Gründungszeit erhaltene. 1683 aus rotem Buntsandstein errichtet beherbergte sie eine Infanterie und auch eine Garnisonsschule.
Heute, nach der Restaurierung 1984/85, zieren kleine Läden das Erdgeschoss und in den oberen Stockwerken sind Stadtwohnungen entstanden.

Die Kaserne VI ist 1866-69 im klassizistischen Stil erbaut worden anstelle der ursprünglichen französischen Kaserne. Gelegen in der Alten Brauereistraße misst sie 185 Meter. 35 massive Gewölbeachsen prägen das innere Aussehen der Kaserne.
Heute sind das Städtische Museum, das Stadtarchiv und die Stadtbibliothek dort untergebracht.

Geradezu bezaubernd mutet das Amtsgerichtgebäude. 1907 eingeweiht, besaß es im rückwärtigen Gebäudeteil ein Gefängnis. Die Fassade ist mit neugotischen Stilelementen verziert. Im Inneren faszinieren die breiten Treppenaufgänge und die holzvertäfelten Flure. Noch heute als Amtsgericht in Funktion.

Die Ludwigskirche von 1685 ist nicht mehr mit der heutigen zu vergleichen. Schon 1864 wurde das Kirchenschiff wegen Baufälligkeit abgetragen. Und zur 200 Jahrfeier fiel der Kirchenturm einem Brand zum Opfer. Also wurde auch ein neuer Turm gebaut, im neugotischen Stil. 1965 musste wiederrum das Kirchenschiff abgerissen werden wegen statischer Probleme. 1970 wieder hergestellt, allerdings im monolithischem Stil (asymmetrische Betonarchitektur) nach Plänen von Prof. Gottfried Böhm (Architekt und Kirchenbaumeister).
Nur die Eckhäuschen sind alte Zeugen der früheren Barockkirche.

Die Schleusenbrücke Pont-ecluse wurde 1682 – 1684 errichtet. Mit der Schließung hob sich der Wasserspiegel der Saar um 6 Meter. So wurde bei Bedarf die Gräben und das Umland um 10 bis 50 cm überschwemmt. Da konnte der Feind mit Ross, Wagen und Kanonen sich Saarlouis nicht nähern.

Heute sind an der Ostseite noch Brückenpfeiler der Schleusenvorrichtung zu sehen. Von der Schleusenbrücke aus kann man gut die Festungsanlagen Bastion VI und die restliche Festungsmauer sehen.

In der Altstadt kann man wunderbar flanieren, nicht nur wegen der vielen Cafés, Bistros und Restaurants, sondern auch wegen der schönen Anblicke von typischen zweigeschossigen Handwerkerhäusern, die noch aus der Festungszeit stammen. Typisch sind die schmalen Fronten, die Holzklappläden und die Mansardendächer.
Auch Bürgerhäuser der Jahrhundertwende sind noch da, meist detailverliebt restauriert.

Geschichte Saarlouis

  • 1680 wird die Stadt und Festung Saarlouis gegründet auf Befehl Ludwig XIV.
  • 1685 wird Saarlouis zur Hauptstadt der neuen Saarprovinz
  • 1697 ist Saarlouis schon in französischer Enklave auf lothringischem Territorium
  • 1793 wird aus Saarlouis Sarre-Libre
  • 1810 ist Saarlouis wieder Saarlouis
  • 1815 durch den Frieden von Paris wird die Festung an Preußen übergeben
  • 1918 französisch besetzt nach dem Ersten Weltkrieg
  • 1945 französische Besetzung nach dem Zweiten Weltkrieg
  • 1966 Grundsteinlegung der Ford Montagewerke auf dem Röderberg
  • 1968 – 1970 Produktionsaufnahme bei Ford-Montage und 1970 verlässt der erste Ford das Werk
  • 1986 erste deutsch-deutsche Städtepartnerschaft: mit Eisenhüttenstadt, dann international: Matiguas in Nicaragua
  • 2006 nach vielen Neugestaltungen der letzten 10 Jahre (Fußgängerzone, Kasematte, Bahnhofvorplatz, Kleiner Markt) wird Saarlouis Europastadt

Museen in Saarlouis

Wechselnde Ausstellungen von international, bedeutenden Kunstgütern werden im Museum Haus Ludwig gezeigt.

Das Städtische Museum und Stadtarchiv beantworten alle Aspekte der Entwicklung der Region und Stadt Saarlouis.

Saarlouis hat einige öffentliche und private Galerien mit unterschiedlichen Themen. Hier ein kleiner Ausschnitt: Rathausgalerie, Galerie Walzinger, Galerie im Bistro-Café P1, Galerie im DRK-Krankenhaus, Hofhaus Art Gallery, Galerie in der Scheune.

Die Synagogengedenkstätte ist nur nach Vereinbarung zu besichtigen: 06831/46381
Postgässchen 6 in Saarlouis

Zoo, Therme & Co

Es gibt das Freibad Steinrausch und Hallenbad. Nicht so viel, aber dafür punktet die Stadt mit viel Grün und tollen Ausflügen in die Umgebung.

Es sind verschiedene Schiffsfahrten möglich, z.B. nach Dillingen, Mettlach und Dreisbach, auch bekannt als Saarschleifenrundfahrt.

Es werden auch Rundflüge (Lutzfly / www.lutzfly.de) und Ballonfahrten (Ballon Charter WESI / www.wesi.de) angeboten.

Im Saaraltarm und im Stadtgarten kann man sich nur zwei Minuten vom Stadtzentrum erholen. Auch die Festunganlagen sind nahe.

Der Ludwigspark ist im Frühjahr ein wahrer Hingucker mit einem Meer von blühenden Krokussen und Osterglocken. Weiter Einrichtungen sind ein Kinderspielplatz, ein Pavillon, Ruhebänke und -zonen sowie viele Spazierwege auf 1,6 ha.

Der Schlosspark Beaumarais ist noch größer und bietet zusätzlich noch einen Bolzplatz.

Saarlouis hat noch einen Stadtwald, die Roder Wiesen und den sehr empfehlenswerten Thelengarten!

Gastronomie in Saarlouis

Von regional bis international ist alles vorhanden als Restaurant, Gaststätte, Café, Bistro oder Imbisse
Die regionale Küche ist natürlich auch französisch beeinflusst.
Etwas seltener sind natürlich das Kartoffelhaus, das Schnitzelhaus oder auch Taffing’s Mühle.

Öffentlicher Nahverkehr in Saarlouis

Es gibt KVS Superspartickets für Erwachsene, die auch von der Familie und Freunden genutzt werden dürfen.
Auch gibt es Tickets, die für das ganze Saarland gültig sind oder auch für Landkreise.

Messen und Ausstellungen in Saarlouis

Oktober 2010: Grenzenlos Messe & Festival “Spirit & Heilen”, CD- & Schallplatten-Börse

Ausflüge in die Umgebung

Ganz viele Wanderungen lassen sich auf den Kulturwanderwegen Saarlouis und im Saar-Lor-Lux-Raum machen.
Rundwanderungen sind auch in ganz Saarland möglich.

Ausflüge nach Trier, Saarbrücken, Luxemburg, Straßburg oder Metz sind sehr empfehlenswert.


Aug 12 2010

Görlitz

Tag: Sachsenadmin @ 12:31

Die östlichste Stadt Deutschlands liegt in Sachsen an der Grenze zu Polen und hat natürlich seinen Besuchern so einiges zu bieten.

Sehenswürdigkeiten in Görlitz

Der Schönhof ist einer der schönsten Renaissancebauten nördlich der Alpen und wurde ab 1526 unter Einbeziehung des bei dem großen Stadtbrand 1525 zerstörten Vorgängerbaus von Wendel Roskopf wieder errichtet. In dem Gebäude haben zahlreiche Landesherren übernachtet und seit 2006 beherbergt es das Schlesische Museum.

Die Altstadtbrücke in Görlitz wurde erstmals 1298 erwähnt. Die damalige Holzbrücke musste nach Zerstörungen durch Belastung, Feuer und Hochwasser immer wieder erneuert werden und erst 1906/07 entstand dort eine Steinbrücke mit Stahlbögen. 1945 wurde die Brücke von der Wehrmacht gesprengt und erst spät wieder aufgebaut. Seit 2004 verbindet sie wieder die Zwillingsstädte Görlitz und Zgozelec.

Als Görlitz 1847 an das sächsische und preußische Eisenbahnnetz angeschlossen wurde und das 475 Meter lange Neißeviadukt errichtet wurde, entstand in Görlitz zunächst ein kleiner Bahnhof, Zu Beginn des 20. Jahrhunderts machte die Lage von Görlitz als Verkehrsknotenpunkt allerdings einen Neubau notwendig. Die Empfangshalle mit ihren Deckenausmalungen wurde 1917 fertig gestellt.

Das 1570 für den aus Weimar stammenden Waidhändler Hans Heinze umgebaute Biblische Haus wurde von dem Bildhauer Hans Kramer mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament verziert.

Das Finstertor ist das einzige noch erhaltene Stadttor der Nikolaivorstadt. In dem Fachwerkhaus direkt daneben wohnte der Scharfrichter, der wegen seines unehrenhaften Berufs außerhalb der Stadt angesiedelt war.

Für Besucher von Görlitz auch interessant ist der Flüsterbogen des Hauses Untermarkt 22. Dieser ist wegen seiner akustischen Eigenschaften etwas Besonderes. Flüstert man hier auf der einen Seite etwas hinein, kann man es auf der anderen Seite gut verstehen.

Leider zurzeit nur eingeschränkt besichtigt werden kann das Jugendstilkaufhaus aus dem Jahre 1912/13. Die nach Plänen des Potsdamer Architekten Carl Schmanns errichtete Skelettkonstruktion wurde nach Vorbild des Berliner Kaufhauses Wertheim gebaut. Das Gebäude mit dem imposanten Lichthof ist eines der wenigen Warenhäuser dieser Art, die den Krieg überstanden.

Das Rathaus wurde 1369 erstmals erwähnt und verdankt seine heutige Gestalt zahlreichen Umbauarbeiten unter anderem durch Wedel Roskopf d. Ä. oder Jürgen Kröger. Endgültig fertiggestellt wurde es 1903.

Die Frauenkirche von Görlitz ist eine Besonderheit, da sie als einzige über keine eigene Pfarrgemeinde hatte und durch Spenden unterhalten wurde.

Hoch über der Neiße thront die Paulskirche, hervorgegangen aus der frühen Burgkirche des 11. Jahrhunderts. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul ist das Wahrzeichen der Stadt und von Osten kommend fällt sofort der mächtige Ostchor mit dem Kupferdach ins Auge. Zwischen 1423 und 1497 wurde sie zur fünfschiffigen Hallenkirche umgebaut.

Bis 1372 war die Nikolaikirche, als älteste Görlitzer Kirchengründung, die Hauptkirche der Stadt. Der in spätgotischem Stil errichtete Neubau wurde 1452 begonnen, verzögerte sich aber wegen der Arbeiten an der Peterskirche und wurde erst 1515 fortgesetzt. Die Kirche wurde mehrfach durch Brände beschädigt und war jahrhundertelang Begräbniskirche.

Der Nikolaifriedhof in Görlitz ist der älteste der Stadt und seine mehr als 600 zumeist barocken Grabmale, die Grufthäuser und der Pestfriedhof sind durchaus sehenswert.

Die ehemalige Synagoge von Görlitz wurde während des Brandanschlags im November 1938 zwar nur mäßig zerstört, verfiel aber bis 1990 und erst seit 1991 werden Bestandsicherungs- und Sanierungsarbeiten vorgenommen.

In Görlitz gibt es zahlreiche historische Brunnen und moderne Wasserspiele, was für eine angenehme Atmosphäre besonders während der Sommermonate sorgt.

Geschichte von Görlitz

  • 1071 erstmalige Erwähnung von Görlitz durch Heinrich IV.
  • um 1220 entwickelt sich Görlitz zur Stadt und bekommt 1303 das Stadtrecht und 1329 Gerichtsbarkeit, Münzrecht und Salzstapel
  • 1346 wird der Sechsstädtebund zwischen Bautzen, Görlitz, Lauban (Luban), Löbau, Kamenz und Zittau gegründet
  • 1815 Görlitz wird preußisch
  • 1830 Christoph Lüders eröffnet die Wagenbauanstalt, die noch heute der größte Industriebetrieb in Görlitz ist
  • 1847 Anschluss an das sächsische und preußische Eisenbahnnetz
  • 1945 Görlitz wird geteilt in einen polnischen (Zgorzelec) und einen deutschen Teil, als die Lausitzer Neiße die Grenze zwischen Polen und Deutschland wird
  • 1998 die Europastadt Görlitz/Zgorzelec wird proklamiert

Veranstaltungen und Kultur in Görlitz

Veranstaltungen

  • 27.-29. August 2010 – Altstadtfest Görlitz und Jakuby Fest Zgorzelec
  • 10.-12. September 2010 – Patrimonium Gorlicense und Tag des offenen Denkmals
  • 11. September 2010 – Lange Nacht der Museen
  • 3.-12. Dezember 2010 Christkindelmarkt Görlitz

Museen

Im Schlesischen Museum zu Görlitz können die Besucher im wunderschönen Schönhof  900 Jahre schlesische Geschichte erleben.

Das Kulturhistorische Museum von Görlitz ist auf drei unter Denkmalschutz stehende Gebäude, Dien Kaisertrutz, den Reichenbacher Turm und das Barockhaus Neißestraße 30 aufgeteilt. Die ersten beiden sind miteinander verbunden und man erfährt hier alles über die Geschichte der Stadt. Im Barockhaus Neißestraße 30 sind wissenschaftsgeschichtliche Sammlungen zu sehen.

Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz informiert seine Besucher über die natürliche Vielfalt und Schönheit der Landschaft und den Artenreichtum der Gegend. In weiteren Ausstellungen kann man auch etwas über Geologie und die Tiere in Regenwäldern und Savannen lernen.

Das Spielzeugmuseum Görlitz präsentiert mehr als 4000 Spielzeuge aus  dem Erzgebirge und entführt Besucher in vergangene Zeiten. Sehenswert ist besonders eine vier Quadratmeter große Miniaturlandschaft unter Glas.

Bäder und Zoo in Görlitz

Das Neiße-Bad in Görlitz kann aufwarten mit Wellness- und Sportbecken, Whirlpool und Eltern-Kind Bereich. Mehr finden Sie unter www.neisse-bad-goerlitz.de

Der Naturschutz-Tierpark Görlitz bietet großen und kleinen Besuchern gepflegte Parkanlagen, Streichelgehege und Abenteuerbrücke und ist einer der schönsten Tierparks Mitteldeutschlands mit rund 500 Tieren.

Gastronomie in Görlitz

Görlitz kann sowohl mit regionalen Spezialitäten als auch mit internationaler Küche aufwarten.

Öffentliche Verkehrsmittel in Görlitz

Für Besucher der Stadt Görlitz empfiehlt sich ein eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel.

Ausflugsziele in der Nähe von Görlitz

Eisenbahnfreunde kommen in der Region ganz sicher auf ihre Kosten. Es gibt die SOEG Schmalspurbahn im Zittauer Gebirge mit Dampfloks und Fahrten während des ganzen Jahres. www.seog-zittau.de

Die Waldeisenbahn Muskau ist die größte Museumseisenbahn ihrer Art in Deutschland und besteht seit 1895. Die Fahrzeuge der 600 Millimeter Schmalspur laden zu vielen Fahrten zwischen März und Oktober ein. Sonderfahrten mit Dampf oder Diesellokomotiven sind ganzjährig möglich. Mehr Informationen finden Sie hier.

Der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und sicherlich auch einen Besuch wert.

Auch die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde e.V. führen zahlreiche Sonderfahrten und Veranstaltungen mit ihren historischen Fahrzeugen durch. www.osef.de

Ein schönes Ausflugsziel für die ganze Familie sind auch Kleinwelka mit dem Saurierpark, dem Miniaturenpark und dem Irrgarten, die Rodelbahn Oberoderwitz, die Kulturinsel Einsiedel, die Freizeit-Oase Olbersdorfer See und das Technische Baudenkmal Bagger 1452.

Wander- und Badespaß kann man an den Lausitzer Seen haben. Nach dem Ende der Badesaison ist das Abfischen der Karpfenteiche ein besonderer Höhepunkt.

Von Görlitz aus kann man auch wunderbar Ausflüge nach Polen oder Tschechien in die malerische Bergwelt des Iser-und Riesengebirges unternehmen und auch nach Prag oder Wroclaw (Breslau).

Und auch in die sächsischen Städte Radebeul, Meißen, Freiberg, Kamenz, Zittau und Bautzen ist es nicht weit.


Aug 05 2010

Köln

Tag: Nordrhein-Westfalenadmin @ 19:55

Sehenswürdigkeiten in Köln

2000 Jahre reichen die Spuren Kölns, der Stadt in Nordrhein-Westfalen,  zurück; sie zeigen sich auch heute noch in imposanten Bauwerken und Überresten.

Am bekanntesten ist wohl der Kölner Dom. Seine 157 Meter hohen Türme sind das Wahrzeichen der Stadt. Sage und schreibe 632 Jahre dauerte es, bis dieser Bau fertiggestellt war.
Bereits im 4. Jhd. stand an dieser Stelle ein christlicher Sakralbau. 870 stand dort ein karolingischer Dom. Anbauten vergrößerten diesen Kirchenbau. 1164 zogen die Reliquien der Heiligen Drei Könige ein, gebracht aus Mailand vom Erzbischof Rainald von Dassel.
Damit wurde er auch zur Wallfahrtskirche europaweit.
1248 wurde der Grundstein für den heutigen Dom gelegt. Angeregt von Erzbischof Konrad von Hochstaden und entworfen von Meister Gerhard. Die Kathedrale weist Ähnlichkeiten auf mit der Pariser und Straßburger Kathedrale.
1322 folgte die Choreinweihung. 1560 wurden die Bauarbeiten eingestellt aufgrund der Finanzen. Mit 56 Metern stand der Südturm nun einfach da nach 90 Jahren Bauzeit. Das sollte noch lange so bleiben.
1880, nicht mal 40 Jahre nach Gründung des Vereins “Zentraler Dombau Verein” wurde das Bauwerk vollendet.
1943 wurde der Dom von britischen Bomben schwer getroffen, aber hielt stand.

Das Kölner Rathaus wurde im Zweiten Weltkrieg auch schwer beschädigt. Die ausgebrannte Ruine des Rathausturmes wurde zum Zeichen des Wiederaufbauwillens der Kölner.
1135 bis 1152 wurde das Rathaus erstmals urkundlich erwähnt. Erst mit der Ernennung zur freien Reichsstadt durfte ein Rathausturm gebaut werden.
130 Steinstatuen zieren den spätgotischen Turm mit seinen zwei acheckigen Obergeschossen und drei vierkantigen Untergeschossen.
Der Holzgeschnitzte “Platz-Jabbeck” reißt bei jedem Stundenschlag sein Maul auf und streckt die Zunge raus.

Drei von 12 Stadttoren sind noch erhalten: das Severinstor, das Eigelsteintor und das Hahnentor (erbaut von 1180 – 1220).
Einstmals war die mittelalterliche Stadtmauer die größte im Römischen Reich Deutscher Nation. Die Anlage mit Wall, Graben und Mauer brachte es auf stolze 7,5 km.
12 Torburgen, 52 Wachtürme und nochmal 12 Tore zum Flussufer gab es!

4711, vier Ziffern, die man kennt. Die Geschichte des Duftwasser oft nicht; hier die Kurzfassung: Zum Hochzeitstag von Wilhlem Mühlens und seiner Braut bekamen sie vom Karthäusermönche eine Rezeptur geschenkt.
Mit der französischen Besatzung wurde das “aqua mirabilis” zum “Eau de Cologne”. So nannten die französischen Soldaten das Mitbringsel in die Heimat. Auch das 4711 ist den Franzosen zu verdanken.
Es wird erzählt, dass der französische Stadtkommandant vom Dom ausgehend alle Häuser nummeriert haben wollte. Das Haus in der Glockengasse war die 4711. Damals war das Wasser noch ein medizinisches Heilmittel. Aber mit einer Verordnung der Besatzungsregierung, alle medizinischen Rezepturen rauszugeben, deklarierte der findige Geschäftsmann das Produkt um in ein Duftwasser.
Im 19. Jhd. begann der Siegeszug um die Welt und noch heute wird es in über 50 Länder geliefert.
Das Gebäude in der Glockengasse ist zu besichtigen!

Die Hohenzollernbrücke bietet nicht nur einen tollen Blick auf den Dom bei Tag und Nacht, sondern ist selbst ein Schmuckstück. 1907 bis 1911 erbaut und anfangs nur bestehend aus zwei Eisenbahn- und einer Straßenbrücke zur Rheinüberquerung. 1945 wurde noch eine Dritte Eisenbahnbrücke angefügt. Anstatt der Straßenbrücke wurden Geh-und Radwege außen angebaut.
Die Bogenbrücke ist über 400 Meter lang und knapp 30 Meter breit.
Seit dem Sommer 2008 werden immer wieder von Frischverliebten als Symbol der ewigen Liebe gravierte Vorhängeschlösser angebracht. Wie es ausschaut, werden diese nun doch nicht entfernt.

Gleich nach der Brücke liegt der Hauptbahnhof, der mit den Kölner Domplatz einfach gut zusammenpasst. Dort tummelt sich das pralle Leben und Cafés und andere Einrichtungen laden zum Verweilen ein.

Gesehen haben sollte man auch das Rheinenergie-Stadion, das früher den Namen Mügersdorfer Stadion trug.
Es ist nicht nur Heimat des 1. FC Kölns, sondern auch Musikarena, die schon von den Rolling Stones, Robbie Williams, AC/DC oder Grönemeyer beehrt wurde.

Eine weitere Attraktion in Köln ist sicherlich die Kölner Seilbahn über den Rhein. Die Aussicht von dort oben ist grandios und an den vier Samstagen im August 2010 gibt es sogar Nachtfahrten. Besonderes Highlight sind die drei von Wolfgang Niedecken gestalteten Gondeln. Sie sind wahre Kunstwerke. Vom 20. März bis 7. November fährt die Seilbahn täglich zwischen 10 und 18 Uhr.

Geschichte Kölns

  • um 50 n. Chr. zur Stadt erhoben; von der Gattin Claudius, die am Rhein geboren wurde.
  • um 80 n. Chr. schon besaß Köln das längste Aquädukt mit der Eifelwasserleitung
  • 455 eroberten die Franken Köln; die bis dahin römische Stadt wurde Teil des selbständigen fränkischen Teilkönigreiches.
  • Zur Merowingerzeit war Köln Residenzstadt.
  • ab dem 10. Jhd. sorgten viele Stiftsgründungen für den romanischen Kirchenbau, somit kam zur politischen Bedeutung Kölns noch die geistliche Bedeutung.
  • Deren Höhepunkt war 1164 die Überführung der Gebeine der Heiligen Drei Könige aus Mailand nach Köln.
  • 1180 bis 1225 wurde die mächtige Stadtmauer mit 12 Toren, 52 Mauertürmen, 16 Pforten gebaut. Damit übertraf sie die von Paris. Köln war im Hochmittelalter die größte Stadt Deutschlands.
  • Den Dreißigjährigen Krieg überstand Köln unbeschadet; die Stadt kaufte sich sozusagen frei durch Geldzahlungen and die heranziehenden Truppen. Auch verdiente sich Köln eine goldene Nase mit der Produktion von Waffen und dem Handel.
  • 1794 endete die Zeit der freien Reichsstadt Köln. Der Versuch neutral zu bleiben scheiterte mit dem Einmarsch der Franzosen am 6.10.1794.
  • 1815, nach den Befreiungskriegen wurden die Stadt Köln und das Rheinland laut Wiener Kongress Teil des Königreiches Preußen.
  • 1880 wurde der Kölner Dom fertiggestellt auf Drängen des Königs von Preußen.
  • 1917 wurde Konrad Adenauer erstmals Oberbürgermeister Kölns. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 musste er Köln verlassen. In seine Regierungszeit fällt die Ansiedlung der Ford-Werke.
  • Köln litt sehr unter dem Zweiten Weltkrieg. Viele Zerstörungen veränderten das Stadtbild erheblich.
  • 1962 besuchte Charles de Gaulle Köln
  • 1963 besuchte John F. Kennedy  Köln
  • 1968 wurde eine Teilstrecke der neuen U-Bahn freigegeben.
  • 1977 wurde im Deutschen Herbst der Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer von der RAF entführt.
  • 1980 wurde der Fernmeldeturm “Colonius” fertig.
  • 1980 und 1987 kam Papst Johannes Paul II. in die Stadt.

Museen in Köln

Das Römisch-Germanische Museum ist wohl am bekanntesten. Es zeigt besondere Werke wie z. B. das römische Mosaik mit Szenen des Dionysos um 220/230 n. Chr. und der rekonstruierte Grabbau des Legionärs Poblicius (40 n. Chr.).
Viele archäologische Funde der Stadt Köln sind in Ausstellungen zu finden. Die weltgrößte Sammlung römischer Glaskunst sowie Schmuck aus dem frühen Mittelalter sind auch dort beherbergt.

Das Schokoladenmuseum zeigt die 3000 jährige Geschichte rund um das Süße. Vom Kakaoanbau bis zur Schokotafel wird alles gezeigt. Von den Ursprüngen in Amerika bis zum Industrieprodukt werden alle Aspekte der Schokolade gezeigt.

Nachdenklicher geht es im NS-Dokumentationszentrum zu. 1988 von der Stadt Köln ins Leben gerufen, ist es heute eine bundesweit anerkannte Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus. Auch ist dieses Zentrum eine Bildungsstätte und Lernort.
Untergebracht im EL-DE-Haus, das von 1935 bis 1945 Zentrale der Geheimen Staatspolizei war, und einem Hausgefängnis im Keller. Im Zellentrakt ist eine Gedenkstätte eingerichtet. Dort kann man erahnen, welche Angst und welcher Schrecken dort geherrscht haben müssen.
Eine Dauerausstellung ist auf zwei Etagen untergebracht. Wechselnde Sonderausstellungen gibt es auch.
Führungen werden altersgerecht angeboten!

1888 wurde bereits das Museum für angewandte Kunst gegründet. Es beherbergt eine riesige Sammlung angewandter Kunst vom Mittelalter bis heute. Auch eine Sammlung von Design (ab 1900) ist zu sehen. Rundgänge durch Räume unterschiedlicher Epochen, die mit diversen Exponaten gefüllt sind wie Möbel, Teppiche, Tisch- und Tafelkultur. Kleinplastiken, Luxusartikel und Gerätschaften runden die Geschichte der Lebensräume ab.

Öffentliche Verkehrsmittel in Köln

Viel U-Bahnnetz, auch oberirdisch als Straßenbahn, ein vielseitiges Busnetz und Nachtbuslinien lassen einen Köln bequem und  flexibel erobern.

Neben klassischen Einzeltickets gibt es auch 4er Tickets, die von mehreren Personen genutzt werden können sowie Wochentickets. Tagestickets gibt es für Singles und bis zu 5 Personen.

Gastronomie in Köln

Deftig und bodenständig mit Kölsch, Fritten rut-wieß, Halve Hahn, Flönz oder Hämchen.
Übersetztung: Bier, Pommes rot-weiß, Roggenbrötchen mit Käse, Blutwurst mit Zwiebeln und Haxe vom Schwein.

Kulinarisch ist natürlich auch international alles zu finden. Cafés und Brauhäuser vor allem in der Innenstadt in großer Auswahl.

Zoo, Therme & Baden

Das Thermalbad Claudius im Kölner Rheinpark ist eines der schönsten in Europa. Tolle Architektur in Anlehnung an die Badetradition der Römer liegt es im traumhaft schönen Park am Rhein eingebettet.

Für Junge, die viel Spaß haben wollen ist das Aqualand genau richtig. Kinderprogramme gibt es viele, auch Schönheitspflege wird angeboten.

Der Kölner Zoo bietet wirklich viel. Thementage und Themenabende gibt es: z. B. Nachtexpedition für Kinder, Zoo am Abend mit “Regenwald”.
Es gibt einen Elefantenpark, ein Regenwaldhaus, ein Urwaldhaus, Pavianfelsen und das Hippodrom. Diese afrikanische Flusslandschaft ist unglaublich: vom  Flusspferd bis zum Nilkrokodil alles da.

Messe Köln

August 2010

  • gamescorn

September 2010

  • Gartenmesse “spoga+gafa”
  • intern. Fachmesse für Pferdesport “spoga horse”
  • Kind + Jugend
  • photokina

Oktober 2010

  • Intermot
  • Globe Welt – outdoor/travellfestival cologne

November 2010

  • TrauDich, die Hochzeitsmesse
  • Haus & Wohnen
  • Cologne fine arts & anitques
  • mein Steckenpferd, die Messe rund ums Hobby
  • Modellbahn und Kölner Echtdampftreffen

Ausflüge in die Umgebung

Freilichtmuseen in Kommern, Lindlar und ein archäologischer Park in Xanten bieten sich an.

Rheinschifffahrten als klassischer Ausflug mit vielen Angeboten innerhalb Kölns oder auch bis Düsseldorf.

Entweder zu Fuß oder mit der Drachenfelsbahn auf den gleichnamigen Berg. Ein Abstecher ist auch noch möglich zur Nibelungenhalle.

Auch der Flughafen Köln/Bonn ist einen Ausflug wert.

Erlebnisse auf dem Bauernhof gibt es in Neus-Selikum und auf dem Krewelshof in Lohmar.

Auch kann man von Köln aus Moseltrips buchen; bereits als Wochenendausflug.

Flandern liegt auch nahe, warum also nicht mal unsere Nachbarn in Belgien besuchen?
Auch zur Nordseeküste in den Niederlanden ist es nicht weit.


Jul 29 2010

Weimar

Tag: Thüringenadmin @ 15:51

Die kreisfreie Stadt Weimar in Thüringen ist vor allem für ihr kulturelles Erbe bekannt.

Sehenswürdigkeiten in Weimar

Eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Weimars ist sicherlich das Wohnhaus Goethes, in dem er fast 50 Jahre lang gewohnt hat. Das im Stil des Barock erbaute Haus wurde nach Wünschen Johann Wolfgangs von Goethe umgebaut. Heute ist es zu besichtigen und weitgehend in dem Zustand belassen, in dem es sich in Goethes letzten Lebensjahren befand.

Und auch Schiller verbrachte seine letzten drei Lebensjahre in Weimar. Das Bürgerhaus in dem er lebte und in dem Dramen wie Messina oder Wilhelm Tell entstanden ist heute mit dem noch teilweise originalen Inventar zu sehen.

Nachdem das Rathaus Weimars im Laufe seiner Geschichte zweimal abgebrannt ist, ist heute der neugotische Bau aus dem Jahre 1841 zu sehen. Neben den Amtsräumen des Oberbürgermeisters befindet sich hier auch das Hochzeitszimmer des Standesamtes. Die Glocken des Glockenspiels im Turm sind aus Meißener Porzellan.

Das Deutsche Nationaltheater in Weimar ist Nachfolger des Weimarer Hoftheaters, an dem auch Goethe Direktor war. Der 1908 fertig gestellte neoklassizistische Bau wurde mehrfach umgebaut und auch wichtige politische Veranstaltungen fanden hier statt. Hier wurde auch die Weimarer Republik gegründet. Heute befinden sich hier das bedeutendste Thüringer Theater und die Staatskapelle Weimar. Auf dem Theaterplatz befindet sich das Goethe-Schiller-Denkmal von Ernst Rietschel aus dem Jahre 1857. Kopien des Denkmals stehen in Cleveland, Milwaukee, San Francisco und Shanghai.

Das eindrucksvolle im Barockstil erbaute Fürstenhaus diente der Fürstenfamilie nach dem Brand des Schlosses zeitweise als Wohnung. In dem ursprünglich als Verwaltungsgebäude errichteten Bau befindet sich heute die Hochschule für Musik.  Vor dem Fürstenhaus ist das Reiterstandbild Carl Augusts zu sehen.

Im Cranachhaus hatte Lucas Cranach der Ältere seine Malerstube und arbeitete an dem dreiflügligen Altarbild für die Stadtkirche. Das Gebäude ist mit Säulen, Muschelnischen und Rundbögen verziert und beherbergt heute eine Kleinkunstbühne.

Das prächtige Stadthaus im Stil der Frührenaissance wurde nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zerstört. Bei der Restaurierung zwischen 1968 und 1971 wurde die Fassade wieder hergestellt, der Rest des Gebäudes ist aber modern.

Auch Goethes Freundin und Vertraute, Charlotte von Stein lebte 50 Jahre bis zu ihrem Tod im Jahre 1827 in Weimar. In dem Haus in dem sich bis 1794 auch noch die Pferdeställe der herzoglichen Husaren befanden, befindet sich heute das Goethe-Institut Weimars.

Von Ferdinand von Streichhan im Stil der Neorenaissance erbaut, von den Nationalsozialisten als Gefängnis genutzt, beherbergt der Marstall heute das Thüringische Hauptstaatsarchiv.

Der Henry-van-de-Velde-Bau war 1919 Gründungsort des Bauhauses und ist einer Der bedeutendsten Kunstschulbauten der Jahrhundertwende.

Das erste Weimarer Dichterdenkmal war das Herder-Denkmal von Ludwig Schaller auf dem Herderplatz. Es wurde zum 106. Geburtstag des Philosophen und Theologen (1744-1803) aufgestellt.

Auch Wieland, Liszt und Shakespeare sind in Form von Denkmälern in Weimar zu sehen.

Die Buchenwald-Plastik von Fritz Cremer ist Teil der Mahnmalanlage Buchenwald und entstand zwischen 1954 und 1958. Das ehemalige Konzentrationslager sollte auf keiner Tour durch Weimar fehlen.  Zwischen 1937 und 1945 starben hier mehr als 50.000 Menschen.

In der Stadtkirche St. Peter und Paul in Weimar ist der berühmte dreiflüglige Altar von Lucas Cranach dem Älteren zu sehen, an dem er in seinem letzten Lebensjahr 1552 gearbeitet hat. Das Werk wurde von seinem Sohn beendet. Die Kirche ist eine spätgotische dreischiffige Hallenkirche und trägt den Beinamen Herderkirche.  Kirche und Herderhaus stehen auf der Welterbeliste der UNESCO.

Nach dem Vorbild des Domes in Florenz wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts die erste Katholische Kirche Weimars, die Herz-Jesu-Kirche erbaut.

Die Jakobskirche wurde 1713 an Stelle eines Vorgängerbaus errichtet. Ab 1728 war sie Garnisonskirche und nach dem Schlossbrand Hofkirche. Zur der Zeit als Napoleons Truppen in Weimar waren, war sie ein Lazarett.

In der Kirche von Denstedt befindet sich eine Orgel, auf der schon Liszt gespielt hat.

Und auch viele schöne Brunnen gibt es in Weimar. Der Gänsemännchenbrunnen wurde nach Vorbild des Nürnberger Gänsemännchenbrunnens erstellt.

Der Goethebrunnen war die erste gusseiserne Brunnenanlage der Stadt und auf dem Neptunbrunnen steht die dritte Nachbildung des original Neptuns. Ursprünglich stand dort allerdings das Wappentier Weimars, ein Löwe.

Weitere Brunnen sind der Donndorfbrunnen , der Löwenbrunnen, der Ildefonso-Brunnen, der  Herderbrunnen, der Geleitbrunnen, der Brunnen am Lesemuseum und der Bürgerschulbrunnen.

Geschichte Weimars

  • Im 5. Jahrhundert befand sich auf dem Gebiet Weimars eines der kulturellen Zentren  der Thüringer
  • 899 Weimar wird zum ersten Mal urkundlich als „Vvigmara“ erwähnt
  • 1002 Kaiser Otto III. war mit der Belagerung der Burg des Grafen von Weimar nicht erfolgreich
  • 1254 erstmals urkundlich als Stadt bezeichnet: „in civitate nostra Wimare“
  • 1424 durch ein Feuer wurden große Teile der Stadt und die Burg vernichtet
  • 1552 Lucas Cranach der Ältere kommt in die Stadt zusammen mit Johann Friedrich des Großmütigen der sie zu seiner Residenz wählt
  • 1708-1717 Johann Sebastian Bach ist in Weimar
  • 1775 Herzog Carl August übernimmt die Regentschaft von seiner Mutter Herzogin Anna Amalia und lädt Goethe nach Weimar ein
  • 1799 Friedrich Schiller kommt nach Weimar
  • 1848-1961 Franz Liszt wirkt in Weimar
  • 1846 Eisenbahnanschluss nach Halle und Erfurt
  • 1919 Gründung der Weimarer Republik und des Bauhauses
  • 1937 das Konzentrationslager Buchenwald wird errichtet
  • 2004 beim Brand in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek werden etwa 50.000 alte Bücher vernichtet

Veranstaltungen und Kultur in Weimar

Veranstaltungen

  • 20. August-12. September 2010 – Kunstfest Weimar
  • 26.-29. August 2010 – Weinfest, es wird rund um den Geburtstag Goethes gefeiert
  • 4.-5. September – Töpfermarkt mit Töpfern aus ganz Thüringen
  • 24. September-10. Oktober 2010 – Güldener Herbst 2010 mit alter Musik auf originalgetreuen Instrumenten
  • 8.-10. Oktober 2010 – Zwiebelmarkt, das größte Volksfest Thüringens und ein Stück Stadtgeschichte
  • 4.-5. Dezember2010 – Adventsmarkt Bienenmuseum, ein Geheimtipp für Kenner
  • 25. Novenber-22. Dezember 2010 Weimarer Weihnachtsmarkt

Museen

Natürlich sind Goethes Wohnhaus, sein Gartenhaus und Schillers Wohnhaus heute Museen.

Im Bauhausmuseum kann man alles über die Entstehung des Bauhauses und die frühen Arbeiten erfahren.

Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek dürfte besonders für Bücherfreunde interessant sein. Aber auch für andere ist besonders der weltberühmte Rokokosaal interessant. Da die tägliche Besucherzahl begrenzt ist, sind Reservierungen ratsam. Kartenbestellung unter: Tel: 03643-5454-01 oder -02 oder info@klassik-stiftung.de

Das Neue Museum Weimar beherbergt zeitgenössische Kunst in einem Neorenaissance-Bau.

Das Wittumspalais wurde nach dem Brand des Schlosses zum Witwensitz und zur Stadtwohnung Herzogin Anna Amalias. Heute ist es ein wichtiges Dokument adliger Wohnkultur.

Franz Liszt wohnte zwischen 1869 und 1886 in der ehemaligen Hofgärtnerei, heute befindet sich dort das Liszt-Museum.

Neben dem Lagergelände des Konzentrationslagers sind in der Gedenkstätte Buchenwald auch vier ständige Ausstellungen zu besichtigen.

Bäder und Thermen in Weimar

Neben der Schwanseebad Schwimmhalle und dem Freibad gibt es noch die Avenida-Therme in Hohenfelden www.avenidatherme.de und die Toskana-Therme in Bad Sulza www.toskanaworld.net.

Gastronomie in Weimar

Acht der vierzig besten Restaurants Thüringens befinden sich in Weimar. Zu empfehlen ist sicher das „Anna Amalia“. Aber auch die typischen Weimarer Spezialitäten wie Weimarer Zwiebel- und Speckkuchen, Zwiebelsuppe, Klöße und Bratwurst wollen probiert werden. Und wer hat nicht schon von der Thüringer Rostbratwurst gehört.

Öffentliche Verkehrsmittel in Weimar

Mit der weimarCard haben Sie nicht nur freie Fahrt in den Verkehrsmitteln des öffentlichen Nahverkehrs, sondern auch Ermäßigungen in Museen, Theater, bei Stadtführungen und Kirchenführungen. Die weimarCard gibt es an Verkaufsstellen der Verkehrsbetriebe, bei der Tourist-Information und in Hotels in Weimar. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Weimar

Wer auf Goethes Spuren wandern möchte kann dies auf dem Goethewanderweg zwischen Weimar und Großkochberg. Goethe ging diese 28 Kilometer lange Strecke oft, wenn er Charlotte von Stein dort besuchen wollte.

Der Thüringer Drei-Türme-Weg ist 26 Kilometer lang und führt durch das Mittlere Ilmtal. An verschiedenen Stellen kann man auch die Ilmtalbahn nutzen. Der 125 Kilometer lange Ilmtal-Radweg ist der beliebteste Thüringens. Er führt vom Rennsteig im Thüringer Wald bis zur Mündung bei Großheringen.

Nur zwei Kilometer lang ist der Maria-Pawlowna-Promenaden-Weg, auf dem sie trockenen Fußes von Schloss Tiefurt nach Schloss Kromsdorf gelangen konnte.


Jul 22 2010

Frankfurt an der Oder

Tag: Brandenburgadmin @ 17:33

Die Geburtsstadt Heinrich von Kleists, Frankfurt an der Oder liegt im östlichen Brandenburg nahe der polnischen Grenze.

Sehenswürdigkeiten in Frankfurt (Oder)

Mit dem Bau der ehemaligen Hauptpfarrkirche St. Marien wurde 1253 im Stil der norddeutschen Backsteingotik begonnen. Die im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Kirche wird seit 1979 rekonstruiert und nachdem aus Beständen russischer Beutekunst auch 111 mittelalterliche Bleiglasfenster zurückgegeben wurden, werden auch diese wieder eingebaut. Genutzt wird die Kirche heute für Veranstaltungen.

Erst 1432 von den Hussiten und dann 1631 von den Schweden zerstört wurde die St. Gertraud Kirche, die bereits 1368, als Kapelle der Gewandschneider außerhalb der Stadtmauern gelegen, erbaut.

Ehemals ein dreischiffiger Backsteinbau wurde die Kirche ab 1874 in neogotischer Form wieder aufgebaut.
Ende des 13. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Franziskaner Klosterkirche begonnen. Im Laufe der Zeit wurde sie erst zur Garnisonskirche und später zur Konzerthalle „Carl Philipp Emanuel Bach“.

Der in seinem Ursprung älteste Steinbau der Stadt, die Friedenskirche St. Nikolai, existierte bereits zur Stadtgründung im Jahre 1253. Nachdem die Marienkirche die Hauptkirche der Stadt geworden war und die Gottesdienste in die Franziskaner Klosterkirche verlegt worden waren, wurde die Nikolaikirche in ihrer Geschichte als Kornhaus, Heuschuppen, Pulvermagazin, als Krankenhaus und Gefängnis genutzt. Heute ist sie das „Ökumenische Europa-Zentrum“.

Sehenswert in Frankfurt an der Oder ist auch die Reliefwand „Geschichte der Alten Universität“ am Rande des Linnéparks. Die rund 10 Meter lange Sandsteinwand wurde von Walter Kreisel geschaffen. Neben dem nachempfundenen Portal der Universität zeigt die Mauer die Porträts alter Professoren der Universität.

Ebenfalls sehenswert sind die 1975 eingebauten Bronzetore, die die Eingangstüren zur Konzerthalle bilden. Von Axel Schulz gestaltet, ist das eine ein heiteres, das andere der 2,90 Meter hohen Tore ein ernstes Tor.

Eine nach 1253 erbaute ehemalige Kaufhalle mit Ratsstube und Gerichtslaube ist das heutige Rathaus Frankfurts. Zwischen 1607 und 1609 wurde es im Stil der Renaissance umgebaut und von 1911 bis 1913 nach Plänen von Fritz Beyer erweitert. Das im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Gebäude wurde ab 1950 mit den Einnahmen aus einer Lotterie wieder aufgebaut.

Die ältesten Bürgerhäuser Frankfurts an der Oder befinden sich an der Ecke Oderstraße und Forststraße. Ehemals als mittelalterliche Massivbauten entstanden und mehrfach umgebaut, sind sie heute vorwiegend klassizistisch gestaltet.

Rund 100 Jahre lang wurde der 1855 errichtete Gasometer der Stadt. Heute wird das unter Denkmalschutz stehende Gebäude nicht mehr genutzt und 2005 wurde auch der Teleskopgasbehälter entfernt.

Die Friedensglocke aus dem Jahre 1953 wurde von der damaligen CDU der DDR zur Erinnerung andie Unterzeichnung des Oder-Neiße-Friedensvertrages gestiftet und wird jedes Jahr am 1. September, dem Weltfriedenstag, geläutet.

Die Exerzierhalle in der Logenstraße wurde zwischen 1879 und 1882 errichtet und war Teil des Kasernenkomplexes des Frankfurter Leibgrenadierregiments König Friedrich Wilhelm III. Ab 1940 war darin eine öffentliche Küche mit Speisesaal für 1.200 Personen eingerichtet und nach 1945 wurde das Gebäude um rund ein Drittel gekürzt. Leider wurde es so häufig verputzt und überstrichen, dass die historische Fassade nicht mehr zu sehen ist.

Zwischen 1739 und 1742 als Pfarrhaus nach Plänen des Baudirektors Hedemann im Stil des Spätbarocks erbaut beherbergt das Doppelpfarrhaus heute das Stadtarchiv.

Geschichte Frankfurts (Oder)

  • Um 1226 Gründung der Stadt von fränkischen Kaufleuten, Markt- und Niederlagsrecht
  • 1253 mit eigenen Schiffen befahren Kaufleute aus Frankfurt die Ostsee
  • 1341/1350 Widerstand gegen Bischof von Lebus, der über die wohlhabende Stadt herrschen möchte
  • 1348 Frankfurt öffnet Markgraf Ludwig die von Kaiser Karl IV. belagerte Stadt und sicher ihm die Mark
  • 1502 erster Buchdruck
  • 1430 bis circa 1500 Mitglied der Hanse
  • 1506 Eröffnung der ersten brandenburgischen Landesuniversität
  • 1631 Frankfurt wird von den Schweden eingenommen
  • 1662 Frankfurt an der Oder wird als „Haupt- und Handelsstadt“ erwähnt
  • 1685 Ansiedlung von Hugenotten mit neuen Gewerbezweigen nach dem „Edikt von Potsdam“
  • 1697 bis 1699 der komplette babylonische Talmud wird in der Stadt zum ersten Mal in Deutschland gedruckt
  • 1777 Heinrich von Kleist wird in Frankfurt an der Oder geboren
  • 1811 Schließung und Verlegung der Universität nach Breslau
  • 1815 Sitz der Regierung des Regierungsbezirks Frankfurt und des Oberlandesgerichts
  • 1842 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Berlin-Frankfurt
  • 1855 das Gaswerk nimmt seinen Betrieb auf
  • 1874 das Wasserwerk wird eröffnet
  • 1898 Inbetriebnahme von Elektrizitätswerk und elektrischer Straßenbahn
  • 1945 die Innenstadt wird fast vollständig zerstört, nach dem Potsdamer Abkommen wird Frankfurt zur Grenzstadt und die ehemalige Dammvorstadt zur polnischen Nachbarstadt Słubice
  • 1951 der Wiederaufbau beginnt in der Bahnhofstraße
  • 1991 Gründung der „Europa-Universität Viandrina Frankfurt (Oder)“

Veranstaltungen und Kultur in Frankfurt  (Oder)

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Seit 2001 Oderturmlauf
  • Seit 1966 Frankfurter Festtage der Musik
  • Jährlich Ende Mai/ Anfang Juni Theaterfestival der Europauniversität Viandrina
  • Seit 1992 Kleist-Festtage im Oktober
  • Seit 2003 Europäisches Festival für Lied-Weltmusik „transVOCALE“ in Frankfurt (Oder) und Słubice
  • Jedes Jahr am zweiten Wochenende im Juli Hansestadtfest „Bunter Hering“

Museen

In der ehemaligen Garnisonsschule wurde 1969 das Kleist-Museum eingerichtet. Rund 250 Dokumente geben Auskunft über Leben und Werk Kleists. Außerdem beherbergt das Museum die umfangreichste Kleist-Sammlung.

Kunst aus dem Osten Deutschlands wird in über 11.000 Werken im Museum Junge Kunst ausgestellt. Sowohl im Rathaus als auch im PackHof des Museums in der C.-Ph.-E.-Bach-Straße.

Das kulturhistorische Museum Frankfurts ist das Museum Viadrina im Junkerhaus, das als eines der wenigen Gebäude der Innenstadt im Zweiten Weltkrieg verschont blieb. Es ist heute ein wertvolles barockes Baudenkmal.

Wildpark und ein Winterquartier für  Fledermäuse in Frankfurt (Oder)

Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Wildpark im Stadtwald. Auf rund 16 Hektar Fläche können Besucher verschiedene Tiere naturnah erleben. Neben einer Teichlandschaft gibt es auch ein Streichelgehege und eine kleine Imkerei.

Ein Winterquartier für etwa 2.000 Fledermäuse befindet sich im Zentrum der Stadt in einer 1950 stillgelegten Brauerei. Unter den mehr als 30 Arten ist hier auch das Große Mausohr zu finden. Aber auch seltene Tiere wie die Teichfledermaus oder die Große und Kleine Bartfledermaus überwintern hier.

Gastronomie in Frankfurt (Oder)

Hier finden Sie Informationen zur Gastronomie in Frankfurt und Słubice.

Öffentliche Verkehrsmittel in Frankfurt (Oder)

Natürlich gibt es in Frankfurt auch Tagestickets für den öffentlichen Nahverkehr. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Messetermine in Frankfurt (Oder)

  • 08.-10. Oktober 2010 – JOB&KARRIERE, 2. Fachmesse für Beruf und Qualifizierung
  • 08.-10. Oktober 2010 – ODERLAND, 21. Frankfurter Herbstmesse
  • 19.-21. November 2010 – aktiv+gesund, 6. Messe für Fitness, Wellness & Gesundheit
  • 19.-21. November 2010 – Weihnachten, 6. Deutsch-Polnische Weihnachtsmesse
  • 19.-21. November 2010 – Food&Taste, 5. Internationale Lebensmittelmesse

Mehr Informationen zu den Messen und Veranstaltungen unter www.muv-ffo.de.

Ausflugsziele in der Nähe von Frankfurt (Oder)

Natürlich ist die Partnerstadt Słubice auf der anderen Seite der Oder einen Besuch wert.
Weitere Ausflugsziele sind der Oderbruch, die Seelower Höhen, das Fort Gorgast, Falkenhagen und Neuhardenberg im Norden. Im Süden Müllrose, Eisenhüttenstadt, das Zisterzienserkloster Neuzelle oder Beeskow. Im Westen Fürstenwalde, Bad Saarow am Scharmützelsee , Wendisch Rietz am Scharmützelsee und Storkow.  Im Osten Polen mit dem Zisterzienserkloster Paradyż, Burg Meseritz (Międzyrzecz), die Johanniterburg in Sonnenburg (Słonsk), Łagow, der Ostwall und das Jäger- und Anglerparadies Kreis Krosno (Crossen).


Jul 15 2010

Leipzig

Tag: Sachsenadmin @ 20:13

Leipzig liegt im Nordwesten des Freistaates Sachsen und ist die bevölkerungsreichste Stadt der neuen Bundesländer. Zusammen mit Halle (Saale) bildet Leipzig einen Ballungsraum.

Sehenswürdigkeiten in Leipzig

Sicherlich eines der schönsten Renaissancebauwerke Deutschlands ist das Alte Rathaus in Leipzig. Heute ist in ihm das Stadtgeschichtliche Museum untergebracht. Gebaut wurde es 15556/57 von Hieronymus Lotter. Beachtenswert ist die Tatsache, dass die Front nach dem Prinzip des Goldenen Schnitts aufgebaut ist.

Ebenfalls ein Werk Lotters sind die Alte Waage am Marktplatz, die Moritzbastei sowie Teile der Stadtbefestigung. Die Moritzbastei errichtet zwischen 1551 und 1554 galt lange als uneinnehmbar, wurde aber im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden überrannt.

Durch die lange Tradition Leipzigs als Messestadt sind in der Innenstadt noch prachtvolle Kaufmannshäuser mit ihren charakteristischen Passagen erhalten. Der älteste dieser Handelshöfe ist Barthels Hof. Hauptsächlich der Ausrichtung von Handelsmessen dienten Specks Hof und Stenzlers Hof, die beide restauriert sind. Die nach mailändischem Vorbild zwischen 1912 und 1914 entstandene Mädlerpassage ist wohl die schönste Passage Leipzigs und befindet sich auf dem ehemaligen Gelände von Auerbachs Hof, einem weiteren der damaligen Handelshäuser.

Die Alte Börse in Leipzig ist ein Gebäude im Barockstil und diente in seinen Anfängen der Kaufmannschaft der Stadt als Versammlungsort. Weitere sehenswerte Barockgebäude sind das Fregehaus, das Romanushaus, das Königshaus und das am Stadtrand gelegene Gohliser Schlösschen.

Auch gibt es in Leipzig Gebäude, die an berühmte Personen erinnern und deren Aufenthalts- oder Wirkungsstätten waren. Östlich der Innenstadt gelegen ist das Mendelssohnhaus, in dem Felix Mendelssohn Bartholdy bis zu seinem Tod lebte, und in Gohlis gelegen das Schillerhaus, in dem Friedrich Schiller an der „Ode an die Freude“ gearbeitet haben soll.

Ein bekanntes Wahrzeichen Leipzigs ist das Völkerschlachtdenkmal, das ab 1898 errichtet wurde und an die Völkerschlacht von 1813 erinnert.

Das Reichsgerichtsgebäude (1888-1895) in Leipzig orientiert sich an der italienischen Renaissance und ähnelt so dem Reichstagsgebäude in Berlin.

Bekannt vor allem durch den berühmten Thomanerchor ist die Thomaskirche. In dem gotischen Bau aus dem 15. Jahrhundert wirkte auch Johann Sebastian Bach. Der Thomanerchor ist hier regelmäßig zu hören. Außerhalb der Ferienzeiten und Gastspielreisen am Freitagabend und Samstagnachmittag.

Die Nikolaikirche war Ausgangspunkt für die Montagsdemonstrationen in Leipzig, die unter anderem die Wende in der DDR einleiteten. Errichtet im romanischen Stil ab 1165 wurde sie im Spätmittelalter zur gotischen Hallenkirche umgebaut.

Die Russische Gedächtniskirche im Nowgoroder Stil wurde 1913 zur Erinnerung an die in der Völkerschlacht 1813 gefallenen Russen erbaut.

Geschichte Leipzigs

  • Ab dem 7. Jahrhundert gab es slawische Siedlungen
  • 1015 erstmals als „urbs Libzi“ in der Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg erwähnt
  • 1165 Verleihung der Stadtrechte durch Markgraf Otto dem Reichen
  • 1212 das Augustiner-Chorherrenstift St. Thomas wird gegründet
  • 1409 Gründung der Universität
  • 1497 Leipzig bekommt von Kaiser Maximilian I. das kaiserliche Messeprivileg und ab 1507 auch das Stapelrecht
  • 1539 Einführung der Reformation
  • 1632 König Gustav II. Adolf fällt in der Schlacht bei Lützen
  • 1813 Völkerschlacht bei Leipzig und Richard Wagner wird in der Stadt geboren
  • 1839 Eröffnung der Eisenbahnstrecke Leipzig-Dresden
  • 1989 Friedensgebete in der Nikolaikirche und Montagsdemonstrationen

Veranstaltungen und Kultur in Leipzig

Museen

Das Museum der bildenden Kunst in Leipzig zeigt knapp 60.000 Exponate aus der Zeit vom Mittelalter bis zur Moderne.

In der Galerie für Zeitgenössische Kunst sind Werke moderner und zeitgenössischer Kunst zu sehen.

Das Stadtgeschichtliche Museum im Alten Rathaus hat Nebenstellen im ältesten Kaffeehaus Deutschlands Zum Arabischen Coffe Baum, im Schillerhaus, im Sportmuseum Leipzig und im Völkerschlachtdenkmal.

Im Zeitgeschichtlichen Forum können Besucher sich über die Geschichte Deutschlands vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart informieren. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Geschichte der DDR.

Veranstaltungen

  • 01. Juli – 31. August 2010: Kultur unter freiem Himmel – Open Air-Veranstaltungen auf den Sommerbühnen Leipzigs
  • 07. – 17. Juli 2010: Bach-Wettbewerb
  • 12. Juli – 28. August 2010: Sommerkabarett
  • 06. – 15. August 2010: CLASSIC OPEN 2010 – Musik von Händel bis Jackson in der Innenstadt
  • 09. – 19. September 2010: Schumann-Festwoche  zum 200. Geburtstag von Robert Schumann
  • 16. – 22. September 2010: 10. Jugendfilmfestival LEoliese
  • 20. September – 03. Oktober 2010: Interkulturelle Wochen
  • 16. Oktober 2010: Leipziger Opernball

Zoo in Leipzig

Der Zoo Leipzig ist nicht nur einer der ältesten der Welt, sondern auch einer der artenreichsten. Neben der weltgrößten Menschenaffenanlage gibt es eine Löwensavanne, eine Lippenbärenschlucht, eine Tiger-Taiga, eine Afrika-Savanne und vieles mehr zu sehen. www.zoo-leipzig.de

Gastronomie in Leipzig

Am bekanntesten, vor allem auch durch Goethes Faust, ist Auerbachs Keller. Das historische Restaurant gibt es seit 1525. Hier gibt es neben bodenständiger sächsischer Küche historische Weinstuben und auch feine Küche für gehobene Ansprüche. www.auerbachs-keller-leipzig.de

Öffentliche Verkehrsmittel in Leipzig

Für Touristen zu empfehlen ist die Leipzig Card, denn mit ihr hat man nicht nur freie Fahrt bei den öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch Ermäßigungen bei Stadtrundfahrten, in Museen und vielem mehr.

Messetermine in Leipzig

Mehr als 800 Jahre Messe in Leipzig, am bekanntesten ist sicherlich die Leipziger Buchmesse im Frühjahr. Mehr Informationen zu Messen in Leipzig gibt es hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Leipzig

Im Leipziger Land kann man an acht Seen einer künftig über 70 Quadratkilometer großen Seenlandschaft schon jetzt Sport und Erholung erleben.
In Wäldern, Seen und Parks in der Region kann man wandern, radeln und reiten und Schlösser, Burgen, Herrenhäuser und Kirchen laden zur Besichtigung ein.
Im Oktober finden regelmäßig die Feiern zur Erinnerung an die Völkerschlacht statt.

Einen Ausflug wert sind auch die Dübener Heide, die Dahlener Heide, das Wurzener Land, die Muldenlandschaft bei Grimma, das Tal der Burgen oder das Saaletal.

Interessante Städte in der Nähe sind die Lutherstadt Wittenberg, Meißen, Dresden, Weimar und Erfurt.
Mehr dazu finden Sie hier.


Jul 08 2010

Halle (Saale)

Tag: Sachsen-Anhaltadmin @ 17:21

Sehenswürdigkeiten in Halle

Halle an der Saale ist die größte Stadt in Sachsen-Anhalt und liegt im Süden des Bundeslandes.

Außergewöhnlich sind die zwei Burgen die sich im Stadtgebiet Halles befinden. Die ältere Burg ist Burg Giebichenstein die oberhalb der Saale liegt, die jüngere ist die spätmittelalterliche Moritzburg am nordwestlichen Rand der Altstadt. Burg Giebichenstein war die erste an der Saale erbaute Burg und die Moritzburg ist die jüngste der Burgen an der Saale.

Abgesehen von der viertürmigen Marktkirche haben die Kirchen Halles keinen vollständigen Turm mehr. Die Marktkirche Unser Lieben Fraunen ist die jüngste der Kirchen (1529-1554) und gleichzeitig ein bedeutender spätgotischer Bau. Zusammen mit dem Roten Turm bilden ihre Türme das Wahrzeichen der Stadt.  Der Altar mit vier beweglichen und zwei festen Flügeln wurde 1529 von Simon Frank geschaffen, einem Schüler Lucas Cranach des Älteren. Ein Lünettenbild des Hallenser Malers Heinrich Lichtenfels, das Szenen der Apostelgeschichte zeigt, ist oberhalb des Altars zu sehen.  Die kleine Reichel-Orgel wurde 1663/1664 erbaut und ist die älteste in Mitteldeutschland. Auf ihr lernte bereits Georg Friedrich Händel das Orgelspielen.

Das älteste Kirchenbauwerk Halles ist der Dom, die ehemalige Klosterkirche der Dominikaner. Auch wenn Halle nie Bischofssitz war, wurde die Kirche schon immer als Dom bezeichnet, denn die Erzbischöfe von Magdeburg residierten lange als Landesherren in der Stadt.
Die spätgotischen St. Moritz Kirche kann mit der bedeutenden Sauer-Orgel  aus dem Jahr 1925 aufwarten. Außerdem befinden sich hier noch Steinskulpturen von Conrad von Einbeck. Die Renaissancekanzel aus dem Jahr 1592 ist ein Werk des Meisters Zacharias Bogenkrantz, der Schalldeckel ein Werk von Valentin Silbermann.

Die ehemalige St. Ulrich Kirche dient heute als Konzerthalle. Dort und in St. Georgen predigte August Hermann Francke.

Die 1870 errichtete Synagoge der Stadt Halle wurde während der Zeit des Nationalsozialismus zerstört. Heute dient die ehemalige Feierhalle auf dem jüdischen Friedhof als Synagoge.

Sehenswerte historische Bauwerke Halles sind auch die beiden großen Wassertürme. Der Wasserturm Nord (1897-1899) mit 54 Metern Höhe, aus rotem Werkstein und gelben Klinker, und der Wasserturm Süd (1927-1928) mit einer Höhe von 48 Metern.

Dadurch dass die Saale Halle in bis zu vier Armen parallel durchfließt sind sechs größere Inseln entstanden. So gibt es dann auch einige Brücken in der Stadt von denen die Geibichensteinbrücke im Norden, die Elisabethbrücke mit Magistralenbrücke in der Mitte und eine Brücke im Süden die wichtigsten sind.

Halle verfügt auch über bemerkenswerte Denkmale und Skulpturen. Die Betsäule von Halle ist ein gotischer Bildstock aus dem Jahre 1455, der Hallesche Roland stammt aus dem Jahr 1854, seine Geschichte geht aber bis ins Jahr 1245 zurück, auf dem Marktplatz steht ein Händel-Denkmal.

Am Marktplatz befindet sich auch der Rote Turm dessen Glockenspiel mit 76 Glocken weltweit das zweitgrößte ist. Auf dem Alten Markt ist der Eselsbrunnen, der an die hallische Sage erinnert, zu sehen. Der Hallmarkt war einst das Zentrum der Salzgewinnung Halles.

Geschichte Halles

  • 806 Bau eines Castellums zum Schutz der Salzquellen bei dem Ort Halla
  • Um 1120 wurden durch den Salzhandel und den damit verbundenen Reichtum Stadterweiterungen möglich
  • 1281 schriftliche Erwähnung Halles als Mitglied der Hanse
  • 1310 Selbstverwaltung der Stadt
  • 1418 Baubeginn des Roten Turms
  • 1478 Ende der städtischen Selbständigkeit
  • Bis 1680 Haupt- und Residenzstadt des Erzbistums Magdeburg, dann fällt Halle an das Kurfürstentum Brandenburg
  • 1541 Einführung der Reformation
  • 1625 Wallensteins Truppen besetzen die Stadt
  • 1694 Gründung der Universität
  • 1806 Napoleon besucht die Stadt und ordnet die Auflösung der Universität an
  • 1842 das Gefängnis Roter Ochse wird eröffnet
  • 1882 die ersten Pferdebahnen in Halle

Veranstaltungen und Kultur in Halle

Museen

Im Halloren Schokoladenmuseum können Besucher interessantes aus 3.500 Jahren Kakao- und Schokoladengeschichte und  natürlich der Schokoladenherstellung in Halle erfahren.

Die Voraussetzung für die Salzgewinnung in Halle war die sogenannte „hallesche Marktplatzverwerfung“. Alles darüber  lernen Besucher im Halloren- und Salinemuseum Halle.

Im Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt in der Moritzburg zeigt die Stiftung Moritzburg eine Sammlung der Klassischen Moderne. www.stiftung-moritzburg.de/

Das Landesmuseum für Vorgeschichte Sachsen Anhalt ist eines der wichtigsten Museen Mitteleuropas. Errichtet wurde das Gebäude von 1911-1913 nach Plänen von Wilhelm Kreis. Die Sammlung des Museums umfasst mehr als 10 Millionen Fundstücke die teilweise Weltgeltung besitzen. Seit 2008 ist auch der Teilbereich „Alt-, Mittel-, Jungsteinzeit, Bronzezeit“ wieder zugänglich. Er wurde vollkommen neu gestaltet. www.archlsa.de/

Nach 10 Jahren in Köln ist das Beatles-Museum seit 2000 in Halle. Es ist die größte öffentliche Beatles-Einrichtung auf der Welt und dokumentiert die Erfolgsstory der Gruppe. www.beatlesmuseum.net

Das Musikmuseum der Stadt Halle befindet sich seit 1948 im Geburtshaus Georg Friedrich Händels (1685-1759). Eine Ausstellung widmet sich seinem Leben und Werk. www.haendelhaus.de/de

Das Deutsch Bahn Museum in Halle wurde 2003 eröffnet.

Veranstaltungen

  • 21.08.2010 – Nacht der Kirchen
  • Letztes Wochenende im August – Laternenfest
  • 4./5.09.2010 – 9. Mitteldeutscher Marathon
  • 24.09.-26.09.2010 – Salzfest
  • 26.11.-23.12.2010 – Weihnachtsmarkt

Bäder und Zoo in Halle

Maya Mare Bade- und Sauna Paradies www.mayamare.de/

Naturbäder sind der Hufeisensee, der Heidesee und die Angersdorfer Teiche.

Der Zoo Halle nennt sich selbst den schönsten Bergzoo Deutschlands. www.zoo-halle.de/cms/index.php

Gastronomie in Halle

In Halle gibt es vier Flanier- und Kneipenmeilen. Die längst ist die Kleine Ulrichstraße mit zahlreichen Bars, Cafés, Restaurants und Kneipen.

Öffentliche Verkehrsmittel in Halle

Für Besucher eignet sich gut die Welcome Card, denn mit ihr hat man freie Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln und außerdem Ermäßigungen für Stadtführungen, Schiffstouren, Museumsbesuche, Freizeiteinrichtungen, Theater, Restaurants und mehr. Zu bekommen ist die Welcome Card unter anderem bei der Tourist-Information, Marktplatz 13, 06108 Halle.

Messetermine in Halle

Informationen zu Messeterminen in Halle finden Sie hier.

Ausflugsziele in der Nähe von Halle

Natürlich ist die Stadt Leipzig, die mit Halle zusammen einen Ballungsraum bildet einen Besuch wert.

Die Döldauer Heide kann auf der Bischofswiese mit Befestigungsanlagen und Hügelgräbern aus der Jungsteinzeit aufwarten.
Auf der Preisnitzinsel gibt es eine Parkeisenbahn, den Peißnitzexpress Halle (Saale), in der Saaleaue eine Galopprennbahn.


Jul 01 2010

Lübeck

Tag: Schleswig-Holsteinadmin @ 17:16

Sehenswürdigkeiten in Lübeck

Die Stadt Lübeck in Schleswig-Holstein ist vor allem bekannt für ihr Marzipan, aber auch sonst hat die Stadt viel zu bieten.

Das Wahrzeichen der Stadt und weltbekannt ist das Holstentor in Lübeck. Das spätgotische Gebäude ist neben dem Burgtor das einzige erhaltene Stadttor in Lübeck. Das Holstenturm besteht aus zwei Türmen, dem Süd- und dem Nordturm und einem Mittelbau. Erbaut wurde das Tor 1478. Dadurch dass das Holstentor mit seinen bis zu 3,5 Meter dicken Mauern auf moorigem Grund gebaut wurde, sank es trotz einer 7 Meter hohen Aufschüttung schon während des Baus im Bereich des Südturms ab. Man versuchte zwar die Neigung beim Bau der oberen Geschosse auszugleichen, aber das der Boden immer weiter nachgab, liegen heute die untersten Schießscharten mehr als einen halben Meter unter der Erdoberfläche.

Ein großer Teil der Altstadt ist heute ein Teil des UNESCO Weltkulturerbes und das Bild der Altstadt prägen sieben Kirchtürme, weshalb Lübeck auch „Stadt der sieben Türme“ genannt wird.

Die Marienkirche ist die drittgrößte Kirche Deutschlands und gilt als besonderes Beispiel kirchlicher Backsteingothik. Sie war einst die Kirche des Rates der Hansestadt Lübeck und hat das höchste Backsteingewölbe der Welt. Die beiden Türme haben eine Höhe von 125 Metern. 30 der 36 Glocken des Glockenspiels stammen aus der Katharinenkirche in Dresden und wurden vor dem Einschmelzen gerettet.

Der Dom ist die zweitgrößte Kirche Lübecks und wohl das älteste Baudenkmal der Stadt. Schon 1173 legte Heinrich der Löwe den Grundstein zu diesem gewaltigen Bauwerk. Schon 1230 war laut Überlieferung die dreischiffige Pfeilerbasilika im romanischen Stil fertiggestellt worden, wurde aber zwischen 1226 und 1335 zur gotischen Hallenkirche umgestaltet. Zahlreiche Kunstwerke heute im Dom zu sehen. Ein 17 Meter hohes Triumphkreuz von Bernt Notke  aus dem Jahre 1477, eine Lettnerverkleidung aus Eichenholz geschitzt, die ebenfalls von Bernt Notke stammt, mittelalterliche Altäre, ein Taufbecken von 1455, zahlreiche Bischofgrabplatten und noch einiges mehr.

Im Gegensatz zu der Kirche des Rates war die Aegidienkirche die Kirche der Handwerker und Kämmerer und wurde im 14. und 15. Jahrhundert erbaut. Sie verfügt über eine besonders wertvolle Ausstattung aus dem Barock und der Renaissance.

Die Petrikirche wurde zwischen 1227 und 1250 als dreischiffige romanische Hallenkirche erbaut und zwischen 1450 und 1519 zur fünfschiffigen Hallenkirche erweitert. Im Turm befindet sich ein Fahrstuhl, der Besucher auf die Aussichtsplattform in 50 Metern Höhe bringt. Von dort hat man einen wunderschönen Blick über Lübeck. Genutzt wird die Kirche seit 1987 für kulturelle Zwecke.

Die Katharinenkirche wurde zwischen 1300 und1370 als turmlose Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters erbaut und ist eine der bedeutendsten Backsteinkirchen Norddeutschlands. Während einer langen Zeit der Restaurierung wurde sie in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Die Kirche ist seit 1806 profaniert und heute sind in ihr bemerkenswerte Kunstschätze ausgestellt.

Die Jakobikirche wurde im Jahre 1334 als Kirche der Schiffer und Seefahrer fertiggestellt  und neben einer Gedenkstätte für auf See gebliebene Fahrensleute befindet sich in der nördlichen Turmkapelle auch das Wrack eines Rettungsbootes des 1957 im Atlantik untergegangenen Segelschulschiffes „Pamir“. Berühmt ist die Jakobikirche für ihre Orgelkonzerte.

Zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten Lübecks gehört sicher auch das Buddenbrookhaus in der Mengstraße 4. Von dem aus Marburg stammenden Kaufmann Johann Michael Croll wurde es 1758 erbaut und 1841 von Johann Siegmund Mann, dem Großvater von Heinrich und Thomas Mann gekauft. 50 Jahre lang war es im Besitz der Familie. Heute befindet sich hinter der historischen Fassade ein modernes Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum.

Zum Ende des Mittelalters wohnten viele Tagelöhner und Träger in winzigen Häusern, die Buden genannt wurden. Sie standen dicht an dicht auf Eckgrundstücken oder an den Rückseiten der Bürgerhäuser. Diese versteckten Wohnbereiche wurden Gänge oder Gangviertel genannt. Heute bestehen in Lübeck noch etwa 90 der ehemals 180 Gänge, die es zum Ende des 17. Jahrhunderts gab. Besonders viele Gänge gibt es in der Engelsgrube, deren Name nicht etwa auf Engel, sondern vielmehr auf die Engländer zurückgeht.

Reichtum und Frömmigkeit der Lübecker Bürger führten auch zum Bau des Heiligen-Geist-Hospitals, das 1286 vollendet wurde. Es ist die älteste Sozialeinrichtung Europas und auch eines der bedeutendsten Monumentalbauwerke des Mittelalters. Hier konnten 100 kranke Menschen aufgenommen werden, nach Erweiterungen auch mehr. Erst für die Krankenpflege wurde es später als Altenheim genutzt. Heute beherbergt es ein modernes Altenheim und in den Kammern des Langhauses und in der schön restaurierten Kirchenhalle finden regelmäßig Kunsthandwerker- und Weihnachtsmarkt, aber auch Einzelveranstaltungen, statt. In den Kellergewölben gibt es seit 1955 eine Weinstube die mit der Zeit zum Restaurant ausgebaut wurde.

Das Rathaus von Lübeck ist eines der schönsten und ältesten deutschen Rathäuser. Mit dem Bau wurde im Jahre 1230 begonnen und es wurde in den folgenden Jahrhunderten immer wieder verändert. Aus der Zeit nach 1350 stammt das spitzbogige Hauptportal mit den grün glasierten Backsteinen und auf den Bronzebeschlägen an den Türflügeln sind der Kaiser und die sieben Kurfürsten zu sehen. Einer der Beschläge ist noch ein Original aus dem 14. Jahrhundert, der zweite ein Nachguss. Freitreppe und Eingangshalle im neugotischen Stil stammen aus dem Jahre 1887.

Neben dem Holstentor und direkt an der Trave stehen die sechs Backsteingiebelhäuser, die als Salzspeicher für das über den Stecknitzkanal, den ältesten Kanal Deutschlands, von Lüneburg nach Lübeck gebrachte Salz. Das „weiße Gold“ wurde mit Segelschiffen dann weiter nach Skandinavien transportiert und diente vor allem in Schonen und Bergen zum Konservieren der Fische, die dann wiederum nach Mittel- und Westeuropa transportiert werden konnten.

Die Liste der Sehenswürdigkeiten Lübecks ließe sich beliebig erweitern, machen Sie doch einfach selber mal eine Reise in diese schöne Stadt und schauen Sie sich alles an.

Geschichte Lübecks

  • Um 1000 errichteten die slawischen Wenden „Liubice“ and der Mündung der Schwartau in die Trave
  • 1138 Zerstörung durch aufständische Slawen.
  • 1143 wird von Graf Adolf II. von Schauenburg an der Trave eine Kaufmannssiedlung gegründet
  • 1157 wird die Siedlung durch Feuer zerstört
  • 1159 Heinrich der Löwe gründet Lübeck neu
  • 1170-1180 es wird mit dem Bau der großen Kirchen begonnen
  • 1226 Lübeck bekommt die Reichsfreiheit von Friedrich dem II. verliehen
  • Um 1300 wird Lübeck Haupt der Hanse und 1358 findet in der Stadt der erste Hansetag statt
  • 1370 nach zwei Kriegen gegen Dänemark der Friede von Stralsund und Lübeck ist auf dem Höhepunkt seiner Macht
  • 1669 treten die letzten neun Städte der deutschen Hanse zum letzten Mal in Lübeck zusammen – Lübeck, Hamburg und Bremen tragen das Erbe der Hanse bis ins 21. Jahrhundert und bleiben Freie Hansestädte
  • 1806-1813 Lübeck unter französischer Besetzung
  • 1871 Lübeck ist selbständiger Bundesstaat
  • Ab 1900 entwickelt sich Lübeck zu einer Handels- und Industriestadt
  • 1937 durch das „Groß-Hamburg-Gesetz“ verliert Lübeck die Reichsfreiheit und kommt zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein
  • Ab 1949 erfolgt der Wideraufbau der im Krieg stark zerstörten Stadt
  • 1987 werden Teile der Lübecker Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe

Veranstaltungen und Kultur in Lübeck

Museen

Bekannte Museen Lübecks sind natürlich das Holstentor, das Buddenbrookhaus, das Günter-Grass-Haus, als Forum für Literatur und bildende Kunst und das Willy-Brandt-Haus, das über das Leben des Nobelpreisträgers und Politikers informiert.

  • St. Annen – Kunsthalle und Museum, zurzeit mit einer Ausstellung der Russin Natalja Gontscharowa
  • Drägerhaus/Behnhaus – in den zwei Kaufmannshäusern aus dem 18. Jahrhundert ist eine fantastische Kunstsammlung zu sehen
  • Burgkloster und Burgtor – das Burgkloster ist die bedeutendste mittelalterliche Klosteranlage in Norddeutschland
  • Museum für Natur und Umwelt – neben einer fantastischen Ausstellung ist hier auch ein Walskelett zu sehen

Veranstaltungen

  • 10. Juli-29. August 2010: Schleswig Holstein Musik-Festival – dieses Jahr mit Länderschwerpunkt Polen
  • 23. Juli-1. August 2010: Travemünder Woche – die schönste Regatta der Welt
  • 6.-15- August 2010: Duckstein-Festival – eine wunderbare Mischung aus Kunst, Kultur und Kulinarischem
  • 13.-15.- August 2010: Pinn & Pann – faszinierende Traditionssegler und Gaumenfreuden aus dem Meer in Travemünde
  • 20.-22. August 2010: Harley-Weekend-Lübeck
  • 21. August 2010: 1. Taschenlampenkonzert in Travemünde – swingendes und rockendes Abendkonzert für die ganze Familie
  • 20.-29. August 2010: Kino unterm Ostseehimmel in Travemünde – 10 Tage Kino unter freiem Himmel
  • 3.-7. November 2010:  52. Nordische Filmtage in Lübeck
  • 22. November-30. Dezember 2010: verschiedene Weihnachtsmärkte in Lübeck

Bäder und Thermen in Lübeck

Neben zahlreichen Frei- und Hallenbädern gibt es die Erlebnisbäder Holstein-Therme, www.holstein-therme.de, in Bad Schwartau und die Ostsee Therme, www.ostsee-therme.de in Scharbeutz

Gastronomie in Lübeck

In Lübeck ist die Auswahl an Cafés, Restaurants und Kneipen fast nicht überschaubar und unterliegt einem ständigen Wandel. Von traditionellen Gaststätten über edle Bistros und gediegene Kaffeehäuser bis hin zu Studentenkneipen lässt sich in der Stadt alles finden.

Öffentliche Verkehrsmittel in Lübeck

Empfehlen kann man für den Lübeckbesuch die HappyDay Card. Mit ihr hat man freie Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln und viele Ermäßigungen in Museen, Theatern und bei Kanal- und Hafenrundfahrten.

Messetermine 2010 in Lübeck

  • 04.09.2010 – 05.09.2010 Tattoo Convention Lübeck
  • 15.09.2010 – 16.09.2010 b2d im HanseBelt – Die regionale Mittelstands-Messe     Lübeck
  • 11.11.2010 – 14.11.2010 nordica Lübeck –  Die Erlebnismesse für die ganze Familie
  • 19.11.2010 – 21.11.2010 SchnippSchnapp – Handarbeit & Co – Die Messe rund um das kreative Hobby

Ausflugsziele in der Nähe von Lübeck

Wenn Sie in Lübeck sind sollten sie auf alle Fälle eine Fahrt auf der Trave oder einen Ostseetörn machen. Auch die Hafenstädte Wismar, Rostock und Stralsund sind nicht weit. Und in Lübeck beginnt außerdem einer der längsten zusammenhängenden Radwege Deutschlands. Über 450 Kilometer führt er entlang der Ostseeküste bis nach Flensburg. Für Familien ist auch der Hansa-Park in Sierksdorf zu empfehlen.


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